Wenn man von der Pest hört, denkt man sofort an die große Seuche, die im Mittelalter für geschätzte 25 Millionen Opfer sorgte. Hier war die Infektionskrankheit auch als der „Schwarze Tod“ bekannt, welcher für Angst und Schrecken sorgte. Über Erreger, die vom Tier auf den Menschen gelangen, schafft es die Krankheit den gesamten Abwehrmechanismus des Körpers lahm zu legen und sich so rasant auszubreiten.

Auslöser der Pest

Die hochansteckende Krankheit wird durch ein winziges Bakterium ausgelöst. Dieses nennt sich „Yersinia Pesitis“. In der Ursprungsform, also vor der Mutation zu Yeresinia Pestis, ist das Bakterium für den Menschen ungefährlich. Erst durch die Mutation wird es zu einer hochansteckenden und tödlichen Krankheit. Ihren Ursprung hat dieses Bakterium bei den meisten Nagetieren. Hierbei handelt es sich um eine Zoonose, also eine Erkrankung, die sich vom Tier auf den Menschen übertragen lässt. Vor allem im Mittelalter breitete sich die Pest über die in der Stadt lebenden Ratten aus.

Symptome und Verlauf der Pestvariationen

Da sich die Pest in mehrere Unterbereiche gliedern lässt gibt es auch verschiedenste Symptome. Bei der sogenannten Bubonenpest bilden sich die typischen Pestbeulen, die vor allem aus Überlieferungen aus dem Mittelalter sehr bekannt sind. Diese Form beginnt mit heftigem Fieber, welches schlagartig auftritt. Durch ein Anschwellen der Lymphknoten, die dann innerlich zu bluten beginnen, kommt es zu tiefblauen Flecken auf der Haut. Mit ansteigendem Fieber tritt auch eine Bewusstseinsstörung auf, die durch eine Blutvergiftung weiter angetrieben wird. Ohne Behandlung stirbt der Patient an einer Blutvergiftung.

Weiterhin gibt es die Lungenpest. Diese hat ihren Ursprung, wie der Name bereits sagt, in der Lunge. Atmet der Betroffenen die Pesterreger ein, so kommt es zu hohem Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen. Im Verlauf der Krankheit entwickelt sich dann eine Bronchitis, die ohne Behandlung zu einer Lungenentzündung führt. Diese führt schließlich zum Tod. Zu beachten ist auch, dass die Patienten während der gesamten Dauer der Erkrankung hochansteckend sind.

Die dritte Form der Pest ist die sogenannte „Pestseptis“. Ihr Auftreten setzt die vorhergehende Beulenpest oder Lungenpest voraus. Hierbei kommt es zu jedoch zu Komplikationen, die sich darin äußern, dass die Pestbakterien an die Organe gelangen. Durch das Befallen der Organe können diese nicht mehr richtig arbeiten. So bekommen die Betroffenen hohes Fieber, wirken lethargisch und haben eine erhöhte Pulsfrequenz. Zunächst kommt es zu einem Anschwellen der Niere und der Milz, sowie Magen-Darm Beschwerden. Diese enden dann in einem vollkommenen Versagen der Niere und der Milz, was den Tod zur Folge hat.

Vorbeugung und Schutz vor Ansteckung

Natürlich ist der erste Punkt der Vorbeugung, infizierte Nagetiere und Flöhe zu bekämpfen. Zudem sollte es vermieden werden in „Slums“ oder ähnlichen Gebieten zu Urlauben und sich somit einer Gefahr der Ansteckung auszusetzten. In der heutigen Medizin gibt es auch die Möglichkeit, sich impfen zu lassen, um sich so vor einer Ansteckung mit der Infektionskrankheit zu schützen.

Medikamente gegen die Pest

Heute wird die Pest mit Antibiotika behandelt. Wenn die Krankheit in einem frühen Stadium erkannt wird, bestehen große Chancen auf Heilung, da das Antibiotikum sehr effektiv gegen die Erreger vorgehen kann. Besonders effektiv eingesetzte Wirkstoffe sind hierbei beispielsweise Kombinationen aus Tetracyclinen und Sulfonamiden oder Streptomycin und Chloramphenicol.

In der Forschung und Entwicklung ist bereits ein weiteres Medikament, welches die Ausbreitung der Pesterreger sofort verhindern soll. Hierbei handelt es sich um einen Enzymhemmstoff. Dieser soll Enzyme blockieren, die dafür zuständig sind, dass sich die Erreger ausbilden und weiterverbreiten können.