Von einer Gürtelrose haben schon viele etwas gehört, doch die meisten wissen gar nicht, was das eigentlich ist. Ganz allgemein versteht man darunter eine ansteckende Infektionskrankheit. Die Infektion betrifft die Nerven und die Haut. Bei der Gürtelrose sind nur Teile der Haut betroffen.

Sie äußert sich in einem meist sehr schmerzhaften Ausschlag ausgehend von der Wirbelsäule entlang der Nerven bis zum Bauch. Oft tritt der Ausschlag nur an einer Seite auf. Dann entsteht die typische „Gürtelform“. Je länger der Ausschlag existiert, umso schlimmer wird er, bis sich kleine Blasen bilden.

Ursachen der Gürtelrose

Ausgelöst wird die Gürtelrose durch den so genannten „Zoster Virus„. Wenn sich dieser einmal im menschlichen Körper befindet, dann beleibt er dort auch das ganze Leben. Am Anfang verursachen sie oft nur Windpocken und später folgt die Gürtelrose. Die Viren leben in den Hirnnerven oder in den Nervenwurzeln des Rückenmarks bis zu dem nächsten Ausbruch.

Beim zweiten Ausbruch, den die Viren verursachen, entsteht die Gürtelrose. Der menschliche Körper ist das einzige Lebewesen, in dem die Viren überleben können und sich auch länger aufhalten.

Symptome & Anzeichen der Gürtelrose

Juckender Ausschlag als Symptom der Gürtelrose

Juckender Ausschlag als Symptom der Gürtelrose
(© Fixi – Wikipedia.org)

Die Symptome einer Gürtelrose sind sehr eindeutig. Am Anfang beschreiben es viele der Betroffenen als Kribbeln unter der Haut. Später wird aus dem Kribbeln schmerzen. Diese können in den Beinen, Armen und im Gesicht auftreten. Die Beschwerden werden im Laufe der Zeit immer stärker, allerdings treten sie in vielen Fällen nur auf einer Seite auf. Zu Beginn können die Betroffenen eine leichte Rötung auf der Haut beobachtet werden. Diese entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem roten und juckenden Ausschlag.

Diagnose & Verlauf der Gürtelrose

Bei der Gürtelrose lässt sich die Diagnose sehr einfach stellen. Der typische Ausschlag und die Schmerzen sind die Symptome, die die Krankheit verursachen. Für eine endgültige Diagnose ist eigentlich nur eine körperliche Untersuchung in der Praxis und ein persönliches Gespräch notwendig. Aus der anfänglichen Rötung werden im Laufe der Zeit kleine Bläschen. Dann kann oft beobachtet werden, dass die betroffenen Personen Fieber entwickeln und über eine körperliche Schwäche klagen. Der Verlauf hängt von der stärke des Immunsystems des Patienten ab.

Behandlung & Therapie bei der Gürtelrose

Wenn bei einer betroffenen Person die Gürtelrose festgestellt wird, kann sofort mit der Behandlung begonnen werden. Der Arzt verschreibt in den meisten Fällen Cremes oder auch Tabletten. Diese hindern die Zoster Viren, dass sie sich weiter vermehren. Das trägt dazu bei, dass die Bläschen schneller abheilen und ein weiterer Ausbruch verhindert wird. Es ist sehr wichtig, dass der Arzt die Krankheit schnell handelt, damit sie sich nicht verschlimmert. Umso älter die Patienten sind, umso mehr schwächt die Krankheit ihren Allgemeinzustand.

Gürtelrose vorbeugen

Wer es vermeiden möchte sich mit der Gürtelrose anzustecken, der kann einige Dinge vorbeugend tun. Wichtig ist es sein eigenes Immunsystem zu stärken. Das kann schon durch eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise erreicht werden. Dabei helfen auch verschiedene Nahrungsergänzungsmittel. Diese liefern dem Körper die nötigen Vitamine, die ihm fehlen.

Wer unter Stress leidet und zu wenig schläft, kann sich vor der Gürtelrose schützen, wenn diese Lebensgewohnheiten geändert werden. Dabei sollte keiner vergessen, dass die Gürtelrose ansteckend ist und den Kontakt zu direkt Betroffenen vermeiden.

Medikamente & Hausmittel gegen die Gürtelrose

Bei der Gürtelrose helfen verschiedene Hausmittel und Medikamente. Dazu gehört die Aloe Vera Pflanze. Das Gel der Blätter lindert den Juckreiz. Auch Echinacea wird von einigen Betroffenen eingenommen, denn es stärkt das geschwächte Immunsystem. Auch das kühlen der Bläschen mit Eis, scharfes Essen gegen die Schmerzen und kalte Milch für die entzündete Haut wird von vielen empfohlen.

Der Arzt verschreibt Virostatika. Diese verhindern die weitere Ausbreitung der Viren. Dazu gehören Aciclovir, Brivudin, Famciclovir und Valaciclovir.