Die Raucherlunge steht für eine chronische, nicht heilbare Atemwegserkrankung. Hauptverursacher der umgangssprachlich genannten Raucherlunge ist das Rauchen. Mediziner nennen sie auch COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Mehr als fünf Millionen Menschen in Deutschland sind erkrankt.

Auch wenn das Rauchen in den allermeisten Fällen für eine Raucherlunge verantwortlich ist (über 90% aller Patienten sind Raucher oder haben geraucht), gibt es noch weitere Ursachen, die zu einer Raucherlunge führen können. Die Umwelteinflüsse spielen dabei eine wesentliche Rolle. Insbesondere wird die Form des Passivrauchens thematisiert und in der Entstehung einer Raucherlunge erkannt, aber auch der Einfluss von schädlichem Feinstaub aus der Umwelt kann das Risiko einer Erkrankung an einer Raucherlunge erhöhen und Lungenkrebs kann die Folge sein.

Das Risiko an einer Raucherlunge zu erkranken, steigt mit der Dauer des Rauchens und mit der Anzahl der gerauchten Zigaretten.

Symptome

Je länger man raucht, umso höher ist das Risiko einer Raucherlunge. © Fotolia.com

Je länger man raucht, umso höher ist das Risiko einer Raucherlunge.
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Eine Raucherlunge entsteht über viele Jahre hinweg. Die ersten Symptome bemerkt man oft, wenn die Erkrankung fortgeschritten ist.

Im Atemtrakt befinden sich sogenannte Flimmerhärchen und Becherzellen, die für die Schleimproduktion verantwortlich sind. So soll die Luft, die der Mensch einatmet, gereinigt werden und Staub und Schmutz hinausbefördert werden. Es wird ein Schutz gebildet.

Der Nikotinkonsum zerstört auf langer Sicht die Schleimhaut und die Flimmerhärchen. Es entwickeln sich mehr Becherzellen, die vermehrt Schleimhaut produzieren.
Bei dem Patienten kommt es zu einer chronischen Bronchitis (Husten), der vor allem morgens auftritt. Dabei kann es zu einem bräunlich gefärbten oder blutigen Auswurf – bedingt durch die Giftstoffe in der Lunge – kommen.

Die Raucherlunge hat zur Folge, dass die Betroffenen verstärkt unter Kurzatmigkeit leiden. Auch der Rückgang einer allgemeinen Belastbarkeit ist zu beobachten.

Bei einer stark fortgeschrittenen Raucherlunge verengen sich die Atemwege unumkehrbar.
Ob sich die Atemwege eines Betroffenen wieder erholen, ist davon abhängig, ob er das Rauchen aufgibt, ärztliche Hilft aufsucht und wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Ab einem gewissen Stadium der Krankheit kann sich die Lunge nicht mehr regenerieren. Erkältungen können bei Betroffenen sehr viel schwerer verlaufen und führen häufiger zu einer Lungenentzündung.

Außerdem wird durch die vermehrte Leistung der Lunge eine Herzschwäche begünstigt.
Im fortgeschrittenem Stadium können Lungenbläschen ihre Stabilität verlieren, die Struktur der Lunge wird zerstört und ein Lungenemphysem entsteht.

Die Gefahr des Rauchens

Dass das Rauchen der Gesundheit schadet weiß jeder Bürger spätestens, seitdem ein entsprechender Hinweis verpflichtend auf jede Zigarettenpackung aufgedruckt werden muss. Doch was genau ist so gefährlich am Konsum von Zigaretten? Wo liegen die Gefahren des Rauchens?

Gefahr für die Lunge

Am meisten schadet der Nikotinkonsum durch das Rauchen der Lunge. In sie wird der Rauch schließlich eingeatmet und durch die Ablagerung von Teer entsteht die berühmte schwarzverfärbte „Raucherlunge“ (unter Medizinern auch COPD genannt). Die Teer-Ablagerungen können im schlimmsten Fall zu einer Krebserkrankung der Lunge führen. Außerdem sind Raucher anfälliger für Asthma und entwickeln „Raucherhusten„. Im fortgeschrittenem Stadium können Lungenbläschen ihre Stabilität verlieren, die Struktur der Lunge wird zerstört und ein Lungenemphysem entsteht.

Rauchen schadet nicht nur der Lunge

Im Gegensatz zu dem, was viele glauben, schadet Rauchen aber bei weitem nicht nur der Lunge. Ebenso beansprucht der regelmäßige oder auch nur gelegentliche Konsum von Nikotin dem gesamten Herz-Kreislauf-System. Menschen, die rauchen, tragen somit ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder andere Erkrankungen des Herzens.

Rauchen kann tödlich sein – auch für das ungeborene Kind. © Fotolia.com

Rauchen kann tödlich sein – auch für das ungeborene Kind.
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Ein weiterer Bereich, der bei Rauchern einem hohen Risiko ausgesetzt ist, ist die Zeugungsfähigkeit. Bei Männern beeinflusst das Rauchen die Qualität der Spermien, bei Frauen wiederum die Qualität der Eizellen – somit ist es durchaus möglich durch hohen Konsum zeugungsunfähig zu werden oder zumindest nur noch bedingt zeugungsfähig zu sein.

Außerdem können sowohl Spermien als auch Eizelle Schäden durch das Rauchen davon tragen und beim Kind dann zu Genveränderungen führen – Veränderungen in den Genen können Krankheiten auslösen. Die Gefahr für Tot- oder Fehlgeburten steigt mit dem Nikotinkosum – selbst dann, wenn in der Schwangerschaft auf das Rauchen verzichtet wird.

Schwangere Raucherinnen schaden nicht nur sich selbst sondern in erster Linie dem Kind. Bei jeder Zigarette wird die Sauerstoffzufuhr kurz unterbrochen – diese Unterbrechung kann das Kind massiv in seiner Entwicklung beeinträchtigen. Somit schadet man dem Kind während der Schwangerschaft mit jeder einzelnen Zigarette.

Die gute Nachricht

Die meisten Mediziner sehen viele Schäden, die durch Nikotin ausgelöst wurden, als reparabel an. So gehen die Mediziner davon aus, dass die Lunge sich im Laufe der Jahre regeneriert sobald das Rauchen eingestellt wurde. Nach 15 Jahren ohne Konsum liegt beispielsweise das Risiko für Lungenkrebs beim Risiko eines Nichtrauchers.

Es lohnt sich daher immer mit dem Nikotinkonsum aufzuhören – die Gesundheit wird es Ihnen danken.

Lungenkrebs

Auch wenn die Medizin noch nicht abschließend alle Faktoren herausfinden konnte, die Lungenkrebs verursachen, kennt man heute doch einige große Risikofaktoren. Hierzu zählen in erster Linie das Rauchen – sei es in aktiver oder passiver Form.

Man spricht hier von der berühmten „Raucherlunge“ (unter Medizinern auch COPD genannt). Das Rauchen ist gefährlich und kann tödlich enden. Im fortgeschrittenen Stadium des Raucherhustens kann ein Lungenemphysem entstehen. Eine zweite, verbreitete Ursache, ist die Luftverschmutzung – hiervon sind natürlich vor allem Großstädter betroffen. Auch das radioaktive Gas Radon begünstigt die Entstehung von Lungenkrebs. Wichtig zu wissen ist, dass keiner der genannten Faktoren zwangsläufig zu Lungenkrebs führt – die Faktoren erhöhen lediglich das Risiko einer Erkrankung. Die Mediziner vermuten, dass der tatsächliche Ausbruch von Krebs auch mit genetischen Anlagen zusammenhängt.

Was sind die Symptome?

Lungenkrebs ist vor allem deshalb so gefährlich, weil die meisten Patienten erst im fortgeschrittenen Stadium Beschwerden haben und einen Arzt aufsuchen. Zu den typischen Beschwerden bei Lungenkrebs-Patienten zählen Husten, Atemnot und Schmerzen im Brustbereich. Allerdings gibt es keine Symptome, die ganz klar dem Lungenkrebs zuzuordnen sind – die Anzeichen der Krankheit könnten auch auf viele andere Krankheiten hindeuten.

Daher sollten Sie nicht in Panik verfallen, falls Sie eines der Symptome bei sich wahrnehmen – andererseits sollten die klassischen Anzeichen auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Wie wird die Krankheit diagnostiziert?

Wenn der Verdacht auf Lungenkrebs besteht ist eine vielfältige Diagnose notwendig – denn wie schon gesagt: es gibt keine eindeutigen Hinweise auf diese Art von Krebs. Der Arzt wird sich zunächst mit der Patientengeschichte auseinandersetzen und Risikofaktoren sammeln. Im Anschluss sind verschiedene medizinische Interventionen möglich – hierzu gehören Röntgenaufnahmen des Brustkorbes, die Positronen-Emissions-Tomographie (diese hilft, krebskrankes Gewebe zu erkennen), die Magnetresonanztomographie (bei dieser Untersuchung entsteht ein dreidimensionales Bild des Körpers und die Organe werden sichtbar), Spiegelung der Atemwege, Untersuchung von Hustenauswurf und die Entnahme von Gewebeproben.

Nicht jede Diagnosemethode ist bei jedem Patienten notwendig – der Facharzt wird hier entscheiden welche medizinischen Schritte zur sicheren Diagnose nötig sind.

Therapie von Lungenkrebs

Wie bei allen Krebsarten ist auch bei Lungenkrebs die Chemotherapie eines der wichtigsten und erfolgsversprechenden Verfahren. Abhängig vom Schweregrad und auch in Abhängigkeit davon, ob der Lungenkrebs bereits in andere Teile des Körpers gestreut hat, wird man auch bei Lungenkrebs um eine Bestrahlung und/oder operative Eingriffe nicht herumkommen.

Jede Krebserkrankung verläuft bei jedem Menschen individuell und erfordert eine andere Art der Intervention – über den genauen Behandlungsablauf wird Sie daher der Facharzt aufklären.

Die Therapien selbst sind jeweils sehr risikoreich und teilweise mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden – daher sollte die Therapie sorgfältig geplant und im Sinne einer Kosten-Nutzen-Rechnung kalkuliert werden.

Das Lungenemphysem

Das Lungenemphysem ist eine reversible oder irreversible Erweiterung der terminalen Bronchiolen, der Alveolargänge und der Alveolen. Die Veränderung kann mit oder ohne Zerstörung des normalen Lungengewebsaufbaues einhergehen.

Entstehung vom Lungenemphysem

Die Entstehung des Lungenemphysems beruht auf einem Ventilmechanismus. Durch Veränderungen an den Bronchien, zum Beispiel durch chronische Bronchitis, Schleimpfröpfe, Narben, Fremdkörper und dergleichen, ist die Einatmung wohl möglich, die Ausatmung dagegen stark erschwert. Da mit großer Anstrengung ausgeatmet werden muss, kommt es zu einer Drucksteigerung in den Alveolen mit Überdehnung der Atmungsräume. Dies führt nach einiger Zeit zum Strukturumbau in der Lunge. Durch chronischen Husten kann sich ein Lungenemphysem entwickeln.

Die chronische obstruktive Lungenerkrankung, kurz COPD genannt, wird umgangssprachlich auch als Raucherkrankheit oder Raucherlunge bezeichnet. COPD steht als Sammelbegriff für Lungenerkrankungen (z.B. Lungenkrebs), bei denen es zu starken Husten, Auswurf und Atemnot kommt. Aber auch bei Personen die selbst nicht rauchen, kann diese Erkrankung durch das Passivrauchen auftreten.

Akutes, reversibles Lungenemphysem

Dabei handelt es sich um eine gleichmäßige Ausdehnung der Alveolen und Brocnchiolen unter Wahrung ihrer Proportionen. Kommt vor bei akuter intraalveolärer Drucksteigerung, zum Beispiel bei Bronchitis, Aspiration von Fremdkörpern in die Luftröhre und beim Ertrinken.

Die Alterslunge ist für das höhere Lebensalter obligat, es handelt sich um eine gesunde Lunge mit eingeschränkter Leistungsbreite, sie hat zu dem chronischen Lungenemphysem nur eine indirekte Bedeutung. Normalerweise zeigt die atrophische Alterslunge keine Symptome. Die größte Gefahr besteht darin, dass es durch Atemwegsinfektionen zum Anschwellen der Bronchialschleimhaut kommt.

Chronisches, irreversibles Lungenemphysem

Eine dauernde intraalveoläre Drucksteigerung führt schon nach kurzer Zeit zum Strukturabbau. Es kommt zur Überdehnung der respiratorischen Räume, zum Abbau des Lungengewebes mit Schwund der Alveolarstruktur und zur Reduktion der Blutkapillaren.

Bei dem Lungenemphysem ist die Lunge sehr groß, füllt den Thorax vollständig aus und überlagert den Herzbeutel. Die Konsistenz der Lunge ist substanzarm und luftreich.
Der Ausfall an Atmungsfläche setzt die Sauerstoffaufnahme herab, es treten Atemnot und Zyanose auf.

Die durch den Lungenstrukturumbau bedingte pulmonale Hypertonie führt zum Cor pulmonale. Für die Prognose vom Lungenemphysem ist der Schweregrad der Bronchitis wesentlich. Letztere fördert den Ventilmechanismus mit Ausatmungsbehinderung und alveolärer Drucksteigerung.

Das chronische Lungenemphysem ist nicht rückbildungsfähig, ärztliches Ziel ist die Behandlung der Bronchitis.

Risiken und Therapie des COPD

Die COPD ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung und hat leider die Ursachen in der Schadstoffbelastung der Lunge. Die Ursache liegt in dem Einatmen und zwar dem jahrelangen Einatmen von schädlichen Stoffen. Das Rauchen gehört zu diesen schädlichen Stoffen und jeder zweite Raucher, der älter ist, ist von dieser Krankheit betroffen. Nur ganz selten ist die COPD auch erblich bedingt.

Die Symptome

Die Symptome von COPD sind Husten, Atemnot und Auswurf. Meistens leidet der Patient an einen langanhaltenden Husten. Nach dem Aufstehen am frühen Morgen ist der Husten sehr typisch, sogar in der Nacht kann es dazu kommen. Die COPD ist im Grunde ein häufiger Reizhusten, der oft ohne Schleimproduktion vorkommt. Auch eine asthmatische Komponente kann der Husten aufweisen. Verschiedene Reizstoffe wie Parfüm, Deo, Rauch oder anderes, kann den Husten auslösen. Die Krankheit sollte nicht unterschätzt werden, denn anfangs wird man bei Belastungen an Atemnot leiden und später sogar, wenn man sich im Ruhezustand befindet.

Die Diagnose der COPD

Die Diagnose übernimmt natürlich der Arzt, er wird erst die körperliche Untersuchung durchführen und dann einen Lungenfunktionstest durchführen. Auch die Allergiediagnostik ist manchmal ein Thema, vor allem, wenn es darum geht Asthma bronchiale auszuschließen. Der Arzt wird auf jeden Fall auch eine Blutuntersuchung durchführen und eventuell auch Röntgenaufnahmen oder die Computertomographie anstreben. Ebenfalls kann es auch sein, dass eine Bronchoskopie durchgeführt wird.

Die Therapie bei der COPD

Die COPD ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung. © Fotolia.com

Die COPD ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung.
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Die COPD muss behandelt werden, in erster Linie muss man die Auslöser vermeiden, dass sich die Krankheit bessert. Die Lungenfunktion muss wieder gebessert werden, dass der Patient ein besseres Leben führen kann.

Zuerst wird der Patient Medikamente bekommen, die dafür sorgen, dass sich die Bronchien weiten. Sind die Sprays dafür nicht ausreichend, bekommt der Patient auch noch Kortison. Leider ist es so, dass die COPD recht weit fortgeschritten sein kann und sich nicht mehr heilen lässt. In diesem Fall wird man das ganze Leben lang Medikamente nehmen müssen, dass es einem gut geht. Generell ist es so, dass sich Schäden an Bronchien und Lunge nicht vollständig heilen lassen.

Vorbeugung

Es braucht wohl wenige Worte, um zu verstehen, wie man der Krankheit COPD vorbeugt. Ist man Raucher, heißt es, dass man ab jetzt die Finger von den Zigaretten lässt. Rauchen ist Gift für den Körper und wenn man wieder besser atmen möchte, muss man Nichtraucher werden. Denn mit Zigaretten kann man die Erkrankung auch mit Medikamenten nicht bessern.  COPD wird umgangssprachlich auch als Raucherkrankheit oder Raucherlunge bezeichnet, Lungenkrebs kann die Folge sein.

Im fortgeschrittenen Stadium des Raucherhustens kann ein Lungenemphysem entstehen.