Mumps wird auch landläufig Ziegenpeter oder Tölpel genannt. Es ist eine Virusinfekt der hauptsächlich die Speicheldrüsen befällt. Mumps zählt zu den klassischen Kinderkrankheiten, jedoch könne sich auch empfängliche Erwachsene damit anstecken. Hat man Mumps einmal in seinem Leben gehabt, hinterlässt diese Krankheit im Normalfall eine lebenslange Immunität. Nebenerkrankungen sind in häufigen Fällen Hirnhautentzündung oder Hodenentzündung, welche bis zur Unfruchtbarkeit gehen kann, bei Jungen. Gegen Mumps kann man sich impfen lassen.

Die Ansteckung

Das Mumpsvirus wird durch Tröpfcheninfektion verteilt. Dies kann durch direkten Kontakt, aber auch mit Speichel an Gegenstände übertragen werden. Mit Urin oder aus der Muttermilch hingegen besteht kaum Gefahr. Kinder bekommen diese Krankheit meist zwischen dem 2. und 15. Lebensjahr. Da sehr erfolgreich gegen diese Krankheit geimpft wird, kam es 2003 nur zu 104 Erkrankungen in Deutschland. In der Regel hält diese Krankheit drei bis sieben Tage an. Die Ansteckungsgefahr kann jedoch bis zu neun Tage dauern.

Das Krankheitsbild

Mumps bereitet Schmerzen beim Kauen

Mumps bereitet Schmerzen beim Kauen

Die Symptome dieser Krankheit sind doppelseitig entzündete Schwellungen der Ohrspeicheldrüse. Dadurch entstehen Schmerzen beim Kauen. Typisch ist auch ein abstehen der Ohrläppchen. Auch Fieber tritt bei dieser Erkrankung auf. Ist auch die Bauchspeicheldrüse betroffen, führt es meist zum Erbrechen. Zudem kann es zu fetthaltigem Durchfall kommen.

Die Komplikationen

Bei 3 bis 15 % der Betroffenen kommt es zur Hirnhautentzündung. Bei einer von 10.000 Infektionen tritt eine Innenohrschwerhörigkeit auf. Bei Jungen und Männern kann es zur Hodenentzündung kommen. Sehr selten kann es zur Entzündungen der Eierstöcke, der Schilddrüse, der Nieren oder der Iris am Auge kommen. Todesfälle kommen heute nicht mehr vor, allerdings kann Mumps in der Schwangerschaft zur Fehlgeburt führen.

Die Behandlung

Ein Mittel gegen diese Krankheit gibt es nicht, wenn sie erst mal ausgebrochen ist. So verschreibt der Arzt meist nur schmerzlindernde Medikamente. Da diese Krankheit Schmerzen beim Kauen verursacht, sollte man weiche Nahrung zu sich nehmen. Keine säurehaltigen Getränke oder Speisen, da diese den Speichelfluss fördern.