Was sind Alterflecken?

Altersflecken sind bräunliche, bis zu einigen Zentimetern große Pigmentablagerungen in der Haut. Es handelt sich um gutartige Hautveränderungen, die mit zunehmendem Alter bei Erwachsenen insbesondere in den von langjähriger UV-Bestrahlung betroffenen Hautpartien auftreten.

Woran erkennt man die Altersflecken?

Die gelblich-braunen bis dunkelbraunen Altersflecken, die mit fortschreitendem Alter durch Ablagerungen des Pigments Lipofuszin (auch „Alterspigment“) in der Oberhaut entstehen, sind stets scharf abgegrenzt. Einige der flachen Hautflecken sind winzig klein, während andere einige Zentimeter groß werden. Ein Altersfleck kann rund, oval oder unregelmäßig geformt sein. Anders als Sommersprossen bleibt ein Altersfleck auch im Winter sichtbar. Über ihre optische Wirkung hinaus hat ein Altersfleck allerdings keine weiteren gesundheitlichen Auswirkungen. Manchmal ähnelt das Aussehen eines Altersflecks einer bestimmten Art des schwarzen Hautkrebses oder der aktinischen Keratose, einem Frühstadium des weißen Hautkrebses. Daher ist eine regelmäßige hautärztliche Untersuchung von Hautflecken anzuraten. Der Hautarzt sollte insbesondere bei neu entstehenden Hautveränderungen konsultiert werden, zumal dann, wenn Hautflecken im Zeitverlauf ihr Aussehen verändern. Die ärztliche Untersuchung erfolgt mit einem Dermatoskop, einem Untersuchungsgerät, das über eine Halogenlampe und ein „achromatisches“ Linsensystem verfügt, welches dem Arzt den Blick unter die oberste Hautschicht und damit die Diagnose ermöglicht, ob ein Altersfleck oder möglicherweise eine bösartige Hautveränderung vorliegt.

Wie entwickeln sich Altersflecken und welche Folgen können diese Hautflecken haben?

Altersflecken sind ungefährlich und entwickeln sich bei fast jedem Menschen (Bildquelle: BigStock by tepic, Stock Foto 5782428)

Altersflecken sind ungefährlich und entwickeln sich bei fast jedem Menschen (Bildquelle: BigStock by tepic, Stock Foto 5782428)

Altersflecken sind gutartige Folgen eines chronischen Lichtschadens der Haut, werden aber von den Betroffenen oft als kosmetischer Nachteil empfunden. 90 Prozent aller über 60-Jährigen weisen Altersflecken auf. Bei stärkerer UV-Bestrahlung können die Flecken aber auch schon bei 40-Jährigen oder sogar in noch jüngerem Alter auftreten. Häufige Sonnenbäder und Sonnenbrände begünstigen die Entstehung der Flecken. Überdurchschnittlich betroffen sind hellhäutige Menschen. Insbesondere nach langjähriger UV-Bestrahlung kommt es zu einer zunehmenden Verdickung der Oberhaut unter vermehrter Pigment-Einlagerung. Wenn die Lysosomen, die als Organellen innerhalb der einzelnen Hautzellen u. a. für die Verdauung zellfremden Materials zuständig sind, das gebildete Pigment nicht mehr vollständig abbauen können, bleibt dieses als sichtbarer Hautfleck zurück. Das Alterspigment entsteht durch die Oxidation ungesättigter Fettsäuren in den Zellwänden. Bei UV-Licht-Bestrahlung entstehen „freie Radikale“, besonders reaktionsfreudige Moleküle, denen besonders die Hautzellen ausgesetzt sind. Zwar verfügt die Haut über ein Schutzsystem, das die Wirkung der freien Radikale eingrenzt und durch Antioxidantien wie Carotinoide, die Vitamine A und E sowie Selen und Zink unterstützt wird. Bei intensiver Sonneneinstrahlung nehmen jedoch die schützenden Antioxidantien schnell ab. Zugleich bilden sich vermehrt freie Radikale. Daher entstehen die altersbedingten Hautflecken insbesondere an denjenigen Hautstellen, die wie das Gesicht, der Handrücken, die Unterarme und das Dekolleté besonders stark der Sonnenstrahlung ausgesetzt sind.

Die Behandlung von Altersflecken

Altersflecken müssen nicht zwingend aus medizinischen Gründen behandelt werden. Allerdings empfinden einige Betroffene die Flecken (insbesondere im Gesicht) als Schönheitsfehler und wollen sie daher entfernen lassen.

  • Ein Altersfleck kann mit gut deckendem Make-up rasch kaschiert werden (Camouflage). Die kosmetische Altersfleck-Behandlung ist gewöhnlich nicht mit gesundheitlichen Risiken verbunden, stellt eine sofortige optische Wirkung sicher und ist häufig sogar noch mit einem Sonnenschutz verbunden. Nachteilig ist allerdings, dass die Camouflage-Behandlung eine richtige Farbauswahl und das Auftragen eines Make-Ups erfordert und somit recht aufwändig ist
  • Eine längerfristige Behandlung ist mit Bleichcremes und mit Schälverfahren (Pealings) möglich. Bleichcremes enthalten z. B. Vitamin C oder einen Brunnenkresse-Extrakt. Vor der Anwendung einer Bleichcreme muss sichergestellt werden, dass eine Unverträglichkeit gegen den jeweiligen Wirkstoff nicht besteht, da es ansonsten zu Juckreiz oder Hautrötungen kommen kann oder sich sogar Quaddeln bilden können. Inhaltsstoffe können aber auch in Verbindung mit UV-Strahlung zu Hautreaktionen führen. Die Anwendung von Bleichcremes sollte daher vorzugsweise in den Abendstunden und in der sonnenarmen Jahreszeit erfolgen. Um die Verträglichkeit einer Creme zu prüfen, sollte zunächst eine kleinere Hautstelle behandelt werden. Zu beachten ist ferner, dass sich bei Anwendung von Bleich- oder Schälverfahren die behandelten Hautpartien – über die Altersflecken hinaus – farblich verändern können. Daher eignen sich Bleichcremes vor allem für die Behandlung größerer Altersflecken. Bleichcremes sollten nicht über eine zu lange Zeit und möglichst nur unter ärztlicher Begleitung angewendet werden
  • Zu den Schälverfahren gehören das Abschleifen der obersten Hautschicht (Dermabrasion), das Abtragen der obersten Hautschicht durch eine Säure (Fruchtsäure-Peeling) und die Vereisung der obersten Hautschicht mit flüssigem Stickstoff (Kältetherapie). Bis sich nach einer Schältherapie eine neue Hautoberfläche mit normaler Pigmentierung gebildet hat, sollten die behandelten Hautpartien nicht einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Zudem empfiehlt sich der Einsatz eines Sonnenschutzmittels mit hohem Lichtschutzfaktor
  • Durch eine Lasertherapie, bei der jeder einzelne Altersfleck einzeln behandelt wird, werden die Hautpigmente zerstört, so dass der Körper sie abbauen kann. Ein großer Vorteil der Laserbehandlung besteht darin, dass das um einen Altersfleck herum befindliche Hautgewebe geschont wird. An den behandelten Hautstellen kann es zu kurzzeitigen dunklen Verfärbungen und zu einem zweitägigen Brennen kommen, das einem Sonnenbrand ähnelt. Die Haut ist aber innerhalb von etwa zwei Wochen nach der Behandlung wieder vollständig verheilt
  • Vor jeder Pealing- oder Lasertherapie prüft der behandelnde Hautarzt, ob es sich bei einem Hautfleck tatsächlich um einen Altersfleck handelt und nicht etwa eine bösartige Erkrankung vorliegt


Wie kann man der Entstehung von Altersflecken vorbeugen?

Lebensstil und UV-Belastung haben Einfluss auf die Entstehung von Altersflecken: Die Haut sollte nur in begrenztem Umfang den Sonnenstrahlen ausgesetzt werden. Aber auch Genussgifte wie Tabakrauch und Alkohol, bestimmte Medikamente und in der Nahrung enthaltene Nitrate tragen durch Bildung von freien Radikalen zur Hautalterung bei und sind damit ebenfalls ursächlich für das Entstehen von Altersflecken. Die Vermeidung von Genussgiften vermindert also die Neigung zu Altersflecken.

Welche Hausmittel gibt es gegen Altersflecken?

Als altbewährtes Hausmittel gegen unschöne Altersflecken gilt eine mit warmem Wasser zubereitete Mischung aus 80 g Labkrautpulver und jeweils 10 g Rosenblütenblättern und Ingwerpulver. Auch das Auflegen eines Tuches mit Gurkensaft oder der Schnittflächen einer frisch geschnittenen Zitrone oder Knoblauchzehe wird als Hausmittel empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

  1. Wie kann man Altersflecken entfernen?
    Ein Altersfleck kann durch Bleichcremes, durch mechanische Schälverfahren oder durch eine Lasertherapie entfernt werden.
  2. Gibt es eine wirksame Creme gegen Altersflecken?
    Bleichcremes z. B. mit Brunnenkresse-Extrakt oder mit Vitamin C eignen sich insbesondere zur Behandlung größerer Altersflecken.
  3. Was hilft gegen Altersflecken?
    Das Risiko, in späteren Lebensjahren Altersflecken zu entwickeln, verringert sich, wenn die Haut in möglichst geringem Umfang der UV-Strahlung (z. B. durch die Sonne) ausgesetzt wird. Auch die Vermeidung eines übermäßigen Alkohol- und Tabak-Konsum reduziert die Neigung zu Altersflecken.
  4. Wie entsteht ein Altersfleck?
    Altersflecken entstehen mit fortschreitendem Alter aufgrund einer Vorschädigung der Haut. Die Anreicherung der Oberhaut mit Pigmenten, die der Körper nicht mehr abbauen kann, zeigt sich in bräunlichen Hautflecken.
  5. Sind Altersflecken im Gesicht gefährlich?
    Ein Altersfleck ist nicht gefährlich und bedarf daher aus derzeitiger medizinischer Sicht keiner Behandlung.