Die Dyspnoe löst die sogenannte Atemnot bzw. eine erschwerte Atmung aus. Die Betroffenen erleiden dabei einen starken Luftmangel, der nach außen hin nicht immer leicht erkennbar bzw. objektivierbar ist. Die Betroffenen beschreiben die Dyspnoe oft als ein Gefühl der Beklemmung, sowie als ein Erstickungsgefühl, Lufthunger und Kurzatmigkeit. Die Atmung wird oft als zu schnell, zu anstrengend bzw. erschwert, schmerzhaft, sowie als pfeifend und rasselnd empfunden. Während die Betroffenen Erstickungsängste erleiden, nimmt das Umfeld der Betroffenen die Dyspnoe lediglich als eine beschleunigte Atmung wahr.

Eine beschleunigte Atmung bei körperlicher Anstrengung, unteranderem auch bei Sport, ist keine Dyspnoe und wird somit auch, von gesunden Menschen, als solche Atemnot nicht wahrgenommen. Die Definition, der Dyspnoe bzw. Atemnot, kann daher darauf eingeschränkt werden, dass diese bereits bei geringer Belastung und bei Belastung, die im Normalfall zu keiner Atemnot führt, auftritt.

Was verursacht die Atemnot und wie wird sie eingeteilt?

Einfache Atemnot nach Überanstrengung ist von Dyspnoe für Außenstehende schwer zu unterscheiden. © Fotolia.com

Einfache Atemnot nach Überanstrengung ist von Dyspnoe für Außenstehende schwer zu unterscheiden.
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Die Atmung ist ein sehr komplexer Prozess, daher sind auch die Ursachen, einer solchen Krankheit, sehr vielfältig. Äußere Umstände, wie beispielsweise Sauerstoff Mangel, können eine Dyspnoe herbeiführen. Auch eine übermäßige Anstrengung oder Stress kann eine Ursache für Atemnot sein. Ein weiteres häufiges Auftreten wird durch die Folgen von Krankheiten verursacht. Eher seltener und doch erwähnenswert ist die Dyspnoe als Folge psychischer Empfindungen.

Die Dyspnoe wird im groben nach Schweregrad und Häufigkeit gegliedert, da gerade die Geschwindigkeit und die Entstehung der Atemnot sehr wichtig für die Gliederung sind.

So tritt eine akute Atemnot sehr plötzlich auf, während eine chronische Luftnot bereits über einen längeren Zeitraum besteht und eine Rezidivierende immer wieder auftritt.

Weiterhin unterscheidet man die Ruhedyspnoe, welche bereits in einer ruhigen Position zu Luftnot führt und der Orthopnoe, die sich ausschließlich in aufrechtem Sitz ertragen lässt.

Eine detailliertere Gliederung beinhaltet die Punkte:

  • Atemnot in Zusammenhang mit körperlicher Belastung
  • Atemnot in Zusammenhang mit der körperlichen Lage
  • Art des Beginns

Krankheiten die eine Dyspnoe auslösen können!

Darunter zählen Erkrankungen, wie die Lungenembolie, welche aufgrund von Blutgerinnseln das Herz belasten und somit durch einen erniedrigten Sauerstofftransport zur Atemnot führen.

Weiterhin kann eine Lungenentzündung und Asthma bronchiale zu Verkrampfungen der Atemwege führen, sowie andere Lungenerkrankungen.

Weitere Auslöser sind:

  • Herzinsuffizienz
  • Lungenödem
  • Herzinfarkt
  • hoher Blutdruck
  • Lungenembolie
  • Blutarmut
  • Fettsucht durch hochstehende Zwerchfelle
  • Aszites durch hochstehende Zwerchfelle
  • Hyperventilation

Durch neuromuskuläre Erkrankungen kann die Atemmuskulatur gelähmt werden und auch eine Einengung von Luftröhre und Bronchien führt zur Luftnot, sowie eine Deformierungen des Brustkorbs.

Behandlungsmöglichkeiten

Um eine Atemnot zu verringern bzw. ihr vorzubeugen sollte man Angstsituationen vermeiden, sowie mit einem Arzt, bezüglich einer Blutdrucksenkung, Rücksprache halten. Außerdem kann ein Asthmaspray sehr hilfreich sein und eine sitzende Position an der frische Luft während der Luftnot.

Diagnostik

Eine Diagnose wird mittels einer klinischen Untersuchung durchgeführt. Dafür wird die Lunge und das Herz mit einer Auskultation und Perkussion untersucht. Auch die Atemwege werden vom Arzt geprüft.

Was ist die Nyha?

Nyha ist eine Einteilung, die von der

  • N New
  • Y York
  • H Heart
  • A Association

veröffentlicht wurde. Am häufigsten wird sie für die Beurteilung der verschiedenen Stadien bei der Herzinsuffizienz verwendet.
Herzinsuffizienz definiert sich durch das Ineffektivwerden der Herzleistung, das heißt die Belastungsgrenze wird herabgesetzt und die Aufrechterhaltung des Blutkreislaufes gerät in Gefahr; es kommt zu einer allgemeinen Leistungsminderung des Herzens.

Bei der Linksherzinsuffizienz kommt es zu einer Leistungsminderung der linken Herzkammer, bei der Rechstherzinsuffizienz zu einer Leistungsminderung der rechten Herzkammer. Diese Insuffizienztypen können nicht immer streng getrennt werden, da häufig eine kombinierte, doppelseitige Herzinsuffizienz vorliegt.

Die Dyspnoe ist das führende Zeichen einer Rechts-, Links- und Globalinsuffizienz. In leichteren Fällen handelt es sich lediglich um eine Anstrengungsdyspnoe, in schwereren Fällen um eine Ruhedyspnoe. Als Folge des verminderten Herzminutenvolumens sowie der Verlangsamung des Kapillardurchflusses kommt es zur Zyanose.

Das Nyha Schema gibt Auskunft über die Stadien der Leistungsfähigkeit des Herzpatienten, jedoch nicht über den Grund der kardialen Problematik. Im deutsch-sprachigen Raum ist das Nyha Schema vom Jahr 2005 am gebräuchlichsten. Es liegen mehrere Versionen der Nyha Einteilung vor, sie unterscheiden sich aber nur äußerst geringfügig in der Definition. Die zur Beurteilung verwendeten Symptome sind Dyspnoe, Nykturie, Zyanose, Schwäche und Müdigkeit.

Die Nyha Einteilung erfolgt in vier Klassen

Nyha Einteilung
Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4
Die betroffene Person leidet an einer pulmonalen Hypertonie.Eine normale körperliche Aktivität verursacht keine Beschwerden.Normale Belastungen erzeugen keine Müdigkeit, keine Dyspnoe und keine Thoraxschmerzen. Die betreffende Person leidet an einer pulmonalen Hypertonie.Bei körperlicher Aktivität kommt es bereits zu Einschränkungen. Eine normale körperliche Belastung führt jedoch bereits zu einer übermäßigen Dyspnoe und einer raschen Ermüdung. In Ruheposition treten keine Beschwerden auf.
Thoraxschmerzen können vorhanden sein.
Es liegt eine pulmonale Hypertonie vor.Es kommt zu deutlichen Einschränkungen bei körperlichen Aktivitäten. Bereits bei einer leichten Belastung treten Dyspnoe, rasche Ermüdung und Thoraxschmerzen auf.Bei Ruhe sind keine Beschwerden vorhanden. Wieder liegt eine pulmonale Hypertonie vor.Es ist keine körperliche Aktivität ohne Beschwerden mehr möglich.Dyspnoe und Müdigkeit sind bereits in Ruhe vorhanden.Bei der geringsten Aktivität kommt es zu verstärkten Beschwerden.

Atmung

Im menschlichen Körper finden viele Prozesse statt, die lebensnotwendig sind und dafür sorgen, dass alle Organe mit den wichtigsten Stoffen versorgt werden. Zu diesen Prozessen zählt vor allem auch die Atmung, die den notwendigen Sauerstoff aus der Atemluft filtert und diesen mit Hilfe der Blutbahn an alle Organe liefert. Die Atmung ist ein Prozess, ohne den der Mensch in nur wenigen Minuten zum Tode kommt und dessen Ausbleiben auch schon bei einer Minute bleibende Schäden vor allem am Gehirn verursachen kann.

DIe Lunge ist zwar nicht unser wichtigstes Organ, ist aber trotzdem absolut unverzichtbar. © Fotolia.com

DIe Lunge ist zwar nicht unser wichtigstes Organ, ist aber trotzdem absolut unverzichtbar.
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An der Atmung sind zwei verschiedene Organe beteiligt. Zum einen ist dies natürlich die Lunge, die ein hohes Volumen aufweist. Über die Nase oder den Mund wird die Luft eingeatmet und gelangt so in beide Lungenflügel. Hier befinden sich viele kleine Bläschen, die den Sauerstoff aus der Luft absorbieren und diesen dann direkt in das Blut übergehen lassen. Der Sauerstoff ist also quasi sofort an Ort und Stelle, was auch ein Grund dafür ist, wieso zum Beispiel Drogen, die geraucht werden, eine besonders schnelle Wirkung aufweisen. Die Absorbtion des Sauerstoffes ist jedoch nicht so effizient, dass der komplette Sauerstoff aus der Luft gefiltert werden kann, denn es ist in der Luft, die ausgeatmet wird, immer noch ein gewisser Prozentsatz an Sauerstoff enthalten.

Ein weiteres an der Atmung beteiligtes Organ ist das Zwerchfell, ein wichtiger Atemmuskel. Bei der Lungenatmung wird der Lungenmuskel beansprucht. Hier wird vor allem eine schwere Atmung stattfinden, denn es kann das höchstmögliche Lungenvolumen aufgenommen werden. Der Nachteil der Lungenatmung ist allerdings, dass es nur schwer möglich ist, zum Beispiel zu sprechen. Deswegen atmet der Mensch in Ruhe meist über die Bauchatmung, bei der das Zwerchfell beansprucht wird. Die Atmung ist hier viel flacher und weniger Lungenvolumen wird beansprucht, jedoch wird auch nicht mehr Sauerstoff benötigt.

Verschiedene Erkrankungen und Einflüsse sorgen natürlich auch dafür, dass die Atmung gestört wird. Zunächst ist eine gute Durchblutung der Lunge der wichtigste Punkt, denn nur so kann gewährleistet werden, dass der Sauerstoff zuverlässig in die Blutbahn gerät. Thrombosen (und damit verbundene Risikogruppen, wie beispielsweise Raucher und Übergewichtige) sind dabei Störfaktor Nummer eins. Jede Thrombose kann sich von ihrem Ort ablösen und wird durch den Blutfluss weiter getragen und kann auch in der Lunge zu Verstopfungen führen. Dies wird Lungenembolie genannt und ist für den Betroffenen eine akute Lebensgefahr, da quasi sofort eine Atemnot ausgelöst wird und die Organe sehr schnell ihren Dienst einstellen müssen. Gesunde Ernährung, Bewegung und vor allem das Nichtrauchen sind Maßnahmen, gefährlichen Thrombosen vorzubeugen.

Auch andere Faktoren, wie beispielsweise ein häufiges Hyperventilieren können Störungen der Lunge hervorrufen. So kann dieses beispielsweise eine Hyperkapnie auslösen, einen besonders hohen Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut. Dieser löst weiterhin eine Dsypnoe (ständiges schweres Atmen), was für den Menschen nicht nur eine Belastung ist, sondern auch eine Gefahr, denn hier kann es passieren, dass der Sauerstoffgehalt im Blut durch den erhöhten Kohlenstoffdioxidgehalt erniedrigt wird und die Organe nicht ausreichend versorgt werden.

Beängstigende Atemnot

Lungenerkrankungen, welche sich in Form von Atemnot äußern, hat es in der Vergangenheit schon immer gegeben. Allerdings wird sich dieses Problem in einigen Ländern aufgrund der enormen Umweltverschmutzung weiter verschärfen. Bei einer kommt es zu einer erschwerten Atmung, was sich beispielsweise im verlangsamten Sprechen äußern kann. Bei einer Atemnot kommt es zum erheblichen Luftmangel und einige Menschen erleiden Todesängste.

Eine Sauerstoffbehandlung durch einen Sanitäter kann nötig werden, wenn man die Symptome lange genug ignoriert. © Fotolia.com

Eine Sauerstoffbehandlung durch einen Sanitäter kann nötig werden, wenn man die Symptome lange genug ignoriert.
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Bei einer Hyperkapnie gelangt zu viel Kohlenstoffdioxid in den Blutkreislauf und es kommt zu einer Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff, ,was zu Problemen bei einzelnen Organen führen kann. Den Sauerstoffgehalt kann der Arzt sehr schnell mit einem Messgerät am Finger ermitteln. Bei einer Lungenembolie kommt es zu einem Blutgerinnsel, welche Blutgefäße verstopfen können. Kommt zu einer Atemnot, so ist sofort medizinische Hilfe erforderlich. Diese Gerinnsel stammen aus den Venen der Beine und bei kleineren Gefäßen kommt es zur Verstopfung. In einigen Fällen führt eine Lungenembolie sofort zu schweren Problemen mit dem Kreislauf und etwa 15% der Menschen sterben daran.

Weitere Krankheiten, welche mit Atemnot einhergehen, sind Asthma und COPD. Bei Asthma bekommt der Patient eine schwere Atemnot durch Verengung der Atemwege. Durch Verschleimung der Atemwege oder einer plötzlichen Belastung kann es zur plötzlichen Atemnot kommen. Schnell helfen dabei Notfallsprays, welche die Lunge wieder erweitern.

COPPD ist eine Lungenkrankheit und die Hauptursache, ist im Rauchen großer Mengen von Zigaretten zu sehen. Im Laufe der Zeit wird das Lungenvolumen immer weiniger und in gewissen Abständen tritt auch Atemnot auf. Die Luftnot ist nicht so schlimm wie beim Asthma und durch Abhusten von Schleim wird die Atmung schnell besser. Auch diese Patientengruppe muss ständig einen Spray für Notfälle bei sich führen.

Viele Krankenversicherungen veranstalten für ihre Patienten, welche unter Asthma und COPD leiden ausführliche Seminare. Hier erfahren die Leute wichtige Dinge zu ihrer Erkrankung und wie Atemnot vermieden werden kann. So wird beispielsweise erklärt, was ein Kutschersitz ist. Diese spezielle Art der Sitzhaltung soll den Patienten das Abhusten von Schleim erleichtern. Die Krankenversicherungen sehr viel Wert auf diese Informationsveranstaltungen und belohnen die Teilnehmer mit einer Gutschrift auf ihrem Konto. Der Facharzt hat für diese ausführlichen Erklärungen in seiner Praxis keine Zeit, denn hier steht die Behandlung der Patienten im Vordergrund. Durch verschiedene Tests der Atmung wird festgehalten, wie sich der Krankheitsverlauf entwickelt hat. Zusätzliche Medikamente sollen erreichen, dass eine Atemnot nur noch in sehr seltenen Fällen auftritt.

Lungenembolie

Als Lungenembolie wird der Verschluss einer Lungenarterie bezeichnet. Größtenteils wird dieser Verschluss durch ein Blutgerinnsel ausgelöst, das sich zuvor meist in der unteren Körperhälfte gebildet hat und mit dem Blut in die Lunge gelangt. Setzt sich ein Blutgerinnsel in der Lungenarterie fest und verhindert den Weiterfluss des Blutes, spricht man von einer Lungenembolie. Das betroffene Lungengewebe wird nicht mehr mit Blut versorgt und kann absterben, außerdem kommt es durch die mangelnde Versorgung mit Sauerstoff zu einem erhöhten Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut (Hyperkapnie). Die Lungenembolie gehört neben Herzinfarkt und Schlaganfall zu den häufigsten Todesursachen und bedarf sofortiger Behandlung in einem Krankenhaus.

Welche Ursachen hat die Lungenembolie?

Thrombose kann durch zu enge Strumpfhosen ausgelöst werden. © Fotolia.com

Thrombose kann durch zu enge Strumpfhosen ausgelöst werden.
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Zu den häufigsten Ursachen zählen Thrombosen, die sich vor allem in den Bein- und Beckenvenen bilden. Werden Teile dieser Blutgerinnsel von der Gefäßwand abgelöst und vom durchströmenden Blut weitertransportiert, gelangen sie über das Herz in die Lunge. Da sich die anfangs dicke Lungenarterie zu einem immer feiner werdenden Geflecht verzweigt, kommt es zwangsläufig zum Verschluss der Arterie.
Weit seltener kann sich die Lungenarterie auch durch Luft, Fett, Fremdkörper, Zellgewebe oder Fruchtwasser verschließen. Dies kann beim Anlegen eines Venenkatheters, nach Knochenbrüchen oder operativen Eingriffen an Knochen und bei Schwangeren kurz vor der Geburt der Fall sein. Auch losgelöste Zellen von Tumoren können Auslöser sein.

Welche Symptome ruft eine Lungenembolie hervor?

Sind nur wenige kleine Gefäße betroffen, bleibt eine leichte Embolie fast symptomfrei und wird vom Betroffenen oft nicht einmal bemerkt. Handelt es sich jedoch um einen Gefäßverschluss größerer oder mehrerer Lungenarterien, kann es sogar zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommen. Leider wird eine Lungenembolie nicht immer sofort als solche erkannt, da sie keine eindeutigen Symptome erzeugt.
Dies können Anzeichen für eine Lungenembolie sein:
Plötzlich auftretende Atemnot (Dyspnoe) oder sogar ganz aussetzende Atmung
Schmerzen in der Brust und beim Atmen
Beschleunigter Herzschlag
Blutiger Auswurf
Plötzliche Bewusstlosigkeit

Bei Verdacht auf eine Lungenembolie muss sofort der Notarzt verständigt werden.

Wie wird eine Lungenembolie behandelt?

Als Erstmaßnahme werden meist kreislaufstabilisierende und gerinnungshemmende Medikamente sowie Sauerstoff verabreicht. Außerdem darf sich der Betroffene möglichst wenig bewegen, damit sich nicht weitere Blutgerinnsel lösen können.
Bei schweren Embolien wird das Blutgerinnsel stationär mit Hilfe von Medikamenten aufgelöst, in selteneren Fällen muss es anhand eines Katheters oder operativ entfernt werden.
In der Folgetherapie wird der Betroffene mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten behandelt, bis kein Risiko mehr für eine weitere Embolie vorliegt. Diese Behandlung dauert in der Regel zwischen drei und sechs Monaten.

Hyperkapnie

Der Begriff Hyperkapnie kommt aus den griechischen und bedeutet über Rauch, Gas und Dunst. Ein erhöhter Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut wird damit beschrieben. Liegt dieser Wert höher als 45 mmHg kann von einer Hyperkapnie ausgegangen werden. Manche Menschen leiden durch eine chronische Minderfunktion der Atmung an einer immerwährenden Hyperkapnie. Steigt der Wert jedoch über 60 mmHg kann eine CO2-Narkose eintreten. Die Druckhöhe wird von der Produktion von Kohlenstoffdioxid und von der Kohlenstoffdioxid Abatmung bestimmt. Im Normalfall kann zu viel Kohlenstoffdioxid abgeatmet werden. Das Gegenteil ist ein zu geringer Kohlenstoffgehalt, der als Hypokapnie bezeichnet wird.

Ursachen der Hyperkapnie

Ein erhöhter Kohlenstoffspielegel im Blut, Hyperkapnie, kann die Arbeit der Lunge genauso stören wie eine zu hohe Kohlenstoffdioxidkonzentration inder Luft Pflanzen beeinträchtigt. © Fotolia.com

Ein erhöhter Kohlenstoffspielegel im Blut, Hyperkapnie, kann die Arbeit der Lunge genauso stören wie eine zu hohe Kohlenstoffdioxidkonzentration inder Luft Pflanzen beeinträchtigt.
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Als Ursache wird in der Regel eine Globalinsuffizienz genannt. Diese entsteht auf Grund von alveolärer Hypoventilation, pulmonaler Diffusionsstörung, pulmonaler Verteilungsstörung oder einer Ventilationsstörung. Allerdings kann eine Hyperkapnie auch durch das Einatmen von zu stark kohlenstoffdioxidhaltiger Luft oder durch eine metabolische Alkalose eintreten. Eine Kohlenstoffdioxidvergiftung tritt ab einem Volumenprozent von acht bis zehn ein. Auch ist Hyperkapnie ein Signal von ungenügender Atmung, die durch einen fehlerhaften Gasaustausch in der Lunge kommen kann. Dies kann zum Beispiel auch bei Pneumonie passieren. Durch beispielsweise eine Brustkorbverletzung kann so eine Ventilationsstörung auch auftreten. Durch all diese Störungen wird verhindert, dass das Kohlenstoffdioxid richtig abgeatmet werden kann und dadurch lagert es sich im Blut ab. Bei Patienten die unter chronischen Lungenerkrankungen leiden, schreitet die Entwicklung einer Hyperkapnie nur sehr langsam vorran. Auch kann eine Hyperkapnie der Auslöser einer Dispnoe (=erschwerte Atemtätigkeit) sein.

Symptome von Hyperkapnie

Zuerst treten Hautrötungen, Muskelzuckungen und Extrasystolen auf. Schreitet diese Erkrankung weiter fort können auch noch Panik, Krampfanfälle und Bewusstseinsstörungen hinzukommen. Im Endstadium kann es schließlich zu einer CO2-Narkose, also einem Koma kommen. Auch Kopfschmerzen und deutlich sichtbar erweiterte Gefäße können Symptome sein. Desweiteren kann es auch zu Tachykardie und Hypertonie kommen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einem Atemstillstand kommen.

Behandlungsformen

An erster Stelle steht natürlich die Beatmung. Im Notfall sollte bei dem Patient zu enge Kleidung entfernt werden. Der Oberkörper sollte erhöht und die Beine etwas tiefer gelagert werden. Auch eine O2-Maske kann Linderung verschaffen. Flüssigkeit sollte sparsam verabreicht werden. Eine kontrollierte Beatmung sollte eingeleitet werden.