Bei der Grippe handelt es sich um eine Infektionskrankheit, welche durch den Influenza-Virus hervorgerufen wird und eine Erkrankung der Atemwege darstellt.

Die Grippe ist eine saisonale Krankheit und tritt daher vor allem in der Zeit von November bis April, in der sogenannten Grippe-Saison, auf. Jährlich stecken sich etwa fünf bis zwanzig Prozent der deutschen Bevölkerung an diesem Virus an.

Grippe Ursachen

Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Erkältung wird die Grippe, auch Influenza genannt, von den Influenzaviren vom Typ A, B und C ausgelöst und kann zu ernsthaften Komplikationen führen. Die Übertragung der Krankheit erfolgt über eine Tröpfcheninfektion, durch beispielsweise Husten oder Niesen. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, beträgt bei der Grippe in der Regel etwa ein bis fünf Tage.

Symptome & Anzeichen bei einer Grippe

Da die Symptome anfangs denen einer gewöhnlichen Erkältung ähneln, fällt es schwer die Grippe zu erkennen. Jedoch treten unterschiedliche Symptome intensiver und zur selben Zeit auf als es bei einer Erkältung der Fall ist.

Mögliche Symptome können hohes Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Husten sein. Häufig in Verbindung mit Augenbrennen, Lichtempfindlichkeit und Kopf-und Gliederschmerzen.

Diagnose & Verlauf einer Grippe

Um eine Grippe nachweislich feststellen zu können, sind Laboruntersuchungen notwendig. Die Erreger können mithilfe eines Rachenabstriches im Labor erkannt und einem Krankheitsbild zugeordnet werden. Jedoch sollten Betroffene schnellstmöglich behandelt werden, wodurch Laboruntersuchungen eher der Untersuchung der Ausbreitung des Virus dienen. Durch das geschwächte Immunsystem und die körperliche Erschöpfung können aus der Grippe noch weitere Krankheiten, wie beispielsweise eine Lungenentzündung oder eine Entzündung des Nervensystems, entstehen. Dies geschieht, weil Bakterien leicht in den Körper gelangen können, um dort zu weiteren Krankheiten zu führen. Bei vorerkrankten und immungeschwächten Personen kann eine Grippe im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Eine Infografik zum Thema Grippe (Quelle:  GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG)

Eine Infografik zum Thema Grippe (Quelle: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG)

Behandlung und Therapie einer Grippe

Um der Grippe effektiv entgegen zu wirken ist ein frühzeitiges Handeln wichtig. So können beispielsweise antivirale Medikamente zur Behandlung einer Grippe eingesetzt werden. Mögliche Stoffe sind Oseltamivir und Zanamivir, welche die Neuraminidase hemmen. Neuraminidase ist ein Enzym, welches es dem Virus unter anderem ermöglicht sich von der Zellwand abzulösen, um andere Zellen zu infizieren. Die antiviralen Medikamente sollten möglichst innerhalb von 48 Stunden nach Krankheitsbeginn eingenommen werden, damit die Vermehrung der Viren verhindert werden kann.

Einer Grippe vorbeugen

Zur Vorbeugung ist vor allem ein gestärktes Immunsystem wichtig, damit die Viren erst gar keine Chance zur Infizierung haben. Dafür ist eine gesunde Ernährung ebenso wichtig wie eine gesundheitsfördernde Lebensweise.

Es sollte darauf geachtet werden ausreichend Sport, wenn möglich an der frischen Luft, zu betreiben. Des Weiteren ist ausreichender Schlaf und die Vermeidung von zu viel Stress nötig, um das Immunsystem intakt zu halten. Zusätzlich kann eine jährliche Grippeschutzimpfung Abhilfe schaffen. Dies ist besonders den Risikogruppen, wie alten Menschen und Kindern, zu empfehlen. Die persönliche Hygiene kann eine große Rolle bei der Vorbeugung spielen. Es sollte stets darauf geachtet werden, die Hände regelmäßig zu waschen und den Kontakt mit dem Gesicht zu vermeiden, da sonst Viren in die Schleimhäute eindringen können.

Medikamente & Hausmittel gegen eine Grippe

Zahlreiche Hausmittel, welche schon jahrzehntelange Tradition besitzen, können zur Heilung herangezogen werden oder die Wirkung verschiedener Medikamente unterstützen.

Am wichtigsten ist es während einer Grippe ausreichend zu trinken. Dabei haben verschiedene Kräutertees einen zusätzlichen Nutzen und können als Schwitzkuren vor dem Schlafengehen getrunken werden. Zudem können Erkältungsbäder Sekrete aus der Nase und den Bronchien lösen und die Durchblutung fördern.

Zusätzlich sollte auf eine Zufuhr von Vitamin C und anderen Vitaminen, durch beispielsweise Zitrusfrüchte, geachtet werden. Gegen das Fieber können kalte Waschungen Abhilfe schaffen. Auch die Apotheke bietet zahlreiche Medikamente sowie Nasensprays und Tabletten zum Einnehmen gegen die Beschwerden. Ein Arzt kann die notwendigen Medikamente verschreiben und sollte frühzeitig aufgesucht werden.