Glioblastome gehören zu den häufigsten bösartigen Hirntumoren bei Erwachsenen mit einer sehr schlechten Prognose. Sie entstehen aus den sogenannten Gliazellen, die sich von den Nervenzellen des Gehirns abgrenzen und dessen Stützgewebe bilden. Im Gegensatz zu den Nervenzellen können sich Gliazellen teilen und sich deshalb auch zu Krebszellen entwickeln.

Gliazellen, auch als „Leim“ bezeichnet, übernehmen die Aufgabe als Bindegewebe im Gehirn. Außerdem bilden sie die „Blut- Hirn- Schranke“, was bedeutet, dass sie das Blut daran hindern, ins Hirn vorzudringen, wo seine Bestandteile möglicherweise Schäden hervorrufen können. Weiterhin nehmen sie nicht benötigte Substanzen auf, die überschüssig vorhanden sind oder nicht benötigt werden.

Mit dem Begriff Blastom bezeichnet man allgemein eine Geschwulst. Im Falle des Glioblastoms meint dies eine Geschwulst im Gehirn.

Entstehung von Glioblastomen

Die Ursachen für die Entstehung eines Glioblastoms sind bis heute immer noch weitgehend ungeklärt. Es gibt aber einige Faktoren, die dafür in Erwägung gezogen werden. Dazu gehören möglicherweise hohe Dosen von radioaktiver Strahlung, die zu Zellveränderungen führen können, welche dann entarten. Umstritten ist dabei die Nutzung von Mobiltelefonen.

Dieser Zusammenhang ist weder bewiesen verworfen. Gegenwärtige laufende Studien untersuchen, ob es genetische Zusammenhänge für die Entstehung dieser bösartigen Tumore geben könnte. Glioblastome werden von der Weltgesundheitsorganisation mit Grad IV eingestuft. Das heißt, dass sie zu den bösartigen und zudem schnell wachsenden Tumoren gehören.Sie entstehen nicht als Metastasen anderer Tumore, sondern gehören zu den sogenannten primären Tumoren.

Symptome & Hinweise für ein Glioblastom

Die Symptome, welche auf ein Glioblastom hinweisen können, sind sehr unterschiedlich. Das hängt damit zusammen in welcher Hirnregion sich diese Wucherung ausbreitet. Typisch sind Kopfschmerzen, welche häufig nachts auftreten, sich aber im Tagesverlauf bessern können. Meist werden diese Schmerzen nach kurzer Zeit immer heftiger und Medikamente dagegen sind wirkungslos.

Leichte Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle in bestimmten Körperregionen, Sprachstörungen und Persönlichkeitsveränderungen sind weitere Anzeichen dafür, dass ein Mensch möglicherweise an einem Gehirntumor, wie einem Glioblastom erkrankt sein könnte. Wesensveränderungen, Stimmungsschwankungen oder ein unangepasstes Verhalten können ein weiterer Hinweis auf eine solche Erkrankung sein.

Durch den auf den mit der Schwellung ausgelöstem Druck auf das Gehirn kann auch Übelkeit und Erbrechen am Morgen ein weiterer Hinweis auf ein Glioblastom sein, allerdings meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium.

Diagnose eines Glioblastomes

Da die Beschwerden, die ein Glioblastom hervorruft, schon nach kurzer Zeit durch das schnelle Wachstum des Tumors heftig auftreten und relativ schnell neurologische Ausfälle verursacht, wird der oder die Betroffene schnell auf eine Abklärung drängen.

Zur Diagnose werden die Magnetresonanztomografie und die Computertomografie eingesetzt. Um das kranke Gewebe vom gesunden Gewebe abzugrenzen, wird ein Kontrastmittel gespritzt. Teilweise wird eine Biopsie durchgeführt, um die Bösartigkeit des Tumors festzustellen.

Die Therapie

Es wird immer versucht, den Großteil des Tumors operativ zu entfernen. Meist gelingt es nicht den ganzen Tumor zu entfernen. Aus diesem Grund ist anschließend eine Strahlentherapie notwendig, die dazu führen soll, die Tumorzellen zu zerstören. Dabei soll gesundes Gewebe geschont werden und das Tumorgewebe zerstört oder zumindest an seinem Wachstum gehindert werden.

Da dies meist nicht gelingt, soll in manchen Fällen durch eine Chemotherapie die Zellteilung der Tumorzellen gehindert werden.

Vorbeugung gegen Glioblastome

Es sind derzeit keinerlei Maßnahmen zur Vorbeugung gegen diese tückische Erkrankung bekannt. Eine gesunde Lebensweise und das Vermeiden unnötiger Strahlung sowie das Umgehen von Kontakt mit krebserregenden Stoffen, vor allem bei Kindern, sind aber auf jeden Fall anzuraten.

Hausmittel & Medikamentegegen Glioblastome

Hausmittel greifen sicher kaum, um diese aggressiven Tumore zu stoppen, jedoch gibt es seit einigen Jahren neue Hoffnung, deren Wachstum mit verschiedenen Medikamenten zu verlangsamen, die Mutation der Zellen zu beeinflussen und den Betroffenen während ihrer Krankheit mehr Lebensqualität zu verschaffen.