Bei einer Ausschabung wird die Gebärmutter mit einem Instrument in Form einer Schlinge ausgeschabt. Bei einer diagnostischen Ausschabung ist die Schlinge scharf und nach einer Fehlgeburt ist sie nicht scharf. Es gibt mehrere Gründe, warum eine Gebärmutter ausgeschabt werden muss. Zum einen ist es nach einer Fehlgeburt meistens notwendig aber auch nach der Geburt, wenn der Mutterkuchen unvollständig ist. Eine Ausschabung muss in beiden Fällen erfolgen, um eine Blutungs- und Infektionsgefahr zu verhindern. Frauen in den Wechseljahren sollten ebenfalls eine Ausschabung durchführen lassen, wenn eine Blutung auftritt, um Gebärmutterhalskrebs zu verhindern. Das sind die möglichen Gründe auf einem Blick.

  • Bestimmte Fälle von verstärkter oder unregelmäßiger Regelblutung, besonders in den Wechseljahren
  • Bei Frauen nach einer Fehlgeburt
  • Bei Frauen die eine Schwangerschaft abbrechen wollen oder müssen

In diesen Fällen wird ein Schwangerschaftsabbruch in Form von Ausschabung vorgenommen.

Eine Ausschabung findet in der Regel unter Vollnarkose statt.

Eine Ausschabung findet in der Regel unter Vollnarkose statt.

Der Schwangerschaftsabbruch kann durch Ausschabung oder Absaugung der Leibesfrucht geschehen und wird meistens unter Vollnarkose durchgeführt. Das Gleiche gilt nach einer Fehlgeburt. Frauen die eine Schwangerschaft aus medizinischen Gründen abbrechen müssen, können eine Ausschabung vornehmen lassen, genauso wie Frauen, die vor der 12. Schwangerschaftswoche abtreiben wollen. Bei einer Fehlgeburt wird der Arzt entscheiden, ob eine Ausschabung gemacht werden muss. Da kann der Eingriff aus zwei unterschiedlichen Gründen stattfinden. Zum einen um eine starke Blutung zu verhindern und zweitens, um Entzündungen zu vermeiden, denn dadurch könnte eine Frau steril werden. Sollte eine Frau nach der Fehlgeburt Fieber haben, wird auf jeden Fall eine Ausschabung durchgeführt. Wenn die Schwangerschaft noch nicht so weit fortgeschritten war und kaum Restgewebe vorhanden ist, muss in den meisten Fällen keine Ausschabung vorgenommen werden.

Die Risiken bei dem Eingriff

Auch hierbei können Risiken und Nebenwirkungen entstehen, wobei es sich zunächst nur um die Narkoserisiken handelt. Außerdem besteht die Gefahr, an Thrombose und Embolie zu leiden. Auch Blutungskomplikationen und Infektionsgefahren können auftreten. Bei dem Eingriff selber kann es passieren, dass die Gebärmutter verloren wird. Das kommt allerdings nur ganz selten vor. Bei den Spätfolgen kann es zu Zyklusstörungen kommen. Gerade wenn eine Frau schnell wieder schwanger werden will, kann das zu einem Problem führen. Zudem können Unterbauchschmerzen und Lageveränderungen auftreten.
Das Ausstoßen eines toten Embryos oder Fötus wird nur dann als Fehlgeburt bezeichnet, wenn dessen Gewicht weniger als 500 g beträgt. Beträgt es mehr oder stirbt das Kind nach oder während der Geburt, wird es Totgeburt genannt. Man nennt eine Fehlgeburt auch Abort. Bis zur 16. Schwangerschaftswoche spricht man von Frühabort, danach von Spätabort. Eine Fehlgeburt zählt, anders als die Totgeburt, nicht als Geburt und man muss sie nicht melden. Sie tritt bei 10-15% aller Schwangerschaften auf.

Ursachen

  • Die Entwicklung der befruchteten Eizelle, des Mutterkuchens oder der Eihäute ist gestört.
  • Gendefekte
  • Während der Schwangerschaft ist eine Infektion aufgetreten (Röteln).
  • Die Gebärmutter ist missgebildet (durch einen Tumor).
  • Der Gebärmutterhals weist eine Schwäche auf.
  • Psychische Erkrankungen
  • Unfälle
  • Es fehlt an Progesteron (weibliches Geschlechtshormon).
  • Eine vorausgegangen Abtreibung kann das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen.

Symptome

  • Eine je nach Form des Abortes unterschiedlich starke vaginale Blutung (besonders bei Frühschwangerschaften)
  • Wehenartige Schmerzen im Unterbauch
  • Kreuzschmerzen
  • Wehen oder Abgang von Fruchtwasser bei Spätschwangerschaften
  • Uteruswachstum stoppt
  • Kindliche Vitalzeichen fehlen
  • Kindsbewegungen fehlen
  • Fieber und eitriger Ausfluss können beim „Abortus febrilis“ auftreten

 

Therapie

In frühen Schwangerschaftsstadien, also bis zur 12. Woche, gehört die „Kürettage“, die Ausschabung, zu den medizinischen Therapien bei Fehlgeburten. Durch sie werden verbliebene Reste der Plazenta entfernt. Inzwischen entscheiden sich aber immer mehr Ärzte gegen sie. So heißt es, dass sie nicht unbedingt immer nötig ist, wenn die Fruchthöhle noch sehr klein ist und der Vorgang engmaschig kontrolliert wird. Ist die Schwangerschaft weiter fortgeschritten, ist eine natürliche Geburt möglich, die idealerweise von einer Hebamme oder Krankenschwester begleitet wird. Zwar ist die natürliche Geburt schmerzhafter, doch sie wird von vielen Frauen als psychisch angenehmer empfunden. Die Frau kann meist zwischen beiden Möglichkeiten wählen, da deren Risiken jeweils gleich niedrig sind.

Die gesundheitlichen Auswirkungen einer Fehlgeburt

Eine Fehlgeburt wirkt sich normalerweise nicht negativ auf zukünftige Schwangerschaften aus. Nur 1-2 % aller Frauen leiden an einer Wiederholung. Der erste Eisprung nach der Fehlgeburt findet zwischen zwei und acht Wochen danach statt, die erste Monatsblutung entsprechend vier bis zehn Wochen danach.

Allerdings werden viele Frauen psychisch krank. Sie leiden unter Depressionen und Ängsten, unter Umständen jahrelang, und über das Leid helfen auch keine Kinder hinweg, die danach möglicherweise gesund geboren werden.

Über die Auswirkungen einer Ausschabung ist zu erwähnen, dass sie eine zukünftige Schwangerschaft manchmal erschwert, da die Gebärmutterschleimhaut nicht mehr flächig nachwächst.
Als Gebärmutterschleimhaut, in der Fachsprache Endometrium genannt, wird die Innenwand der Gebärmutter bezeichnet. Sie ist eine dünne und rosafarbene Schicht und besteht aus dem sogenannten Ephitel, welches aus Deck- und Drüsengewebe besteht, Drüsen und weiteres stützendes Gewebe zwischen den Drüsen. Das Gewebe ist stark mit Blutgefäßen angereichert, denn dies ist der Ort, an dem sich die befruchtete Eizelle der Frau einnistet, um sich zu einem Embryo zu entwickeln.

Funktionen der Gebärmutterschleimhaut

Im Körper einer Frau spielt die Gebärmutterschleimhaut eine sehr wichtige Rolle, da diese essentiell für die Frau ist um ein Kind zu bekommen. Auch wenn kein Kinderwunsch besteht übernimmt die Gebärmutterschleimhaut eine wichtige Rolle im Körper für die monatliche Menstruation der Frau. Die Schleimhaut wird unmittelbar von den Hormonen der Frau beeinflusst, welche für die monatlichen zyklischen Veränderungen des weiblichen Körpers verantwortlich sind. Vor der monatlichen Menstruation der Frau produziert die Gebährmutterschleimhaut vermehrt Sekrete und das Ephitel der Schleimhaut vergrößert sich. Dies dient zur Vorbereitung auf die Einnistung der befruchteten Eizelle. Bleibt eine solche Einnistung aus, werden Sekret und die Vermehrung des Ephitels wieder ausgeschieden und es kommt hierdurch zur Regelblutung der Frau. Kann sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnisten, bildet sich aus dem vermehrten Ephitel die sogenannte Eihöhle, die später den Embryo umgibt.

Die Gebärmutterschleimhaut ist wichtig für eine Schwangerschaft.

Die Gebärmutterschleimhaut ist wichtig für eine Schwangerschaft.

Die Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut

Eine Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut, auch Abrasio oder Kürretage genannt, kann aus verschiedenen Gründen in Frage kommen. Aus diagnostischen Gründen kann Gewebe dabei von der Gebärmutter entnommen werden um beispielsweise Ursachen für eine unregelmßige Monatsblutung zu klären, oder bei Verdacht auf Tumoren. Zu Therapiezwecken wird die Ausschabung bei Abbruch einer Schwangerschaft (Abtreibung) oder auch nach einer Fehlgeburt angewandt. Hiernach ist es wichtig eventuelle Reste der Plazenta zu entfernen.
Die Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut ist im Regelfall ein risikoarmer Routineeingriff. Er wird ambulant durchgeführt und nur in seltenen Fällen treten Komplikationen wie Verletzungen der Gebärmutter oder Infektionen auf.
Unter der Monatsblutung versteht man das Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut, da es zu keiner Befruchtung des Eis kam. Der gesamte Zyklus dauert etwa 28 Tage. Eine Frau hat generell eine Regelblutung von 4-10 Tagen, wobei dies von Frau zu Frau variieren kann. Eine Frau verliert bei jeder Monatsblutung etwa 150 Milliliter Blut und in der Regel beginnt die erste Monatsblutung etwa zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr. Die Schmerzen während der Periode sind bei rund 50% der Frauen relativ hoch, sodass diese auch im Alltag belastend sein können. Es kommt häufig zu Übelkeit, Magenkrämpfen und Kopfschmerzen. Viele Betroffene klagen auch über leichte Depressionen, da der Hormonhaushalt komplett durcheinander gerät. Die Symptome können kurz während der Monatsblutung, mitten drin oder auch danach noch auftreten. Meistens hilft gegen die Schmerzen ein leichtes Schmerzmittel oder etwas gegen die Krämpfe. Auffangen lässt sich die Monatsblutung durch Binden oder Tampons.

Vorgang

In den Eierstöcken der Frau werden befruchtungsfähige Eierzellen herangebildet. Durch Hormone wird dieser Vorgang vorangetrieben und das Ei wächst langsam. In der Zyklusmitte kapselt sich das Ei dann schließlich ab, dieser Vorgang ist auch unter dem Namen Ovulation bekannt. Die Eizelle wandert nun vom Eileiter rüber zur Gebärmutter. Wird dieses Ei nun nach dem Geschlechtsakt befruchtet, so setzt es sich an der Gebärmutterschleimhaut fest. Sollte dies nicht geschehen, dann kommt es zur Monatsblutung.

Die Monatsblutung ist ein natürlicher Prozess im Körper einer Frau.

Die Monatsblutung ist ein natürlicher Prozess im Körper einer Frau.

Ausschabung

Es kann, durch eine Fehlgeburt, häufig zu einer Ausschabung kommen, der sogenannten Abrasio. Hierbei wird die oberste Schicht der Gebärmutterschleimhaut abgetragen. Es soll hierbei die Frucht nach einer Fehlgeburt abgetragen werden, jedoch wendet man diese Methode auch an, damit man Untersuchungen an der Schleimhaut durchführen kann. Bei einer Abtreibung können hiermit auch die Reste abgetragen werden, die noch nicht komplett entfernt worden sind. Es dauert meist 4-8 Wochen bis die normale Monatsblutung wieder einsetzen kann. Dies liegt an der abgetragenen Gebärmutterschleimhaut und teilweise auch an der Härte des Eingriffs, sodass man körperlich leicht erschöpft sein kann und somit die Monatsblutung durchaus auch ausfallen kann. Ansonsten kann es durch diesen Eingriff zu einer Neigung von Frühgeburten kommen.
Eine Abtreibung ist ein anderes Wort für die Unterbrechung/Beendigung einer bestehenden Schwangerschaft. Der medizinische Begriff ist hier abruptio graviditatis oder auch induzierter Abort, also herbeigeführter, eingeleiteter Abort.

Wie verläuft eine Abtreibung?

Es gibt unterschiedliche Arten eine Schwangerschaft zu beenden.

  • Die Aspiration, Absaugung
  • Die Curettage
  • Der Abbruch mit Medikamenten

Eine Aspiration verläuft unter Narkose, opperativ. Der größte Teil der Abtreibungen in Deutschland, etwa 70%, werden so durchgeführt. Dieser Eingriff wird ambulant, in wenigen Minuten von einem Arzt, während der 6.-12.(14.) Schwangerschaftswoche durchgeführt. Mit einem Röhrchen wird, der Embryo mit dem Fruchtsack, großflächig abgesaugt. Durch die lokale, oder Vollnarkose, sind die Schmerzen erträglich. Nach dem Eingriff mit Regelschmerzen vergleichbar und mittels Medikamenten zur Krampflösung leicht behandelbar.
Bei der Curettage wird mittels einer Art Löffel, das Embryo von der Gebärmutter abgeschabt. Diese Art des Abbruchs wird kaum noch vorgenommen. Der Ablauf ist ansonsten wie bei der Absaugung, also ambulant und unter Betäubung.
Beim medikamentösen Abbruch bekommt man eine sogenannte Abtreibungspille und diese bewirkt erst ein Öffnen und dann ein Zusammenziehen des Muttermundes, das Gelbkörperhormon wird blockiert. Der Embryo wird dann mit dem Fruchtsack abgestoßen und nach 2-3 Tagen erfolgt ein spontaner Abort. Das ähnelt einer Art Fehlgeburt, im frühen Schwangerschaftszeitraum und ist mit einer sehr starken Regelblutung vergleichbar. Der gesamte Abbruch wird ärztlich, von einem Gynäkologen überwacht und mit krampflösenden Medikamenten begleitet.

Ist eine Abtreibung legal und was muss man dazu Tun?

In Deutschland ist eine Abtreibung bis zur 12./14. Schwangerschaftswoche legal und auch darüber hinaus in der Regel durchführbar wenn eine medizinische Indikation vorliegt.
Allerdings muss jede Frau vor einem Abbruch, in eine Beratungsstelle gehen und ein Beratungsgespräch führen. Hierbei werden die Alternativen zum Abbruch aufgezeigt. Das wären zum Beispiel, Adoption nach der Entbindung, oder man erhält Informationen zur Unterstützung. Also was wird, wo, zur Unterstützung bereit gestellt, um eine Schwangerschaft weiter führen zu können. Erst nach der Beratung und der folgenden Bedenkzeit bekommt man den Beratungsschein und kann einen Abbruchtermin mit dem Arzt vereinbaren.

Für und Wider einer Abtreibung

Es gibt immer fundamentale Gegner sogenannter Abtreibungen, sei es religiös oder menschenrechtlich bedingt. Zum einen, sei nach religiösen Maßgaben, das Beenden einer normalen Schwangerschaft, einem Tötungsdelikt gleichzusetzen. Zum Anderen ist jedes Lebewesen berechtigt zu Leben und ein Embryo ist schon 6 Tage nach der Befruchtung fest in der Gebärmutterschleimhaut verankert und ab der 22. Schwangerschaftswoche lebensfähig.
Es gibt diverse Gründe für Abbrüche, die immer der Frau obliegen zu entscheiden.
Nach einer Abtreibung ist es sinnvoll eine Woche Ruhe zu haben und eine psychologische Unterstützung ist in vielen Fällen auch ratsam.