Fructoseintoleranz bezeichnet die Unverträglichkeit von Fruchtzucker (Fructose). Diese Lebensmittelunverträglichkeit hat in den letzten Jahrzehnten extrem zugenommen, da sich die Menge der Fructose in den Nahrungsmitteln durch industriell gefertigte Süßungsmittel sehr stark erhöht hat.

Das Auftreten der Symptome der Fructoseintoleranz entsteht durch die Fruchtzuckerunverträglichkeit und einer zusätzlichen Störung des Darmes.

Ursachen von Fructoseintoleranz

Das Auftreten der Symptome der Fructoseintoleranz entsteht durch die Fruchtzuckerunverträglichkeit und einer zusätzlichen Störung des Darmes: In den Dickdarm gelangt zu viel Fructose, da diese nicht vorher schon dem aufgenommenen Speisebrei entzogen wird.

Symptome bzw. Anzeichen von Fructoseintoleranz

Als Symptome zeigen sich Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Krämpfe, Völlegefühl und Durchfall bis hin zu Reizdarm und Reizmagen. Wenn die Fructosezufuhr nicht umgehend eingeschränkt wird, kann sich die Darmflora noch mehr verschlechtern, was insgesamt dazu führt, dass sich die Symptomatik extrem intensiviert. Auch Müdigkeit, Kopfschmerzen und sogar Depressionen können dann als Folgen auftreten.

Diagnose & Verlauf von Fructoseintoleranz

Meist stellen die Betroffenen selbst fest, dass sie nach dem Genuss von Früchten und Süßigkeiten Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder starke Bauchschmerzen bekommen. Eine sichere Diagnose bietet der Fructose-Intoleranz-Test, den ein Arzt vornehmen wird. Je länger die Fructoseintoleranz unentdeckt bleibt, desto länger dauert es, bis das Verdauungssystem wieder in sein Gleichgewicht findet.

Behandlung bzw. Therapie von Fructoseintoleranz

Aktuell ist erst wenig zur Behandlung der Fructoseintoleranz bekannt. Fast ausnahmslos beziehen sich die bisher angewandten Therapien nur auf den Versuch, die Symptome durch das Vermeiden von Lebensmitteln, die Fructose enthalten, zu reduzieren. Eine komplette Heilung, d. h. dass fructosehaltige Nahrungsmittel wieder symptomfrei aufgenommen werden kann, ist von der Schwere und Fortschreitung der Unverträglichkeit und der Schädigung des Verdauungstraktes abhängig.

Fructoseintoleranz vorbeugen

Es gibt zwei Arten von Fructoseintoleranz: die intestinale, die man im Laufe der Zeit (in der Regel als Teenager- oder als Erwachsener) erwirbt und die hereditäre, die bereits von der Geburt an vorhanden ist. Daher ist es schwierig, verbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Da Antibiotikum im Verdacht steht die Darmflora negativ zu beeinflussen, so dass sie die Fructose nicht mehr umwandeln kann, sollte man dieses Medikament wirklich nur nach sorgfältigem Prüfen der Notwendigkeit einnehmen. Des Weiteren sind eine gesunde Ernährungsweise und das Vermeiden langanhaltender Stresssituationen grundsätzlich zu empfehlen.

Medikamente & Hausmittel gegen Fructoseintoleranz

Hausmittel im eigentlichen Sinne gibt es nicht gegen die Fructoseintoleranz. Hauptsächlich wird versucht, die äußerst unangenehmen Symptome der Betroffenen schnell und zuverlässig zu lindern. Daher bekommen die Patienten Medikamente und entkrampfende Medizin gegen die Blähungen, Schmerzen, Übelkeit und Bauchkrämpfe verabreicht. Sollte die schlimmere Symptomatik mit Auftreten von Depressionen erreicht sein, wird zusätzlich Antidepressiva verabreicht.

Ernährung bei Fructoseintoleranz

Am allerwichtigsten ist es für Betroffene die unter Fructoseintoleranz leiden, fructosehaltige Speisen vollständig zu meiden, damit sich das Verdauungssystem erholen und regenerieren kann.

Sehr stark fructosehaltig sind z.B. alle Früchte und Produkte, in denen ein Fruchtanteil enthalten ist, wie beispielsweise Fruchtsäfte oder Fruchtjoghurts. Auch Süßigkeiten und süße Brotaufstriche enthalten viel Fructose. Vorsichtig sind auch Diabetikerprodukte und Fertigprodukte wie Soßen, Dressings und Fertiggerichte zu genießen, denn hier steckt meistens recht viel Fructose drin.

Sehr fructosearm und daher zu empfehlen sind folgende Lebensmittel: Pilze, Zucchini, grünes Blattgemüse, Avocados, Nüsse und Kartoffeln. Auch Eier und Fleischprodukte sowie Fisch können bei einer Fructoseintoleranz verzehrt werden, allerdings müssen sie ganz frisch zubereitet worden sein. Wurst oder andere Fleisch-Fertigprodukte sollten möglichst nicht gegessen werden. Vollkornprodukte sind nur geringfügig zum Verzehr geeignet.

Betroffenen Patienten mit Fructoseintoleranz erklärt der behandelnde Arzt ganz genau, was sie essen dürfen und von welchen Nahrungsmitteln sie besser Abstand halten sollten.