Viele Menschen in Deutschland leiden unter einer Angststörung. Sie leben meistens eine lange Zeit mit diesen Schwierigkeiten und wissen oft nicht, wie sie mit einer Angstattacke umgehen sollen.

Hierbei handelt es sich um eine psychiatrische Diagnose, die Patienten gestellt wird, die in ihrem Leben fast nur noch von der Angst bestimmt sind. Sie haben dadurch oft einen solch hohen Leidensdruck, dass viele Patienten sich häufig gar nicht mehr aus ihrer Wohnung trauen. Bei einer Angststörung gibt es so viele verschiedene Ängste, die man alle gar nicht aufzählen kann. Dabei kann es unter anderem sogar soweit gehen, dass die Menschen Angst davor haben, von einer Ente angestarrt zu werden. Diese Angststörung gibt es tatsächlich, allerdings sind davon bisher nur 2 Fälle bekannt geworden.

Ursachen Angststörung

Die Ursachen sind nicht schlussendlich festzustellen. Häufig kommt es zu einer Angststörung, wenn verschiedene psychiatrische Beschwerden zusammen kommen. Wie beispielsweise Soziale Ängste häufig damit zu tun haben, dass dem Patienten vielleicht in seiner Vergangenheit mal peinliche Dinge passiert sind, die er oder sie nun auf jeden Fall vermeiden möchten und sich in ihren Tätigkeiten einschränkt oder sich direkt gleich entschließen, nur noch zu Hause zu bleiben. Die Ursachen für eine solche Störung kann man also nicht genau abstecken.

Symptome für eine Angststörungen

Die Symptome einer Angststörung sind weit verbreitet. Eine Angstattacke beginnt meistens mit Herzklopfen, Schweißausbrüchen, Zittern usw.. Weitere Symptome können unter Umständen sein Mundtrockenheit, Sprachschwierigkeiten, Beklemmungsgefühle, Erbrechen, Durchfall, Angst zu sterben und Übelkeit. Viele Patienten klagen zudem über Schmerzen, die allerdings eindeutig der Angststörung zuzuordnen sind.

Diagnosen und Verlauf bei Angststörungen

Eine Diagnose lässt sich für den Allgemeinmediziner recht schnell stellen, der dann anschließend die Patientinnen (die Frauen sind von Angststörungen häufiger betroffen als Männer) an einen Psychiater überweist, der die Patientin nach einer ausführlichen Anamnese ambulant und ggfs. Mit Medikamenten behandelt. Oftmals wird dann aber auch eine Verhaltenstherapie bei den Patienten angesetzt, bei der man dann lernen kann, wie, auch ohne Medikamenten, man mit einer Angstattacke umgehen kann.

Wenn man nun eine Verhaltenstherapie ablehnt und sich bloß auf die Angst stillenden Notfalltabletten verlässt, kann es passieren, dass sich die Ängste immer weiter verfestigen und sich darüber hinaus noch eine Medikamentenabhängigkeit entwickelt, wenn der Arzt nicht nach einer kurzen Behandlungsdauer die Therapie mit den Medikamenten ändert oder absetzt.

Behandlung bei Angststörungen

Vielen Patienten wird vom behandelnden Psychiater dazu geraten, sich in eine Verhaltenstherapie zu begeben und sich einen Therapeuten zu suchen. Für den Übergang, bis dort etwas gefunden wird, kann er sich vorsichtig darauf einlassen, den Patienten eine Notfallmedizin zu verschreiben. Da muss allerdings drauf geachtet werden, wie häufig der Patient dazu greift, da die wirklich angstlösenden Medikamente abhängig machen. Sie entwickeln eine schnelle Toleranz in Bezug auf den Wirkstoff und brauchen daher immer mehr davon, bis sich die gewünschte Wirkung entwickelt hat. Zusätzlich sollten die Betroffenen eine Selbsthilfegruppe besuchen, in der sie auch erzählt bekommen, wie andere Betroffene mit ihren Ängsten umgehen. Und wie sie es geschafft haben, der Angst zu entkommen und den noch immer akuten Patienten Mut zusprechen können, dass sich die Krankheit behandeln lässt und man nicht ein Leben lang damit umgehen muss.

Einer Angststörung vorbeugen

Wenn man nun in einer Behandlung ist, erlernt der Patient Methoden und Lösungsvorschläge, wie sie mit einer Angstattacke umgehen können. Oder dass sie auf die Zeichen des Körpers genauer achten lernen, damit sie frühzeitig etwas gegen eine ankommende Angstattacke unternehmen können.

Medikamente und Hausmittel gegen Angststörungen

Medikamente der Wahl sind bei Angststörungen die Benzodiazepine und die Tranquilizer. Beide nehmen dem Patient sehr schnell die Angst. Aber kann es bei ihnen zu einer Abhängigkeit führen, so dass der Patient dann der Meinung ist, er oder sie käme ohne diese Tabletten gar nicht mehr hin. So entwickelt sich dann unter Umständen eine weitere Angst. Wenn die Behandlung und die Verordnung der entsprechenden Medikamente allerdings vom Arzt genau überwacht wird, schaffen die meisten Patienten dann doch rechtzeitig den Absprung von dem Mittel der Wahl.