Augenringe sind ein Symptom, welches aus den unterschiedlichsten Gründen auftreten kann und zumeist an einem Sauerstoffmangel im Blut liegt. Je nach Ursache handelt es sich um temporäre oder chronische Augenringe, die unterschiedlich behandelt werden.

Wie Augenringe entstehen

So lassen Sie Augenringe behandeln

So lassen Sie Augenringe behandeln
(© Robert Kneschke – Fotolia.com)

Der Prozess zur Entstehung von Augenringen kann mit der Entstehung von Blutergüssen verglichen werden. Wenn sich zum Beispiel der Finger geprellt wird, werden dabei Blutadern zerstört. Dies führt dazu, dass das Blut aus den Äderchen in die umliegenden Haut fließt.

Zum Abbau des ausgetretenen Blutes setzt der Körper nun Enzyme frei, welche am Abbau der roten Blutkörperchen beteiligt sind. Sobald das Hämoglobin, welches die Rotfärbung der Blutzellen erzeugt, zerlegt ist, bleibt nur noch eine dunkelblaue Färbung übrig. Diese gibt den Blutergüssen den charakteristischen Farbton. Vom Prinzip her sind es die gleichen Mechanismen, die zu Augenringen führen. Hierfür ist allerdings keine Prellung notwendig.

Bereits eine hohe Anzahl an Kapillaren in der Augenregion, die mit der Zerlegung von roten Blutkörperchen beschäftigt sind, reichen aus. Die dunkelblauen Teilchen werden sehr schnell sichtbar, da die Haut um die Augen sehr dünn ist und nur wenig Unterhautfettgewebe vorhanden ist.

Klassische Gründe für Augenringe

Der Organismus reagiert sehr sensibel auf jegliche schädliche Substanzen, die ihm zugeführt werden. Drogen wie Nikotin oder Alkohol sind ein klassischer Grund für Augenringe, da sich so die Vergiftung des Körpers zeigt. Wenn über einen langen Zeitraum Drogen konsumiert werden, kann es nach der Abstinenz Wochen oder Monate dauern, bis die Augenringe verschwinden. Werden die Drogen nur kurzzeitig genommen, sind die dunklen Verfärbungen um die Augen meist sehr schnell wieder weg.

Auch eine sehr salzreiche Ernährung kann zu Augenringen führen, da das Salz dem Organismus Flüssigkeit entzieht und somit das Blut dickflüssig wird. Des Weiteren gehört ein Schlafmangel, ein langes Sitzen vor einem Bildschirm, eine starke Sonneneinstrahlung, die natürliche Hautalterung oder psychische Probleme zu den typischen Auslösern für temporäre Augenringe. Des Weiteren gibt es Personen, die verstärkt zu diesem Symptom neigen.

Augenringe als Symptom für eine Krankheit

Augenringe können ferner ein Symptom für bestimmte Krankheiten sein. Sie treten häufig in Verbindung mit einer Bindehautentzündung auf oder weisen auf Mangelerscheinungen hin, zu denen eine Unterversorgung mit Eisen, Vitamin C und Zink gehören. Auch Erkrankungen, bei denen Flüssigkeit eingespeichert wird, kann zu den dunklen Ringen unter den Augen führen. Dazu gehören beispielsweise Nieren-, Leber-, Herz- oder Schilddrüsenbeschwerden. Bei Personen, die unter Allergien wie Heuschnupfen leiden, machen sich gelegentlich ebenfalls Augenringe bemerkbar.

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache

Die Behandlung der Augenringe richtet sich entscheidend nach der Ursache für die dunklen Schatten unter den Augen. Liegt ein Nährstoffmangel vor, wird dieser durch einen gezielten Konsum an diesen Nährstoffen ausgeglichen. Sobald der Organismus seine unterschiedlichen Nährstoffdepots wieder aufgefüllt hat, sind auch die Ringe unter den Augen weg.

Bei einer Bindehautentzündung oder anderen Krankheiten wird die ursächliche Erkrankung mit Medikamenten behandelt und damit auch die Augenringe. Sollte dieses Symptom angeboren, altersbedingt sein oder nur durch einen temporären Zustand wie Schlafmangel auftreten, kann nicht im eigentlichen Sinne von einer Behandlung der Augenringe gesprochen werden. Es gibt allerdings zahlreiche Cremes und Tinkturen, die die dunklen Schatten aufhellen können sowie Make-up zum Kaschieren.

Gelegentlich werden zudem Hämorrhoiden-Cremes empfohlen, die jedoch mit größter Vorsicht zu verwenden sind. So können sie zu starken allergischen Reaktionen führen.

Hausmittel gegen Augenringe

Des Weiteren gibt es diverse Hausmittel, die die Augenringe lindern können. Sie können problemlos ausprobiert werden:

  • Der Saft von Gurken und Kartoffeln wird ausgepresst und gekühlt. Im Anschluss werden Wattepads in die Flüssigkeit getunkt und für 20 Minuten auf die Augen gelegt. Danach wird der Saft abgewaschen. Die Wirkung dieses Hausmittels soll sich aus den Vitaminen der beiden Gemüsesorten ergeben. Durch die Kühlung ziehen sich die Blutgefäße zusammen.
  • Mit Hilfe von Wattepads wird ein Rosmarinaufguss auf die Augenpartie gelegt, der für einige Minuten einziehen muss.
  • Kartoffeln werden gerieben und direkt auf die Augenringe für einige Minuten gelegt. Mindestens dreimal pro Woche sollte dieses Hausmittel wiederholt werden.
  • Vorsichtig wird Mandelöl auf die Augenringe aufgetragen und sanft einmassiert. Täglich sollte diese Maßnahme für zwei Wochen vor dem Schlafengehen wiederholt werden.