Blutblasen – richtige Behandlung kann Beschwerden lindern

Als Blut-Blasen bezeichnet man mit Blut gefüllte Erhöhungen der Haut. Werden die weiter unten befindliche Hautschichten beschädigt, tritt keine Gewebsflüssigkeit in den dann entstehenden Hohlraum aus, sondern Blut. Es ist deutlich unter der sich spannenden oberen Hautschicht zu erkennen. In der Regel haben mit Blut gefüllte Blasen Erbsen-Größe. Ihre Bildung kann durch Kälte oder Wärme noch gefördert werden.

Wie entstehen Blutblasen?

Blut-Blasen entstehen wie mit Lymphflüssigkeit gefüllte Blasen durch länger andauernden Druck und starke Reibung. So können beispielsweise längere Zeit getragene, drückende Schuhe zu Blutblasen Fuß und Blutblasen am Zeh führen. Schwitzt der Fuß noch zusätzlich, quillt die gescheuerte Hautpartie auf und wird empfindlich. Blut tritt aus und füllt die sich wölbende Blase.

Wenn man wegen der blutgefüllten Haut-Erhöhungen Schmerzen, Brennen und ein gesteigertes Druckgefühl verspürt, stellt man sich häufig die Frage: Blutblase aufstechen oder nicht? Wer eine sterile Nadel hat, der kann das natürlich tun, wenn er dabei vorsichtig vorgeht. Bei großen Blutblasen sucht er seinen Arzt auf.

Auch das Entstehen von Blutblasen Finger ist möglich. Sie kommen zum Beispiel durch unvorsichtigen Umgang mit Werkzeugen zustande: Man klemmt sich den Finger, der auf die Quetschung mit einer Blutblase Finger reagiert.

Wer sich die Frage stellt, Blutblasen wie lange (dauern sie an), kann beruhigt sein. Sie verheilen zwar nicht so schnell wie die mit Gewebsflüssigkeit gefüllten Blasen, benötigen aber keinesfalls mehr als maximal zwei Wochen. Schont der Betroffene die Hautstelle und versorgt er sie entsprechend, sind die lästigen Plagegeister schneller wieder weg.

Blutblasen im Mund sind oft noch schmerzhafter als die an anderen Körperstellen. Sie behindern das Kauen, wenn sie am Zahnfleisch oder auf dem Gaumen sitzen und machen sich – wenn sie sich im Rachen befinden – beim Herunterschlucken durch Brennen und Schmerzen bemerkbar. Heiße Nahrungsmittel verursachen bei Blasen ebenfalls Schmerzen.

Weitere Entstehungsorte der lästigen blutigen Hauterhebungen sind Wangen-Innenseite (durch Auf-die-Wange-Beißen entstanden) und Zungenrand. Versehentlicher Kontakt mit der Zahnbürste lässt den Betroffenen sprichwörtlich „die Wände hochgehen“.

Auch das Verzehren von zu hartem Toastbrot und Scheuern einer Zahnspange können Blutblasen im Mund verursachen. Außerdem können der Genuss von Zitrusfrüchten (Säure!), Mangel an Vitamin C und B12, bestimmte Medikamente und der Konsum von Alkohol und Zigaretten zur Bildung der Blasen führen.

Wer eine Blutblase im Mund hat, sollte sie unter keinen Umständen aufstechen – das sollte nur der Arzt machen – und auf eine gute Mundhygiene achten. Er spült den Mund mit verordneten Antibiotika oder topischen Kortikosteroiden. Auch mehrmaliges tägliches Spülen mit

  • Teebaumöl
  • Salbei
  • Arnika
  • Malve
  • Kamillentee

hilft, die störenden Blut-Blasen schneller loszuwerden.

Behandlung von Blutblasen

Personen, die sich eine Blutblase Fuß gescheuert haben, legen sich nach dem vorsichtigen Säubern der Hautstelle zum Blutblase Behandeln einen leichten Verband an, um die Blase von Druck zu entlasten. Sehr große Blasen sollten nur mit einer sterilen Nadel (verpackte Kanüle oder längere Zeit in heißem Wasser keimfrei gemachte Nadel) aufgestochen werden, sodass das Blut abfließen kann.

Geht sie von allein auf, tupft man das austretende Blut mit einem sauberen Taschentuch ab, spült die Wunde vorsichtig und tupft sie sanft trocken. Nach dem Auftragen einer antibiotischen Salbe legt man einen Verband an. Er sollte unter keinen Umständen abschnüren.

Blutbklasen am Fuß können durch zu enge Schuhe entstehen und sind besonders schmerzhaft!

Blutbklasen am Fuß können durch zu enge Schuhe entstehen und sind besonders schmerzhaft!

Die überstehende Haut wird beim Blutblase Behandeln grundsätzlich nicht entfernt, da sie den Körper vor dem Eindringen von Krankheitserregern schützen soll. Sie wird später von ihm abgebaut. Zum Desinfizieren der Wunde wird weder Alkohol noch Jod verwendet, da die Wundheilung sonst zu lange dauert. Bei einer Blutblase Finger geht man auf dieselbe Weise vor.

Naturheilpraktiker raten, sie täglich mehrmals mit Teebaumöl, Ringelblumen-Salbe oder Aloe Vera Gel zu bestreichen, um sie schneller auszutrocknen. Aloe Vera Wirkstoffe haben eine angenehm kühlende, wundheilende und schmerzstillende Wirkung. Alle Öle und Salben versorgen die gerötete und beeinträchtigte Haut mit wertvoller Feuchtigkeit.

Eine schnellere Wundheilung der Blutblase Finger bewirkt Heilerde. Sie wird mit etwas Wasser zu einem Brei angerührt und aufgetragen. Die getrocknete Heilerde wird dann wieder abgespült. Auch mit ein wenig Honig angerührtes Kurkuma-Pulver fördert die rasche Austrocknung der Blutblase. Schont der Betroffene sie, ist sie schon einige Tage danach verschwunden.

In der Folgezeit empfiehlt es sich darauf zu achten, dass sich die mittlerweile flache Blase nicht infiziert. Entdeckt man eine von ihr in Richtung Herz führende blauschwarze Linie, sollte man sich so schnell wie möglich in die Notaufnahme begeben, da sich damit eine bevorstehende Blutvergiftung (Lebensgefahr!) ankündigt.

Hat man sehr starke Schmerzen, schwillt die Blutblase an oder kommt es zur Bildung von Eiter, sollte man unbedingt sofort zum Arzt gehen. Patienten mit Diabetes mellitus, die ohnehin eine langsamere Wundheilung haben, sollten nicht lange überlegen, ob sie die Blutblase aufstechen oder nicht, sondern umgehend den behandelnden Mediziner aufsuchen.

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