Bei Mumps bzw. Rubula handelt es sich um eine ansteckende Virusinfektion, die primär Speicheldrüsen befällt. Sie gehört neben Masern, Windpocken, Röteln und Scharlach zu den „klassischen“ Kinderkrankheiten, doch auch Erwachsene können betroffen sein. Die Behandlung besteht in der Linderung der Symptome. Eine Impfung kann der Erkrankung vorbeugen.

Vorkommen und Übertragung

Mumps befällt primär Kinder, verschont aber, ähnlich wie Scharlach, nicht zwingend  Erwachsene. Vor der Einführung der Impfung erkrankten Kinder etwa zwischen dem zweiten und 15. Lebensjahr. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. Der Schweregrad der Erkrankung nimmt mit dem Alter der Betroffenen zu. Seit der Einführung der empfohlenen Impfung gingen die Krankheitsfälle rapide zurück, die Impfmüdigkeit der letzten Jahre hat jedoch einen neuerlichen Anstieg der Erkrankungsfälle hervorgerufen. Mumps wird durch Tröpfcheninfektion, Direktkontakt oder sehr selten auch durch von Speichel verunreinigten Gegenständen übertragen. Infizierte können rund sieben Tage vor sowie neun Tage nach Ausbruch der Erkrankung ansteckend sein. Die Infektiosität von Mumps ist hoch, mehr als 80 % der nicht immunen Haushaltsmitglieder werden in der Regel angesteckt. Die überwundene Erkrankung bringt eine lebenslange Immunität mich sich.

Krankheitserscheinungen und Komplikationen

Es wird empfohlen, sich gegen Mumps impfen zu lassen.

Es wird empfohlen, sich gegen Mumps impfen zu lassen.

Die häufigsten Symptome sind Fieber und entzündliche Schwellungen der Ohrspeicheldrüse. Dadurch treten Schmerzen beim Kauen und abstehende Ohrläppchen auf. Oft sind weitere Speicheldrüsen betroffen. Bei Befall der Bauchspeicheldrüse, treten Erbrechen, Oberbauchschmerzen sowie Durchfälle auf. Zusätzlich leiden rund 40 – 50 % der Erkrankten an respiratorischen Symptomen.
Die häufigste Komplikation bei Mumps ist eine Hirnhautentzündung. Das zentrale Nervensystem ist in drei bis 15 % der Erkrankungen in Form einer nicht eitrigen Meningitis betroffen. Mumps-Hirnhautentzündungen weisen Kopf- und Nackenschmerzen, Lichtscheu sowie schmerzhafte Nackensteifigkeit auf. Viel seltener tritt eine Hirnentzündung auf, die sich durch Erbrechen, Schwindelgefühl, Benommenheit sowie neurologische Ausfälle bemerkbar macht. In einem von 10.000 Infektionsfällen tritt Innenohrschwerhörigkeit auf, zumeist in Form einer ein- oder beidseitigen Ertaubung. Mumps ist die häufigste Ursache einseitiger Ertaubungen bei Kindern. Das Mumpsvirus kann bei Jungen die Hoden befallen und führt zur sogenannten Mumpsorchitis. Diese beginnt mit Fieberanstieg, Anschwellung und Schmerzen in meist nur einem Hoden. Rund 13 % der Betroffenen leiden in der Folge Fruchtbarkeitsstörungen. Seltener treten Entzündungen der Eierstöcke, der Bauchspeicheldrüse, der Schilddrüse, des Herzmuskels, der Nieren oder großer Gelenke auf. Mumps verläuft heutzutage praktisch nie mehr tödlich.

Behandlung und Vorbeugung

Die Behandlung von Mumps ist, ähnlich wie bei Masern und Röteln, zumeist auf schmerzstillende und fiebersenkende Mittel beschränkt. Vor allem Wärme- bzw. Kälteanwendung an den betroffenen Halsstellen sowie medikamentös Paracetamol und Ibuprofen werden angewandt.
Es gibt einen Lebendimpfstoff mit abgeschwächten Mumpsviren zur Vorbeugung. Der Impfstoff soll die lebenslange Immunität bewirken.