Bei der Kleienpilzflechte, auch Pityriasis versicolor genannt, handelt es sich um eine Pilzerkrankung der Oberhaut. Die Kleienpilzflechte ist eine weltweit verbreitete Hauterkrankung, die besonders oft in Ländern mit tropischem Klima auftritt.

Am häufigsten betroffen sind junge Menschen, die unter schuppiger Haut leiden bzw. zu starkem Schwitzen neigen. Breitet sich Malassezia furfur, der für die Kleienpilzflechte verantwortliche Erreger, auf der Haut aus, leiden Betroffene unter verschiedenen Symptomen wie etwa kreisrunden Flecken auf der Haut. Die Kleienpilzflechte ist eine weitestgehend harmlose Erkrankung, die nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. In sehr seltenen Fällen kommt es zu einer Entzündung der Haarwurzeln auf der Brust- bzw. am Rücken.

Ursachen für Kleienpilzflechte

Der Pilz Malassezia furfur besiedelt die Haut jedes gesunden Menschen und bereitet in den meisten Fällen keinerlei Probleme. Bei der Kleienpilzfläche verwandelt sich der ursprünglich harmlose Pilz in einen pathogenen Erreger, welcher der Haut schadet. Die genauen Ursachen für diesen Prozess sind noch unbekannt.

Da es sich bei Malassezia furfur um einen fettliebenden Hautpilz handelt, kann er sich auf fettiger bzw. feuchter Haut besonderes gut vermehren. So stellen die Verwendung von ölhaltigen Hautcremen sowie starkes Schwitzen und Fettleibigkeit Risikofaktoren dar. Auch die Einnahme von bestimmten Arzneimitteln wie etwa Antibiotika kann die gesunde Hautflora stören und die Ausbreitung von Hautpilzen erleichtern.

Symptome bzw. Anzeichen bei Kleienpilzflechte

Flecken auf der Haut: Kleienpilzflechte

Flecken auf der Haut: Kleienpilzflechte
(© http://phil.cdc.gov/phil_images/20030115/14/PHIL_2914_lores.jpg)

Typischerweise kommt es bei der Kleienpilzflechte zur Bildung von Flecken auf der Haut. Diese Flecken sind meist kreisrund und dunkler bzw. heller als die restliche Haut. Die Kleienpilzflechte führt also zu einer Hyper- bzw. Hypopigmentierung an bestimmten Hautstellen. Die Flecken treten vorwiegend im Schulter- und Brustbereich auf; ihre Färbung ist vom Hauttyp des Betroffenen abhängig.

Bei hellhäutigen Menschen führt die Kleienpilzflechte meist zur Ausbildung von dunklen Flecken, während bei dunklen Hauttypen helle Flecken auftreten. Neben der Fleckenbildung kann es zu einer übermäßigen Schuppung der Haut mit Juckreiz kommen. In Ausnahmefällen führt eine Kleienpilzflechte zu Haarwurzelentzündungen im Brust- und Rückenbereich, die auf den ersten Blick einer Akne ähneln.

Diagnose & Verlauf bei Kleienpilzflechte

Bei der Diagnose einer Kleienpilzflechte begutachtet der behandelnde Arzt zuerst die betroffenen Hautstellen. Erfahrene Dermatologen können bereits anhand der Begutachtung eine Verdachtsdiagnose stellen. Zur Absicherung der Verdachtsdiagnose entnimmt der behandelnde Arzt eine Probe von der betroffenen Hautpartie. Die Hautschuppen werden dann mikroskopisch untersucht. Erst durch die mikroskopische Untersuchung kann eine gesicherte Diagnose gestellt werden. Handelt es sich tatsächlich um eine Kleienpilzflechte, ist die Prognose sehr gut und der Verlauf meist mild.

Behandlung bzw. Therapie von Kleienpilzflechte

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten eine Kleienpilzflechte zu behandeln, die topische und die systematische Therapie. Die topische Therapie ist immer die erste Wahl bei Vorliegen einer Kleienpilzflechte. Der Arzt verschreibt dabei lokal anzuwendende Antimykotika. Diese Salben und Cremes müssen regelmäßig aufgetragen werden. Bei schweren Verlaufsformen erfolgt die Behandlung der Kleienpilzflechte auf Systemebene. Dabei müssen Betroffene für einige Zeit Antimykotika in Tablettenform einnehmen.

Kleienpilzflechte vorbeugen

Um das Auftreten einer Kleienpilzflechte zu verhindern, sollte besonders während des Sommers darauf geachtet werden, dass keine Körperpflegeprodukte verwendet werden, die stark ölhaltig sind. Fettende Cremes kurbeln die Talgproduktion der Haut an und erleichtern es Pilzen sich zu vermehren.

Darüber hinaus sollte in den Sommermonaten auf passende Kleidung geachtet werden. Besonders Menschen, die bereits an Kleienpilzflechte erkrankt sind, sollten auf Synthetikstoffe verzichten und auf weite Baumwollkleidung zurückgreifen. Auch das tägliche Duschen mit milden Duschgels hilft eine Kleienpilzflechte vorzubeugen, weil dabei auf der Haut befindliche Hefepilze entfernt werden.

Medikamente & Hausmittel gegen Kleienpilzflechte

Die medikamentöse Therapie bei einer Kleienpilzflechte erfolgt stets mit Antimykotika, welche einer übermäßigen Vermehrung und Ausbreitung von Malassezia furfur entgegen wirken. Darüber hinaus sollte auch die Kopfhaut mitbehandelt werden, da die Erreger dort eine Behandlung oft überleben. Dafür gibt es spezielle Shampoos mit antimykotischer Wirkung. Besonders wichtig ist es, die vom Arzt verordneten Medikamente bis zum Ende der Therapie einzunehmen, da es sonst immer wieder zu einer Neuerkrankung kommt. Bei einer leichten Kleienpilzflechte kann zuerst versucht werden mit Hausmitteln wie Essigwasser zu behandeln.