Ein Fibroadenom ist der am häufigsten auftretende gutartige Tumor der weiblichen Brust. Etwa ein Drittel aller Frauen vor den Wechseljahren ist mindestens einmal davon betroffen. Nach den Wechseljahren tritt ein Fibroadenom nur noch sehr selten auf.

Entstehung

Es handelt sich dabei um eine Wucherung des Bindegewebes, das die Drüsenläppchen umschließt. In den meisten Fällen liegen diese Wucherungen in der Nähe der Brustwarze, in der oberen Brusthälfte. Verschiedene weibliche Hormone, vor allem die Östrogene können dazu führen, dass das sehr faserreiche Bindegewebe sich übermäßig vermehrt und dadurch entstehen die derben, elastischen und oft mehrhöckerigen Knoten. Zu unterscheiden ist das Fibroadenom von der Mastopathie. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine ebenfalls hormonell bedingte schmerzhafte Entzündung des Brustdrüsengewebes, aber nicht um Gewebe-Neubildungen. Auch die Mastopathie ist eine gutarige Veränderung der Brust, wenn sie auch ein geringes Risiko für eine spätere Brustkrebserkrankung darstellt.

Symptome und Beschwerden

Eigentlich ist dieser gutartige Tumor nicht schmerzhaft. Einige Frauen berichten aber von leichten Spannungsschmerz während der Periode. Ein Problem ist das relativ starke Wachstum der Knoten. Besonders während einer Schwangerschaft können sie sich sehr schnell vergrößern. Große Knoten können sich deutlich unter der Haut abzeichnen und die Brust regelrecht verformen.

Diagnose und Behandlung

Das Fibroadenom ist eine gutartige Wucherung des Bindegewebes in der weiblichen Brust: Trotz Harmlosigkeit soll hier an die regelmäßige ärztliche Kontrolle erinnert werden. (© Fotolia.com)

Das Fibroadenom ist eine gutartige Wucherung des Bindegewebes in der weiblichen Brust: Trotz Harmlosigkeit soll hier an die regelmäßige ärztliche Kontrolle erinnert werden. (© Fotolia.com)

Die meisten Frauen entdecken sie selbst, weil die Wucherung deutlich tastbar ist. Oft haben Frauen große Angst, Brustkrebs zu haben, wenn sie die Wucherung das erste Mal spüren. Das Risiko, dass sich daraus ein bösartiger Tumor entwickeln kann, ist aber mit 1:1000 nur sehr gering. Auch bei der Routineuntersuchung durch den Frauenarzt können Fibroadenome entdeckt werden, bei der Mammografie eher nicht. Es ist nicht in jedem Fall nötig, sie operativ zu entfernen, nur bei sehr großen und schnell wachsenden ist eine operative Entfernung angezeigt. Immer aber ist eine regelmäßige ärztliche Kontrolle und auch eine Selbstuntersuchung notwendig.

Ein Erfahrungsbericht

Ich kann hier nur berichten, wie es mir ergangen ist. Ich bin nach einem schönen gemütlichen Bad in mein Bett, und habe den Fernseher eingeschaltet. Da ich mich gerade eingecremt hatte, bin ich nochmal mit meiner Hand über den Bauch und dann über die Brust gefahren, um die restliche Creme noch zu verteilen….“Oh mein Gott“ was ist das?
Ein Knoten in der Brust…unten in meiner rechten Brust. Mindestens 1 cm Durchmesser, total hart und rund.
Ich rief sofort meinen Mann, und ließ ihn das auch noch mal begutachten, auch er war sehr besorgt.
Ok, ich hab ihn zumindest gefunden, dachte ich mir.

Am Morgen hab ich dann sofort einen Frauenarzt gesucht, zu dem ich direkt hinkonnte. Mein Frauenarzt hatte Urlaub, leider.
Ich bekam dann direkt einen Termin, und hab mich auf meiner Arbeit entschuldigt, für einige Stunden. Es wurde ein Ultraschall gemacht und der Knoten wurde abgetastet. Die Ärztin meinte, sie geht davon aus, dass es ein Fibroadenom sei. Also nichts Bösartiges.

Sie schickte mich zur Mammographie, was allerdings 2 Wochen Wartezeit bedeutete. Das waren sehr harte zwei Wochen für mich. So ein Knoten in der Brust ist wie eine Zeitbombe. Wer weiß genau was es ist, es kann Brustkrebs sein. Besonders schlimm war, dass ich in dieser Zeit sowieso dauernd müde und antriebslos war, also ging ich davon aus, das der Knoten in der Brust Krebs sein muss. Ich machte mich in diesen 14 Tagen völlig verrückt.
Hilfe - ich habe einen Knoten in der Brust! Nach der panischen Entdeckung schafft die Mammographie eine sichere Diagnose. (© Fotolia.com)

Hilfe – ich habe einen Knoten in der Brust! Nach der panischen Entdeckung schafft die Mammographie eine sichere Diagnose. (© Fotolia.com)

Auch Männern kann so etwas passieren: Mein Mann hatte auch so einen Knoten in der Brust, der sich allerdings als Fibroadenom, also harmlos herausstellte. Also hat er mich dauernd beruhigt, dass so ein Knoten in der Brust nicht heißen muss, dass es Krebs ist. Dann endlich die Mammographie, und der Knoten in der Brust ist ein Fibroadenom, gott sei dank. Dieses Fibroadenom, ist mir sogar einmal geplatzt, jetzt hab ich einen neuen Knoten in der Brust, an derselben Stelle.
Mir wurde aber versichert, das dies schon mal passiert und der Knoten in der Brust wirklich harmlos ist. Jetzt gehe ich regelmäßig zur Vorsorge, und achte mehr auf meinen Körper, Brustkrebssymtome und auf meine Ernährung. Denn man ja sagt, mit der Ernährung kann man vieles von sich weghalten. Wenn man einmal eine solche Angst verspürt hat, lebt man das Leben anders.

Typische Brustkrebssymptome

    Generell sollte man aufmerksam für die typischen Brustkrebssymptome sein, doch ebenso wichtig ist eine regelmäßige Selbstuntersuchung durch Abtasten. (© Fotolia.com)

Generell sollte man aufmerksam für die typischen Brustkrebssymptome sein, ebenso wichtig ist eine regelmäßige Selbstuntersuchung durch Abtasten. (© Fotolia.com)

Brustkrebs ist die zweithäufigste Krebsform, welche bei Frauen auftritt und ist eine der führenden Todesursachen weltweit unter den Krebserkrankungen. Brustkrebs ist sehr verbreitet und aggressiv, aber mit der Früherkennung gibt es eine 95% Überlebensrate. Um Brustkrebs gleich im Frühstadium zu verhindern, müssen Sie in der Lage sein, Brustkrebs Symptome früh wie möglich zu erkennen.

Dies sind die Häufigsten:

  • Ein Knoten oder Verdickung des Gewebes in der Brust oder Achselhöhle
    Gewebeknoten in der Brust sind das häufigste Symptom, welches auf Brustkrebs hindeutet. Jedoch sind die Knötchen häufig bei Frauen vorhanden und 9 von 10 Knoten sind gutartig. Die benignen Knoten (wie ein Fibroadenom) können unangenehm sein, sind aber nicht bösartig wie maligne krebserregende Knoten und Tumore. Die meisten Frauen können die Knoten vor der Menstruation fühlen, sodass die beste Zeit für eine Selbstkontrolle eine Woche vor oder nach der Menstruation ist.
  • Verdickungen oder Knötchen (meistens sind diese erbsengroß)
  • Veränderung der Größe oder Form der Brust
  • Blutgerinnselbildungen oder das Auftauchen klarer Flüssigkeiten, die aus der Brustwarze austreten
  • Veränderungen im Erscheinungsbild der Haut oder der Brustwarze (kleine Gruben, schuppige Haut, Entzündungen)
  • Rötung der Haut der Brust oder Brustwarze
  • Lokale Veränderungen eines Brustbereichs, der anders aussieht und sich anfühlt als der Rest des Gewebes oder der Haut z.b. Verhärtungen unter der Haut, Farbveränderungen usw.

Obwohl dies nicht notwendigerweise Brustkrebssymptome sind, ist es ratsam, einen Arzt zu besuchen.

Diese Warnzeichen können während einer Selbstuntersuchung der Brust gefunden werden. Selbstuntersuchungen sind notwendig und müssen regelmäßig, jeden Monat zur gleichen Zeit (3-5 Tage nach dem Ende des Menstruationszyklus) stattfinden. Auch nach der Menopause sollten Brustuntersuchungen weiter regelmäßig durchgeführt werden, weil Brustkrebs vor allem Frauen über 50 Jahren betrifft.

Mammografie – Früherkennung von Brustkrebs Symptomen

Wenn der Arzt eine mammografische Untersuchung durchführt, sucht er nach Mikroverkalkungen (kleine Zellengruppen) oder nach Mikroabnormalitäten im Zellgewebe. Mammografie sollte regelmäßig bei Frauen über 40 Jahren angewandt werden, oder auch früher, falls der potenzielle Risikofaktor der Person höher ist.

Metastasierender Brustkrebs

Er ist der am weitesten fortgeschrittenes Stadium des Brustkrebs und fällt in die vierte, die letzte Stufe der Krebsentwicklung. Mehrere charakteristische Symptome sind zu beachten: Knochenschmerzen, Atemnot, Appetitlosigkeit, schneller Gewichtsverlust, Kopfschmerzen und Schwäche der Person. Beim Auftreten dieser Symptome sollte man sofort einen Arzt konsultieren.

Entzündlicher Brustkrebs

Eine sehr seltene Brustkrebsart, welche nicht in Form von Klumpen und Knoten auftritt, sondern als starke Entzündungen des Brustgewebes. Das Merkmal dieser Krankheit ist, dass sie sich blattförmig ausweitet. Brustkrebssymptome von dieser Art sind plötzliche Veränderungen in der Größe der Brust, Juckreiz und Brennen der Haut, Hautveränderungen, ungewöhnliche Schmerzen und starke Schwellungen.

Was tun bei Brustkrebs?

Jede achte Frau wird während ihres Lebens mit Brustkrebs konfrontiert, aber beim Auftreten von Knoten in der Brust muss es sich nicht immer um eine bösartige Brustkrebs Tumor-Art handeln. Es gibt verschiedene Tumorarten und das Auftreten hängt auch von dem Alter der Frau ab, insbesondere bei jüngeren Frauen tritt oftmals der gutartige Tumor, das Fibroadenom auf. An einer Mastopathie, eine knotige Veränderung in der Brust, erkranken dagegen überwiegend ältere Frauen. Zeigen sich Symptome wie Knoten oder Veränderungen in der Brust sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden um die Ursache zu klären.

Diagnose und Therapie bei Brustkrebs

Durch regelmäßige Untersuchungen können Knoten in der Brust relativ früh erkannt werden, eine Ultraschalluntersuchung und eine Mammographie beim Arzt bringen dann die sicherste Diagnose. Je nachdem, ob es sich dann um einen gutartigen Knoten (das Fibroadenom) oder einen bösartigen Brustkrebs-Tumor handelt, kommen folgende Therapiemöglichkeiten in Frage:

  • Operation
  • medikamentöse Behandlung/Chemotherapie
  • Strahlentherapie
  • Hormontherapie

Ist eine Frau von Brustkrebs betroffen, ist das zumindest erst einmal ein Schock für die Betroffene. Für eine richtige und eindeutige Diagnose ist eine Vielzahl an Untersuchungen notwendig und in dieser Zeit ist es für die Frau schwierig, Ruhe zu bewahren und nicht zu verzweifeln. Hier bietet sich parallel zur Schulmedizin auch noch die alternative Medizin an, damit sich die Frau körperlich besser fühlt. Wenn während der Therapie Depressionen einsetzen, kann z. B. Johanniskraut abhelfen und auch die chinesische Medizin ist hilfreich für einen besseren Gesundheitszustand. Der Besuch einer Selbsthilfegruppe mit anderen Betroffenen kann auch hilfreich sein und die Therapie positiv beeinflussen.

Muss Brustkrebs immer operiert werden?

Ist der Tumor noch auf den Brustbereich beschränkt, kann er operativ entfernt werden. (© Fotolia.com)

Ist der Tumor noch auf den Brustbereich beschränkt, kann er operativ entfernt werden. (© Fotolia.com)

In der Regel stellen gutartige Tumore keine Gefahr da, um jedoch Beschwerden der Frau zu vermeiden und um die Unsicherheit zu beseitigen, werden auch die gutartigen Tumore oft entfernt. Stellt sich durch Untersuchungen heraus, dass aus dem gutartigen Tumor einmal Krebs entstehen könnte, muss dieser auf jeden Fall entfernt werden. Absurderweise wird eher operiert, wenn der Brustkrebs noch nicht weit fortgeschritten ist und der Tumor nur den Brustbereich betrifft, denn dann ist mit einer Anschlussbehandlung wie einer Hormon- oder Chemotherapie mit einer kompletten Heilung zu rechnen.

Ist der Brustkrebs Tumor bereits weit fortgeschritten und es haben sich bereits Tochtergeschwülste gebildet, wird auf eine Operation zumeist verzichtet, stattdessen versucht man, die Krebszellen im Körper mit einer Chemo- oder Strahlentherapie sowie einer Hormontherapie zu bekämpfen. Hat die Betroffene jedoch Schmerzen, welche von dem Krebsherd ausgehen, wird auch hier operiert. In der heutigen Zeit kann die Brust trotz Operation häufig erhalten werden und manchmal muss auch nicht die ganze Brust entfernt werden, aber dies hängt ausschließlich von dem Befund ab und kann nicht verallgemeinert werden.

Was ist Mastopathie?

Unter dem Begriff Mastopathie werden Veränderungen der Brust zusammengefasst, die allesamt gutartig sind. Es handelt sich dabei nicht immer zwangsweise um Knoten oder Zysten. Ebenso gut können bei einer Mastopathie Schwellungen auftreten, die Brüste sehr schmerzempfindlich werden oder, wenn auch sehr selten, sogar Flüssigkeit aus den Brustwarzen austreten.

Entstehung und Ursachen

Über die genauen Gründe der Entstehung einer Mastopathie streiten die Experten noch. Fest steht allerdings, dass die Ursachen rein hormonell bedingt sind. Während die einen davon ausgehen, dass die betroffenen Frauen einen Östrogenüberschuss und einen gleichzeitigen Progesteronmangel haben, sind andere wiederum davon überzeugt, dass Patientinnen einer Mastopathie lediglich wesentlich empfindlicher auf das Östrogen ansprechen, wodurch dessen Wirkung verstärkt wird. Unumstritten ist jedoch, dass in der Gruppe der Frauen zwischen 35 und 55 fast jede mehr oder weniger von einer Mastopathie betroffen ist, die Symptome aber in den Wechseljahren alle wieder abklingen.
Im Gegensatz zum Fibroadenom handelt es sich bei den Knötchen im Rahmen einer Mastopathie nicht um echte Tumore oder Geschwülste. In diesem Falle würden sie sich mit Beginn der Wechseljahre nicht zurückbilden und wären eventuell sogar bösartig. Eine ernsthafte Brustkrebs-Erkrankung ist also nicht zu befürchten.

Symptome und Erkennung

Bei der ungefährlichen Mastopathie verstärken sich die Symptome in der Woche vor der Periode: Eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit ist typisch. (© Fotolia.com)

Bei der ungefährlichen Mastopathie verstärken sich die Symptome in der Woche vor der Periode: Eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit ist typisch. (© Fotolia.com)

Im ersten Moment erschrickt sicher jede Frau erst einmal, wenn sie einen Knoten in der Brust ertastet. Umso wichtiger ist es genau zu wissen, woran man eindeutig den Unterschied zwischen Symptomen von Brustkrebs erkennt und wann es sich um eine ungefährliche Mastopathie handelt. Ein wichtiges Merkmal für eine ganz harmlose, vorrübergehende Erscheinung ist die Tatsache, dass die Stärke der Beschwerden mit dem Zyklus schwankt.

So ist es etwa eine Woche vor Beginn der Menstruation absolut normal, dass sich die Symptome eine Mastopathie verstärken. In dieser Zeit schwellen die Brüste häufig an, werden schmerzempfindlicher und auch vereinzelte Knötchen in Kirschkerngröße lassen sich nun besonders häufig ertasten. Den Unterschied zu einem ernsten Tumor erkennt ein Arzt beim Abtasten am besten. Sollten danach immer noch Unsicherheiten bestehen, können diese mit einer Mammographie und gegebenenfalls sogar mit einer Sonographie oder einer Biopsie ausgeräumt werden.

Einteilung und Behandlung

Je nach Schwere der Symptome wird eine Mastopathie in Grad I bis III eingeteilt. Heilbar ist diese Erkrankung leider nicht. Sollten die Beschwerden jedoch zu groß sein, können gemeinsam mit dem Arzt geeignet Medikamente ausgewählt werden, die beispielsweise den Mangel eines Hormons ausgleichen oder die Wirkung eines anderen blockieren.

Komplikationen

Unter Umständen kann es jedoch notwendig werden, dass ein Teil des Brustgewebes entfernt wird. Auch, wenn es sich bei den entstandenen Knoten selbst nicht um Tumore handelt, so können sie doch das Risiko für eine spätere Brustkrebserkrankung erhöhen. Manchmal wird deshalb sogar geraten, die Brüste vollständig zu entfernen. Dies trifft vor allem auf Mastopathie Grad III zu.