Hodenkrebs ist eine Krebsart, die in den Hoden vorkommt. Die Hoden befinden sich im Hodensack, einem losen Hautbeutel, der sich direkt unter dem Penis befindet.

Die Hoden produzieren sowohl männliche Hormone als auch Spermien. Verglichen mit anderen Formen von Krebs, ist Hodenkrebs relativ selten. Es ist jedoch eine der häufigsten Krebsformen bei jungen Männern bis Mitte 30. Hodenkrebs ist sehr gut zu behandeln, selbst wenn der Krebs bereits über die Hoden hinaus gewachsen ist. Abhängig vom Status des Hodenkrebses können verschiedene Behandlungsmethoden in Erwägung gezogen werden. Je früher der Hodenkrebs entdeckt wird, desto erfolgreicher die Heilungschancen.

Ursachen von Hodenkrebs

In den meisten Fällen ist nicht eindeutig, durch was der Hodenkrebs verursacht wurde. Ärzte wissen, dass der Hodenkrebs eintritt, wenn sich gesunde Zellen in den Hoden verändern. Gesunde Zellen wachsen und teilen sich in einer ganz bestimmten Ordnung. Doch hin und wieder entwickeln Zellen Abnormalitäten, was dazu führt, dass der Wuchs außer Kontrolle gerät. Diese Krebszellen wachsen auch weiter, wenn der Körper keine weiteren Zellen benötigt. Der veränderten Zellen formen anschließend eine separate Masse innerhalb der Hoden. Fast alle Formen von Hodenkrebs entwickeln sich in den Keimzellen, den Zellen, die für die Bildung von Sperma zuständig sind. Welche Ursache diese Zellen jedoch verändert, ist nicht bekannt.

Symptome und Anzeichen bei Hodenkrebs

Knoten im Hodensack als Symptom bei Hodenkrebs

Knoten im Hodensack als Symptom bei Hodenkrebs
(© Uwe Grötzner – Fotolia.com)

Anzeichen und Symptome für Hodenkrebs beinhalten einen Knoten oder eine andere Vergrößerung im Hodensack. Auch eine schwer zu beschreibendes Gefühl von Druck und Schwere kann ein Symptom sein, sowie ein dumpfer Schmerz in der Magengegend. Weitere Anzeichen sind deutliche Wasseransammlung im Hodensack, Schmerzen in den Hoden, oder eine Vergrößerung und ein Spannen in der Brust. Hodenkrebs befällt in der Regel lediglich einen der Hoden. Falls ein oder mehrere der beschriebenen Symptome auftreten und über zwei Wochen bestehen bleiben, sollte zur Kontrolle ein Arzt aufgesucht werden.

Diagnose von Hodenkrebs

Viele Männer entdecken die Symptome von Hodenkrebs durch eine Selbstkontrolle des Hodensacks. Die Veränderung beunruhigt sie und wird anschließend vom Arzt bestätigt. Doch Vergrößerungen und Knoten müssen nicht grundsätzlich Hodenkrebs sein. Um die Gestalt der Knoten zu untersuchen greifen Ärzte auf verschiedene Techniken zurück. Darunter zählt bspw. Ultrasound. Mit dieser Methode kann Struktur des Knotens untersucht werden, ob dieser vielleicht fest ist oder eine flüssige Mitte hat. Diese Informationen helfen dem Arzt bei der Diagnose. Eine zusätzliche Methode ist die Blutuntersuchung. Falls sich im Körper eine Tumor befindet, zeichnet sich das in der Regel im Blut ab. Zu den weiteren Diagnoseverfahren bei Hodenkrebs zählen dann die Art des Hodenkrebses oder das Stadium, also wie weit der Krebs schon entwickelt ist.

Therapie bzw. Behandlung von Hodenkrebs

Die Optionen zur Behandlung von Hodenkrebs sind abhängig von der Art des Krebses, wie weit dieser schon fortgeschritten ist und wie es um die körperliche Konstitution des Patienten steht. Die verbreitetste Form der Behandlung bei allen Stufen des Hodenkrebses ist die chirurgische Entfernung. Unter Vollnarkose wird hierbei ein Einschnitt in den Hodensack ausgeführt und der komplett befallene Hoden entfernt. Falls der Patient es wünscht, kann an die Stelle des kranken Hodens eine Prothese gesetzt werden. Bei weniger aggressiven Formen des Hodenkrebses kann auch eine Strahlentherapie angewendet werden, welche die veränderten Zellen zerstört. Je nach Stadium des Hodenkrebs wird der Arzt evtl. eine Chemotherapie nach der erfolgreichen Operation empfehlen, um den Krebs vollständig zu beseitigen.

Hodenkrebs vorbeugen

Eine Vorbeugung für Hodenkrebs existiert nicht. Jedoch ist es ratsam hin und wieder eine Selbstkontrolle vorzunehmen, ob sich bereits auffällige Veränderungen im Hodensack gebildet haben. Am einfachsten ist diese Untersuchung nach einer warmen Dusche oder einem Bad. Auf diese Weise entspannt sich der Hodensack. Dabei sollten die einzelnen Hoden abwechselnd zwischen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger genommen werden und vorsichtig gedreht werden. Schauen Sie aufmerksam nach Verhärtungen und Unregelmäßigkeiten. Die normale Form des Hodens ist oval, dabei ist er weich und nachgiebig. Es ist normal, dass ein Hoden größer als der andere ist, auch die ‚Fäden‘ am Ende der Hoden sind ein normaler Teil der Epidermis.

Medikamente & Hausmittel gegen Hodenkrebs

Medikation wird bei Hodenkrebs meist lediglich nach der erfolgreichen Operation und der Entfernung des Krebses eingesetzt. Wie auch bei anderen Krebsformen ist dies eine Form der Chemotherapie und ist eine zusätzliche Therapieform, um bei schwereren Erkrankungen den Krebs vollständig zu besiegen.