Die Divertikulose ist eine Ausstülpung des hintersten Bereiches des Dickdarms, auch Sigma genannt. Hierbei werden kleinere Ausstülpungen im Bereich der Darmschleimhaut ausgestülpt. Unter Divertikulose leiden viele Menschen, nicht nur alte Menschen, sondern auch immer mehr junge Leute sind davon betroffen, eine Häufung der Divertikulose ist ebenfalls zu verzeichnen.

Wie wird eine Divertikulose festgestellt?

Oft wird diese Erkrankung vom Betroffenen selbst gar nicht bemerkt. Erst bei endoskopischen Darmuntersuchungen oder bei Untersuchungen mittels Computertomographie wird eine Divertikulose festgestellt.

Wie wird diese behandelt?

Solange der Patient beschwerdefrei ist, ist keine Behandlung notwendig und wird auch keine durchgeführt. Diese Ausstülpungen treten zwar meißtens im Bereich des Dickdarms auf, können aber durchaus zwischen Schlund und Enddarm gefunden werden.

Divertikel können auch im Bereich der Harnblase oder des Harnleiters und sogar am Herzen auftreten. Diese entstehen durch Muskellücken des Darms, man nennt es auch Polypen im Darm. Divertikel können angeboren aber auch im Laufe des Lebens durch ungesunde Lebensweisen erworben werden. Beim Auftreten von Entzündungsherden und Beschwerden, auch in Form von Blutungen, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Entzünden sie sich, dann kommt es zu beißenden Darmschmerzen, die aber auch auf den ganzen Bauchraum ausstrahlen können.

Bei einer akuten Divertikulitis kommen Blähungen, Verstopfung, sowie Durchfall mit Blutbeimengungen vor.

Haben sich diese Entzündungen gehäuft, ist leider oft ein operativer Eingriff mit einer Entfernung der Darmausstülpung unumgänglich, somit ist ein Aufenthalt im Krankenhaus nicht vermeidbar.

Was ist die Ursache?

Was eine Divertikulose auslöst ist im Moment noch unklar. Es stehen Vermutungen im Raum dass eine Divertikulose mit einem dauerhaften harten Stuhlgang in Verbindung gebracht werden kann. Durch den vermehrten Druck, harten Stuhlgang durch den Dickdarm zu pressen, könnten Aussackungen im Dickdarm hervorgerufen werden.

Wie kann der Betroffene damit umgehen?

Leidet jemand unter dieser Erkrankung, sollte dieser eine faserreiche und ballaststoffreiche Ernährung bevorzugen. Blähende Lebensmittel wie Hülsenfrüchte und Kohlgemüse sollten dagegen vermieden werden. Ebenso ist ein drastisches Reduzieren bzw. ein völliger Verzicht auf Schokolade und Kakao sowie Weißmehlprodukte und Süßigkeiten zu empfehlen.

Der Betroffene sollte zudem auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten, am besten in Form von Stillem Wasser. Alkohol sollte ebenfalls reduziert oder eingestellt werden. Eine Ernährungsunterstützung mit Hilfe von Getreidekleie ist ebenfalls zu bevorzugen. Laut einer britischen Studie ist eine Ernährung in vegetarischer Form die beste, um einer Divertikulose vorzubeugen.

Leidet ein Betroffener unter Divertikulose und ist dies bekannt, sollte eine ständige Kontrolle in zeitlichen Intervallen durch einen Arzt erfolgen, denn eine unerkannte, unbehandelte Divertikulose kann im schlimmsten Fall zu Darmkrebs führen.

Divertikel

Als Divertikel bezeichnet man eine Ausstülpung des Darms bzw. der Darmschleimhaut. Sie bilden sich am liebsten an schwachen und schlaffen Bezirken des Darms. Divertikel sind oft von Natur aus harmlos, können aber durchaus auch Komplikationen bereiten, wenn sie sich stark entzünden. Dieses nennt man Divertikulitis. Als Divertikulose bezeichnet man eine Alternation des Dickdarms in einer Anordnung von geringfügigen Ausstülpungen der Darmwand.

Wie kann es entstehen?

Divertikel treten oft im Dickdarm auf, aber können natürlich auch den gesamten Bezirk des Verdauungstraktes zwischen Enddarm und Schlund befallen. Ebenso Harnleiter und Harnblase können betroffen sein. Diese entstehen durch Muskellücken des Darms, man nennt es auch Polypen im Darm.

Die Muskellücken sind gewissermaßen Durchtrittsstelle der Gefäße des Darms. In vielen Vorläufen kann das Divertikel in mitten der Darmwand vorkommen. Später vergrößert sich die Ausstülpung und die Divertikel können Beschwerden hervorrufen. Das kann zu Darmschmerzen führen, welches sehr oft im Alter von 60 Jahren vorkommt.

Das charakteristischste Anzeichen für eine Ausstülpung der Darmschleimhaut ist der verstärkte Darminnendruck, der durch eine ballaststoffarme Ernährung entsteht. Divertikel kommen zu fast 100 Prozent im vorletzten Dickdarmstück linksseitig vor. Entzünden sie sich, dann kommt es zu beißenden Darmschmerzen, die aber auch auf den ganzen Bauchraum ausstrahlen können.

Symptome wie hohes Fieber kommen hinzu. Bei einer akuten Divertikulitis kommen Blähungen, Verstopfung, sowie Durchfall mit Blutbeimengungen vor. Um einer Bauchfellentzündung oder einen Darmdurchbruch zu umgehen, sollte so schnell wie möglich ein Arzt aufgesucht werden. Eine Divertikulitis kann zu Darmkrebs führen.

Wie wird es behandelt und wie wird man eine Divertikulose wieder los?

Die Divertikulose ohne Symptome brauch keine gesonderte Behandlung. Je nach Schwere der Krankheit stehen vorübergehende, diätische, wie schlackenarme Ernährung im Vordergrund. Eine gute, ausgewogene und ballaststoffreiche Kost, mit sehr viel Bewegung, verhindert die Entstehung von Divertikeln.

Tritt die entzündliche Phase der Divertikulitis ein, wird sie als erstes medikamentös, also mit Antibiotika behandelt. Bis zur Verbesserung der schmerzhaften Entzündung sollte keine feste Nahrung verzehrt werden. Bei ständigen und wiederholten Entzündungen tritt eine operative Behandlung durch Entfernen des erkrankten Dickdarmabschnitts in den Vordergrund. In manchen Fällen ist ein künstlicher Darmausgang dringend notwendig.

Bei sichtbaren Schwierigkeiten, wie Darmverschluss und Darmdurchbruch werden immer Operationen durchgeführt. An dieser Stelle muss man bei Perforation für einige Zeit einen künstlichen Darmausgang legen. Dieser wird meist nach sechs bist zehn Wochen wieder zurück verlegt.

Bei akuter Perforation besteht immer eine große Lebensgefahr. Hier wird selten eine minimale invasive Behandlung benutzt. Bei Entzündung der Divertikel sollte immer frühzeitig eine Operation in Betracht gezogen werden.

Sollten die Divertikel bluten, kann durch eine Darmspiegelung die blutende Stelle bestimmt werden und durch Unterspritzen eine Blutstillung erreicht werden. Sehr selten muss bei fortdauernder Blutung der Darmabschnitt operativ abgenommen werden.

Eine Operation ist unausweichlich, wenn es immer wieder zu starken Blutungen kommt.

Darmschmerzen

Darmschmerzen können sehr viele Ursachen haben. Häufige Probleme sind Blähungen, welche mit dem Herauslassen der Luft wieder verschwinden. Eine weitere Ursache von Darmschmerzen sind Verstopfungen, welche sehr gut mit Abführmitteln behandelt werden können. Nach einer gewissen Einwirkungsdauer wird der Stuhlgang ausgeschieden und die Darmschmerzen gehören der Vergangenheit an.

Divertikulitis

Im Darm können auch kleine Divertikel auftreten. Die Mediziner sprechen bei diesem Krankheitsbild von Divertikulitis. Hier handelt es sich um kleine Ausstülpungen an der Darmwand. Diese Erscheinungen sind harmlos, können aber auch zu Darmschmerzen und Entzündungen führen.

Hier können diese Beschwerden mit einer Ernährungsumstellung beseitigt werden. In schweren Fällen bleibt der Patient zur Beobachtung im Krankenhaus und es wird auch mit Antibiotika gearbeitet. Auf eine Operation wird verzichten, denn hier ist die Gefahr eines Darmdurchbruches sehr groß.

Die Divertikulose

Bei der Divertikulose entstehen ebenfalls Divertikel, doch bei dieser Erkrankung dreht sich ein Teil des Darms nach außen. Unter dieser Krankheit müssen besonders ältere Menschen leiden. In den meisten Fällen verschwinden die Darmschmerzen nach einer Umstellung der Ernährung. In einigen Fällen muss ein betroffener Darmabschnitt operativ entfernt werden.

Polypen

Darmschmerzen können verschiedene Ursachen haben. © Fotolia.com

Darmschmerzen können verschiedene Ursachen haben.
© Fotolia.com

Problematischer wird es, wenn die Darmschmerzen auf eine Erkrankung zurückzuführen sind. So können beispielsweise Polypen im Darm wachsen und ab einer bestimmten Größe kommt es zu Darmschmerzen. Diese kleinen Wucherungen können bei einer Darmspieglung entfernt werden. Werden diese Polypen nicht entdeckt, so können diese Stellen in einen Darmkrebs münden.

Tumore oder Metastasen

Problematischer wird es, wenn Tumore oder Metastasen, die der auslösende Grund für die Darmschmerzen sind. Bei dieser Erkrankung haben sich häufig auch Metastasen in der Leber und Lunge gebildet. Heutzutage können in einer Spezialklinik, wo die Ärzte sehr viel Erfahrung mit dem Entfernen von Metastasen haben, diese Wucherungen entfernt werden. In relativ vielen Fällen kann den Patienten geholfen werden und die Menschen leben wieder beschwerdefrei.

Konnte durch eine Operation nicht alle Metastasen entfernt werden, so schließt sich eine Chemotherapie an. Auf diesem Weg kann der Krebs nicht besiegt werden, doch es wird eine wesentliche Verlängerung der Lebenszeit erreicht. Irgendwann wird auch einmal der Krebs durch die Medizin besiegt.

Vorsorge

Jeder Mensch kann etwas dafür tun, dass es gar nicht erst zu einer gefährlichen Krankheit kommt. Es sollte nicht auf Darmschmerzen gewartet werden, bis der Weg zum Arzt gefunden wird. Besonders bei der Früherkennung von Krebsgeschwüren im Darm sind die Heilungschancen sehr hoch.

Ab dem 50. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen für eine vorbeugende Untersuchung des Darms die Kosten. Es wird über den Darmausgang ein Schlauch in das Innere geführt und über eine Kamera sieht der Mediziner auf einem Bildschirm die Problemstellen. Die Behandlung ist nicht besonders schmerzhaft, aber unangenehm.

Auf Wunsch kann der Patient diese Prozedur auch schlafend über sich ergehen lassen.

Was ist eine Divertikulitis?

Eine Divertikulitis ist eine Erkrankung des Dickdarms. Die Schleimhaut des Dickdarms hat kleine Ausstülpungen, die sich entzünden und so zu der Krankheit führen. Diese Entzündungen werden Divertikel genannt. Sind mehrere Ausstülpungen der Schleimhaut entzündet, so nennt man dies Divertikulose.

Die Divertikulose ist lediglich die Vorstufe zu einer Divertikulitis und muss nicht unbedingt zu einer solchen führen. Dies hängt ganz von der Schwere der Entzündung der Schleimhaut ab. Zu unterscheiden sind im Krankheitsverlauf die akute und die chronische Divertikulitis.

Wie kann man eine Divertikulitis bekommen?

Grundsätzlich sind vor allem ältere Menschen vom Risiko betroffen, an Divertikulitis zu erkranken. Denn je älter man wird, um so mehr Divertikel bilden sich an der Dickdarmwand und der Darmschleimhaut. Warum sich diese Diveritkel bilden, ist derzeit noch nicht richtig bekannt und wird weiterhin erforscht. Diese entstehen aber z.B. durch Muskellücken des Darms, man nennt es auch Polypen im Darm.

Bei einer Divertikulitis lagern sich Stuhl und schwer verdauliche Nahrungsmittelreste an der Dickdarmwand bzw. in den Divertikeln ab. Die Divertikel können selbstständig entleert und abgebaut werden. Dadurch kann es zu den Entzündungen kommen.

Die Symptome, die man beobachten sollte, sind z.B. Schmerzen im linken Unterbauch (Darmschmerzen) und Fieber. Auch Verstopfung kann ein Anzeichen sein. Denn durch die Entzündung der Schleimhaut schwillt diese an und erschwert den Weg des Stuhlgangs aus dem Körper heraus. Ein Besuch beim Arzt ist dann ratsam, wenn diese Symptome häufiger auftreten und in ihrer Intensität stärker werden.

Welche Therapien & Behandlungen gibt es?

Im Normalfall wird eine Divertikulitis stationär im Krankenhaus behandelt. Je nach Schwere der Krankheit und anderen Folgen (z.B. Bauchfellentzündung o.ä.), ist auch eine schnelle Operation von Nöten, dass sie nicht lebensbedrohlich wird.

Zur Behandlung wird die Ernährung umgestellt, sowie in den meisten Fällen ein Antibiotika, um die bakterielle Entzündung zu bekämpfen. Ernährungsumstellung bedeutet in diesem Falle Diät, um den Darm zu entlasten. Außerdem muss viel Flüssigkeit zu sich genommen werden, um erneute Stuhlablagerungen zu vermeiden.

Ist Divertikulitis ansteckend?

Eine Divertikulitis ist in aller Regel nicht ansteckend, denn es handelt sich hierbei um eine sogenannte Superinfektion mit Bakterien.

Man sollte jedoch vermeiden, mit den Bakterien in Kontakt zu kommen, d.h. nicht unbedingt das gleiche Handtuch zum Abtrocknen verwenden und die Toilette bei gemeinsamer Benutzung zur Vorsorge zu desinfizieren.

Was tun bei Polypen im Darm?

Mittlerweile ist zum Glück überall bekannt, dass man Erwachsene regelmäßig zur Darmkontrolle in Form einer Darmspiegelung gehen sollten, da Polypen im Darm gefährlich werden können. Auch die Magenspiegelung sollte in regelmäßigen Abständen vorgenommen werden. So können zum Beispiel Polypen im Darm rechtzeitig erkannt und gegebenenfalls behandelt werden.

Die meisten Polypen im Darm sind gutartig und verursachen keine Schmerzen oder Verdauungsbeschwerden. Jedoch können die Polypen mutieren und bösartig werden. Bei einer Darmspiegelung oder auch Koloskopie, werden daher üblicherweise die Polypen im Darm entfernt. Diese Prozedur ist meist schmerzfrei und geschieht über das Koloskop.

Die Darmspiegelung selbst ist viel harmloser, als die meisten Menschen meinen. Es muss lediglich eine Flüssigkeit über mehrere Tage eingenommen werden, die den Darm durchspült, sodass der Arzt mit dem Koloskop etwas sieht. Die eigentliche Behandlung ist weitestgehend schmerzfrei, da man eine leichte Betäubung verabreicht bekommt.

Außer den Polypen im Darm, kann eine vorhandene Divertikulose, Divertikel oder sogar eine Divertikulitis erkannt werden. Divertikulose bezeichnet das Ausstülpen oder Umstülpen der Darmwand. Diese Symptome bedürfen jedoch keiner Therapie, solange keine Beschwerden auftreten.

In manchen Fällen können jedoch Darmschmerzen, Verdauungsstörungen und Blutungen entstehen, wodurch aus der Divertikulose eine Divertikulitis wird. Diese Beschwerden können ebenso bei bösartigen Polypen im Darm und Divertikeln kommen.

Die meisten Polypen im Darm sind gutartig und verursachen keine Schmerzen. © Fotolia.com

Die meisten Polypen im Darm sind gutartig und verursachen keine Schmerzen.
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Divertikel sind sackförmige Ausstülpungen des Darms, die in der Regel keine Beschwerden verursachen, aber dennoch, in einzelnen Fällen, ein Arzt, bei Blutungen oder Darmschmerzen, aufgesucht werden sollte. Polypen im Darm, sowie die übrigen genannten Veränderungen, sind jedoch ganz klar von Geschwülsten, Geschwüren und Tumoren zu unterscheiden.

Die meisten der Symptome treten sehr häufig auf, bleiben aber oft unbemerkt. Zu bedenken wäre allerdings, dass jede der Veränderungen Mutationen in Form von Krebszellen auslösen kann und daher bei einer Darmspiegelung entfernt werden können. Außer der Darmspiegelung kann man den vermehrten Gebrauch von Kleie in den Mahlzeiten mit einplanen.

Ballaststoffreiche Kost fördert die Darmflora und die Bildung körpereigener Abwehrzellen. Außerdem sollte man generell bei dauerhaftem Durchfall oder Verstopfungen zum Hausarzt gehen, dass eventuelle Veränderungen der Magendarm-Flora sofort entdeckt und behandelt werden können.

So vermeiden Sie schlimmere Leiden, die sich im Laufe der Zeit bilden können.