Bei Feigwarzen handelt es sich um Hautveränderungen, die hauptsächlich im Genitalbereich auftreten. Sie werden durch HPV verursacht und gehören mit zu den Geschlechtskrankheiten. Zunächst sind es immer gutartige Haut- und Schleimhauttumoren. In manchen Fällen heilen sie wieder spontan ab. Jedoch sind Feigwarzen bei Männern und Frauen meistens die Vorstadien von bösartigen Tumoren. Die Krankheit tritt auf der ganzen Welt auf, und zwar gleichermaßen bei Männern und Frauen. Bei Frauen entwickeln sich allerdings viel häufiger bösartige Tumoren im Genitalbereich.

Ursache für Feigwarzen

Feigwarzen entstehen überwiegend durch den Virus Erreger HPV (humanes Papillomavirus). Allerdings entsteht die Krankheit nicht nur durch den Virus, sondern auch durch die Übertragung. Dabei kann die Übertragung auf verschiedene Wege erfolgen. Meistens werden Feigwarzen durch Geschlechtsverkehr verursacht. Das Risiko ist für junge und sexuell aktive Erwachsene besonders hoch. Außerdem gehören ebenfalls das Rauchen und die Antibabypille zu den Risikofaktoren. Des Weiteren können gemeinsames Baden oder mit dem Virus verunreinigte Gegenstände die Ursache für die Krankheit sein.

Symptome bei Feigwarzen

Ob und welche Symptome die Feigwarzen verursachen, hängt davon ab, wo die Hautveränderungen auftreten. In den meisten Fällen sind die Warzen kaum sichtbar und bringen dadurch keine Anzeichen mit sich. Allerdings zählen zu den ersten Symptomen flache, einzelne oder beetartige kleine Knoten, die am Anfang nur schwer zu erkennen sind. In der Regel treten die Feigwarzen in der Scheide und an den Schamlippen auf sowie am Penis und in der Harnröhre. Sie können sich aber auch am Analkanal und im Enddarm befinden. Nach einiger Zeit können die Warzen größer werden und eine blumenkohlartige Form annehmen. Die Veränderungen nehmen dann eine rötliche, grau-bräunliche oder weiße Farbe an.

Diagnose von Feigwarzen

In der Regel werden Feigwarzen schon anhand des Erscheinungsbildes diagnostiziert. Da sie gerade am Anfang nicht zu erkennen sind, wird der Arzt zur Sichtbarkeit eine dreiprozentige Essigsäure verwenden. Durch diesen Vorgang verfärben sich die Feigwarzen weiß und werden sichtbar. Wenn die Warzen in der Harnröhre sind, wird eine Diagnose anhand einer Floureszenz-Urethroskopie gestellt. Manchmal muss eine Gewebeprobe entnommen werden, da die Warzen auch Krebs hervorrufen können. Zudem müssen andere sexuell übertragbare Krankheiten ausgeschlossen werden.

Behandlung von Feigwarzen

Die Therapie bei Feigwarzen richtet sich immer nach der Größe und Ausbreitung. Manchmal machen sie eine weiderholte Behandlung notwendig. Man kann die Krankheit entweder selbst therapieren oder ärztlich behandeln lassen. Wenn man sie selber behandelt, kommen Medikamente zum Einsatz, wie z. B. Zytostatika. Die Warzen werden damit bestrichen, jedoch müssen andere Hautstellen abgedeckt werden. Frauen, die schwanger sind, dürfen diese Präparate allerdings nicht verwenden. Wenn die Behandlung bei Feigwarzen ärztlich erfolgt wird Trichloressigsäure verwendet. Außerdem kann eine Kältetherapie und Elektrotherapie eingesetzt werden sowie eine Lasertherapie.

Feigwarzen vorbeugen

Wenn die Feigwarzen behandelt wurden, zeigen sie in der Regel einen guten Verlauf. Da die Warzen hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, sollte man grundsätzlich mit Kondomen vorbeugen. Allerdings ist ein vollständiger Schutz nur durch Enthaltsamkeit möglich. Auch wenn man nur einen sexuellen Partner seit dem ersten Sexualkontakt hat, besteht der Schutz gegen Feigwarzen. Meistens kann es durch die Krankheit zu Gebärmutterhalskrebs kommen. Aus dem Grund sollten sich Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren dagegen impfen lassen.

Medikamente gegen Feigwarzen

Es gibt einige Medikamente gegen Feigwarzen, allerdings werden die nur vom Arzt verschrieben. Jedoch gibt es auch ein Hausmittel gegen Feigwarzen, und zwar Teebaumöl. Das stimuliert das Immunsystem und tötet die Keime ab. Andere Medikamente, die vom Arzt verordnet werden, hemmen das Zellwachstum und aktivieren die Selbstheilung. Hierbei kommen Wirkstoffe zum Einsatz, wie z. B. 5-Fluoruracil und Podophyllin sowie Podophyllotoxin. Auch Medikamente mit Imiquimod oder Interferon werden häufig verschrieben.