Die Überträger des Fuchsbandwurms sind in erster Linie der Fuchs selbst, der Marderhund und in einigen Fällen kann auch ein Haushund oder die Katze den Parasiten in sich tragen. Die Zwischenwirte sind Mäuse, welche auch von einer Katze gefressen werden. Diese kleinen Bandwürmer sind etwa drei Millimeter lang und einen Millimeter breit, dafür allerdings äußerst gefährlich. Die Verbreitungsgebiete des Fuchsbandwurms sind gemäßigte bis kalte Klimazonen.

Übertragung auf den Menschen

Der Fuchsbandwurm kann auch auf den Menschen übertragen werden und ausgerechnet Hund und Katze kommen als Übeltäter infrage. Damit es zu keiner Infektion kommt, ist es wichtig, dass diese Tiere in regelmäßigen Abständen ihre Wurmkur erhalten. Dadurch werden neben dem Fuchsbandwurm noch weitere Parasiten abgetötet, welche sich im Darm der Vierbeiner entwickeln können.

Einige Menschen befürchten, sich durch Waldblaubeeren zu infizieren. Diese Art der Übertragung ist sehr unwahrscheinlich, da der Fuchsbandwurm außerhalb eines Darmes sehr schnell zugrunde geht. Außerdem ist in Deutschland die Gefahr sehr gering, sich einen Fuchsbandwurm einzufangen. Pro Jahr werden etwa 30 Neuerkrankungen gemeldet, wobei die Zahlen in anderen Ländern wesentlich höher liegen.

Fuchsbandwurm Symptome

Wurde ein Mensch von einem Fuchsbandwurm befallen, so bilden sich im Laufe der Zeit im Darm Zysten. Später wandern die Larven in die Leber und setzen hier ihr zerstörerisches Werk fort. Die Finnen können sich auch im Gehirn oder der Lunge ansiedeln. Mit einer Operation ist dem Fuchsbandwurm schwer beizukommen, da oft größere Areale befallen sind.

Wer von einem Fuchsbandwurm infiziert wurde, verspürt über Jahre keine Symptome. Erste Anzeichen, welche bei der Echinokokkose auftreten sind Druck im Bauch, die Betroffenen werden schneller müde und verlieren inerhalb sehr kurzer Zeit erheblich an Gewicht. Teilweise kommt es auch zu Lähmungen oder Krampfanfällen.

Diagnose Fuchsbandwurm

Die Diagnose auf Fuchsbandwurm kommt oft nur per Zufall an das Tageslicht. Durch bildgebende Verfahren kann der Arzt die Parasiten erkennen. So kann beim einer Magnetresonanztomographie oder dem Ultraschall die Erkrankung festgestellt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht bei der Untersuchung des Blutes, wo nach speziellen Antikörpern gesucht wird.

Therapie eines Fuchsbandwurms

Wurde bei einem Patienten der Fuchsbandwurm festgestellt, so ist es empfehlenswert, dass sich die Erkrankten in spezielle Zenten begeben. Hier arbeiten Ärzte, welche auf diesem Gebiet eine sehr große Erfahrung besitzen. Ist eine Operation nicht möglich, so kommen Medikamente zum Einsatz, welche die Wirkstoffe Mebendazol oder Albendazol enthalten.

Diese Präparate verhindern, dass die Parasiten weiter wachsen können. Bei einer medikamentösen Behandlung wird immer auf Langfristigkeit gesetzt. Die Betroffenen müssen über mehrere Jahre in regelmäßigen Abständen ihre Medizin einnehmen, einige Menschen sind sogar ihr restliches Leben auf derartige Medikamente angewiesen. Wird der Fuchsbandwurm nicht behandelt, so führt die Erkrankung zum Tod.

Fuchsbandwurm vorbeugen

Sehr gefährdet sind die Menschen in China, an dem gefährlichen Fuchsbandwurm zu erkranken, da hier Hude und Katzen auf dem Speiseplan stehen und eine entsprechende Behandlung der Tiere kaum erfolgt.

Die Menschen in Deutschland haben das Glück, dass hierzulande diese Erkrankung sehr selten auftritt. Trotzdem sollte die Gefahr der Infektion nicht komplett ausgeblendet werden, denn die gesundheitlichen Folgen bei betroffenen Patienten sind erheblich. Besonders gefährdet sind Halter von Hunden oder Katzen. Deshalb ist es wichtig, dass in einem bestimmten Zeitintervall die Tiere eine Wurmkur bekommen.

Nach dem Streicheln der Haustiere sollten sich die Leute immer die Hände waschen, denn unsere Lieblinge können auch andere Krankheiten übertragen. Es sollte allerdings nicht immer gleich die Gefahr einer Krankheit gesehen werden, denn unsere Haustiere wirken auch positiv auf die Psyche der Menschen.