Normalerweise gelangen über die Nierenkörperchen, welche sich in den Nierenrinden zu Millionen befinden, nur sehr geringe Eiweißteilchen in die menschliche Urinausscheidung. Diese sind, unter dem Namen Albumin bekannt. Ist dieser Wert erhöht, spricht man von einer Mikro- oder Makroalbuminurie beziehungsweise, von einer Proteinurie, also von erhöhten Eiweißwerten im menschlichen Urin. Normale Werte liegen bei unter 20 Milligramm pro Liter Urin. Liegt der Wert zwischen 20 und 200 Milligramm, so spricht man von Mikroalbuminurie. Sind die Ergebnisse allerdings über 200 Milligramm pro Liter, so handelt es sich um eine Makroalbuminurie.

Ursachen für Eiweiß im Urin

Ein erhöhter Eiweißspiegel im Urin, muss nicht gleich eine negative Diagnose bedeuten. Beispielsweise kann ein Harnwegsinfekt, hohe körperliche Anstrengung, ein grippaler Infekt oder zu schnelles Wachstum in der Jugend, die Ursache hierfür sein. Diabetiker sind besonders gefährdet, da sich aufgrund der Diabetes ein Nierenschaden einstellen kann. Regelmäßige Blut- und Urinuntersuchungen sind deshalb unumgänglich. Eine weitere Ursache für erhöhte Eiweißwerte, können, auch bei Personen, die nicht unter Diabetes leiden, Gefäß- oder allgemeine Nierenschäden sein.

Symptome bei Eiweiß im Urin

Die Symptome, bei einem erhöhten Eiweißauftreten im Urin, lassen sich auf mehreren Wegen deuten. Handelt es sich beispielsweise, um einen Harnwegsinfekt, hat man eine Art Brennen, beim Wasserlassen und das permanente Gefühl, auf die Toilette gehen zu müssen, obwohl man gerade erst war. Handelt es sich um eine Erkrankung der Nieren selbst, so können stetige Schmerzen im Beckenbereich und Fieber hinzukommen. Auch die Färbung und der Geruch, sind bei einer erhöhten Eiweißkonzentration im Urin, entscheidend. Stellt man hier eine Abweichung der Norm fest, so ist der Gang zum Allgemeinmediziner zu empfehlen.

Diagnose und Verlauf bei erhöhten Eiweißwerten

Wie bereits im ersten Abschnitt erwähnt, liegen normale Werte bei unter 20 Milligramm pro Liter Urin. Bei einer Mikroalbuminurie, liegt der Wert zwischen 20 und 200 Milligramm, beziehungsweise bei einem Wert über 200 Milligramm pro Liter, so handelt es sich um eine Makroalbuminurie. Getestet wird dieser Messwert mithilfe verschieden erhältlicher Teststäbchen, welche in den Urin getaucht werden. Solche Teststreifen kann man auch privat in jeder Apotheke erhalten. Auch eine Blutuntersuchung anhand eines Blutbildes liefert Aufschluss. Erkrankungen der Nieren und Gefäße, verlaufen meist schleichend, deshalb sollte man als Diabetiker oder ab einem Alter von 50 Jahren, mindestens einmal jährlich seinen Urin auf erhöhte Eiweißkonzentration testen lassen.

Behandlung bzw. Therapie von Eiweiß im Urin

Mit Brennnesseltee Eiweiß im Urin vorbeugen

Mit Brennnesseltee Eiweiß im Urin vorbeugen (© Hetizia – Fotolia.com)

Eine Reduktion der Eiweißaufnahme in der täglichen Ernährung, sowie eine Behandlung mit verschiedenen Breitband-Antibiotika, sind die häufigste Therapieform. Handelt es sich allerdings um einen erhöhten Eiweißwert, aufgrund von Diabetes, so muss diese Krankheit an sich behandelt werden, um den Eiweißspiegel im Urin dauerhaft zu normalisieren.

Eiweiß im Urin vorbeugen

Eine gesunde Lebensweise mit wenig Alkohol, dafür mindestens zwei Litern Flüssigkeit täglich, am Besten in Form von Wasser sind ein guter Schutz. Zudem sollte man seinen Blutzucker und den Blutdruck immer im Auge behalten. Auch die Einnahme von Schmerzmitteln muss wohl überlegt sein und darf nicht zu oft und/oder regelmäßiger, als wirklich nötig erfolgen. Um Harnwegsinfekte zu vermeiden, sollte man auf Hygiene achten und seinen Körper, gerade den Nierenbereich, immer vor Kälte und Zugluft schützen. Diverse vorbeugende Hausmittel, wie Brennnesseltee, sind empfehlenswert.

Medikamente & Hausmittel gegen Eiweiß im Urin

Brennnesseltee, diverse andere Harnteesorten, Bärentraubenblätterpräparate und der Verzehr von Preiselbeeren können äußerst prophylaktisch sein und bei schon vorhandenen Beschwerden, gegen diese wirken.