Diabetes Insipidus ist eine ziemlich selten vorkommende Erkrankung, die auch als Wasserharnruhr bezeichnet wird. Sie kann angeboren sein oder wird erworben und zeichnet sich durch sehr hohe Harnausscheidung (Polyurie) mit etwa 5 bis 25 Liter pro Tag aus. Die Folge ist ein entstehendes Durstgefühl (Polydipsie).

Ursachen von Diabetes insipidus

Ursachen der zentralen Diabetes Insipidus

  • Verletzungen
  • durch eine Operation
  • Entzündung des Gehirns
  • Tumor der Hirnanhangdrüse
  • durch Schlaganfälle
  • Blutungen im Gehirnbereich um die Hirnanhangdrüse
  • genetische Defkte (nur sehr selten)

Ursachen der renalen Diabetes Insipidus

  • Nierenentzündung
  • Zystennieren
  • Störungen der Salzkonzentration im Blut
  • Nebenwirkungen von Medikamenten (vor allem Lithium)
  • genetische Defekte (nur sehr selten)

Symptome von Diabetes Insipidus

  • vermehrte Ausscheidung von stark verdünntem Urim (hypoton)
  • sehr starke Durstgefühle

Betroffene scheiden bis zu 25 Liter Harnmenge aus und verspüren einen ständigen Drang aufs Klo zu gehen. Sie trinken übermäßig viel und das auch nachts, was zu Schlafstörungen führen kann. Menschen mit Diabetes Insipidus sind zusätzlich oft gereizt und zeigen psychische Auffälligkeiten. In einigen Fällen kommt es auch zu Krämpfen.

Durch den Verlust der vielen Flüssigkeit ist trockene Haut ein weiteres Symptom. Aber auch trockene Schleimhäute und Verstopfungen können beobachtet werden. Babys bekommen oft Durstfieber mit einer Körpertemperatur über 38° Celsius.

Diagnose und Verlauf von Diabetes Insipidus

Bei einem Verdacht von Diabetes Insipidus wird erst die Trink- und Urinmenge untersucht, sowie auch die Natriumkonzentration im Blut. Liegt die gemessene Menge unter 2,5 Liter in der Stunde, so spricht das für eine Erkrankung an Diabetes Insipidus. Um sicher zu gehen, wird ein Durstversuch gestartet, welcher unter Aufsicht eines Arztes stationär stattfindet.

Als letzter Schritt wird die Form der Wasserharnruhr herausgefunden. Handelt es sich um eine Diabetes Insipidus centralis, so steigt die Harnkonzentrationsfähigkeit durch die Verabreichung von dem Hormon Vasopressin an. Bei einer Diabetes Insipidus renalis kommt es durch die Hormoneinführung zu keinem messbaren Aufstieg.

Behandlung, bzw. Therapie von Diabetes Insipidus

Zuallererst wird versucht den Elektrolythaushalt, sowie den Kreislauf zu stabilisieren. Die nächste Behandlung richtet sich nach der Ursache der Erkrankung aus. Bei Tumoren sind Operationen oder Strahlentherapien notwendig. Nach einem Schädel-Hirn-Traumata kann sich die Diabetes insipidus auch selbst zurückbilden und benötigt keinen Eingriff.

Bei der Diabetes Insipidus Centralis reicht es in manchen Fällen schon aus die ADH-Produktion durch Medikamente anzuregen. Als Alternative kommt eine Hormonersatztherapie mit dem Hormon Desmopressin in Frage. Betroffene müssen jedoch während der Therapie unbedingt ihre Trinkmenge vermindern.

Bei einer Diabetes Insipidus Renalis kann die Senkung der Calciumwerte schon als Behandlung ausreichen. Oft bildet sich die Erkrankung dann selbst zurück. Ansonsten wird die Ausscheidung von Natrium versucht zu erhöhen um so die Wiederaufnahme von Wasser im Körper anzuheben. Während der Therapie muss das Körpergewicht kontrolliert werden um Wassereinlagerungen durch eine Gewichtszunahme zu erkennen.

Vorbeugung von Diabetes Insipidus

Eine Vorbeugung bei der Diabetes Insipidus ist nicht möglich. Die Entstehung der Ursachen bei der Erkrankung sind absolut nicht zu beeinflussen.

Medikamente und Hausmittel gegen Diabetes Insipidus

Medikamente gegen die Diabetes Insipidus Renalis können das entzündungshemmende Indometacin sein, aber auch Amilorid und Hydrochlorthiazid sind anwendbar.