Leptospirose ist eine Infektionskrankheit, die durch eine Bakterieart namens Spirochäten verursacht wird. Leptospirose kann durch Tiere wie beispielsweise Ratten, Stinktiere, Opossums, Waschbären, Füchse und andere Schädlinge übertragen werden.

Diese Erkrankung wird durch den Kontakt mit infiziertem Erdboden oder Wasser übertragen, wobei der Boden oder das Wasser mit den Abfallprodukten von einem infizierten Tier verunreinigt wurde. Ein Mensch infiziert sich mit dieser Krankheit jedoch meistens durch die Einnahme von kontaminierten Lebensmitteln oder Wasser. Eine Infektion kann auch dann entstehen, wenn verletzte Hautstellen und Schleimhäute (Augen, Nase, Nebenhöhlen, Mund) in Kontakt mit dem verunreinigten Wasser oder Boden kommen.

Ursachen von Leptospirose

Leptospirose wird im Allgemeinen durch den Kontakt mit Süßwasser, nassem bzw. feuchtem Boden oder durch Vegetation verursacht, welche durch den Urin von einem infizierten Tier verschmutzt wurde. Wenn es zu Kontakt mit dem verunreinigten Material kommt, gelangen die Bakterien durch offene Wunden in der Haut oder durch die Schleimhäute in den Körper.

Sobald das Bakterium den Körper erreicht hat, fließt es in die Blutbahn und den ganzen Körper. Dies führt zu einer Infektion.

Symptome & Anzeichen bei Leptospirose

Leptospirose Symptome beginnen 2 bis 25 Tage nach dem ersten direkten Kontakt mit dem Urin oder Gewebe eines infizierten Tieres.

Typischerweise schreitet die Krankheit durch zwei Phasen, wobei die erste Phase unspezifische grippeähnliche Symptome umfasst, zu welchen Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Augenschmerzen bei hellen Lichtern, Schüttelfrost und Fieber gehören. Tränende und rötende Augen können ebenfalls auftreten.

Die Symptome verbessern sich ab dem fünften bis neunten Tag der Infektion. Die zweite Phase beginnt nach ein paar Tagen des Wohlbefindens, wobei die ersten Symptome in Form von Fieber und Schmerzen mit einer Steifheit des Halses wiederkehren. Einige Patienten entwickeln ebenfalls schwere Entzündungen der Augennerven, Gehirn, Wirbelsäule (Meningitis) oder anderen Nerven.

Diagnose von Leptospirose

Die Diagnose von Leptospirose wird durch eine Kultur des bakteriellen Organismus Leptospira gemacht, welche von infiziertem Blut oder Urin stammen kann. Allerdings verlassen sich viele Ärzte lieber darauf, das Niveau an Leptospira Antikörper im Blut zu erhöhen, um eine Diagnose stellen zu können.

Behandlung bzw. Therapie von Leptospirose

Die Behandlung dieser Erkrankung wird meistens durch hohe Dosen von Antibiotika durchgeführt. Eine antibiotische Behandlung (meistens Doxycyclin, Vibramyzin, Oracea, Adoxa, Atridox, Penicillin) ist am effektivsten, wenn diese früh im Verlauf der Krankheit eingeleitet wird.

Schwer kranke Patienten könnten jedoch einen Krankenhausaufenthalt mit IV-Flüssigkeit und Antibiotika-Behandlung benötigen. Schwere Leber- und Nierenkomplikationen der Infektion können zudem eine intensive medizinische Betreuung und manchmal auch eine Dialysebehandlung erfordern. Doch selbst in schweren Fällen normalisiert sich die Leber- und Nierenfunktion oft nach der Genesung von der Krankheit.

Die Sterblichkeit bei einem schweren Fall von Leptospirose liegt im Bereich von 5% bis 40%, ist jedoch abhängig von der Schwere des Organversagens und dem Allgemeinzustand des Patienten vor der Infektion.

Leptospirose vorbeugen

Um die Chancen einer Infektion mit Leptospirose zu verringern, beachten Sie die folgenden Hinweise:

  • Reduzieren Sie den Kontakt mit jeglichem Boden, Vegetation und Wasser, welches möglicherweise mit infiziertem tierischem Urin, einschließlich Urin von Nagetieren kontaminiert sein könnte.
  • Bei der Arbeit mit Materialien, die möglicherweise kontaminiert sein könnten, sollten Sie immer Schutzkleidung tragen, welche die Haut bedeckt.
  • Bei der Arbeit in einem Bereich mit besonders hohem Risiko, sollten Sie vor dem Beginn der Arbeit mit Ihrem Arzt über den eine antibiotische Behandlung sprechen.

Medikamente & Hausmittel gegen Leptospirose

Leptospirose wird in der Regel mit Antibiotika behandelt, obwohl die Wirksamkeit nicht schlüssig nachgewiesen worden ist. Die meisten Fälle von Leptospirose sind mild und können erfolgreich mit einer 5 bis 7-tägigen Einnahme von Antibiotika-Tabletten behandelt werden.

Penicillin oder ein Tetracyclin-Antibiotikum, das Doxycyclin, ist die bevorzugte Wahl. Es ist sehr wichtig, dass Sie die vorgeschriebene Dosis von Antibiotika einnehmen, auch wenn Sie sich besser fühlen. Ein Abbruch der Behandlung, vor Abtötung aller Bakterien, kann die Rückkehr einer noch schwereren Infektion zur Folge haben.