Die Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis) ist eine Viruserkrankung, die zumeist durch Bakterien übertragen wird. Umgangssprachlich wird sie oft auch als Magen-Darm-Virus oder Magen-Darm-Entzündung bezeichnet. Die Erkrankung ist im Normalfall nach einigen Tagen auskuriert. Da der Flüssigkeitsverlust in der akuten Phase sehr hoch ist, ist es wichtig, viel zu trinken.

Ursachen einer Magen-Darm-Grippe

Volkskrankheit Magen-Darm-Grippe

Volkskrankheit Magen-Darm-Grippe
(© Adam Gregor – Fotolia.com)

Die Erkrankung tritt im Regelfall durch eine Infektion mit Viren oder Bakterien auf. Bei Erwachsenen handelt es sich dabei zumeist um die so genannten Noroviren, bei Säuglingen und Kleinkindern um Rotaviren. Auch Adenoviren sind oft Auslöser der Magen-Darm-Grippe. Handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die beispielsweise durch Salmonellen ausgelöst wird, verläuft die Krankheit schwerer. Hohes Fieber und starke Magenkrämpfe sind keine Seltenheit. Daneben können auch Parasiten eine Magen-Darm-Grippe auslösen. Das Risiko, auf diese Art zu erkranken, ist jedoch nur in Ländern mit niedrigen Hygienestandards gegeben.

Da eine Ansteckung bereits durch indirekten Kontakt mit Erkrankten erfolgt, ist es in grippereichen Zeiten ratsam, regelmäßig die Hände zu waschen. Doch oft lässt sich eine Erkrankung nicht vermeiden, da sich die Erreger oft auch über die Luft verbreiten. Eine Ansteckung kann zudem auch durch kontaminierte Lebensmittel erfolgen.

Symptome der Erkrankung

In der Regel tritt eine Magen-Darm-Grippe plötzlich und ohne erkennbare Vorzeichen auf. Der Körper versucht dabei, die Erreger loszuwerden, indem er sie durch Magen und Darm ausspült. Dies geschieht im Normalfall durch Erbrechen und Durchfall. Der Prozess der Genesung bringt zudem folgende Beschwerden mit sich:

Eine Magen-Darm-Grippe auskurieren

Bei einer Magen-Darm-Grippe verliert der Körper eine Menge Flüssigkeit, weshalb es wichtig ist, viel zu trinken. Am geeignetsten sind Wasser und Tee. Entgegen der weit verbreiteten Meinung sollte auf Getränke wie Cola und Fanta während einer Magen-Darm-Grippe jedoch verzichtet werden. Fruchtsäfte sollte nur stark verdünnt getrunken werden. Daneben gibt es auch Elektrolyt-Zucker-Lösungen, die speziell für Kleinkinder und alte Menschen gedacht sind.

Sobald der Körper wieder feste Nahrung zulässt, können beispielsweise Zwieback, Salzstangen oder Kekse eingenommen werden. Auch klare Suppen und andere Lebensmittel mit niedrigem Säuregehalt eignen sich.

Wann ein Arztbesuch nötig wird

In der Regel ist eine Magen-Darm-Grippe nach wenigen Tagen auskuriert. Sollten sich die Beschwerden jedoch nach einigen Tagen nicht bessern oder neue Symptome auftreten, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Erkrankung mittels Antibiotika zu behandeln. Blut im Stuhl ist beispielsweise ein Warnzeichen, das nicht unterschätzt werden darf. Auch bei anhaltendem Fieber und extremem Durchfall und Erbrechen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Erkrankte, die vor der Erkrankung in einem Land mit niedrigen Hygienestandards waren, sollten sich generell untersuchen lassen, um eine parasitäre Magen-Darm-Grippe rechtzeitig zu erkennen.

Magen-Darm-Grippe bei Säuglingen

Wenn Säuglinge oder Kleinkinder an Magen-Darm-Grippe erkranken, kann dies schnell gefährlich werden, da der Organismus noch nicht so gestärkt ist wie bei erwachsenen Menschen. Um eine Austrocknung (Dehydrierung) zu vermeiden, sollte auf folgende Warnzeichen geachtet werden.

  • blutiger Urin
  • Hautausschlag
  • schwacher Saugreflex
  • starkes Fieber
  • eingesunkene Fontanelle
  • andauerndes Erbrechen und Durchfall
  • insgesamt geschwächter Zustand

Generell sollte bei Säuglingen kein Risiko eingegangen werden, weshalb in jedem Fall der Hausarzt aufgesucht werden sollte. Auch bei Kleinkindern und alten Menschen kann der Körper während einer Magen-Darm-Grippe schnell austrocknen.

Eine Ansteckung vermeiden

Zwar kann die Erkrankung an einer Magen-Darm-Grippe nicht immer vermieden werden, aber einige Tipps können helfen, das Risiko zu minimieren. Dazu gehört vor allem eine gute Körperhygiene. So sollte man sich nach jedem Toilettengang, vor dem Kochen und nach dem Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn die Hände waschen.

Um eine Ansteckung anderer Personen zu vermeiden, sollte nach Durchfall oder Erbrechen die Toilette gründlich gereinigt werden. Zudem ist es möglich, sich gegen einige Arten der Magen-Darm-Grippe impfen zu lassen. Dazu gehören beispielsweise die Rotaviren.