Gelbfieber ist eine durch das Gelbfieber-Virus ausgelöste Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird.

Die Erkrankung kommt in den tropischen und subtropischen Regionen Afrikas und Südamerikas vor, wobei 90% der Infektionen auf den afrikanischen Kontinent entfallen. Offizielle Schätzungen sprechen trotz einer existierenden wirksamen Impfung von etwa 200.000 Gelbfieber-Erkrankungen weltweit pro Jahr, von denen mehr als zehn Prozent tödlich enden.

Ursache für Gelbfieber

Gelbfiebermücke

Die Gelbfiebermücke
(© en.wikipedia – James Gathany)

Verursacher des Gelbfiebers ist ein Virus aus der Familie der Flaviviren, welche auch als Verursacher von anderen Virusinfektionen beim Menschen bekannt sind. Das Gelbfieber-Virus wird größtenteils durch die Gelbfiebermücke übertragen, welche sich beim Stich von infizierten Personen selbst mit dem Virus ansteckt und dieses dann weiter verbreitet. Überträger sind allein die stechenden Mückenweibchen. Auch andere Mückenarten sind in der Lage, das Virus zu verbreiten, welches die Zellen des infizierten Wirtes befällt. Diese produzieren weitere Viren und gehen dabei zugrunde, was zum Auftreten von verschiedenen Symptomen führt.

Die Symptome von Gelbfieber

Bei einer Infektion mit Gelbfieber tritt nach einer Inkubationszeit (symptomfreie Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit) plötzlich hohes Fieber von über 39 °C auf, hinzu kommen Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Rücken- und Kopfschmerzen. In etwa 15% der Krankheitsfälle können Gelbsucht infolge einer Schädigung der Leberzellen, Blutungen der Schleimhäute mit blutigem Stuhlgang und Erbrechen auftreten. Die Blutungen können zum Tod durch Organversagen führen.

Diagnose und Verlauf der Infektion

Die Diagnose von Gelbfieber erfolgt klinisch und gestützt durch den Aufenthaltsort der erkrankten Personen. Nachweisen lässt sich das Virus im Blut nach 6-10 Tagen. In der Regel verlaufen die Infektionen recht mild und klingen nach drei bis vier Tagen ohne das Auftreten von Gelbsucht oder Blutungen wieder ab.

Bei den schweren Verläufen kommt es nach einer kurzen Zeit der Symptomverbesserung zu einer zweiten Krankheitsphase mit erneutem Fieber und den schweren Symptomen. Aufgrund der in dieser Phase der auftretenden Blutungen zählt Gelbfieber auch zu den hämorrhagischen Fiebern (Fiebererkrankungen mit Blutungen). In der zweiten Phase (sog. toxische Phase) liegt die Sterblichkeit der Erkrankten bei rund 20 Prozent. Eine überstandene Infektion führt zu einer lebenslangen Immunität gegen das Virus.

Die Therapie von Gelbfieber

Gelbfieber Virus

Gelbfieber Virus
(© Centers for Disease Control and Prevention Publich Health Image Library)

Für eine Infektion mit Gelbfieber gibt es wie bei allen durch Flaviviren ausgelösten Erkrankungen keine wirkliche Therapie der Ursache. Antivirale Medikamente haben in der Regel keine Besserung der Symptome zur Folge. Empfohlen wird wenn möglich eine Einweisung ins Krankenhaus, da sich der Gesundheitszustand der Patienten sehr schnell verschlechtern und eine Überwachung auf der Intensivstation notwendig machen kann. Die Symptome können durch die Gabe von schmerzstillenden und fiebersenkenden Mitteln gelindert werden, außerdem sollte immer auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit geachtet werden.

Gelbfieber vorbeugen

Als Vorbeugemaßnahme existiert eine Impfung, die bei Reisen in Gelbfiebergebiete dringend empfohlen wird, da die schwere Verlaufsform der Infektion häufig nicht einheimische Personen betrifft. Allerdings kann die Impfung in manchen Fällen zu schweren Nebenwirkungen führen, weshalb sie für Kleinkinder und Personen mit Immunschwäche nicht angeraten wird. Viele Länder lassen Personen aus Gelbfiebergebieten ohne Impfnachweis nicht einreisen. Weiterhin sollte in Gelbfieberregionen immer auf einen ausreichenden Mückenschutz durch Mückenmittel und das Tragen entsprechender Kleidung geachtet werden.

Medikamente & Hausmittel gegen Gelbfieber

Medikamente gegen das Gelbfiebervirus gibt es nicht, da die Flaviviren auf gebräuchliche antivirale Medikamente nicht ansprechen. Es kann lediglich eine medikamentöse Behandlung der auftretenden Symptome erfolgen, zum Beispiel durch Schmerzmittel oder fiebersenkende Medikamente. Eine Behandlung mit Hausmitteln ist nicht zu empfehlen, da es sich um eine Erkrankung handelt, die trotz oft eher milder Verläufe auch einen sehr schweren Verlauf nehmen kann. Dementsprechend sind eine ärztliche Behandlung und möglichst auch die Überwachung in einem Krankenhaus bei Verdacht auf eine Infektion mit Gelbfieber immer anzuraten. Generell kann man das Immunsystem stärkende Mittel zu sich nehmen, wenn man sich in einem Gelbfiebergebiet befindet, um bei einer möglichen Infektion unter Umständen den Verlauf der Erkrankung abzumildern.