Unter einer Psychose versteht man eine schwere psychische Erkrankung, bei der der Patient (meistens) vorübergehend in einen Zustand des Realitätsverlustes kommt. Die Patienten leiden in den Zeiten einer Psychose unter Wahnvorstellungen, fühlen sich verfolgt oder machen Dinge, die sie selber in Gefahr bringen können, wie zum Beispiel den Raum in Brand zu setzen, weil Stimmen sie dazu angestiftet haben.

Wenn die Patienten in einem solchen realitätsfremdem Zustand sind, begreifen sie ihn nicht als solchen. So kann es dann dazu kommen, dass er oder sie sich und/oder andere Menschen in Gefahr bringt.

Ursachen einer Psychose

Eine Psychose kann viele Ursachen haben. Oftmals geraten junge Menschen in einen solchen Zustand, nachdem sie mit Drogen jeglicher Art in Kontakt gekommen sind. Wenn sie dann nicht mehr „runter kommen“, kann sich eine Psychose verfestigen und der Patient bleibt ein Leben lang in einem Zustand, der einer Unterbringung in Wohngruppen oder ähnlichem nötig macht.

Neben Drogenkonsum kann es allerdings immer noch nicht speziell gesagt werden, was eine solche Störung verursacht. Man hat Vermutungen, dass unter anderem folgende Dinge einen solchen Zustand „begünstigen“: Demenz, Cortison, Stress, Reizüberflutung oder einem schweren Unfall mit Kopfverletzungen.

Symptome einer Psychose

Wenn sich bei dem Betroffenen Halluzinationen einstellen, der Patient kaum noch schlafen kann, in einen Wahn gerät. Oder wenn der Antrieb deutlich nachlässt. Die Betroffenen ziehen sich immer mehr zurück und können sich nicht mehr gut konzentrieren. Das denken funktioniert nicht mehr wie in Psychose-freien Phasen.

Wenn die Patienten über Dinge berichten, die nicht realistisch sind, wie zum Beispiel, wenn der Patient mit einem großen Ring am Finger Aliens von sich fernhalten möchte. Die Stimmung kann sich sehr verschlechtern. Und Unterhaltungen sind mit den Betroffenen oft nur noch schwer zu führen, da sie nicht richtig in der Lage sind, auf das gesagte des Gegenüber einzugehen und entsprechend zu antworten.

Diagnose & Verlauf einer Psychose

Bei einer Psychose muss genau geguckt werden, wie es zu der wieder-Erkrankung gekommen ist, so dass die Symptome nicht aus Versehen anders gedeutet werden können. Deshalb ist eine genaue Diagnose sehr wichtig. Eine Diagnose lässt sich nun stellen, indem zu Beginn eine körperliche Ursache ausgeschlossen werden muss. Hierbei hilft auch zu Beginn wieder die Anamnese des Patienten, ob es vorher schon bekannte Psychoseerkrankungen in der Familie gegeben hat.

Weiterhin gilt es nun, mit dem Betroffenen, den Ärzten, dem medizinischen Personal und Angehörigen zu sprechen. Im Laufe der Gespräche wird dann in der Regel relativ schnell die Diagnose gestellt, weil die Aussagen des Patienten oft schon das Hauptsymptom für eine Psychose darstellen.

Behandlung einer Psychose

In akuten Phasen setzen die Psychiater in der Regel auf Tranquilizer, Benzodiazepine und Neuroleptika, die den Patienten etwas beruhigen können und ihm dabei helfen, weniger Wahnhafte Gedanken zu haben. Zu Beginn ist es erforderlich, den Patienten medikamentös etwas dichter einzustellen, da er gerade in dieser Zeit eben unter Umständen auch für sich und andere Menschen eine Gefahr darstellen.

In diesen Fällen werden die Patienten in der Regel in Landeskrankenhäuser und geschlossenen Akut-Stationen eingewiesen, da man ihnen dort auch eher die Behandlung zuteil werden lassen kann, die er nun braucht.

Des weiteren sollte man dafür sorgen, dass der Patient viel Schlaf bekommt und man ihn sehr von zu vielen Reizen abschirmt.

Einer Psychose vorbeugen

In erster Linie ist es unbedingt wichtig, dass der Patient seine Medikamente regelmäßig nimmt. Gibt es da den Verdacht, dass das nicht immer reibungslos abläuft, kann er oder sie auch mit Hilfe einer Depot-Spritze behandelt werden. Und ebenso ist es bei Patienten mit wieder kehrenden Psychosen an zu raten, sie in Projekten wie einem betreuten Wohnen unterzubringen.

Meistens überrollen die Psychosen den Betroffenen so, dass er oder sie nicht mehr auf die Warnzeichen reagieren kann und dann, wenn er in eine Behandlung kommt, schon in einer akuten Krise ist.

Medikamente & Hausmittel gegen eine Psychose

Hausmittel gegen Psychosen gibt es nicht. Und die Mittel der Wahl sind Neuroleptika, die der Betroffene auch nicht bloß in akuten Phasen nehmen sollte. Meistens werden die Patienten von ihren Ärzten langfristig auf diese Medikamentengruppe eingestellt, so dass der Patient, wenn er auch sonst gut auf sich und mögliche Vorwarnzeichen achtet, lange Zeit zwischen akuten Phasen haben kann. Man kann aber nun nicht pauschal sagen, dass der Patient zwingend immer wieder in diese Zustände gerät.