Die Nesselsucht ist eine komplizierte Überempfindlichkeitsreaktion auf der Haut und wird auch als Urtikaria bezeichnet. Wenn sich auf der Haut plötzlich ein Ausschlag bildet, der wieder verschwindet, dann ist das oftmals ein Zeichen für eine Nesselsucht. Die Ursache kann viele verschiedene Grunde haben – so kann dies an Medikamenten, an Nahrungsmitteltunverträglichkeit, an Stress oder vielleicht auch an Kälte liegen. Das ist auch ein Grund, weshalb diese Krankheit von Ärzten so schwer zu behandeln ist, da sie schwer festzustellen ist. Das ist ähnlich wie im Heuhaufen nach der berühmten Stecknadel zu suchen. Juckreiz und Quaddeln sind in der Regel das Erscheinungsbild, das ist in etwa mit dem Kontakt einer Brennnessel mit der Haut zu vergleichen.

Die Ursachen einer Nesselsucht

Neben den bereits genannten diffusen Auslösern einer Nesselsucht sind es vor allem akute Infekte und allergische Reaktionen, die die Hautveränderungen verursachen. Vor allem bakterielle und virale Infekte, wie sie beispielsweise bei Mandelentzündungen oder einer Entzündung der Nasennebenhöhlen vorliegen, können Hautsymptome produzieren. Sehr häufig sind allergische Reaktionen mit Quaddelbildung auf der Haut. Durch einen auslösenden Faktor wie Druck, Kälte oder die Berührung von Wolle können bei Menschen, die darauf allergisch reagieren, Botenstoffe ausgeschüttet werden, die einen Entzündungsprozess in Gang setzen. Dabei werden als Teil unseres Immunsystems sogenannte Mastzellen aktiviert, die Histamin abgeben. Das Histamin sorgt für eine Erhöhung der Durchlässigkeit der Wände unserer Blutgefäße, aus denen vermehrt Flüssigkeit ins Gewebe abgegeben wird. In den von diesem Prozess betroffenen Regionen kommt es zu Wasseransammlungen im Hautbereich, die sich dort als Quaddeln aufwölben. Weitere Gründe für die Ödem- und Quaddelbildung können zum Beispiel sein:

  • Wespen- und Bienenstiche
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Medikamente

Es handelt sich also nicht in jedem Fall um eine allergisch verursachte Nesselsucht. Auch andere Gegebenheiten können die Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen verursachen. Bei etwa zwanzig Prozent der Patienten lässt sich nicht klären, welches die auslösende Ursache ist. In diesen Fällen bezeichnet der Arzt die Nesselsucht als idiopathisch.

Zusammenfassung der häufigsten Formen einer Urtikaria

Akut auftretende Symptome (spontane Urtikaria)

  • die Erkrankung besteht nicht länger als sechs Wochen
  • der Auslöser ist nicht bekannt (idiopathische Urtikaria) oder
  • der Auslöser ist eine Infektionskrankheit oder eine allergische Reaktion

Chronische Urtikaria, die spontan auftritt

  • die Hautveränderungen bestehen länger als sechs Wochen
  • die Hautveränderungen treten in Schüben auf
  • Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln, Medikamenten, Wolle, Chemikalien oder anderen Substanzen können die Quaddeln induzieren
  • Auslöser können unbekannt oder Allergien und andere Vorerkrankungen sein

Induzierbare Urtikaria

Physikalische Ursachen

  • Quaddel- und Ödembildung, ausgelöst durch Licht, Kälte, Wärme oder Druck
  • Kratzen auf der Haut führt zum Anschwellen der Haut und zur Quaddelbildung

Andere Ursachen, die Nesselsucht auslösen können

  • Anstrengung
  • der Kontakt mit Wasser
  • Stress und allgemeine psychische Belastungssituationen
  • Erhöhung der Körpertemperatur durch Fieber oder durch ein heißes Bad
  • durch den Hautkontakt mit bestimmten Stoffen

Was hat Nesselsucht für ein Erscheinungsbild und in welchen Formen kann sie auftreten?

Quaddeln und Juckreiz gehören zum typischen Erscheinungsbild der Nesselsucht. © Fotolia.com

Quaddeln und Juckreiz gehören zum typischen Erscheinungsbild der Nesselsucht.
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Gegen die Symptome der Nesselsucht helfen in den meisten Fällen Antihistaminika, um den Juckreiz zu lindern. Nach sechs Wochen sollte die Nesselsucht in Regelfall verschwunden sein. In den häufigsten Fällen gewinnt die Haut innerhalb von einem Tag ihr normales und gesundes Erscheinungsbild wieder zurück und die Schwellungen, die Rötungen und der Juckreiz sind spurlos verschwinden. Sollte die Nesselsucht dennoch nach sechs Wochen nicht verschwunden sein, dann bezeichnet man das als chronische Nesselsucht. Je nach Ausprägung Hautausschläge und Schwellungen, kann es im Beruf und im Privatleben sein, dass man Einschränkungen in Kauf nehmen muss, da man das Jucken kaum aushalten kann. Der zusätzliche Juckreiz ist zwar äußerst lästig, aber harmlos und lässt sich in der Regel gut behandeln.

Die Symptome einer Nesselsucht

Die Nesselsucht wird im medizinischen Fachjargon auch als Urtikaria bezeichnet. Sie ist gekennzeichnet durch typische mit Flüssigkeit gefüllten Quaddeln. Dabei handelt es sich um begrenzte Wasseransammlungen, die sich auf der Hautoberfläche bilden. Zu den quälenden Symptomen einer Urtikaria gehört ein starker Juckreiz. Die Quaddeln können an allen Bereichen der Hautoberfläche entstehen. Neben den Quaddeln, die sich direkt unter der Hautoberfläche bilden, können im Rahmen einer Urtikaria noch weitere Veränderungen auftreten. Bei der Entstehung von Angioödemen schwellen tiefere Bereiche der Hautschichten bis hin zur Unterhaut an. Oft treten Quaddeln und Angioödeme als vergesellschaftete Symptome auf. Kommt es nur zu einer ödematösen Schwellung der tiefen Hautschichten, handelt es sich in der Regel um eine Nebenwirkung von bestimmten Medikamenten. Eine häufige Nebenwirkung von ACE-Hemmern, die zur Therapie von Bluthochdruck und einer chronischen Herzinsuffizienz verschrieben werden, ist ein isoliertes Angioödem. Nesselsucht hat nicht nur Auswirkungen auf die äußere Haut, sie kann auch die Schleimhäute anschwellen lassen. Besonders gefürchtet ist die Entstehung eines Quincke-Ödems. Dabei handelt es sich um ein Angioödem, das im Bereich der Schleimhaut des Atemtrakts im Extremfall zu lebensbedrohlicher Luftnot führen kann. Wie bereits erwähnt, können die Auslöser für eine Urtikaria sehr vielfältig sein. Ein Viertel der Menschen in Europa erkrankt im Laufe seines Lebens mindestens einmal an einer Nesselsucht. Oft bleibt dies ein einmaliges Ereignis. Nicht immer kann herausgefunden werden, was zu der Haut- oder Schleimhautveränderung geführt hat. Doch bei vielen Betroffenen gibt es lange andauernde Krankheitsverläufe, bei denen der Patient an immer neuen Schüben leidet. Der Arzt unterscheidet zwischen einer spontanen und einer induzierbaren Urtikaria. Bei einer spontanen Nesselsucht ist meist nicht bekannt, was der tatsächliche Grund für die Hautirritation ist. Oft herrscht der Eindruck, dass der Krankheitsschub ganz ohne äußeren Einfluss eintritt. Wenn die Quaddeln einer Urtikaria jedoch von einem bestimmten Stoff oder einem Umstand wie beispielsweise Kälteeinwirkung provoziert werden können, dann wird diese Urtikaria als induzierbar bezeichnet. Bei einem plötzlichen Auftreten von Nesselsucht wird von einer akuten Urtikaria gesprochen. Das Abheilen der Quadddeln und Angioödeme kann im Einzelfall bis zu sechs Wochen und länger dauern. Bestehen nach dieser Zeit noch immer mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen auf der Haut oder kommt es immer wieder in Schüben zu den Hautveränderungen, wird eine chronische Urtikaria diagnostiziert. Beim Auftreten eines Quincke-Ödems im Bereich der Atemwege handelt es sich um einen medizinischen Notfall. In schweren Fällen können die Schleimhäute so stark anschwellen, dass eine akute Erstickungsgefahr droht. Frauen sind von einer Erkrankung an Urtikaria etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Die Möglichkeiten der Diagnose

Beim erstmaligen Auftreten einer Urtikaria wird der behandelnde Arzt in der Anamnese erfragen, wie lange die Beschwerden schon bestehen und ob zu irgendeinem Zeitpunkt eine Schwellung im Gesicht oder im Atemtrakt aufgetreten ist. Der Arzt wird sich nach folgenden bekannten Begebenheiten erkundigen:

Die ödematösen Veränderungen werden mit bloßem Auge betrachtet. Bei Bedarf können im Rahmen eines Blutbildes weitere Befunde erhoben werden. Bessern sich die Symptome trotz Behandlung nicht innerhalb kurzer Zeit, können folgende Schrittebei der diagnostischen Ursachenfindung weiterhelfen:

  • allergologische Hauttests
  • Provokationstests
  • Blutuntersuchungen auf spezifische Antikörper
  • autologer Serumtest

Die Therapie bei Nesselsucht

In vielen Fällen bessert sich eine spontan auftretende Urtikaria nach wenigen Tagen oder Wochen ohne weitere medikamentöse Behandlung. Gerade bei einer infektbedingten Urtikaria verschwinden die Symptome nach dem Abheilen der Grunderkrankung. Bei starkem Juckreiz kann bei Bedarf ein Antihistaminikum Linderung bringen. Wird die Urtikaria durch ein bestimmtes Lebensmittel verursacht, sollte dies gemieden werden. Oft ist der Auslöser jedoch nicht bekannt. Unter Kontrolle des Arztes kann bei einer chronischen Urtikaria durch allergenarme Diät nach den Nahrungsmitteln gefahndet werden, die die nesselsuchtartigen Symptome provozieren. Auch wenn die Einnahme von Medikamenten ein möglicher Auslöser ist, sollte mit dem Arzt zusammen entschieden werden, ob auf die Einnahme verzichtet werden kann. Bei sehr schweren Fällen der Hautödeme und vor allem bei einem Quincke-Ödem des Gesichts oder der Atemwege kann eine Krankenhauseinweisung notwendig werden, um den Patienten stationär zu überwachen. Dort wird ein starkes Antihistaminikum per Infusion gegeben. Mitunter kann auch die Gabe eines Glukokortikoid notwendig sein.

Was ist Neurodermitis?

Menschen mit Neurodermitis haben einen ständigen Juckreiz auf der Haut und müssen sich ständig kratzen. Diese Erkrankung wird häufig durch Stress verursacht oder wenn man etwas bestimmtes gegessen hat. Personen mit Neurodermitis haben ein überempfindliches Immunsystem und eine geschwächte Körperabwehr, die nicht nur auf Schädlinge, sondern auch auf eigentlich harmlose Stoffe wie Blütenstaub oder bestimmte Lebensmittel allergisch reagieren. Gegen diese Erkrankung gibt es bisher leider kein Heilmittel. Der Erkrankte hat meistens einen sehr trockenen Hauttyp, was zur Folge hat, das die Haut spröde ist und die Allergene sowie die Substanzen leichter Schaden verursachen können. Die Folge ist dann oft ein unerträgliches Jucken auf der Hautoberfläche, aber hier ist zu beachten, das kratzen hier die falsche Methode ist, da es dann nur noch umso mehr anfängt zu jucken.

Folgende Ursachen können Neurodermitis auslösen:

  • Nahrungsmittelunverträglichkeit, Blütenpollenallergie, Tierhaare, Milben
  • Substanzen wie Tabakrauch, Parfüm, Umweltgifte
  • Kälte oder Trockenheit, Schwüle
  • Stress und starke Emotionen
  • Schwangerschaft oder Menstruation
  • Bestimmte Textilien, zum Beispiel Wolle

Leider ist Neurodermitis nicht heilbar, jedoch lassen sich die Beschwerden lindern. Man sollte den Auslösern im Idealfall aus dem Weg gehen und die Haut entsprechend pflegen sowie Stress möglichst von sich fernhalten. In schwereren Fällen können auch Medikamente zum Einsatz kommen, um die Beschwerden zu lindern.

Hautausschlag

Hautausschläge sind entzündliche Veränderungen der Haut, dem größten Organ des Menschen. Ausschläge sind grundsätzlich Modifikationen der Haut (beispielsweise eine Reizung), welche optisch deutlich erkennbar sind.

Auch Kleinkinder können von einem Hautausschlag betroffen sein. © Fotolia.com

Auch Kleinkinder können von einem Hautausschlag betroffen sein.
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Hautausschlag ist ein sehr verbreitetes Symptom vieler verschiedener Krankheiten. Außerdem ist es oftmals eine allergische Reaktionen auf Früchte, Inhaltsstoffe etc. Zusätzlich kann ein Hautausschlag jedoch auch durch ein psychisches Problem ausgelöst werden (zum Beispiel Stress und Depression).
Grundsätzlich kann auch zwischen einem akuten und einem chronischen Ausschlag unterschieden werden. Chronisch bedeutet in diesem Fall, dass es sich um eine wiederkehrende Veränderung der Haut handelt.

Symptome eines Hautausschlags

Meist treten Hautausschläge in Form von roten Punkten oder Pusteln auf. Diese Veränderungen der Hautbeschaffenheit an der Oberfläche der Haut wird meist von sehr unangenehmen Juckreiz begleitet.
Hautausschlag kann sich auf einen bestimmten Körperbereich beschränken, zum Beispiel kann er sich auf den Dekolletébereich begrenzen. Oftmals tritt eine solche Hauterkrankung jedoch an mehreren Körperpartien gleichzeitig auf.

Behandlung eines Hautausschlags

Die Behandlung von Ausschlägen sollte nach einer Diagnose nur von Ärzten behandelt werden, da es viele verschiedene Arten von Hautausschlägen gibt. Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass darauf geachtet werden sollte, dass die Haut mit feuchtigkeitsspendenden Lotions eingecremt wird, um ein Austrocknen der Haut zu verhindern. Dies würde dazu führen, dass der Hautausschlag noch mehr zu jucken beginnt.

Neurodermitis

Neurodermitis hat viele Namen. Die medizinische Bezeichnung lautet „Atopisches Ekzem“. Weitere bekannte Begriffe sind beispielsweise atopische Dermatitis, endogenes Ekzem oder auch Asthmaekzem. Neurodermitis ist eine nicht ansteckende, chronische Hautkrankheit. Der Begriff Neurodermitis wurde im 19. Jahrhundert eingeführt. Man vermutete damals, dass eine Entzündung der Nerven die Ursache für den Hautausschlag ist. Dies wurde aber widerlegt. Das Wort Neurodermitis ist aber weiterhin ein gebräuchlicher Begriff.

Ursachen

Die genauen Ursachen des Atopischen Ekzems sind noch immer nicht vollständig bekannt. Es wird mittlerweile von einem Gerüst aus mehreren begünstigenden Faktoren ausgegangen. Dieses Ursachengerüst besteht aus genetischen Faktoren (Veranlagung beispielsweise bei Vorbelastungen in der Familie), immunologischen Prozessen (betreffen das Immunsystem), Umwelteinflüssen (z.B. Waschmittel, Farbzusätze, Nahrungsmittel) und dem Zustand der Psyche. Besonders psychische Belastungen können zu starken Schüben und Verschlechterungen der Haut führen.

Symptome

Das Hauptsymptom der Neurodermitis ist der rote Hautausschlag. Er kommt vor allen an den Ellbogen, Kniekehlen und im Gesichts- und Halsbereich vor. Besonders quälend ist der charakteristische Juckreiz. Viele Kinder kratzen sich blutig und wund, was wiederum zu Infektionen der Haut führen kann. Patienten mit Neurodermitis haben sehr trockene, meist auch schuppige Haut. Sie reagiert sehr empfindlich auf verschiedene Reize, wie zum Beispiel Parfüm in Cremes. Auch verschiedene andere Faktoren können einen Neurodermitisschub auslösen. Dazu zählen beispielsweise Nahrungsmittel, Waschmittel, Cremes, aber auch Stress und andere Allergene.

Dauer und Verlauf

Der Verlauf der Erkrankung ist sehr individuell. Meist beginnt sie sehr früh. Als erste Form wird der Milchschorf am Kopf von Säuglingen angesehen. In etwa 70% der Fälle verschwindet die Neurodermitis spontan im Jugendalter. Häufig wird der Verlauf mit zunehmendem Alter milder.

Therapie und Behandlung

Die Neurodermitis ist eine chronische Erkrankung, die nicht heilbar ist. Sie kann aber behandelt werden. Allerdings sind spontane Ausheilungen möglich. Die Therapie erfolgt immer individuell, da nicht jede Behandlung bei allen Patienten gleich gut anschlägt. Es gibt vier Stufen in der Behandlung. Sie richten sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Die Basispflege erfolgt mit einer Creme, um die trockene Haut geschmeidig und intakt zu halten. Faktoren, die einen Schub auslösen können, sollen vermieden werden. Haben sich leichte Ekzeme gebildet, wird zusätzlich mit antiseptischen und cortisonhaltigen Salben behandelt. Auch der Juckreiz wird gelindert. Bei mittelschweren und schweren Hautausschlägen werden außerdem Cortisontabletten eingesetzt.

Besonderheiten

Viele Neurodermitispatienten leiden zusätzlich an Allergien. Besonders bei Pollenallergien können Kreuzallergien auf Nahrungsmittel entstehen. Sie können bei Nichtbehandlung oder weiterer Aufnahme der Lebensmittel zu schweren Schüben führen. Auch Urtikaria, die sogenannte Nesselsucht, kommt häufiger vor. Sie kann eine Reaktion auf Allergien sein. Wichtig ist aber auch eine stabile und entspannte psychische Verfassung. Denn vermehrter negativer Stress kann die Erkrankung verschlechtern. Deshalb sollten Menschen mit Atopischen Ekzem besonders auf eine gute Stressbewältigung und Entspannung achten.

Ursache genetische Veranlagung; Hyperreaktionen des Immunsystems; Umwelteinflüsse
Symptome Rötungen; Juckreiz; Hautausschlag
Dauer chronisch, spontane Ausheilung möglich
Verlauf Schubweise; Beginn häufig mit Milchschorf am Kopf des Säuglings; Ausschlag im Baby- und Kleinkindalter; mildert sich im Jugend- und Erwachsenenalter ab
Therapie und Behandlung keine Therapie; ausschließliche Behandlung von Symptomen; individuelle Basisbehandlung mit pflegenden Cremes und antiseptische bzw. cortisonhaltige Salben; systemische Behandlung durch Cortisontabletten

Hautkrankheiten

Eine Hautkrankheit ist grundsätzlich eine Krankheit der Haut, allerdings zählen auch Erkrankungen der Hautanhangsgebilde, z.B. Nägel, Haare und Schweißdrüsen, dazu. Bei Hauterkrankungen suchen die meisten Menschen den Hautarzt bzw. Dermatologen auf.

Die häufigsten Hautkrankheiten – Symptome, Ursachen und Behandlung

Die Haut ist das Organ, mit den meisten krankhaften Veränderungen im menschlichen Körper. Aufmerksam auf Hautveränderungen wird man oftmals, aufgrund eines rötlichen, braunen oder schwarzen Hautausschlages oder starkem Juckreiz. Dabei gibt es schlimme Fälle, bei denen die juckende Stelle sich ausbreitet und harmlose Fälle, die sich selber heilen.

Krankheiten der Haut können durch zwei Dinge entstehen. Zum einen können Krankheiten der menschlichen Haut durch eine Vererbung der Gene entstehen (Neurodermitis, Schuppenflechte). Zum anderen werden Hautkrankheiten oft durch äußere Bedingungen verursacht (Sonnenbrand, Mückenstich). Falls zudem eine bakterielle oder virale Infektion vorliegt, wird der Krankheitsverlauf stark beeinflusst. Um Krankheiten der Haut erfolgreich zu bekämpfen, hilft bei leichten Hautkrankheiten eine entzündungshemmende Salbe. Bei schweren Hautkrankheit, sollte man unverzüglich einen Hautarzt aufsuchen.

Die häufigsten Hautkrankheiten – Neurodermitis

Neurodermitis zeichnet sich vor allem durch extrem trockene Hautpartien aus. © Fotolia.com

Neurodermitis zeichnet sich vor allem durch extrem trockene Hautpartien aus.
© Fotolia.com

Neurodermitis ist ein Ekzem, dass durch eine bestimmte Kombination der Gene verursacht wird. Auf der Haut zeigen sich rote, schuppende Ekzeme, die teilweise auch nässend sind. Leider ist das atopische Ekzem, wie der Mediziner es nennen würde, nicht heilbar. Man kann die Krankheit, allerdings, mit einer Therapie eingrenzen. Der Krankheitsverlauf sieht bei jedem Menschen unterschiedlich aus. Die Stellen, an denen die Krankheit ausbricht, sind variabel.

Die häufigsten Hautkrankheiten – Nesselsucht

Die Nesselsucht bezeichnet eine Reaktion der Haut auf Nahrungsmittel, Medikamente oder andere Faktoren (Wärme, Licht). Der Verlauf der Krankheit ist nicht chronisch. Nach einer Zeit von 6 Wochen ist in den meisten Fällen die Krankheit verschwunden und die Haut hat sich regeneriert. Zu sehen sind auf der Haut rote Hautausschläge, die sich in Punktform auf der Haut äußern.

Die häufigsten Hautkrankheiten – Entzündungen

Entzündungen der Haut können durch verschiedene Umweltfaktoren verursacht werden. Mücken-, Bienen-, Bremsenstiche gehören zu den häufigsten Entzündungen der Haut. Diese Insekten nehmen Blut auf und spritzen als Ausgleich eine kleine Dosis Gift oder stechen, um sich zu verteidigen. Weitere Entzündungen der Haut sind Pickel, die aufgrund von schlechten Umwelteinflüssen, schlechter Ernährung und pubertärer Reife entstehen können.

Liste der häufigsten Hautkrankheiten

  1. Infektionen der Haut und der Unterhaut
  2. Bullöse Dermatosen
  3. Dermatitis und Ekzem
  4. Papulosquamöse Hautkrankheiten
  5. Urtikaria und Erythem
  6. Krankheiten der Haut und der Unterhaut durch Strahleneinwirkung
  7. Krankheiten der Hautanhangsgebilde
  8. Sonstige Krankheiten der Haut und der Unterhaut

Allgemeiner Hinweis

Jucken, Rötungen und ein ödematöses Anschwellen der Haut oder der Schleimhäute können viele Ursachen haben. Es muss sich dabei nicht immer um eine Urtikaria handeln. Der Patient, der über die beschriebenen Symptome klagt, sollte schnellstmöglichst einem Arzt vorgestellt werden, um eine adäquate Diagnostik und, bei Bedarf, Behandlung und Medikamentierung zu bekommen. Nicht immer verläuft eine Urtikaria dramatisch. Wichtig ist vor allem zu erkennen, wenn der Betroffene Schwellungen im Gesicht hat und/oder nach Atem ringt. Dann handelt es sich um eine absolute Notfallsituation. Werden die Symptome einer Urtikaria im Rahmen von allergischen Symptomen oder vom Kontakt mit bestimmten Stoffen ausgelöst, wird der Patient oft Geduld aufbringen müssen, bis die entsprechende Ursache tatsächlich identifiziert werden kann.

 

Bei Hautkrankheiten an eine Darmsanierung denken

Die Symptome einer Urtikaria und anderen Hautkrankheiten werden im Akutfall zunächst symptomatisch behandelt, um dem Patienten zu einer Linderung der quälendsten Beschwerden zu verhelfen. Vor allem in der Naturheilkunde wird bei Hautkrankheiten, zu denen auch die Urtikaria gehört, Wert darauf gelegt, durch eine Konstitutionsbehandlung eine tief greifende Umstimmung im Organismus des Patienten zu erreichen. Dazu gehört in vielen Fällen auch eine Sanierung der Darmflora. Bei einem Erwachsenen befinden sich im Darm etwa zwei Kilogramm Bakterien, die wichtige Aufgaben innerhalb des Verdauungsprozesses übernehmen, die jedoch auch für ein funktionierendes Immunsystem eine große Rolle spielen. Durch unsere moderne Art, uns vorwiegend mit Fertigprodukten aus der Lebensmittelindustrie zu ernähren und durch die Einnahme von Medikamenten wird unsere Darmflora stark in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem die Einnahme von Antibiotika vermindert nicht nur bei Infektionen die Krankheitserreger, durch die keimmindernde Wirkung von antibiotisch wirkenden Medikamenten werden auch unsere „guten“ Bakterien im Darm abgetötet. Die häufigen Verschreibungen von Antibiotika selbst bei banalen Infekten der Atemwege durch die Ärzte sorgen nicht nur für die Entstehung von Resistenzen bei den Erregern, sondern auch für eine negative Veränderung des Darmmilieus bei ihren Patienten. Die Folgen sind chronische Verdauungsbeschwerden und Schwächen in der Immunabwehr. Stoffwechselprobleme zeigen sich oft in Form einer Hautkrankheit. Bei zusätzlich immungeschwächten Patienten sind diese Hauterscheinungen häufig entzündlicher Natur. Ziel einer Darmsanierung ist, eine gesunde Darmflora aufzubauen und zu stabilisieren. Hierfür stehen eine Reihe von naturheilkundlichen Maßnahmen und Medikamente zur Verfügung. Jeder Patient, der an Urtikaria oder einer anderen Hauterkrankung leidet, kann den Prozess der Darmsanierung und der anschließenden Erhaltung einer gesunden Darmflora durch eine konsequente basische Ernährung unterstützen. Bei der Wahl der Lebensmittel sollten beispielsweise Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse, Nüsse, Trockenfrüchte und Kartoffeln bevorzugt werden. Fleisch und Wurst, Käse und Eier, also vor allem tierische Eiweiße, dürfen bei einer basischen Kost nur in sehr geringen Mengen verzehrt werden.