Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung die zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse führt. Dabei wird das Schilddrüsengewebe durch eine Überproduktion von T-Lymphozyten zerstört, dies geschied auf Grund eines fehlerhaften Immunprozesses. Die T-Lymphozyten gehören zur Gruppe der weißen Blutkörperchen und dienen der Immunabwehr, im Falle der Überproduktion greifen sie das körpereigene Organ an.

Es gibt zwei unterschiedliche Krankheitsformen der Hashimoto-Thyreoiditis, zum einen das Krankheitsbild bei der eine Vergrößerung der Schilddrüse auftritt und zum Anderen das Krankheitsbild bei der eine Verkleinerung der Schilddrüse vorliegt. Die Krankheit tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Vor allem bei Frauen nach der Schwangerschaft tritt die Autoimmunerkrankung häufig auf.

Ursachen für Hashimoto-Thyreoiditis

Ursachen für die Hashimoto-Thyreoiditis sind noch nicht ausreichend bekannt, bzw. erforscht. Dadurch wird die Krankheit von Medizinern leider oftmals zu spät erkannt. Dennoch weiß man, dass durch vom Immunsystem gebildete Antikörper gegen das Schilddrüsengewebe, die zur Entzündung und letztlich zur Zerstörung der Schilddrüse führen, die hauptsächliche Ursache der Hashimoto-Thyreoiditis ist.

Sicher ist ebenfalls das gewisse Neigungen zur Krankheit bereits in den Genen stecken. Das Menschen, die Verwandte mit der Schilddrüsenkrankheit haben, häufiger betroffen sind. Außerdem können zu hohe Mengen Jod zur Verschlimmerung, oder gar zum Ausbruch der Krankheit beitragen.

Symptome bei Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis bleibt meist sehr lange unbemerkt, da sie keinerlei Schmerzen mit sich bringt. Patienten leiden meist zu Beginn der Krankheit an einer Schilddrüsenüberfunktion. Die typischen Symptome dafür sind zum Beispiel Gewichtsverlust, Nervosität, Zittern, Durchfall, Schweißausbrüche und Herzrassen. Wenn die Hashimoto-Thyreoiditis fortschreitet kommt es meist zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Hier sind typische Symptome Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit und Depressionen. Auch strohiges Haar und sogar Haarausfall können mögliche Zeichen der Krankheit sein. Diese Symptome treten auf, weil das geschädigte Organ nicht mehr genügend Hormone bildet.

Diagnose von Hashimoto-Thyreoiditis

Die Diagnose von Hashimoto-Thyreoiditis erfolgt über Bluttest und Ultraschalluntersuchung. Dabei werden vor allem bei Frauen in den Wechseljahren hormonelle Veränderungen als Wechseljahresbeschwerden verkannt. Beim Bluttest wird zum einen auf Antikörper gegen ein Schilddrüsenenzym geachtet und zum Anderen auf Antikörper gegen ein bestimmtes Schilddrüseneiweiß. Beides weißt dabei auf die Hashimoto-Thyreoiditis hin. Bei der Ultraschalluntersuchung kontrolliert der Arzt Größe und Struktur der Schilddrüse. Außerdem kann er Entzündungen, bzw. Organschädigung sehen.

Behandlung von Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist nicht heilbar. Jedoch können die Symptome der Krankheit bekämpft werden. Da bei der Krankheit zu wenig Hormone von der Schilddrüse produziert werden, können diese in Form von Tabletten zugeführt werden. Meist wird hier vom Arzt das Levothyroxin-Hormon verschrieben, dies wird vom Patienten in Form einer Tablette einmal täglich eingenommen. Aber auch Euthyrox, Eferox, Novothyral und einige Andere sind zur Behandlung der Krankheit möglich. Bei fachgerechter Dosierung treten keine Nebenwirkungen auf.

Der Arzt wird außerdem in regelmäßigen Abständen Bluttests durchführen um den Hormonhaushalt zu kontrollieren und gegebenen Falls die Dosierung von Medikamenten zu erhöhen oder zu verringern. Es gibt auch die Möglichkeit der homöopathischen Arzneimittel. Diese ersetzen jedoch nicht die Hormonzugabe durch Tabletten, sondern bekämpfen nur Symptome die mit Hashimoto-Thyreoiditis einher gehen, also beispielsweise gegen körperliches Unwohlsein.

Hashimoto-Thyreoiditis vorbeugen

Die Vorbeugung der Autoimmunerkrankung ist leider nicht möglich. Dennoch gilt auch wenn man Verwandte mit Hashimoto-Thyreoiditis hat, heißt es nicht zwangsläufig das man selbst an der Krankheit erkrankt. Bei körperlichen Veränderungen sollte man trotzdem den Rat eines Arztes auf suchen. Bei einer Erkrankung sollte man in jedem Fall auf seine Ernährung achten. Vor allem Jod ist ein wichtiger Bestandteil zur Hormonproduktion der Schilddrüse. Dennoch bleibt zu sagen das eine übermäßige Zufuhr von Jod auch bei einer gesunden Schilddrüse Schäden hervor rufen kann.