Unter dem Begriff Demenz versteht man eine bis heute unheilbare Erkrankung, bei der der Erkrankte aufgrund von degenerativen Prozessen im Gehirn zunehmend an Verwirrtheit leidet und fortschreitend die Fähigkeit verliert, alltägliche Verrichtungen selbst zu erledigen.

Ursachen Demenz

Die Ursachen der Demenz sind vielfältig. Auch wenn die landläufige Meinung über die Ursache der Demenz ist, dass es sich um einen umgangssprachlichen „Altersschwachsinn“ handelt, der im Alter ganz von selbst kommen kann, ist dies in der Regel ein Irrglaube. Demenz kann durch viele verschiedene Faktoren ausgelöst werden.

Oftmals liegen erbliche Faktoren vor, die durch Krankheiten (Stoffwechselerkrankungen, Depressionen, M. Alzheimer etc.) oder Lebensweise (Drogenvergiftungen etc.) krankheitsbegünstigend beeinflusst werden oder tatsächlich ausgelöst werden können. Auch rücken Ernährung und Schadstoffbelastungen zunehmend ins Blickfeld der Ursachenforschung. Demenzen können in jedem Alter auftreten, auch wenn eine deutliche Häufung bei Senioren zu beobachten ist.

Symptome bzw. Anzeichen bei Demenz

Man unterteilt die Demenz in drei Stadien. Was mit einer leichten Vergesslichkeit beginnt (Stadium 1), geht früher oder später in ein mittleres Stadium (Stadium 2) über, in dem der Demenzkranke kaum mehr in der Lage ist, alltägliche Dinge zu verrichten. Während er in Stadium 1 seine Defizite noch recht gut vertuschen kann und auch selbst sehr deutlich merkt, dass etwas nicht stimmt, ist in Stadium 2 ein Verstecken der Krankheit nicht mehr möglich. Im letzten, schweren Stadium der Demenz (Stadium 3) kommt es zum vollständigen Verlust der Persönlichkeit, Personen und Angehörige werden nicht mehr erkannt, der Erkrankte benötigt vollständige Hilfe bei allen Verrichtungen des täglichen Lebens.

Diagnose und Verlauf bei Demenz

Die Diagnose der Demenz trifft zwar immer der Arzt, dennoch fällt Angehörigen und Nachbarn meist nach und nach ein leicht verändertes Verhalten des Demenzkranken auf. Der Verlauf einer Demenz erfolgt in den drei bekannten, ineinander übergehenden Stadien, die unter dem Punkt „Symptome der Demenz“ ausführlich beschrieben wurden.

Behandlung bzw. Therapie von Demenz

Die Behandlung der Demenz richtet sich allein nach den Symptomen. Bis heute ist es nicht möglich, eine Demenz aufzuhalten. Die Demenz unterscheidet sich von einem Delir, also einem kurzen, vorübergehenden Verwirrtheitszustand, der durch Schocksituationen, Flüssigkeitsmangel oder auch durch Alkoholkonsum auftreten kann und nach einer gewissen Zeit wieder zurückgeht. Eine Demenz hingegen ist bis heute unheilbar. Es gilt, dem Demenzkranken das Leben so weit wie möglich zu erleichtern. Dazu gehört zunächst, in frühen Stadien der Erkrankung, das Umfeld bzw. die Wohnung entsprechend zu gestalten, sodass der Verwirrte sich trotzdem noch zurechtfinden kann (z. B. Schränke mit Schildern versehen, Telefonnummern in Telefon einspeichern etc.).

In späteren Stadien der Demenz ist der Demenzkranke meist vollständig zu versorgen. Dann besteht die Behandlung meist aus grundpflegerischen Tätigkeiten (Körperpflege, Essen anreichen, Wundversorgung). Ausreichend Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige, anregende Tätigkeiten, wie z. B. Spazierengehen können aber nachweislich zu einer kurzzeitigen Verbesserung der Tagesverfassung führen!

Demenz vorbeugen

Nicht jeder Demenzform kann man vorbeugen und überhaupt ist die Vorbeugung höchst umstritten. Vermutlich wirken sich eine lebenslang vitaminreiche, gesunde Ernährung mit viel Frischkost und möglichst wenig Schadstoffen positiv auf den Kampf gegen die Demenz aus. Dies ist aber nicht eindeutig bewiesen. Auch das sogenannte „Gehirnjogging“, das derzeit im Trend liegt, ist nicht unbedingt ein Wundermittel gegen die Demenz. Dennoch hat man festgestellt, dass geistig aktive und gebildete Menschen etwas seltener an Demenz erkranken bzw. bis ins hohe Alter geistig fit bleiben. Auch das ist aber keine Garantie. Wenn Krankheiten wie der M. Parkinson oder der M. Alzheimer die Ursache für die Demenz sind, kann auch hier keine echte Vorbeugung getroffen werden. Im Grunde kann jeder an Demenz erkranken.

Medikamente und Hausmittel gegen Demenz

Da es sich bei der Demenz um eine chronische und fortschreitende Erkrankung handelt, die bis heute als unheilbar gilt, ist hier weder mit Medikamenten, noch mit Hausmittelchen wirklich etwas zu erreichen. Ginkgo-Präparate und ähnliche durchblutungsfördernde Medikamente versprechen eine verbesserte Gehirnleistung und können verschrieben werden, wahre Wundermittel sind aber auch sie nicht. Was ein Demenzkranker wirklich braucht, sind liebevolle und fürsorgliche Angehörige und Pflegekräfte, die ihn in seiner Erkrankung begleiten und verständnisvoll über Jahre pflegen.