Psoriasis ist nicht nur eine Erkrankung, die auf der Hautoberfläche auftritt, sondern auch an den Nägeln und den Gelenken. Eine Schuppenflechte ist eine entzündliche, chronisch auftretende Erkrankung der Haut.

Experten sind sich sicher, dass eine Schuppenflechte für andere nicht ansteckend ist. Breit gefächerte Tests haben ergeben, dass die Gene beziehungsweise die genetischen Veranlagungen einen großen Einfluss auf einen Ausbruch dieser Erkrankung hat. Abhängig von der Genetik sind verschiedene Faktoren für einen Ausbruch der Psoriasis verantwortlich.

So sehen Schuppenflechte auf der Hand aus

So sehen Schuppenflechte auf der Hand aus
(© Farina3000 – Fotolia.com)

Gerötete entzündete Hautstellen mit hellen weiß-silbrigen Hautschuppen und ein anhaltender Juckreiz sind deutliche Symptome für eine Schuppenflechte. Neben den beständigen körperlichen Einschränkungen stellen die negativen Reaktionen anderer Menschen auf die sichtbaren Veränderungen ein Problem dar.

Eine Schuppenflechte tritt in beständig wiederkehrenden Schüben oder chronisch auf. Bei schubweise auftretenden Erkrankungen können die Phasen ohne Symptome kurz oder lang ausfallen und die Ausprägung der Symptome von Ausbruch zu Ausbruch variieren. Die Schwere einer Erkrankung und die Ausdehnung der betroffenen Körperregionen sind individuell. Bis zum heutigen Tag ist keine Heilung möglich, mit Hilfe einer Therapie jedoch können die Beschwerden gelindert werden.

Das Risiko eines erneuten Ausbruchs und der Krankheitsverlauf selbst können mit therapeutischen und vorbeugenden Maßnahmen beeinflusst werden. Die vorbeugenden und therapeutischen Möglichkeiten reichen von Salben über Badezusätze bis hin zu gentechnisch produzierte Wirkstoffen.

Hautnahe Berichte eines Betroffenen der über seine Therapie berichtet finden Sie auf www.paul-hat-schuppenflechte.de – Hier ist recht anschaulich zu sehen wie sich die verschiedenen Schübe entwickeln und wie eine erfolgreiche Therpie aussehen kann.

Symptome einer Psoriasis

Eine Psoriasis vulgaris (gewöhnliche Schuppenflechte) ist auf einen unkontrollierten gutartigen Wuchs der oberen Hautschicht zurückzuführen. Die Zellen der Oberhaut wachsen bei einer Schuppenflechte nachweislich siebenmal schneller als bei einer „gesunden“ Oberhaut. Eine „normale“ Erneuerung der Hautschicht erfolgt innerhalb von achtundzwanzig Tagen. Bei von Schuppenflechte betroffenen Personen erfolgt eine Erneuerung der oberen Hautschicht innerhalb von vier bis drei Tagen.

Die Folge der übermäßigen Zellerneuerung sind Hautschuppen in den Farbtönen silbrig weiß, die sich auf entzündeten deutlich begrenzten sichtbar geröteten Hautstellen befinden. Die am häufigsten betroffenen Körperbereiche sind die Streckseiten an Ellbogen und Schienbein, die Kopfhaut, Rücken, Brust oder Gesäß sowie die Achselhöhlen, der Bauchnabel, die Augenbrauen und die Geschlechtsorgane. Alle betroffenen Hautbereiche können einen starken bis mittelschweren Juckreiz aufweisen.

Die silbrig hellen Hautschüppchen können mit Hilfe eines Fingernagels von den erkrankten Hautbereichen abgehoben werden. Die klassische Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) ist die am häufigsten auftretende Form. Bei einem schweren Verlauf der Schuppenflechte kann der komplette Hautbereich (der gesamte Körper) befallen sein.

Die einzelnen Schuppenflechten können zusammenwachsen, was Umrisse entstehen lässt, die dem Aussehen einer Landkarte ähnelt. Diese Form der Schuppenflechte besitzt den Namen Psoriasis geographica. Eine Ansammlung der Ausbruchsherde in Form von Streichholzköpfen ist unter der Bezeichnung Psoriasis punctata bekannt. Diese Streichholzkopf großen „Tupfen“ können am kompletten Körper sowie den Nägeln auftreten.

Diagnose einer Schuppenflechte

Für eine Diagnose einer Schuppenflechte ist es notwendig, dass verschiedene Untersuchungen der Haut durchgeführt werden. Einige Merkmale sind typisch für eine Erkrankung wie Psoriasis, was Ärzten eine Diagnose erleichtert. Eindeutige Merkmale sind Juckreiz, blutige Stellen sowie eine schuppige Hautoberfläche. Andere Erkrankungen mit einem ähnlichen Symptom-Bild wie zum Beispiel Pilzinfektionen, Ekzeme oder Syphilis können mit Hilfe einer Gewebeprobe ausgeschlossen werden.

Therapie-Möglichkeiten

Bei einer Schuppenflechte kann eine Behandlung mit Hilfe von Lotionen, Cremes, Salben, Tabletten und Phototherapien vorgenommen werden. Im Vordergrund einer Therapie von Schuppenflechten steht eine Linderung der Symptome. Akute Schübe einer Schuppenflechte können mit verschiedenen Behandlungsansätzen nachweislich verkürzt werden.

Eine leichte Form der Pflege ist der Einsatz von Salben, während eine aggressivere Behandlung, mit Immunsystem verringernden Medikamenten erfolgt. Experten sind sich sicher, dass eine Nichtbehandlung einer Schuppenflechte zu einer Verschlimmerung der Ausbruchsherde führt.

Äußere Behandlung

Eine äußere Behandlung in Form von Badezusätzen, Shampoos, Lotion, Cremes und Salben dient dazu, die Symptome einer Schuppenflechte zu lindern und die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Der Juckreiz und das schmerzhafte Einreißen der Haut kann durch ein gezieltes Anfeuchten der Haut verringert werden. Um die sich deutlich sichtbar angesammelten Hautschüppchen von der oberen Hautschicht abzulösen und so eine Heilung der Entzündungsherde zu unterstützen, kommen Wirkstoffen wie Harnstoff, Milchsäure und Salicylsäure zum Einsatz.