Normalerweise lässt sich Scheidenpilz schnell und unkompliziert behandeln und tritt nach der Behandlung nicht wieder auf. Eine Infektion kann manchmal jedoch auch chronisch sein. In diesem Fall ist die Mitbehandlung des Partners zu empfehlen, um eine erneute gegenseitige Ansteckung zu unterbinden.

Scheidenpilz dauerhaft und sicher loswerden

Außer der medikamentösen Behandlung können einige allgemeine Vorsorgemaßnahmen dazu beitragen, eine Scheidenpilzinfektion zu therapieren. So sollte die Unterwäsche aus hygienischen Gründen zweimal täglich gewechselt werden und luftdurchlässig sein. Nach dem Duschen oder Baden ist ein sorgfältiges Abtrocknen wichtig, da sich Scheidenpilze in einem feuchtwarmen Milieu besonders gut ausbreiten können. Scheidenpilze gehören zu den Hefepilzen, welche sich von Zucker ernähren. Deshalb sollte auf eine zuckerarme und ballaststoffreiche Ernährung geachtet werden. Auch die Einnahme der Antibabypille kann eine Scheidenpilzinfektion begünstigen. Ein anderes Präparat oder die Umstellung auf mechanische Verhütungsmittel können sinnvoll sein.

Hefe in der Industrie

Hefen sind Pilze, die sich durch Teilung oder Sprossenbildung vermehren. Sie werden in vielen Bereichen eingesetzt und entfalten ihre Wirkung auf unterschiedliche Weise. Die Fähigkeit der Hefepilze, Zucker in Alkohol und Kohlendioxid zu spalten, macht sich die Lebensmittelherstellung zu Nutze.

Als wirksamer Alleskönner war Hefe bereits den alten Ägyptern bekannt.Die nutzten sie als Schönheitsmittel und zum Brot backen. Bei uns sind die zu Würfeln gepressten Organismen seit langem als Backtreibmittel bekannt. Auch in der Bier- oder Weinproduktion kommen Hefepilze seit Jahrhunderten zum Einsatz. Hefen finden nicht nur in der Lebensmittelindustrie, sondern auch in der pharmazeutischen Industrie Verwendung. Aufgrund ihrer guten Eigenschaften werden sie in großen Kulturen gezüchtet und industriell genutzt.

Beliebt in der Küche

Hefe wird für Brot verwendet

Hefe wird für Brot verwendet

In der Küche dienen Hefen als Backtreibmittel, denn sie machen den Teig locker und lassen ihn aufgehen. Backhefen haben eine hohe Triebkraft, aber wenig Enzyme, die Gluten zerstören könnten. Im Teig angerührt reagieren sie bald mit den übrigen Stoffen und bilden die Enzyme, die für das typische Aroma verantwortlich sind. Dabei entstehen Gase, die die begehrte Lockerung bewirken. Biologisch reine Hefe enthält keine weiteren Zusätze und ist gesundheitsfördernd. Sie verleiht vielen Brotsorten ihren ganz eigenen Geschmack.

Hefen in Medizin und Kosmetik

Hefen sind sehr gesund, denn sie enthalten zu 50 Prozent Eiweiß, daneben jede Menge Vitamine, vor allem die des B-Komplexes, außerdem Vitamin D und viele Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. Hefen binden die Krankheitserreger im Darm und stärken die Darmabwehr. Sie wirken gegen Durchfall, weil sie den Mineralstoffverlust wieder ausgleichen können. So kann sich der Darm viel leichter regenerieren.

Hefen werden auch gerne in der Kosmetik verwendet. In Form einer Maske nützen sie vor allem bei unreiner Haut. Hefemasken sind altbewährte Schönheitsmittel, die die Hautporen öffnen und damit zur Reinigung beitragen. Mit ein wenig wassergelöster Bäckerhefe kann man sogar ungeliebte Ameisen im Haus vertreiben.