Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Herzinsuffizienz. Darunter versteht man eine verminderte Pumpleistung des Herzens. Die WHO beschreibt die Herzschwäche als ventrikuläre Funktionsstörung mit verminderter körperlicher Belastbarkeit.

Das Herz ist nicht mehr in der Lage, Organe und Gewebe mit ausreichend sauerstoffreichem Blut zu versorgen. Die NYHA, die New York Health Association, teilt eine Herzinsuffizienz in vier Stufen ein, welche die Erkrankungsintensität widerspiegeln.

Ursachen von Herzinsuffizienz

Die Hauptursache für eine Herzinsuffizienz ist zumeist eine koronare Herzerkrankung (KHK). Darunter versteht man die Verkalkung der Herzkranzgefäße, in deren Folge es zu Durchblutungsstörungen kommt.

Hoher Blutdruck als Auslöser einer Herzinsuffizienz

Hoher Blutdruck als Auslöser einer Herzinsuffizienz (© Alexander Raths – Fotolia.com)

Häufig ist auch Bluthochdruck (Hypertonie) der Auslöser. Ein dauerhaft erhöhter Druck überfordert das Herz auf lange Sicht und führt zu einer Abnahme der Pumpleistung.

Auch Herzrhythmusstörungen und Herzklappenfehler können zu einer Herzschwäche führen. Zumeist sind ältere Menschen betroffen. Bei den über 70-Jährigen liegt die Erkrankungshäufigkeit bei ca. 10%.

Symptome von Herzinsuffizienz

Grundsätzlich zeigen sich Symptome in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung. Häufig ist eine Herzinsuffizienz die Folge von Vorerkrankungen, wie etwa der koronaren Herzerkrankung (KHK) oder Diabetes.

In der Medizin spricht man von drei Formen einer Insuffizienz. Bei der Rechtsherzinsuffizienz entsteht ein Rückstau des Blutes von der Lunge zum Herzen. Dies führt zu einem Druckanstieg in den Blutgefäßen und äußert sich schließlich merkbar in Wassereinlagerungen (Ödemen) beispielsweise in der Lunge und in den Beinen. Die Folge einer Linksherzinsuffizienz, einer unzureichenden Pumpleistung, führt zu einer Minderversorgung des Körpers mit sauerstoffreichem Blut. Hier kann es schon bei geringer körperlicher Belastung zu Atemnot und Schwäche kommen.

Eine allgemein geringe Belastbarkeit, Appetitlosigkeit und ständige Müdigkeit können ebenfalls Anzeichen einer Erkrankung sein. Eine globale Herzinsuffizienz vereinigt Symptome der beiden vorgenannten Formen.

Diagnose und Verlauf bei Herzinsuffizienz

Bei Beschwerden wird zunächst der Brustraum mit einem Stethoskop abgehört. Herzgeräusche und Rasseln in der Lunge können dem Arzt wichtige Hinweise geben. Mit unterschiedlichen bildgebenden Verfahren, wie z.B. einer Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung kann der Fachmann wichtige Erkenntnisse über die Herzgesundheit gewinnen. Auch das EKG gibt Aufschluss über die Herzaktivität.

Laboruntersuchungen zur Bestimmung der Blutgase und der Sauerstoffsättigung im Blut sind effektive Methoden, eine Herzinsuffizienz zu diagnostizieren.
Grundsätzlich ist eine Herzinsuffizienz nicht umkehrbar. Dem Körper gelingt es lange, die nachlassende Pumpleistung zu kompensieren. Die Prognose hängt vom Erkrankungsstadium und der Therapie ab.

Behandlung von Herzinsuffizienz

Die Therapie richtet sich nach der Grundursache der Erkrankung. Bei den leichteren Formen einer Herzschwäche, I und II nach NYHA, kann bereits die Veränderung ungesunder Lebensgewohnheiten zu einer signifikanten Besserung der Beschwerden führen. Häufig werden allerdings Medikamente notwendig, um eine Herzinsuffizienz effektiv zu therapieren. Dazu gehören zum Beispiel ACE – Hemmer, Betablocker oder auch Diuretika zur Entwässerung.
Vor allem bei jüngeren Patienten gibt es die Option einer Herztransplantation.

Herzinsuffizienz vorbeugen

Ein gesunder Lebensstil kann helfen, die Gesundheit des Herzmuskels lange zu erhalten und zu fördern. Dazu gehört ein normales Körpergewicht genauso wie ein regelmäßiges leichtes Ausdauertraining, wie z.B. Wandern oder Radfahren.

Auf Nikotin sollte ganz verzichtet, Alkohol nur in geringen Mengen konsumiert werden. Auch eine ausgewogene, salzarme Ernährung mit viel grünem Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen und Hülsenfrüchten hilft, den Herzmuskel zu kräftigen und eine ausreichende Pumpleistung sicherzustellen.

Hausmittel & Medikamente gegen Herzinsuffizienz

Ein bewährtes Mittel zur Herzstärkung ist Weißdorn. Diese Pflanze fördert die Durchblutung, bessert Herzrhythmusstörungen und die Symptome der KHK. Sie hat keine Nebenwirkungen.

Unterstützend sind auch Pflanzen wie Brennnessel und Birkenblätter. Sie fördern die Entwässerung und verhindern das Entstehen von Ödemen. Auch Reis – und Obsttage helfen den Körper natürlich zu entwässern.