Die Nasennebenhöhlenentzündung, in der medizinischen Fachsprache auch als Sinusitis bezeichnet, ist eine häufige Erkrankung, bei welcher die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen entzündet sind. Diese kann sowohl akut als auch chronisch verlaufen. Von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung spricht man immer dann, wenn diese länger als drei Monate andauert. Der Mensch besitzt mehrere Nasennebenhöhlen – bei der Erkrankung Nasennebenhöhlenentzündung kann jede dieser Nebenhöhlen, etwa die Kiefern- oder Stirnhöhle, betroffen sein.

Ursachen

Eine akute, also plötzlich auftretende Nasennebenhöhlenentzündung, entsteht meist nach einem Schnupfen oder einer Entzündung des Rachenraumes und wird meist durch Viren ausgelöst. Doch auch Bakterien und Pneumokokken können durchaus Ursache einer Sinusitis sein. Patienten, die unter einer schiefen Nasenscheidewand oder auch Nasenpolypen leiden, erkranken deutlich häufiger an einer Nasennebenhöhlen-entzündung. Bei Betroffenen ist der Schleimtransport meist deutlich gestört – nicht selten entwickelt sich hier auch eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen.

Symptome

Kopfschmerzen und Fieber – Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung. © Fotolia.com

Kopfschmerzen und Fieber – Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung.
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Vor einer Nasennebenhöhlen-entzündung kommt es meist zu einem lange andauernden Schnupfen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung sind Gesichtsschmerzen ganz typisch. Diese können stechend oder bohrend und auch pulsierend sein und nehmen bei heftigen Bewegungen meist zu. Das Nasensekret kann bei einer Nasenneben- höhlenentzündung eitrig und gelblich-grün sein, zudem ist die Nasenatmung stark behindert und Gerüche werden nicht mehr richtig wahrgenommen. Fieber, Kopfschmerzen und eine allgemeine Abgeschlagenheit sind weitere Symptome einer Sinusitis, welche im Rahmen dieser Erkrankung auftreten können.

Behandlung

Bei einer akuten Form der Nasennebenhöhlenentzündung wird der behandelnde Arzt als erste Maßnahme abschwellende Nasentropfen verschreiben. Auch schleimlösende und entzündungshemmende Medikamente wirken meist recht gut. Auch Akupunktur und Rotlicht können gegen die Symptome sehr gut helfen. Nur bei einer chronischen Form der Erkrankung kann eine Operation nötig sein

Hausmittel

Als Hausmittel haben sich bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen sowohl Thymiantee als auch ein Dampfbad mit Kamillenextrakt bewährt.

Dauer

Die akute Form der Erkrankung ist mit der richtigen Behandlung meist innerhalb weniger Tage verschwunden. Komplikationen während der Krankheit sind selten – schlimmstenfalls jedoch kann diese sich bis in das Gehirn fortsetzen und hier eine Hirnhautentzündung auslösen.

Ursachen einer Sinusitis

Eine Nasennebenhöhlenentzündung, auch Sinusitis genannt, sind entzündliche Prozesse in den einzelnen Nebenhöhlen der Nase, die auf verschiedenen Ursachen beruhen können.

Grundsätzlich wird in eine akute und eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung unterschieden. Die akute Sinusitis dauert bis zu drei Monate und tritt maximal viermal im Jahr auf. Ist der Krankheitsverlauf jedoch länger oder tritt öfter auf, spricht man von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung.

Viren sind oft Erreger einer Sinusitis. © Fotolia.com

Viren sind oft Erreger einer Sinusitis.
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Die Sinusitis zeichnet sich durch Druck-, Schmerz- und auch Völlegefühl im Bereich des Gesichts aus. Die häufigsten Ursachen sind zumeist eine bakterielle Infektion oder ein viraler Infekt der Nasenschleimhaut. Diese schwillt aufgrund des Infektes an und verstopft den Eingang zu den Nasennebenhöhlen. Durch diese Verstopfung wird der Schleim in den Nasennebenhöhlen am Abfließen gehindert und verursacht eine Zweitinfektion in den Nasennebenhöhlen.

Neben den normalen Infekten kann eine Nasennebenhöhlenentzündung noch andere Ursachen haben. Auch Allergien können zu einer Anschwellung der Nasenschleimhaut und somit zu einer Verstopfung der Eingänge zu den Nasennebenhöhlen führen. Patienten die häufiger oder sogar chronisch unter einer Nasennebenhöhlenentzündung leiden, weisen zumeist Veränderungen im Bereich der Nase auf, die die Entstehung einer Sinusitis begünstigen. Nasenpolypen, vergrößerte Nasenmuscheln oder eine schiefe Nasenscheidewand kann die Belüftung der Nasennebenhöhlen behindern und eine Nasennebenhöhlenentzündung verursachen.

Andere Ursachen können aber auch angeborene verengte Abflusswege oder anderweitige Veränderungen im Bereich der Nase sein. Weitere Ursachen für eine Nasennebenhöhlenentzündung können auch ein geschwächtes Immunsystem oder besonderes aggressive Erreger sein.

Aber auch äußere Faktoren können für eine Sinusitis ursächlich sein. So entsteht beispielsweise eine Badesinusitis beim Schwimmen durch im Wasser befindliche Erreger. Die Barosinusitis wird durch die unterschiedlichen Druckschwankungen beim Tauchen oder Fliegen verursacht. In selteneren Fällen kann eine Nasenneben-höhlenentzündung jedoch auch durch eine Vereiterung einer Zahnwurzel oder eine Fistel zwischen Mund- und Kieferhöhle entstehen. In diesen Fällen ist die Schleimhaut der Nase nicht unbedingt mitbetroffen.

Symptome einer Sinusitis

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung, auch Sinusitis genannt, handelt es sich um eine Infektion, die die Schleimhaut in Hohlräumen der Gesichtsknochen um die Nase herum betrifft. Diese Hohlräume dehnen sich seitlich der Nasenflügel und bis ober- und unterhalb der Augen aus.

Eine Nasennebenhöhlenentzündung entsteht meist aus einem Schnupfen heraus. Daher sind ihre Symptome anfangs eine laufende und verstopfte Nase, Niesen, oder auch Husten. Das Sekret ist zuerst wässrig klar, kann im Verlauf der Entzündung dann aber zäher werden und sich weißlich verfärben. Kommt eine bakterielle Infektion dazu, kann es gelblich und auch fester werden bis hin zu fest verbackenen eitrigen Bröckchen. Die Nasenschleimhaut ist gerötet und geschwollen, das Atmen durch die Nase fällt schwer.

Augendruck – Symptom einer Nasennebenhöhlenentzündung. © Fotolia.com

Augendruck – Symptom einer Nasennebenhöhlenentzündung.
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Typische Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung sind die Schmerzen rund um die Augen herum, die sich beim Bücken verschlimmern und meist morgens schlimmer sind als im Tagesverlauf. Beim Beginn einer Nasennebenhöhlenentzündung kann es sein, dass man eher ein dumpfes Druckgefühl im Kopf und in den Wangen spürt. Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung ist es möglich, dass es zu starken pochenden Schmerzen in diesem Bereich kommt. Man kann sich fühlen, als ob einem der Kopf zerspringen müsste. Jede Lageveränderung des Kopfes verursacht heftige Schmerzen. Weitere Symptome sind ein heftiges Krankheitsgefühl, vor allem wenn die Nasennebenhöhlenentzündung von Fieber begleitet wird. Die Stimme kann belegt klingen, der Geruchssinn sich verschlechtern oder verlorengehen. Auch die Geschmackswahrnehmung kann beeinträchtigt sein.

Die Symptome einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung können bis zu zwei Wochen andauern und dabei immer wieder leichter oder schlimmer werden. Dauern die Symptome bei einem Erwachsenen länger als acht Wochen oder leidet er öfter als viermal im Jahr an dieser Erkrankung, spricht man von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung. Die Ursache dafür kann eine Allergie sein, Polypen in der Nase oder anatomische Besonderheiten. Eine chronische Sinusitis äußert sich in einer ständig mehr oder weniger verstopften Nase. Oft wird diese Verlaufsform lange gar nicht bemerkt, da sie sich schleichend entwickelt.

Behandlung einer Sinusitis

Eine beginnende und milde Nasennebenhöhlenentzündung bzw. Sinusitis kann man gut selbst behandeln. Ziel der Behandlung ist es, das sich bildende Sekret möglichst dünnflüssig zu halten, die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum abzuschwellen und das Immunsystem zu stärken. Die wichtigste Maßnahme dabei ist, viel zu trinken – mindestens drei Liter Wasser oder Tees täglich. Denn der Körper kann die eingedrungenen Krankheitserreger nur dann wieder loswerden, wenn er genügend Flüssigkeit zur Verfügung hat, um sie hinauszuspülen.

Tee hilft bei der Behandlung einer Sinusitis. © Fotolia.com

Tee hilft bei der Behandlung einer Sinusitis.
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Kräutertees aus Spitzwegerich, Thymian und Schafgarbe eignen sich dafür besonders gut zur Behandlung einer Nasennebenhöhlen-entzündung, da sie schleimlösende und entzündungshemmende Inhaltsstoffe haben. Ingwertee stärkt die Immunabwehr des Körpers und wärmt gut. Um die Schleimhäute zu beruhigen, abzuschwellen und zu befeuchten, kann man ein heißes Kopfdampfbad machen. Als Zusatz ist Kamille für die Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung gut geeignet.

Man kann aber auch einen Tropfen ätherisches Cajeput-Öl auf das heiße Wasser geben, was besonders gut schleimlösend wirkt und auch die Krankheitserreger abtöten kann. Wer mag, kann auch eine Duftlampe mit je zwei Tropfen Cajeput-, Fichtennadel- und Zitronenöl aufstellen. Abschwellende Nasensprays können ebenfalls helfen. Insgesamt sollte man sich Ruhe gönnen und vor allem den Kopf vor dem Auskühlen schützen. Neben der ausreichenden Trinkmenge ist auch eine gesunde und vitaminreiche Ernährung wichtig.

Dauert die Nasennebenhöhlenentzündung längere Zeit an, verschlechtert sich der Allgemeinzustand, tritt Fieber auf oder wird das abfließende Sekret gelblich, sollte man es nicht mehr nur bei der Selbstbehandlung belassen. Ein Arzt oder Heilpraktiker kann gezieltere Maßnahmen zur Behandlung ergreifen, bevor Komplikationen dazukommen. Die Schulmedizin kennt chemische und pflanzliche Medikamente, die bei einer Nasennebenhöhlenentzündung helfen können. Ist eine bekterielle Infektion dabei, kann auch die Behandlung mit einem Antibiotikum notwendig werden. Die Naturheilkunde hat noch ein breiteres Spektrum an Therapieverfahren, besonders wenn die Nasennebenhöhlenentzündung chronisch geworden ist und immer wiederkehrt.

Die Homöopathie kennt Möglichkeiten der Behandlung. Aber auch die Traditionelle Chinesische Medizin, die Kräuterheilkunde, Spagyrik und energetische Therapien können bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen eine wertvolle Hilfe bieten.