Reizhusten ist ein trockener und unproduktiver Husten. Er tritt meistens zu Beginn einer Erkältung auf und kann recht schnell zu einen produktiven Husten übergehen. Reizhusten kann auch auf Herzprobleme oder Asthma hinweisen.

Der Husten ist zusätzlich auch ein Schutzmechanismus des Körpers. Er säubert die Bronchien und befreit die Atemwege von Schleim und Staubpartikeln.

Ursachen von Reizhusten

Wenn die Schleimhaut gereizt wird, geben die Nerven ein Signal ins Hustenzentrum. Vom verlängerten Rückenmark aus wird das Husten reflexartig ausgelöst.

Reizhusten kann viele verschiedene Ursachen haben:

Symptome bzw. Anzeichen von Reizhusten

Reizhusten trifft häufig bei Erkältungen auf, wobei der trockene Husten durch Heiserkeit begleitet wird. Gerade zu Beginn der Erkältung tritt diese Form von Husten am meisten auf. Mögliche Symptome können sein:

Diagnose und Verlauf bei Reizhusten

Eine ärztliche Untersuchung beim Arzt mit abklopfen und abhören ist der erste Schritt. Um bestimmte Erkrankungen auszuschließen, wird in der Regel eine Lungenspiegelung, eine Computertomographie, die Lungenfunktionsprüfung und eine Röntgenuntersuchung durchgeführt.

Mit der Lungenuntersuchung kann der Arzt feststellen ob nicht etwa Fremdkörper oder Tumore die Schuld am Reizhusten haben. Nach dem Lungenfunktionstest lassen sich Aussagen darüber machen, ob und wie weit es Verengngen der Atemwege gibt.

Behandlung und Therapie bei Reizhusten

Die Therapie richtet sich stets nach der Grunderkrankung. Hustenhemmende Medikamente können für die Behandlung eingesetzt werden, da sehr trockener Husten die Schleimhaut schädigen kann. Antitussiva hemmt den Hustenreflex und beruhigt, so dass der Betroffene sich während dem Schlafen erholen kann und nicht ständig husten muss. Medikamente sollen jedoch nicht länger als eine Woche genommen werden, weil bestimmte Arzneimittel süchtig machen können. Bei pflanzlichen Mitteln ist jedoch keine Gefahr der Abhängigkeit zu befürchten.

Verschreibungspflichtige Arzneimittel sind: Codein, Dihydrocodein, Hydrocodon, Noscapin und auch Hydrocodon, wobei letztere in nur ganz seltenen Fällen angewendet wird.

Bei stark gereizter Schleimhaut kann der Arzt dem Betroffenen sogar ein Kortison-Spray verschreiben. Besteht ein Verdacht auf Lungenentzündung wird Antibiotika eingenommen, bzw. ist ein Besuch ins Krankenhaus notwendig.

Vorbeugung gegen Reizhusten

  • vitaminreiche und ausgewogene Ernährung für ein starkes Immunsystem
  • regelmäßige körperliche Bewegung um Abwehr in Schwung zu bringen
  • Immunschwache sollten sich von kranken Menschen fernhalten
  • Auf Rauchen und Passivrauchen verzichten

Medikamente und Hausmittel gegen Reizhusten

Rezeptfreie Medikamente

  • Isländisch Moos: Dämpft Reizhusten
  • Dextromethorphan: Dämpft Atemwegsinfektionen
  • Eibisch: Lindert Schleimhautreizungen
  • Pentoxyverin: Mindert Hustenreiz

Hausmittel und was man selbst gegen Reizhusten tun kann

  • Lutschtabletten mit Salz
  • genug Luftfeuchtigkeit im Raum
  • Körper schonen mit Bettruhe
  • wärmende Hals- und Brustwickel
  • Rotlichtbestrahlung
  • Erkäkltungsbad