Laktoseintoleranz ist ein weitverbreitetes Verdauungsproblem, bei welchem der Körper nicht in der Lage ist Laktose zu verdauen, was eine Art von Zucker ist, welcher vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten ist. Normalerweise bricht der Körper eines Menschen Laktose in seine einfacheren Komponenten mit Hilfe des Enzyms Laktase, denn obwohl die meisten Säugetiere Laktase nicht mehr produzieren, wenn sie abgestillt sind, produzieren es Menschen jedoch im Laufe des Lebens auch weiterhin. Aus diesem Grund kann eine Person ohne genügend Laktase in ihrem Körper Verdauungsprobleme erleiden, wie Bauchschmerzen und Durchfall.

Ursachen von Laktoseintoleranz

Bei Laktoseintoleranz sollte auf Milchprodukte verzichtet werden

Bei Laktoseintoleranz sollte auf Milchprodukte verzichtet werden (© PhotoSG – Fotolia.com)

Laktoseintoleranz ist weitgehend genetisch bedingt, aber hier sind einige weiter Ursachen, welche ebenfalls zur Entwicklung von Symptomen dieser Erkrankung beitragen können:

  • Kongenitale oder Angeborene: Dies ist die Hauptursache für eine Laktoseintoleranz, denn das genetische Erbgut sorgt dafür, dass der Körper weniger Laktase als üblich produziert.
  • Gastroenteritis: Dies kann den Darm für ein paar Wochen von Laktase isolieren.
  • Parasitäre Infektion: Dies kann vorübergehend zu reduzierten Laktase-Ebenen führen.
  • Eisenmangel: Ein Mangel an Eisen in der Ernährung kann die Verdauung und Aufnahme von Laktose stören.

Symptome bei Laktoseintoleranz

Die Symptome einer Laktoseintoleranz können leicht bis schwer sein, je nachdem wie viel Laktase der Körper einer betroffenen Person noch produziert. Die Symptome beginnen in der Regel 30 Minuten bis 2 Stunden, nachdem die betroffene Person ein Milchprodukt getrunken oder gegessen hat. Wenn eine Person an Laktoseintoleranz leidet, kann sie die folgenden Symptome entwickeln:

  • Blähungen
  • Schmerzen oder Krämpfe
  • Gurgelnde oder rumpelnde Geräusche im Bauch
  • Weicher Stuhl oder Durchfall
  • Erbrechen

Viele Menschen die Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall nach dem Konsum von Milchprodukten erleiden haben manchmal den Verdacht, dass sie laktoseintolerant sein könnten. Der beste Weg, um dies zu überprüfen ist zu vermeiden jegliche Milchprodukte zu essen und dadurch zu sehen, ob die Symptome weggehen. Wenn dies der Fall sein sollte, dann sollte eine Person versuchen geringe Mengen von Milchprodukten zu sich zu nehmen, um so festzustellen, ob die Symptome wiederkommen.

Diagnose Laktoseintoleranz

Ein Arzt wird in der Regel sehr schnell feststellen können, ob eine Person an Laktoseintoleranz leidet, indem dieser Fragen über die Symptome der betroffenen Person stellt. Sie können Ihren Arzt auch fragen, alle Milchprodukte für eine kurze Zeit zu vermeiden, um so zu sehen, ob Ihre Symptome sich verbessern. Die meisten Ärzte verordnen jedoch einen Wasserstoff-Atemtest oder auch einen Blutzuckertest an, um die Diagnose zu bestätigen. Diese einfachen Tests überprüfen, ob eine Person Laktose normal verdauen kann.

Behandlung von Laktoseintoleranz

Es gibt derzeit leider keine Heilung für Laktoseintoleranz, aber eine Person kann ihre Symptome durch die Begrenzung oder Vermeidung von Milchprodukten selbst verringern. Einige Personen verwenden zum Beispiel Milch mit reduzierter Lactose oder sie ersetzen Milch und Milcherzeugnisse mit Sojamilch und Soja-Käse.

Die meisten Menschen, die an einer Laktoseintoleranz leiden, können jedoch Joghurt ohne Probleme essen, vor allem Joghurt mit lebenden Kulturen. Ebenfalls können Menschen mit dieser Krankheit auch Nahrungsergänzungsmittel namens Laktase Produkte verwenden, welche dabei helfen die Laktose zu verdauen. Mit der Zeit werden die meisten Menschen, die eine Laktoseintoleranz haben, ihren Körper gut genug kenn, um zu lernen, wie sie die Symptome vermeiden.

Versteckte Laktose

Lebensmittel, die versteckte Laktose enthalten können, sind:

  • Kekse und Kuchen (wenn Milch oder Milchbestandteile hinzugefügt werden)
  • Verarbeitete Frühstückszerealien
  • Käsesaucen
  • Cremesuppen
  • Vanillesaucen
  • Milchschokolade
  • Pfannkuchen
  • Rührei
  • Quiche
  • Müsliriegel
  • Einige Brot- und Margarinesorten (mit Milch)

Risikofaktoren

Faktoren, die Sie oder Ihr Kind anfällig für Laktoseintoleranz machen können, umfassen:

  • Zunehmendes Alter: Laktoseintoleranz wird mit zunehmendem Alter immer häufiger, denn die Bedingung ist selten bei Säuglingen und Kleinkindern anzutreffen.
  • Abstammung: Laktoseintoleranz wird am häufigsten bei schwarzen, asiatischen, hispanischen und indianischen Personen diagnostiziert.
  • Frühgeburt: Säuglinge, die zu früh geboren wurden, können ein geringes Niveau an Laktase in ihrem Körper besitzen, weil dieses Enzym sich erst spät im dritten Trimester erhöht.
  • Erkrankungen des Dünndarms: Zu den Dünndarmproblemen, die eine Laktoseintoleranz verursachen können, gehören eine bakterielle Übersiedlung, Zöliakie und die Krohn Krankheit.
  • Bestimmte Krebsbehandlungen: Wenn Sie Strahlentherapien gegen Krebs in Ihrem Unterleib erhalten haben oder Darmkomplikationen von einer Chemotherapie erleiden, haben Sie ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Laktoseintoleranz.