Mumps (auch: Parotitis epidemica) ist eine Viruserkrankung, die durch Tröpfchen- und Schmierinfektionen übertragen wird. Umgangssprachlich trägt sie die Namen „Ziegenpeter“ und „Tölpel“. Menschen eines jeden Alters können davon betroffen sein, allerdings tritt die Krankheit überwiegend im Alter von 5-10 Jahren auf. Tiere sind von dieser Krankheit nicht betroffen, da die dafür verantwortlichen Viren/ Erreger nicht in ihnen vorkommen.

Ursachen für Mumps

Die Ursachen für Mumps sind bestimmte Krankheitserreger (Mumps-Viren)- auch für Masern verantwortlich. Sie gehören der Gattung der Paramyxoviren an, die sich durch Tröpfcheninfektionen übertragen, zum Beispiel durch Niesen und Husten. Auch durch den Austausch von Speichel wird Mumps übertragen, genauso durch den gemeinsamen Gebrauch von benutztem Geschirr und Besteck, was allerdings seltener vorkommt.

Symptome bzw. Anzeichen bei Mumps

Wurde man erst einmal von den Mumps-Viren infiziert, verläuft die Krankheit zu 30-40 Prozent symptomfrei. Verursacht die Krankheit hingegen Beschwerden, sind Fieber und Schwellungen oftmals eine Folge davon. Meistens sind die Ohrspeicheldrüsen von den Schwellungen betroffen, wodurch mal „Hamsterbacken“ erhält, allerdings können auch andere Speicheldrüsen und einige Organe (sehr selten) betroffen sein, wie zum Beispiel die örtlichen Lymphknoten.

Appetitlosigkeit und Unwohlsein sind oftmals Symptome im Anfangsstadium, sowie eventuelle Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Steatorrhoe und Erbrechen. Mumps kann durch seine Symptome auch andere Krankheiten hervorrufen, zum Beispiel Entzündungen der Hirnhaut (Meningitis), bis hin zur Entzündung des Gehirns, wovon Männer häufiger betroffen sind als Frauen.

Auch zur Schwerhörigkeit kann Mumps führen, wenn Hörnerv und das Innenohr entzündet sind. Ebenso kann bei Männern eine Hodenentzündung (Orchitis) auftreten, die in der Regel erst nach der Pubertät auftritt. Diese dann zur Unfruchtbarkeit führen.

Diagnose und Verlauf von Mumps

Die Diagnose von Mumps kann anhand der Ohrspeicheldrüsenschwellung (Parotitis) und den „Hamsterbacken“ gestellt werden. Falls diese Symptome bei der Krankheit nicht auftreten, besteht die Möglichkeit, anhand von spezifischen Eiweißen (Antikörper) im Blut das Mumps-Virus zu diagnostizieren. In gesonderten Fällen tritt auf, dass Erregernachweise vom Speichel, dem Urin, den Gewebeproben und der Gehirnflüssigkeit gemacht werden müssen, auch ein Rachenabstrich ist möglich. Es besteht eine Inkubationszeit von mitunter 25 Tagen, allerdings sind 16 bis 18 Tage dafür üblich.

Vor Ausbruch der Krankheit ist der Betroffene bereits für andere Menschen ansteckbar. 1 bis 2 Tage vor Ausbruch und 4 Tage danach ist die Ansteckungsgefahr am höchsten. Nach der Infektion ist man ein Leben lang immun gegen Mumps – es können allerdings in den seltensten Fällen Zweitinfektionen vorkommen.

Behandlung bzw. Therapie von Mumps

Eine Mumps-Therapie gibt es nicht, da die Viren nicht mit Medikamenten bekämpft werden können. Die Symptome können lediglich gelindert werden mit fiebersenkenden Medikamenten (Antipyretika), Schmerzmitteln (Analgetika) und kühlenden oder warmen Umschlägen. Entzündet sich während der Mumps-Infektion die Hirnhaut schwerwiegend, ist die Behandlung im Krankenhaus notwendig.

Bei einer Hodenentzündung hingegen ist Bettruhe ratsam, sowie den Hoden hochzulegen. Ist die Krankheit weiter ausgebrochen und ein komplizierter Fall entsteht, dann ist eine Behandlung mit dem sogenannten Mumps-Immunglobulin möglich (spezielle Antikörper gegen das Virus).

Wenn Kinder erkrankt sind, sollten diese dringend zuhause bleiben, um eine Ansteckungsgefahr zu vermeiden. Viel trinken und kalte oder warme Wadenwinkel sind hilfreich während der Infektion. Ebenfalls sollten saure Flüssigkeiten und feste Nahrung vermieden werden, um die Speicheldrüsen zu entlasten. Die regelmäßige Mundhygiene ist zu beachten, am besten mit desinfizierenden Substanzen – Beratung von Arzt und Apotheker empfehlenswert.

Mumps vorbeugen

Gegen Mumps kann man geimpft werden mit dem sogenannten Lebendimwirkstoff (einziger sicher Schutz). Kinder werden üblicherweise zwei Mal geimpft. Die erste Impfung erfolgt zwischen dem 11. und 14. Monat, womit Masern und Röteln ebenfalls abgedeckt werden. Zusammen sollte der Impfstoff mit einer Impfung gegen Windpocken (Varizellen) verabreicht werden, allerdings an verschiedenen Körperstellen. Eine Impfung mit nur einem Kombinationsstoff (MMRV) erhöht das Risiko von Fieberkrämpfen nach der ersten Impfung leicht (ca. 5 bis 12 Tage nach der Erstimpfung).

Bei der Zweitimpfung kann dieser Wirkstoff hingegen verwendet werden. Im Anschluss ist man immun für Jahrzehnte oder lebenslang. Die Impfung wird vorallem Berufstätigen empfohlen, die in der Gesundheitsbranche arbeiten oder gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen.

Medikamente & Hausmittel gegen Mumps

Da es kein Medikament gegen die Mumps-Viren gibt, wird empfohlen, schmerzlindernde Mittel einzusetzen, notfalls auch Kortikosteroide. Ebenso ist Bettruhe ratsam und ausreichend zu trinken. Mit Wickelwaden können die geschwollenen Körperstellen gekühlt werden, um diese zu lindern und letztendlich zu beseitigen. Breiige Kost erleichert den Speicheldrüsen, abzuschwellen, da diese weniger in Anspruch genommen werden. Bei Schwellungs des Hodens diesen sooft wie möglich hochlegen.

Der Rat des Hausarztes und zwingend notwendig, um eine umfassende Diagnose zu stellen. Laut Infektionsschutzgesetz besteht die Meldepflicht bei Erkrankung von Mumps.