In allen Bereichen des öffentlichen Lebens wird es geschaffen: das Schönheitsideal einer Zeit. Gegenwärtig zum Beispiel das Ideal der großen Brust. Geschichtlich kulturelle Hintergründe wie Kriege oder Hungersnöte haben einen ebenso großen Anteil an solcherlei Schönheitsidealen, wie es die Künste als Spiegel des Zeitgeists besitzen. 

Die Quelle des Lebens

In grauer Vorzeit sind es vor allem die bildenden Künste gewesen, die den Zeitgeist geprägt haben. Der Einfluss von alten Künsten wie Bildhauerei und Malerei ist im 21. Jahrhundert allerdings vom Einfluss der neuen Künste überholt worden. Vor allem die audiovisuellen Künste prägen so das Schönheitsideal der Gegenwart. Neben Hollywood hat auch die Werbeindustrie heute in Schönheitsfragen mitzureden. Für das weibliche Schönheitsideal einer bestimmten Epoche spielen vor allem das Gesäß und die Brüste eine Rolle. Große Brüste gehören in der westlichen Welt seit Jahren und Jahrzehnten zum Ideal. Auf Männer üben sie sexuelle Anziehungskraft aus und Frauen beneiden sich untereinander um die üppige Brust. Bei dem hochgradig sexualisierten Bild, das insbesondere die Medien von weiblichen Brüsten zeichnen, gerät fast der evolutionäre Zweck der Brust in Vergessenheit. Brüste sind eine Quelle des Lebens. Sie nähren den Nachwuchs und sichern so den Fortbestand der Art. Dass Brüste auf die Männerwelt eine derartige Anziehungskraft haben, liegt nicht zuletzt an diesen Zusammenhängen. Wissenschaftler sehen mittlerweile aber noch einen anderen Zusammenhang: die Gestalt der Brust erinnert an die des Hinterteils. Ein ausladendes Becken zeugt bekanntermaßen von Gebärfreudigkeit und Fruchtbarkeit und zu einem gebärfreudigen Becken gehört in aller Regel auch ein pralles Hinterteil dazu. Wegen der unbewussten Verbindung zwischen Hintern und Brüsten fährt der Mann von heute daher auf dralle Brüste ab. Große Brüste sind das Brustideal der Gegenwart, denn sie verraten Männern einiges zum Thema Fortpflanzung.

Brüste in ihrer Urfunktion: Das Nähren von Säuglingen

Brüste in ihrer Urfunktion: Das Nähren von Säuglingen

Brüste im Wandel der Zeit

Dass große Brüste zu einer fruchtbaren Frau gehören oder den Nachwuchs besser nähren, ist nicht unbedingt korrekt. Wie alle anderen Schönheitsideale unterliegt auch das Brustideal dem Wandel der Zeit. Noch im Mittelalter galten nicht große Brüste, sondern kleine Apfelbrüste als attraktiv. Als das Mittelalter ausklang und in den Barock überschwappte, waren Rundungen wieder modern. Das Schönheitsideal wurde üppiger und zeugte von der Sehnsucht nach finanziellem Wohlstand, wie sie speziell in der Nachkriegszeit und den zugehörigen Hungersnöten des Barock verbreitet waren. Weil der Westen heute einer Wohlstandsgesellschaft entspricht, sehnt sich heutzutage niemand mehr nach üppigen Körpern als Wohlstandssymbol. Zu üppige Rundungen werden eher mit negativen Qualitäten wie Gesundheitsproblemen, mangelnder Fitness, Gier oder sogar Faulheit assoziiert. Ein schöner Frauenkörper ist im 21. Jahrhundert eher zierlich. Große Brüste sind aber noch immer schick. Vermutlich liegt das nicht nur an den evolutionären Hintergründen, sondern auch an der taktilen Orientierung des Mannes. Weil die Medien große Brüste außerdem hartnäckig im Zeit-Trend halten, unterstellen Männer einer Frau mit großen Brüsten zusätzlich mehr Spaß am Sex. Das moderne Schönheitsideal stellt die Frau vor eine Herausforderung: ständig soll sie Diäten halten und dabei trotzdem ihre üppigen Rundungen im Brustbereich behalten. Weil das fast eine Unmöglichkeit ist, wird der schönen Brust im 21. Jahrhundert gerne nachgeholfen. Für Brustvergrößerungen gibt es viele anerkannte Chirurgen, so zum Beispiel Dr. med. Klöppel & Kollegen. Schönheitskorrekturen an der Brust finden heute an nahezu jedem Brust-Typ statt.

Die vielen Gesichter der Brust

Brüste haben viele Gesichter. Kaum eine Brust gleicht der anderen. Zu den gängigsten Typen gehören neben der üppig stehenden Brust die schwere Hängebrust, die ausgesaugte Hängebrust, die mädchenhaft kleine Brust und die Spitzbrust.

  • Üppig stehende Brust: Die üppig stehende Brust ist das Brustideal, wie wir es im 21. Jahrhundert kennen. Unglücklicherweise ist nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der weiblichen Bevölkerung mit diesem Brusttypen gesegnet. Im Regelfall beginnen üppige Brüste früher oder später nämlich zu hängen.
  • Schwere Hängebrust: Auch dieser Brust-Typ entspricht eigentlich dem üppigen Zeitideal. Statt zu stehen gibt diese Brust aufgrund ihres hohen Gewichts aber schon früh der Schwerkraft nach und senkt sich damit Richtung Bauchnabel.
  • Ausgesaugte Hängebrust: Die ausgesaugte Hängebrust ist die Nachwirkung einer Schwangerschaft. Statt prall und fest wirkt der Busen plötzlich wie eine leere Hautfalte. Vor allem nach dem Abstillen kann die weibliche Brust diese Form annehmen. Die Brustgröße spielt dabei kaum eine Rolle.
  • Mädchenhaft kleine Brust: Gerade in einer Zeit des Fitnesswahns kommt diese Brustform immer häufiger vor. Statt Fettgewebe besteht die mädchenhafte Brust wenn überhaupt eher aus Muskelgewebe. Das geringe Volumen gibt den Betroffenen oft das Gefühl, nicht weiblich genug zu sein.
  • Spitzbrust: Wie der Name schon sagt nehmen Spitzbrüste keine runde Form an, sondern wirken in der Gestalt wie ein Zylinder. Die Brustwarzen sitzen oft schief oder weisen zur Seite. In der Regel sind diese Brüste wie die mädchenhafte Brust von eher geringem Volumen.

 

Der Psyche zum Wohl – Kuren, Training und Brustoperationen

Sowohl die Formen, als auch die Entwicklungsstadien der Brüste sind im genetischen Material vorprogrammiert. Ebenso bestimmte das Genmaterial, wie sehr und wie schnell die Brüste einer Frau der Schwerkraft nachgeben oder wie sie sich mit der Schwangerschaft verändern. Das genetische Material umreißt aber nur den groben Rahmen für die Brustform. Schon im Mittelalter war der Frau bekannt, dass sich die eigene Brust durch Anwendungen wie Öl-Kuren oder spezielle Übungen verschönern lässt. Algen- und Holunderextrakte zeigen zum Beispiel straffende Wirkung. Auch Peelings, Cremes und Massagen können unterstützend wirken. Zu einer straffen Brust gehört außerdem eine gut trainierte Brustmuskulatur. Sport und Übungen wie Liegestütze können das richtige Training sein. Natürlich muss auch der BH richtig sitzen, damit er die Brust im Alltag ausreichend stützt.
Wenn Krebspatientinnen zum Beispiel die Brust entfernt wird, dann stellen sich im Nachhinein oft schwere Depressionen ein. Die Betroffenen fühlen sich nicht mehr weiblich. Sie schämen sich und ihr Privatleben leidet. In einem solchen Fall hat eine Brustrekunstruktion nicht nur ästhetischen Nutzen, sondern lindert vor allem den psychischen Leidensdruck der Betroffenen. Die Unzufriedenheit mit der eigenen Brust kann selbstverständlich auch unabhängig von Erkrankungen die Psyche belasten. In einer Zeit, in der große Brüste zum kompromisslosen und nur schwer erreichbaren Schönheitsideal geworden sind, tut die Möglichkeit der Brustvergrößerung in München, Berlin und Co so notfalls auch etwas für die mentale Gesundheit.

 

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