Sommerzeit ist Heuschnupfen-Zeit. Die Zahl der Betroffenen steigt von Jahr zu Jahr und man könnte fast vermuten, dass sich Heuschnupfen zur neuen Volkskrankheit entwickelt. Häufig fängt die Plage schon in den Monaten März und April an, wenn die Bäume ausschlagen und die Blumen blühen. Doch was ist Heuschnupfen eigentlich genau und was kann man dagegen tun bzw. wie kann man sich selbst davor schützen?

Heuschnupfen ist nicht mehr und nicht weniger als eine Allergie. Dabei handelt es sich um eine Allergie, die durch Pflanzenpollen bzw. Blütenstaub ausgelöst wird, d.h. unser Körper reagiert eventuell allergisch auf diese Stoffe aus der Umwelt. Von der Allergie betroffen sind hauptsächlich die Schleimhäute, Atemwege sowie die Augenbindehaut. So kann Heuschnupfen zu einer Augenbindehautentzündung führen und in manchen Fällen auch zu Asthma.

Ursache von Heuschnupfen

Mit Nasenspray gegen Heuschnupfen

Mit Nasenspray gegen Heuschnupfen
(© drubig-photo – Fotolia.com)

Bei Heuschnupfen handelt es sich nicht um einen durch Viren hervorgerufenen Schnupfen, wie bei einer Erkältung. Heuschnupfen wird durch Pollen verursacht, die Eiweißstoffe enthalten und bei bestimmten Menschen Allergene bewirken, d.h. es kommt zu einer Überreaktion des Immunsystems. Im Körper befinden sich sogenannte Histamine, d.h. Neurotransmitter, die zur Abwehr körperfremder Stoffe dienen. Diese werden beim Kontakt mit den Pollen ausgeschüttet und führen zu den typischen Krankheitssymptomen, wie Niesen, Nasenkitzeln und Augenbrennen.

Symptome bei Heuschnupfen

Heuschnupfen bringt einige unangenehme Beschwerden mit sich. Typische Symptome sind Juckreiz in der Nase und in den Augen, vermehrtes Niesen, Fließschnupfen in häufiger Kombination mit tränenden und geröteten Augen sowie Kopfschmerzen. Bei einigen Betroffenen kommen weitere Symptome wie Asthma und Atemnot sowie fieberhafte Allgemeinerkrankungen hinzu.

Diagnose von Heuschnupfen

Die Diagnose sollte bei Verdacht ein Arzt bzw. ein Allergologe stellen. Daher ist also der Gang zum Arzt bei Auftreten der ersten Symptome, wie Niesen, Nasenkitzeln und Augenbrennen, unerlässlich. Der Arzt wird bei Verdacht auf Heuschnupfen, die Diagnose durch ausführliche Untersuchungen stellen. Mit verschiedenen Testverfahren ist es meistens möglich, die Allergene zu identifizieren. Hierzu werden entweder Hauttests oder im Falle von Heuschnupfen auch Bluttests durchgeführt. Im Blut werden die Reaktionsbereitschaft und die Sensibilisierung des Körpers gegen die Allergene geprüft.

Behandlung & Therapie bei Heuschnupfen

Heuschnupfen kann auf ganz unterschiedliche Art behandelt werden. Häufig werden Antihistaminika bzw. Histamin-Rezeptorenblocker eingesetzt. Histamin wird bei einer allergischen Reaktion ausgeschüttet und führt zu den typischen Beschwerden bzw. Symptomen. Antihistaminika sollen die Ausschüttung verhindern, um somit wiederum die Symptome auszuschalten. In manchen Fällen werden auch Kortison-Nasensprays eingesetzt, um die körpereigene Immun-Antwort zu unterdrücken.

Heuschnupfen vorbeugen

Eine Möglichkeit der Vorbeugung oder auch der Therapie ist eine Hyposensibilisierung/Desensibilisierung. Hierbei soll der Körper unempfindlich gegenüber dem Allergen gemacht werden. Hierfür werden dem Körper zunächst geringere Dosen des Allergens, später höhere Dosen in Form von Spritzen zugefügt. Dies wird über einen Zeitraum von etwa drei Jahren wiederholt und soll zur Hyposensibilisierung führen. Zur Vorbeugung in letzter Minute können Mastzellstabilisatoren vor Ausbruch der Allergie eingenommen werden, die die Ausschüttung des Histamins verhindern sollen.

Zur Linderung der Symptome empfiehlt es sich die Fenster geschlossen zu halten und mit frisch gewaschenen Haaren ins Bett zu gehen. Darüber hinaus hilft das Tragen einer Sonnenbrille und die Durchführung regelmäßiger Nasenduschen.

Hausmittel & Medikamente gegen Heuschnupfen

Neben der Einnahme von Histaminen oder der Hyposensibilisierungs-Therapie, können auch alte Hausmittel bei einem lästigen Heuschnupfen helfen und zur Linderung der Beschwerden beitragen. Dazu gehören Kräutermischungen aus Melisse, Buchsbaumblätter, Johanniskraut, Gelbwurzel und Kuhschelle, die als Tee getrunken und inhaliert werden können. Darüber hinaus lindern kalte oder warme Lappen auf der Stirn und den Augen Brennen und Schmerzen im Gesicht bzw. in den Augen. Neben dem Auftragen von Nasenöl (Eukalyptusöl / Teebaumöl) empfehlen einige auch den regelmäßigen Besuch der Sauna.