Ein Plattenepithelkarzinom (Epithelioma spinocellulare) ist eine Form des Hautkrebses, der sich durch eine Tumorbildung zeigt und nur in den seltensten Fällen metastasiert. Das Karzinom entsteht im Plattenepithel des Haut- bzw. Schleimhautgewebes, welches verstärkt der UV-Strahlung ausgesetzt ist und oftmals durch eine Krebsvorstufe, der aktinischen Keratose, vorbelastet ist. Daher ist diese maligne Form des Tumors bei 9 von 10 Patienten eine Erkrankung im Gesichtsfeld, häufig im Bereich der Unterlippe.

Wie kann ein Plattenepithelkarzinom entstehen?

Der Bildung eines Tumors dieser Art geht oft eine Lichtschädigung des betroffenen Gewebes voraus, aber auch andere Krankheiten und Verwundungen, sowie immunschwächende medikamentöse Therapien können eine Entwicklung fördern. Tritt nun eine hohe Strahlenbelastung durch UV-Licht auf, kann es zur Ausbildung von fehlreguliertem Gewebe, also Hautkrebs, kommen.

Durch welche Symptome äußert sich ein Plattenepithelkarzinom?

Zu Beginn ist meist nur ein schuppender rötlicher Fleck sichtbar, der sich mit der Zeit zu einem warzenartigen, verhornten Gebilde formt. Verkrustungen und Blutungen können im fortgeschrittenen Stadium auftreten und ab einem Durchmesser von circa 2 cm ist es möglich, dass der Tumor Metastasen bildet, die in anderen Geweben in Erscheinung treten. Diese können kutan (die Haut betreffend) sein, jedoch auch innerlich vorkommen, wie zum Beispiel im Lymphsystem und anderen Organen.

Im Anfangsstadium ist ein Plattenepithelkarzinom ein rötlich schuppender Fleck. © Fotolia.com

Im Anfangsstadium ist ein Plattenepithelkarzinom ein rötlich schuppender Fleck.
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Behandlungs-möglichkeiten eines Plattenepithelkarzinom

Die Therapie der Wahl ist in aller Regel eine operative Entfernung der Geschwülste mittels feingeweblicher Randschnittkontrolle der Schnittränder, die womöglich aus Gründen der Prävention ebenfalls bis zu den angrenzenden Lymphknoten ausgeweitet wird. Ist eine Operation medizinisch kontraindiziert, so bieten sich alternative Heilmethoden an.

Die Gabe von Zytostatika kann in jedem Entwicklungsstadium erfolgen, allerdings ist das Risiko einer nochmaligen Erkrankung (Rezidiv) relativ hoch. Die photodynamische Therapie, Kürettage (Abschabung) oder Vereisung (Kyrotherapie) des Gebildes können neben der Lasertherapie Anwendung finden, sofern alle zu berücksichtigende Parameter für die jeweilige Behandlung sprechen.

Sehr gute Heilungschancen bestehen solange das Karzinom noch nicht gestreut hat, jedoch ist die Prognose nach dem Metastasieren weitaus ungünstiger.

Hautkrebs

Bösartige Hautveränderungen werden als Hautkrebs bezeichnet. Wie bei allen Krebsarten gibt es auch hier verschiedene. Aber wie entsteht Hautkrebs und wie wird er behandelt?

Er entsteht überwiegend durch UV-Licht. Ungeschützter Aufenthalt in der Sonne und zahlreiche Sonnenbrände schädigen die Haut. Das kann zu Krebs führen. Sehr gefährlich sind die Strahlen der Sonnenbänke in Solarien. Auch Muttermale und Leberflecke können zu Krebs werden. Es gibt den weißen Hautkrebs, der hauptsächlich im Gesicht auftritt. Er hat seinen Ursprung im Hautepithel.

Der schwarze Hautkrebs , Malignes Melanom, entsteht in den Zellen, die das Pigment Melanin bilden. Diese Zellen können entarten und sehr gefährlich werden. Sie bilden Metastasen in den Lymphknoten und in den inneren Organen. Dieser Krebs ist sehr aggressiv und führt oft zum Tod. Es gibt den Immunzellenhautkrebs, der in den Zellen des Immunsystems entsteht.

Außerdem gibt es noch seltene Hautkrebsarten, wie z.B. Talgdrüsenkarzinome, Schweißdrüsenkarzinome, Fibrosarkome oder Angosarkome. Bei diesen Arten von Krebs verändern sich Zellen und lösen die Erkrankung aus. Auch durch Genveränderungen, also auch erblich bedingt, kann sich Krebs bilden.

Welche typischen Symptome treten auf?

Um Hautkrebs vorzubeugen sollten Muttermale regelmäßig überprüft werden. © Fotolia.com

Um Hautkrebs vorzubeugen sollten Muttermale regelmäßig überprüft werden.
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Alle auffälligen Veränderungen der Haut sollten Beachtung finden. So ist eine regelmäßige Kontrolle von Muttermalen und Leberflecken nötig. Diese können ihre Farbe, Form und Größe verändern. Das kann ein Zeichen für eine Erkrankung sein. Weitere Symptome können Knötchen oder Knoten und blutende Male auf der Haut sein.

Wie kann Hautkrebs behandelt werden?

Beim Auftreten von weißem Hautkrebs kann der Betroffene operiert werden. Dabei werden die Krebszellen entfernt. Da diese Form von Krebs meistens keine Metastasen bildet, kann man erfolgreich operieren. Schwierig wird es, wenn der Krebs spät erkannt wurde. Dann ist der Tumor größer und kann das Gewebe zerstören.

Beim schwarzen Hautkrebs ist eine Früherkennung sehr wichtig, denn die Melanome wachsen sehr schnell. Sie sind besonders aggressiv. Haben sie bereits die Lymphknoten und die inneren Organe befallen, kann meistens nicht mehr geholfen werden. Dann führt diese Erkrankung zum Tod. Im Frühstadium ist eine Heilung möglich. Hier kann eine Chemotherapie zum Einsatz kommen. Beim Krebs der Immunzellen kann ebenfalls eine Chemotherapie helfen. Es hängt vom Grad der Erkrankung ab.

Auch bei den seltenen Krebsarten sind lokale Entfernung, also Operation oder Bestrahlungen eine Möglichkeit, die Krankheit wirksam zu bekämpfen.

Basaliom

Aktuelle Studien zum Thema Krebserkrankungen zeigen, dass immer mehr Menschen an bösartigen Tumoren, darunter auch am sogenannten Basaliom, erkranken. Doch im Gegensatz zu den häufigsten Krebsarten wie Tumore in der Brust, Prostata oder Lunge haben viele Menschen keine genaue Vorstellung davon, um was für eine Krebsart es sich nun bei einem Basaliom überhaupt handelt. Was ist das also, welche Symptome bringt die Krankheit mit sich und was kann man dagegen tun?

Allgemeines

Bei einem Basaliom, das auch Basalzellkarzinom oder weißer Hautkrebs genannt wird, handelt es sich um den am häufigsten auftretenden Tumor des Hautepithels. Die Tumorerkrankung erhielt ihren Namen dadurch, weil sie sich aus den basalen Schichten der Epidermis entwickelt.

Am häufigsten findet sich der Tumor am Hals oder im Gesicht auf Nase, Ohren oder Schläfen, da diese Körperregionen besonders stark der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Ein Basaliom gilt zwar aufgrund der Tatsache, dass sich nur äußerst selten Metastasen bilden, lediglich als semi-maligner, also als teilweise bösartig, doch es kann wie andere bösartige Tumore auch das umliegende Gewebe schädigen und im schlimmsten Fall sogar die Knochen befallen.

Gefährliche UV-Strahlen

Ein Basaliom wird durch langwierige Sonneneinstrahlung gefördert. © Fotolia.com

Ein Basaliom wird durch langwierige Sonneneinstrahlung gefördert.
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Der wohl größte Risikofaktor für eine Erkrankung an einem Basaliom ist eine langjährige und intensive Einwirkung von Sonnenstrahlen. Dies zeigt sich auch daran, dass die Prävalenz einer Erkrankung in Ländern mit einer höheren Sonneneinstrahlung wesentlich höher liegt, als beispielsweise in Nord- und Mitteleuropa.

Eine große Rolle spielen wahrscheinlich auch genetische Dispositionen für eine geringe Hautpigmentierung, weshalb das Risiko für sehr blasse Hauttypen wesentlich höher ausfällt. Gefährdet sind vor allem ältere Menschen.

Symptome

Ein Basaliom ist vorrangig an hervortretenden Gewebeveränderungen zu erkennen. Diese sind oft glänzend und haben erhabene Ränder. Sie können jedoch leicht mit Ekzemen oder einer Schuppenflechte verwechselt werden, was die Diagnose erschwert. Besonders im Anfangsstadium sind Basaliome nur sehr schwer erkennbar, unterscheiden sich jedoch von unreiner Haut mit Pickeln oder Akne darin, dass sie stetig wachsen und nicht von selbst wieder verschwinden. Insgesamt unterscheidet man sechs verschiedene Formen von Basaliomen:

  • knotiges solides Basaliom
  • oberflächlich- multizentrisch
  • pigmentiertes
  • sklerodermiform
  • exulzerzierendes oder destruierend wachsendes Basaliom

Therapiemöglichkeiten

Die wohl häufigste angewandte Form der Therapie besteht in der chirurgischen Entfernung des Tumors, da durch diese Methode die Rückfallrate relativ gering ausfällt. Ist eine Operation jedoch nicht möglich, kann auch auf andere Behandlungsmöglichkeiten zurückgegriffen werden. In erster Linie ist hierbei die Bestrahlung zu nennen. Ebenfalls möglich ist die sogenannte Kryotherapie, bei der die Basaliome vereist werden.

Mittlerweile existiert sogar eine Creme, die die Symptome der Tumorerkrankung lindern soll.

Aktinische Keratose

Die aktinische Keratose wird auch aktinische Präkanzerose, solare Keratose oder senile Keratose genannt. Bei der aktinischen Keratose handelt es sich um Hautverhornung. Ausgelöst wird diese Erkrankung durch die Einwirkung von Sonnenlicht, welche intensiv und langjährig erfolgte. Die Hautzellen verändern und vermehren sich dabei krankhaft.
Betroffen sind vor allem Menschen über 50 Jahren und mit hellem Hauttyp. Besonders gefährdet sind Menschen, welche in Ländern mit hoher UV-Strahlung leben. Die aktinische Keratose tritt bei Männern häufiger auf als bei Frauen. Sie tritt normalerweise an Stellen am Körper auf, die häufig dem Sonnenlicht ungeschützt ausgesetzt sind. Diese Hautschädigung kann nach Jahren in Hautkrebs übergehen. Das Risiko dafür liegt bei zehn Prozent.

Symptome

Aktinische Keratose ist anfangs eine Hautveränderung, welche unscharf begrenzt, millimetergroß und rau ist. Erste Symptome sind auch kleine, rötliche Flecken. Sie entstehen dadurch, dass die Blutgefäße durch die ausgedünnte Oberhaut sichtbar werden. Dann verfärben die Hautzellen sich durch die Vermehrung weißlich, werden dicker und breiten sich aus.

Die Aktinische Keratose beginnt meist mit kleinen roten Flecken. © Fotolia.com

Die Aktinische Keratose beginnt meist mit kleinen roten Flecken.
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Anschließend sehen die Veränderungen wie fest mit dem Untergrund verwachsene Hautwucherungen aus, die warzig-höckerig und rau wie Sandpapier sind.

Therapie

In seltenen Fällen bildet sich die aktinische Keratose auch von allein zurück. Die aktinische Keratose gilt als Krebsvorstufe oder auch Frühstadium. Deshalb ist die frühzeitige Erkennung und Entfernung wichtig. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.
Sie kann mit örtlicher Betäubung operativ entfernt werden. Dabei werden die Hautveränderungen herausgeschnitten oder herausgeschabt.

Eine andere Möglichkeit ist es, die entarteten Zellen mittels eines Zellgiftes, welches oberflächlich auf die Haut aufgetragen wird, abzutöten. Die photodynamische Therapie (PDT) ist die dritte Möglichkeit. Hierbei wird auf den betroffenen Hautstellen eine Creme auf Basis von 5-Aminolävulinsäure aufgetragen und dann bestrahlt mit rotem Kaltlicht.

Bei einer frühzeitigen Behandlung nimmt die aktinische Keratose meist einen günstigen Verlauf.

Lungenkrebs

Bei den Lungenkrebsarten werden besonders der kleinzellige und der nicht-kleinzellige Lungenkrebs unterschieden, nach deren Diagnose sich die Behandlungsart unterscheidet.

Die Ursachen

Schadstoffe, die von außen in die Lunge gelangen, eine ungesunde Ernährung, Luftverschmutzung, Vernarbungen durch Infektionen wie Tuberkulose und genetische Voraussetzung sind für die Entstehung von Lungenkrebs verantwortlich. Was für das Plattenepithelkarzinom, dem Hautkrebs, die Sonneneinstrahlung ist, ist für den Lungenkrebs das Tabakrauchen. 90 Prozent der Erkrankten sind Tabakraucher. Auch Arbeiter in der Metallverarbeitung und in Bergwerken haben ein erhöhtes Risiko. Uran-Bergarbeiter, Chemiearbeiter und Winzer (arsenhaltige Schädlingsbekämpfung) sind besonders betroffen.

Beschwerden

In der frühen Phase macht Lungenkrebs kaum Beschwerden oder wird oft mit einer chronischen Bronchitis verwechselt. Warnsignale sind wochenlang andauernder Husten, Auswurf mit Blutbeimengung. Kommen Gewichtsverlust und Schwäche hinzu, besteht Verdacht auf Lungenkrebs. Die Symptome werden erst spät bemerkt, dabei sind die Chancen für eine Heilung bei einer frühen Entdeckung ungleich höher.

Wie wird er gefunden

Lungenkrebs tritt vermehrt bei Rauchern auf. © Fotolia.com

Lungenkrebs tritt vermehrt bei Rauchern auf.
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Früherkennungsmaßnahmen durch Computertomographie sind bisher nicht kassenärztlich vorgesehen, solange kein Verdacht besteht. Sie können nur selbst finanziert werden. Bei Verdacht erfolgt die Basisdiagnostik. Diese beinhaltet eine Röntgenaufnahme der Lunge. Oft werden die Herde bei Röntgenaufnahmen aber überlagert und bleiben unentdeckt. Eine Computertomographie ist aussagekräftiger.

Zur sicheren Klärung ist eine Lungenspiegelung mit Gewebeentnahme notwendig. Da diese Untersuchung nicht schmerzhaft aber unangenehm sein kann, kann der Patient um ein Beruhigungsmittel bitten, um ihm die Untersuchung erheblich zu erleichtern.

Nur das kleinzellige Lungenkarzinom kann durch eine Blutuntersuchung in 8 von 10 Krankheitsfällen festgestellt werden.

Die Behandlung

Wird der Tumor vollständig entfernt durch eine Operation oder zerstört durch Bestrahlung oder Medikamente besteht eine gute Heilungschance. Hat der Tumor die Lungengrenzen überschritten, kann der Krankheitsverlauf meist nur noch gehemmt und der Krebs selten vollständig geheilt werden.

Bestrahlungen zerstören Krebszellen aber auch gesunde Zellen, wodurch es zu unangenehmen Nebenwirkungen wie ständige Müdigkeit, Erbrechen und Gewichtsverlust kommt. Medikamente wirken gezielt nur auf die Zellen im erkrankten Gewebe. Für den Einsatz der Medikamente müssen bestimmte Voraussetzungen im erkrankten Gewebe vorliegen, damit diese überhaupt wirken können.

Ist eine Operation notwendig, versuchen Ärzte so viel Lungengewebe wie möglich zu erhalten. Muss ein Lungenflügel vollständig entfernt werden, dauert es Monate, bis der andere Lungenflügel die gesamte Lungenfunktion übernehmen kann. In dieser Zeit ist der Patient extrem geschwächt.

Alternativen zur Schulmedizin

Die beste Medizin zur Bekämpfung von Lungenkrebs ist die vorsorgliche Vermeidung. Diese beinhaltet ein Verzicht auf Tabakrauchen, sorgfältige Ausheilung von Lungenerkrankungen, gesunde Ernährung und das Meiden von Schadstoffen am Arbeitsplatz.

Gebärmutterhalskrebs

Ein Gebärmutterhalskrebs bezeichnet einen malignen Tumor des Gebärmutterhalses. Er ist weltweit die zweithäufigste Todesursache bei Frauen. In Deutschland erkranken jährlich etwa 6000 Frauen an einem Zervixkarzinom, wobei etwa 1800 Personen daran sterben.

Ursachen von Gebärmutterhalskrebs

Der Gebärmutterhalskrebs gehört in der Mehrzahl der Fälle zu den Plattenepithelkarzinomen, die von den Epithelien der Haut und der Schleimhäute ausgehen.

Ein Zervixkarzinom wird fast ausschließlich durch eine Infektion mit bestimmten Typen von Papillomviren (HPV) hervorgerufen. Das Papillomvirus besitzt eine doppelsträngige DNA. Es kann sich aber, wie alle Viren, nicht von alleine vermehren, sondern braucht dafür eine Wirtszelle. Die Viren-DNA wird in die DNA der Wirtszelle eingebaut und regt diese zur Teilung an, um sich zu vermehren. Dabei werden teilweise auch Mechanismen unterdrückt, welche die Zellteilung begrenzen.

Bei häufigeren Zellteilungen sammeln sich mit der Zeit immer mehr Fehler an, die begrenzende Mechanismen zunehmend aushebeln. Allerdings ist das ein sehr langsamer Prozess, der sich Jahrzehnte hinziehen kann. Nur bei zwei bis acht Prozent der betroffenen Frauen entwickelt sich jedoch ein Zervixkarzinom. Damit eine HPV-Infektion letztlich in einen Gebärmutterhalskrebs mündet, müssen nämlich noch bestimmte Randbedingungen erfüllt sein. Folgende Faktoren werden diskutiert:

  • Meist schafft ein starkes Immunsystem, den Virus nach rund zwei Jahren zu eliminieren. Das gelingt jedoch nicht immer. In manchen Fällen persistieren die Viren im Körper.
  • Ein Risikofaktor ist Rauchen.
  • Auch andere Genitalinfektionen begünstigen einen Gebärmutterhalskrebs.
  • Die Sexualhygiene spielt eine große Rolle.
  • Entscheidend ist auch, welches HPV-Virus vorliegt.

Symptome von Gebärmutterhalskrebs

Ein Gebärmutterhalskrebs bleibt lange ohne Symptome. Gelegentlich kommt es zu leichten Schmierblutungen. Erst in einem späten Stadium treten fleischwasserfarbene süßlich riechende Ausflüsse auf. Diese deuten dann auf größere Tumore hin, welche bereits geschwürig zerfallen.

Wenn der Krebs unbehandelt bleibt, streut er über den Blutkreislauf und das Lymphsystem Krebszellen im gesamten Organismus aus, die dann Metastasen in anderen Organen bilden. Außerdem ist der Tumor raumfordernd und wächst in Mastdarm, Harnblase und Harnleiter ein. Dabei kann es zu Nierenstau und Lymphödemen in den Beinen kommen.

Diagnose

Das Zervixkarzinom kann nur durch histologische Untersuchungen von Gewebeteilen diagnostiziert werden. Diese werden durch gezielte Probenahmen aus dem Muttermund, eine Konisation bei entsprechendem Pap-Test (Beurteilung von Zellabstrichen) oder bei einer Ausschabung aus dem Gebärmutterkanal gewonnen. Bei Nachweis des Karzinoms schließen sich bildgebende Verfahren an, wie Sonografie, Röntgenuntersuchung, Rektoskopie oder auch Kernspintomografie, um das Stadium des Gebärmutterhalskrebses zu bestimmen.

Therapie von Gebärmutterhalskrebs

Krebsvorstufen werden durch regelmäßige histologische Untersuchungen über 24 Monate begleitet. Dabei kann es sogar zur Rückbildung der Neoplasie kommen. Gegebenenfalls kann ein kleiner operativer Eingriff am Muttermund (Konisation) vorgenommen werden, um die beginnende Krebsentstehung zu stoppen.

Bei manifestem Gebärmutterhalskrebs reicht häufig auch noch eine Konisation. Sollte der Tumor bereits weiter fortgeschritten sein, ist eine größere Operation notwendig. Je nach Stadium der Krebserkrankung ist eine Strahlen- oder Chemotherapie häufig indiziert.