Arthrose, der Verschleiß von Gelenken, schreitet mit zunehmendem Alter voran. Sie ist die häufigste Gelenkkrankheit und zerstört die Knorpelschicht eines Gelenkes.

Die Gelenke entzünden sich, schwellen an, verursachen Schmerzen und die Beweglichkeit wird schlechter. Hände, Knie, Füße und Hüftgelenke, sind am häufigsten betroffen. Weil sich die Knorpelmasse verringert, reiben die Knochen des Gelenkes quasi ohne Schutzschicht aneinander, was zu starken Schmerzen und Knochenabrieb führt.

Ursachen von Arthrose

Bei Arthrose besteht ein Ungleichgewicht zwischen tatsächlicher Belastung eines Gelenkes und seiner Leistungsfähigkeit. Der Gelenkknorpel wird von Blutgefäßen und der Gelenkflüssigkeit des Knochens ernährt. Gesunde Belastung sorgt also für die Ernährung des Knochens mit Gelenkflüssigkeit. Bei den meisten entsteht Arthrose durch eine anhaltende, hohe Beanspruchung. Ein Drittel bekommt die Krankheit als Spätfolge eines Unfalls. Ein geringerer Teil der Patienten erleidet Arthrose aufgrund einer Gelenkschwäche in jungen Jahren.

Die klassische Arthrose, die altersbedingte, primäre Form, kann sich ohne erkennbare Ursachen entwickeln. Auch genetische Faktoren bestimmen den Abrieb des Knorpels. Die sekundäre Arthrose entsteht infolge von Unfällen, Infektionen, Fehlstellungen oder Gelenkschäden.

Anzeichen und Symptome von Arthrose

An Arthrose Erkrankte haben Anlaufschwierigkeiten und Mühe beim Treppen steigen oder Gehen. Nicht selten tut bereits das Sitzen weh. Derartige Beschwerden können aber auch andere Ursachen haben. Daher ist immer ein Arztbesuch erforderlich, um den Hintergrund abzuklären. Man kann den Abbau des Knorpels zwar nicht verhindern, doch das Voranschreiten verlangsamen.

Arthrose entwickelt sich schleichend und lange Zeit ohne offensichtliche Schmerzen. Mit der Zeit bemerkt der Betroffene Schwierigkeiten beim Aufstehen und Schmerzen im Sitzen. Die Beweglichkeit wird immer weiter eingeschränkt. Im Alter zeigt sich die Abnutzung der Gelenke abhängig davon, wie stark der Knorpel vorgeschädigt ist.

Diagnose und Verlauf bei Arthrose

CT Aufnahme einer Arthrose

CT Aufnahme einer Arthrose am Kreuzbein-Darmbeingelenk
(© de.wikipedia – Scuba-limp)

Nach dem Gespräch mit dem Arzt folgen die körperliche Untersuchung und eine Röntgenaufnahme des Skeletts. Das Bild zeigt charakteristische Verkleinerungen im Gelenkspalt. Der Knochen ist verdichtet und bildet Ausläufer, Hohlräume und Deformierungen im Gelenk sind sichtbar. Weitere Diagnosemethoden sind Sonografie oder Szintigrafie. Die Schädigung des Knorpelgewebes kann man mit der Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) ermitteln.

Zunächst verliert der Gelenkknorpel an Elastizität. Er weicht auf und reißt ein, sodass Knorpelzellen absterben. Der Knochen unterhalb des Knorpels verdichtet sich und bildet an den Rändern wulstartige Ausläufer und baut sich immer weiter ab. Bewegungen werden erschwert, die funktionsfähige Gelenkfläche immer geringer. Es kommt zu Entzündungen mit Schmerzen.

Behandlung von Arthrose

Auch wenn Erkrankte gerne eine Schonhaltung einnehmen, ist Bewegung extrem wichtig. Nur so kann genügend Gelenkschmiere produziert und der Gelenkknorpel mit Nährstoffen versorgt werden. Dadurch vermindert sich die Reibung im Gelenk. Je besser die Muskulatur funktioniert, desto beschwerdefreier ist der Bewegungsablauf. Stabile Muskeln und Bänder beugen Gelenküberlastung vor und schützen. Bewegungen wie Radfahren und Schwimmen, welche die Gelenke nicht überbeanspruchen, sind ideal. Bei Übergewicht sollte man Gewicht reduzieren. Langes Stehen und Sitzen sind zu vermeiden und Erkrankte sollten gerade bei Kniearthrosen flache Schuhe tragen.

Arthrose vorbeugen

Übergewicht ist ein großer Risikofaktor für Kniegelenksarthrose. Mit der richtigen Ernährung kann man der Arthrose ebenso vorbeugen wie durch sportliche Betätigung. Alle gelenkschonenden Sportarten eignen sich. Täglich dreißig Minuten Bewegung sind ideal. Die Kost sollte fettarm und reich an Vitaminen und Nährstoffen sein. Bei Bewegung kann eine Diät noch besser greifen. Menschen mit Differenzen in der Beinlänge sollten ausgleichendes Schuhwerk tragen. Auch Verletzungen durch Unfälle sollte man so schnell wie möglich behandeln lassen, damit keine Knochenstufen entstehen, die eine Arthrose begünstigen.

Medikamente und Hausmittel bei Arthrose

Die Gelenke müssen entlastet und Schmerzen reduziert werden. Daher ist eine Gewichtsreduzierung äußerst wichtig. Die konservative Arthrosebehandlung hat die Schmerzlinderung zum Ziel und soll die Bewegungsfähigkeit wiederherstellen.

Regelmäßige Bewegung hilft, den Gelenkknorpel besser mit Nährstoffen zu versorgen und die Arthrose zu verlangsamen. Außerdem eignen sich Krankengymnastik, Massagen oder physikalische Therapien wie Wärme- und Kältetherapie oder Ergotherapie. Alle Behandlungsmethoden, welche die Muskulatur stärken, können die Beweglichkeit verbessern.

Sofern die Ursache geklärt ist, verschreibt der Arzt auch Knorpel aufbauende Medikamente. Versagen diese Methoden, muss man an ein Implantat denken.