Bei ADHS handelt es sich um die Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung, von der etwa 500.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland betroffen sind. Dabei leiden Jungs häufiger unter der Krankheit als Mädchen. Die Anzeichen treten meistens vom Vorschulalter bis ins Erwachsenenalter auf. Nur bei wenigen Menschen bleibt ADHS bis zum hohen Alter bestehen. In der Regel können die Beschwerden früher behandelt werden, sodass der Betroffene ein weitgehend normales Leben führen kann. Wer bei seinem Kind Anzeichen entdeckt, sollte mit einem Arzt kontakt aufnehmen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, einen Selbsttest im Internet zu machen. Es kann sich um ADHS handeln, wenn das Kind unkonzentriert ist oder nicht lange still sitzen mag. Weitere Anzeichen sind starker Bewegungsdrang und Vergesslichkeit.

Die Ursachen der Krankheit

ADHS - Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung (© Trueffelpix - Fotolia.com)

ADHS – Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung (© Trueffelpix – Fotolia.com)

Die genauen Gründe für ADHS sind bisher leider ungeklärt. Allerdings werden mehrere Faktoren dafür verantwortlich gemacht. Die drei Hauptfaktoren sind genetische Veranlagung, psychosoziale Gegebenheiten sowie Komplikationen bei der Schwangerschaft und Geburt. Es können ebenfalls Veränderungen im Gehirn-Stoffwechsel für ADHS verantwortlich sein. Nahrungsmittelallergien werden häufig als Ursache genannt, jedoch wurde das bisher nicht wissenschaftlich bewiesen.

Die Symptome der Krankheit

Die Hauptsymptome sind Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität sowie Impulsivität. Ebenfalls typische Symptome für ADHS sind motorische Schwierigkeiten, Konzentrationsschwäche und leichte Ablenkbarkeit. Weitere Symptome nachfolgend im Überblick.
  • Vergesslichkeit
  • langsame Reaktionen
  • starke Impulsivität, wie zum Beispiel Wutausbrüche

Die Diagnose

Ärzte können ADHS meistens durch die Lebensgeschichte der Kinder diagnostizieren. Dabei achtet der Fachmann auf Anzeichen wie Aufmerksamkeitsstörungen. Für eine Diagnose entscheidend, sind außerdem die Hyperaktivität und Impulsivität. ADHS wird jedoch nur diagnostiziert, wenn die Symptome stark ausgeprägt sind und über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben. Die Eltern müssen zudem wichtige Aussagen machen, wie zum Beispiel über die Familiensituation, Erkrankungen in der Familie und eventuelle Komplikationen in der Schwangerschaft.

Die Therapie

ADHS muss nicht immer und sofort behandelt werden. Es ist wichtig, das Ärzte und Psychologen beratend zur Seite stehen. Eine Behandlung ist erforderlich, wenn ADHS zu ausgeprägten psychischen und sozialen Beeinträchtigungen bei dem Betroffenen führt. Es gibt dafür keinen genauen Zeitpunkt, denn eine Therapie richtet sich nach den individuellen Symptomen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Krankheit zu behandeln. Meistens wird die multimodale Therapie empfohlen. Hierbei handelt es sich um eine Kombination der verschiedenen Methoden. Zu der Therapie gehören die Aufklärung über die Krankheit, Elterntraining, Verhaltenstherapie und Psychotherapie sowie Medikamente und sportliche Aktivitäten.