Asthma Bronchiale ist eine ernstzunehmende Krankheit, unter der fünf Prozent der erwachsenen Menschen leiden. Unter der umgangssprachlich auch Asthma genannten Krankheit versteh man eine chronische Erkrankung der Atemwege. Charakteristisch für sie ist, dass Atemwege immer wieder entzündet sind und die Atmung durch eine vermehrte Sekretproduktion und die daraus folgende Verengung der Atemwege erschwert wird. Weiterhin sind die Atemwege betroffener Menschen sehr viel empfindlicher.

Ursachen von Asthma Bronchiale

Da es zwei verschiedene Arten von Asthma Bronchiale gibt, sind auch deren Ursachen unterschiedlich. Das allergische Asthma wird vor allem durch die Konfrontation mit Allergenen verursacht. Auch bereits bestehende Allergien können durch einen sogenannten Etagenwechsel eine solche chronische Erkrankung auslösen. Das ist vor allem bei Pollenallergien oft zu beobachten. Auch die Vererbung spielt bei dieser Art der Asthmaerkrankung eine wesentliche Rolle, sodass die Wahrscheinlichkeit für ein Kind, an Asthma zu erkranken, ca. 60% beträgt, wenn beide Elternteile ebenfalls unter Asthma Bronchiale leiden. Eine zweite Erkrankungsform ist das nicht-allergische Asthma. Hier sind die Ursachen ganz andere, denn eine Erkrankung kann durch irritierende Stoffe wie Lösemittel, Unverträglichkeiten gegenüber Medikamenten und auch durch die Refluxerkrankung entstehen. Auch Raucher erkranken öfter und tragen dabei nicht nur die Verantwortung für ihren eigenen Körper, sondern durch den ständigen Nikotinkonsum verändert sich die DNA, welche an die nächste Generation weiter vererbt wird.

Symptome und Anzeichen bei Asthma Bronchiale

Atemnot als Symptom von Asthma Bronchiale

Atemnot als Symptom von Asthma Bronchiale (© absolutimages – Fotolia.com)

Vor allem bei Kindern ist eine Erkrankung mit Asthma Bronchiale von vielem Husten auch in Form von Anfällen begleitet. Betroffene leiden durch anfallartige Luftnot, da die Atemwege verengt sind, wodurch vor allem die Ausatmung deutlich erschwert wird. Ein besonderes Erkennungszeichen dabei sind Pfeifgeräusche während der Ausatmung. Hinzu kommen Angstgefühle und Unruhe durch die aufkommende Luftnot. Nach Abklingen der Asthmaanfälle sind Betroffene allerdings wieder komplett frei von Symptomen.

Diagnose von Asthma Bronchiale

Eine Diagnose einer Erkrankung mit Asthma Bronchiale kann auf vielfältigem Wege stattfinden. Zunächst werden Patienten nach ihren Symptomen gefragt, die beim Asthma doch sehr typisch sind. Weiterhin werde Allergietests und Blutuntersuchungen durchgeführt, um herauszufinden, ob eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmter Allergene vorliegt. Das hilft auch, um die entsprechende Art des Asthmas festzustellen. Ein Peak-O-Meter wird ebenfalls eingesetzt, um zu messen, wie hoch der maximale Luftstrom eines Patienten ist, wenn er ausatmet. Eine erste Messung wird durchgeführt, wenn der Patient komplett beschwerdefrei ist und wird wiederholt, wenn ein vermeintlicher Asthmaanfall auftritt.

Asthma Bronchiale vorbeugen

Eine sichere Vorbeugung gegen Asthma gibt es nicht, jedoch können dennoch einige Maßnahmen ergriffen werden. Das Immunsystem von Kindern sollte gleichermaßen gestärkt, aber auch gefordert werden. Deswegen sollten Kinder kein zu steriles Umfeld haben und sich gesund ernähren. Sport hilft allen Menschen, die Lunge zu trainieren und ihr Volumen zu vergrößern. Auch das Rauchen als wesentlicher Faktor bei nicht-allergischem Asthma sollte ebenfalls Unterlassen werden, um nicht nur sich selbst zu schützen, sondern auch die nächste Generation.

Behandlung und Medikamente

Je nach Schweregrad und Art kann Asthma Bronchiale unterschiedlich behandelt werden. Bei einer vorliegenden Allergie sollte der Lebensraum so verändert werden, dass das entsprechende Allergen nicht mehr in so großer Menge vorkommt. So ist es wirksam, beispielsweise fellige Haustiere abzuschaffen, andere Matratzen zu verwenden und auch auf Textilien aus bestimmten Stoffen zu verzichten. Eine entsprechende Immuntherapie kann ebenfalls Linderung verschaffen. Entsprechende Medikamente gegen Asthma Bronchiale werden meist inhaliert, da dies eine schnelle Wirkung ermöglicht. Patienten tragen deswegen meist ein Asthmaspray bei sich. Um die Häufigkeit der Anfälle zu vermindern, werden vor allem bei Kindern auch sogenannte Controller verschrieben, die die Entzündung der Atemwege hemmen und vorbeugend wirken.

Bei einem akuten Asthmaanfall ist schnelles Handeln gefragt. Ist der Anfall nicht ganz so stark, reicht es aus, ein Stoffgemisch mit mindestens 90% Sauerstoffgehalt zu inhalieren. Ist es schlimmer, muss ein Notarzt gerufen werden, der intravenös unterschiedliche Wirkstoffe zur Linderung verabreicht. Als Hausmittel zur Vorbeugung kann vor dem Einschlafen ein wenig Rinderbrühe mit zwei Esslöffeln Senf getrunken werden, oder aber auch drei Teile Meerrettich mit einem Teil Honig gemischt werden. Davon sollten dann über den Tag verteilt drei Esslöffel eingenommen werden.