Ein Fibrom, umgangssprachlich auch Stielwarze genannt, ist eine gutartige Geschwulst, welche häufig an den Armen und Beinen zu finden ist. Diese Hautveränderungen können aber auch im Gesicht auftreten. So ein Fibrom wird auch als gutartiger Tumor bezeichnet, welcher eine rundliche Form hat und etwa einen Zentimeter groß wird. Die Mediziner unterscheiden zwischen einem harten und weichen Fibrom.

Fibrom Auge (von User:Oliver Riesen (photo taken by User:Oliver Riesen) [Public domain], via Wikimedia Commons)

Weiches Fibrom am Auge. Photo by Oliver Riesen via Wikimedia Commons

Ein hartes Fibrom entsteht nach einer minimalen Verletzung. Der Auslöser kann zum Beispiel ein Mückenstich sein oder ein kleiner Schnitt bei der Küchenarbeit. Später entsteht an dieser Stelle ein kleiner harter Knoten, welcher eine gelbbräunliche Farbe annimmt. Nach einer gewissen Zeit bildet sich im Inneren Eiter und es kommt zu einem gewissen Schmerz, wenn der Betroffene mit dem Finger draufdrückt. Derartige Fibrome müssen medizinisch behandelt werden. Mit einem kleinen Schnitt beim Arzt wird dafür gesorgt, dass der Eiter abfließen kann. Nach wenigen Tagen ist die entzündete Stelle abgeheilt und es bleibt kaum etwas Sichtbares übrig. Vermeidbar ist diese Art der Fibrome dadurch, indem die verletzte Hautpartie sofort desinfiziert wird. Dadurch wird ausgeschlossen, dass die schädlichen Bakterien unter die Haut eindringen können.

By Klaus D. Peter, Gummersbach, Germany (Own work (own photograph)) [CC-BY-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Kleine Fibrome auf der Haut. Photo by Klaus D. Peter via Wikimedia Commons

Das weiche Fibrom fühlt sich schlaff an und hat eine hautfarbenähnliche Färbung. Diese weichen Knubbeln treten in den meisten Fällen erst jenseits der 30 Jahre auf. Harte Fibrome und Stielwarzen stellen für den Menschen keine Gefahr dar. Trotzdem sollte ein Hautarzt aufgesucht werden, welcher die Gutartigkeit feststellt. Hinter derartigen Hautveränderungen können sich auch schwere Krankheiten verbergen.

Fibrome (Stielwarzen) müssen nicht unbedingt entfernt werden und viele Menschen können mit dieser Veränderung der Haut gut leben. Treten Fibrome in gehäufter Form im Gesicht auf, so kann aus ästhetischen Gründen eine Entfernung angezeigt sein. Leider zahlen die Krankenkassen eine Entfernung derartiger Geschwülste nur, wenn es aus medizinischer Sicht notwendig ist. Ansonsten müssen die betroffenen Personen für ein fehlerfreies Gesicht selbst in die Tasche greifen. Übrigens ist es nicht zu empfehlen, dass die weichen Hautveränderungen einfach weggeschnitten werden. Auf eigene Faust Fibrome entfernen kann zu schweren Entzündungen führen.

Ein Fibrom kann schon nach einer minimalen Verletztung entstehen. © Fotolia.com

Ein Fibrom kann schon nach einer minimalen Verletztung entstehen.
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Ein Lipom ist ebenfalls eine gutartige Hautveränderung und Bedarf keiner Behandlung. Erst wenn Nerven oder Sehnen angegriffen werden, ist über eine Operation nachzudenken. Ein Lipom kann sich auch derartig vergrößern, dass es zu Schmerzen kommt. Auch in diesem Fall ist ein medizinischer Eingriff erforderlich.

Einige geschwulstartige Wucherungen können auch im Bereich des Afters entstehen, wobei in diesem Fall von einem Furunkel gesprochen wird. Diese Hautveränderungen können sehr schmerzhaft sein und der erste Schritt ist, mit einer speziellen Creme die Furunkel zu entfernen. Zeigt diese Maßnahme keinen Erfolg, so muss die Beseitigung über einen medizinischen Eingriff erfolgen.

Ein Akrochordon wird auch als Fleischwarze bezeichnet. An verschiedenen Stellen des Körpers können kleine Hautknötchen entstehen, welche nicht schmerzhaft sind. Diese Unterart von Fibromen bedarf keiner Behandlung, solange sie nicht stören. In der Apotheke gibt es Salben zu kaufen, welche derartige Hautveränderungen verschwinden lassen.

Wie kann man ein Fibrom entfernen?

Ein Fibrom, dass Beschwerden verursacht, muss operativ entfernt werden. © Fotolia.com

Ein Fibrom, dass Beschwerden verursacht, muss operativ entfernt werden.
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Ein Fibrom / Stielwarze ist eine gutartige, meist rundliche Geschwülst aus faser- oder zellreichem Bindegewebe. Es kann vereinzelt oder multipel bestehen. Die Entwicklung von Fibromen kann vererbbar sein zum Beispiel im Falle von Neurofibromatose (Morbus von Recklinghausen). In einigen wenigen Fällen kann ein Fibrom auch bösartig werden (Neurofibromatose Typ 2).

Fibrom entfernen

Wie kann man ein Fibrom entfernen? Sollte man jedes Fibrom entfernen? Im Folgenden wird versucht diese und weitere Fragen zu beantworten. Ein Fibrom kann hart oder weich sein, abhängig von seiner Zellzusammensetzung. Ein Fibrom kann sich auch in Blutgefäßen bilden aber im Gegensatz zu einem Atherom, das aus Fettgewebe bessteht, bildet es sich auch da aus Bindegewebe. Auf den ersten Blick kann ein Fibrom einem Furunkel ähneln. Während es aber Fälle gibt, wo man ein Fibrom entfernen muss, indem man chirurgische Maßnahmen ergreift, kann ein Furunkel einfach ausgedrückt werden.

Ein Fibrom kann sich an vielen verschiedenen Körperstellen bilden. Abhängig davon ist auch, ob man ein Fibrom entfernen sollte oder nicht. Fibrome entstehen in Blutgefäßen, Lymphgefäßen, Nerven, um die Augen, am Kiefer oder am Mund – manchmal in Verbindung mit einer Verletzung oder einer Fraktur. Kleine Fibrome werden für gewöhnlich beobachtet und vorerst wird keine Maßnahme ergriffen zum Fibrom entfernen. Sollte das Fibrom Beschwerden verursachen, oder zu groß werden, muss über eine Operation zur Entfernung nachgedacht werden. Auch kosmetische Gründe können ausschlaggebend für eine Extirpation sein. Bei einem ausgedehnten Tumor wird das Fibrom entfernen mit einer Fibrosuktion empfohlen. Dieser Therapieplan gleicht dem zur Entfernung von einem Lipom.

Eine Fibromentfernung wird zwar meist im Krankenhaus vorgenommen, aber der Patient kommt in den meisten Fällen nur für die Prozedur selber und kann danach wieder nach Hause gehen. Eine lokale Betäubung gegen die Schmerzen kann verabreicht werden. Nach der Entfernung ist es wichtig die Wunde sauber zu halten, um Infektionen zu vermeiden. Ein Fibrom kann auch mit so genannter Cryoanalgesia verkleinert, und im Idealfall beseitigt werden.

Atherom

Häufig ist von Menschen mit einem Atherom zu hören, nur selten wird der Begriff jedoch erklärt. Atherome sind pralle Knoten, die beim Abtasten eine gewisse Elastizität aufweisen. Ihre Größe reicht von der eines Reiskorns bis hin zum Tennisball. Häufig finden sich diese Knoten im Bereich der Kopfhaut, des Halses oder des Nackens, aber auch im Gesicht. Das liegt daran, dass der Auslöser für den Wuchs des Knotens eine Verstopfung der Talgdrüsengänge ist.

Wie entsteht ein Atherom?

Ein Atherom entsteht, wenn eine Talgdrüse der Haut verstopft ist. © Fotolia.com

Ein Atherom entsteht, wenn eine Talgdrüse der Haut verstopft ist.
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Der Körper des Menschen besitzt sogenannte Talgdrüsen, die dafür sorgen, dass die Haut ausreichend mit schützendem Fett versorgt wird. Wenn sich nun abgestorbener und vertrockneter Talg oder Hautzellen im Ausführungsgang der Talgdrüsen ablagern, so verstopfen diese. Unter bzw. in der Haut wächst langsam ein Atherom heran. Ein zentral gelegener schwarzer bzw. grauer Punkt ist ein typisches Erkennungszeichen dieser Erkrankung, und markiert die Verstopfung des Talgdrüsenganges. Nicht immer ist jedoch dieser Punkt zu sehen. Oft verspüren Patienten zunächst ein leichtes Spannungsgefühl bei der Entstehung der sackartigen Knoten. Häufig jedoch führt der Weg erst dann zum Arzt, wenn die Wucherung eine nicht mehr zu übersehende Größe angenommen hat, und das Aussehen eines Menschen somit unästhetisch erscheinen lässt.

Wie wird ein Atherom behandelt?

Es ist unbedingt davon abzuraten diese Krankheit selbst behandeln zu wollen. Das Drücken, Quetschen oder Einstechen des Knotens kann zu ernsten Infektionen führen. Ein nicht infektiöser Knoten wird, ähnlich einem Fibrom, unkompliziert bei einem kleinen, chirurgischen Eingriff entfernt. Dabei ist es wichtig den Ausführgang zu entfernen, da sich sonst schnell ein neuer Knoten bilden wird. Ist der Knoten bereits infektiös, wird ähnlich wie bei einem Furunkel oder Abszess vorgegangen. Nach der Vereisung des Knotens werden Eiter und Talg entfernt. Danach wird die Wunde mit einem Antiseptikum gespült und verschlossen. Manchmal ist es nach dem operativen Eingriff auch notwendig eine zusätzliche Behandlung mit Antibiotika einzuleiten, um eine rasche Heilung ohne Komplikationen zu erreichen.

Obwohl das Atherom dem Furunkel oder auch dem Lipom ähnlich ist, unterscheiden sich die Ursachen der Entstehung deutlich voneinander. Ein Fibrom entfernen ist jedoch der Entfernung von Atheromen nicht unähnlich.

Lipom

Unter einem Lipom versteht man eine subkutan auftretende Geschwulst, deren Konsistenz weich ist, die sich leicht verschieben läßt und die die über ihr gelegene Haut symptomfrei beläßt (keine Rötung oder Runzelungen).

Lipome sind nicht schö, aber someist symptom- und schmerzfrei. © Fotolia.com

Lipome sind nicht schö, aber someist symptom- und schmerzfrei.
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Lipome bestehen aus langsam wachsenden Fettgewebeneubildungen und zählen bei fehlender Metastasierung zu den gutartigen im menschlichen Körper vorkommenden Tumoren. Mitunter treten sie an mehreren Körperstellen gleichzeitig auf. Sie kommen häufiger bei Frauen als bei Männern vor.

Diagnose und Ursache

Die Entstehungsursache der Lipome entzieht sich auch heute noch weitgehend medizinischer Erkenntnis. Da sich mitunter eine familiäre Häufung ihres Auftretens feststellen läßt, wurde oftmals eine genetische Disposition diskutiert, ohne daß dies jedoch wissenschaftlich bewiesen werden konnte. Auch ein prädisponierendes Gen ließ sich bislang nicht lokalisieren. Diagnostizieren läßt sich das Lipom letztendlich durch eine Biopsie und feingewebliche Untersuchung, nachdem man bereits seine typische Lokalisation unter Rumpf- und Nackenhaut oder auch an den Unterarmen ausgemacht hat, und die Ertastung die bereits o.g. Merkmale wie leichte Verschieblichkeit und weiche Beschaffenheit ergeben hat.

Eine Gewebebiopsie sollte übrigens grundsätzlich durchgeführt werden, da man sich auf die Angabe der Patienten bezüglich der Entstehungsgeschwindigkeit nur sehr eingeschränkt verlassen sollte. Hier läßt sich außer dem Karzinomausschluß das Lipom auch von anderen gutartigen Neubildungen wie dem Fibrom abgrenzen, welches sich aus gefäßreichem Bindegewebe herausbildet oder dem Atherom, das oft auch als „Grützbeutel“ bezeichnet wird und sich im Bereich der Haarfollikel findet, wo es zu oft beträchtlicher Größe heranwachsen kann. Das Atherom zeichnet sich im Gegensatz zu Lipom und Fibrom durch seine zystische Struktur aus. Bei der Aufzählung differentialdiagnostisch relevanter Krankheitsbilder sollte auch das Furunkel nicht fehlen, obwohl sein Vorliegen allein durch die Rötung der Haut bei begleitender eitriger Entzündung schon hervorsticht.

Therapie

Das Lipom bedarf, nachdem es klar diagnostiziert wurde, im Unterschied zu Fibrom und Furunkel keiner therapeutischen Maßnahmen, da es keine klinisch relevanten Symptome, wie z.B. Schmerzen oder körperliche Einschränkungen verursacht und auch nicht in schwerere Krankheitsbilder übergeht. Mitunter macht eine chirurgische Entfernung des Lipoms Sinn, wenn es den Betroffenen in kosmetischer Hinsicht stört und/oder sich durch seine Lokalisation eine solche Maßnahme geradezu anbietet und anstelle einer Biopsie gut durchgeführt werden kann.

Unschöne Furunkel

Furunkel sind Hautveränderungen, die sich grundsätzlich an den unterschiedlichen Hautbereichen manifestieren können und sogar zu schmerzhaften Beschwerden am After führen. Die Furunkel sehen nicht nur sehr unästhetisch aus, sie können zudem umliegende Nerven beeinträchtigen und ohne geeignete Therapie nur schlecht von selbst abheilen.

In den Furunkeln befinden sich Ansammlungen von Eiter, die sich im Laufe der Zeit durch einen entzündlichen Vorgang entwickelt haben, der sich am sogenannten Haarbalg vollzieht. Es handelt sich bei dieser Hautirritation um einen Prozess, der durch bakterielle Keime unterstützt wird und bei dem gleichermaßen die körpereigene Immunabwehr eine zentrale Rolle spielt. Bei einer mikrobiologischen Untersuchung, die meist im Rahmen einer Diagnostik durchgeführt wird, treten vorrangig die Staphylokokken in Erscheinung. In dem eitrigen Sekret befinden sich sowohl abgestorbene Hautzellen als auch abgetötete Erreger.

Typische Symptome bei einem Furunkel

Um ein schöne Hinterteil zu bewahren, muss bei Verdacht auf eine Furunkel sofort ein Hautarzt aufgesucht werden. © Fotolia.com

Um ein schöne Hinterteil zu bewahren, muss bei Verdacht auf eine Furunkel sofort ein Hautarzt aufgesucht werden.
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Der Furunkel zeigt sich zunächst durch eine Abgrenzung vom umliegenden Hautgewebe und weist eine intensive Rötung auf. Eine Schmerzhaftigkeit liegt hauptsächlich bei Berührung des in der Mitte gelegenen Furunkelausganges vor. Das Hautgewebe ist zudem geschwollen und leicht überwärmt. Bleibt ein Furunkel unbehandelt, kann sich die Ansammlung von Eiter so weit ausdehnen, dass über den Ausgang ein Abfluss erfolgt und der Furunkel von selbst aufplatzt. Danach trocknet das Gebilde ab und es bleibt ein Hautdefekt in Form einer Narbe zurück. Sind die entzündungsauslösenden Keime nicht komplett ausgeschwemmt, kann es sein, dass sich der Furunkelhohlraum erneut mit einer eitrigen Einschmelzung füllt.

Im Rahmen einer medizinischen Behandlung beim Hautarzt oder beim Chirurgen muss eine chirurgische Eröffnung durchgeführt werden, sodass der Eiter sich entleeren kann. Diese operativen Eingriffe können unter Umständen auch bei einem Fibrom, Lipom oder Atherom sinnvoll sein. Durch diese Maßnahmen lässt zunächst der auf das umliegende Gewebe ausgeübte Druck nach und der Furunkelgang kann sich nicht weiter in tiefer Schichten der Haut ausbreiten.

Risiken bei Furunkeln

Befinden sich diese Hautabnormitäten im Gesicht, besteht eine besondere Gefahr, die sich durch die vielen Blutgefäße und zentralen Nerven im Gesichtsbereich ergibt. Durch die furunkulöse Hautveränderung können die Krankheitskeime über die Blutgefäße bis zum Gehirn gelangen und dort zu einer Entzündung führen. Auch Thrombosen der Hirnvenen durch Furunkelherde im Gesicht können eine Folge einer fehlenden Behandlung sein.

Nicht immer kommen die Furunkelbildungen lokal und vereinzelt zum Vorschein. Es gibt Krankheiten, die mit einer massiven Entstehung von Furunkeln verbunden sind und bei Nichtbehandlung die Ursache lebensbedrohlichen Blutvergiftung sein können. Meist sind Menschen mit der Zuckerkrankheit und mit Beeinträchtigungen der Nierentätigkeit aufgrund ihrer Vorerkrankungen sehr empfänglich für furunkulöse Ausprägungen.

Bildquellen:

Oliver Riesen (photo taken by User:Oliver Riesen) [Public domain], via Wikimedia Commons

Klaus D. Peter, Gummersbach, Germany (Own work (own photograph)) [CC-BY-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons