Ein Sarkom bezeichnet eine maligne Neoplasie. Es ist von mesodermaler Herkunft, das heißt, es entsteht aus Zellen der mesenchymalen Stützgewebe. So ist das Sarkom (Fleisch, Weichteil) ein bösartiger Tumor, welcher vom Stützgewebe ausgeht. Das Sarkom metastiert früh in die Blutgefäße.

Zusammen mit den Karzinomen (Tumor des Deckepithels) sowie der Leukämie (Erkrankung des Blutes) und dem Lymphom (Erkrankung des Knochenmarks) gehört das Sarkom zur Gruppe der malignen Tumorerkrankungen, also Krebserkrankungen. Bei den malignen Erkrankungen machen Sarkome nur etwa 1 Prozent aus und kommen so deutlich seltener als Karzinome vor. Generell werden Sarkome in zwei Hauptgruppen aufgeteilt, das sind die Knochensarkome und die Weichgewebssarkome.

Zu den ersteren gehören das Osteosarkom, das Chondrosarkom, das Ewing Sarkom, das Maligne Adamantinom und der Maligne Riesenzelltumor. Von den Weichgewebesarkomen können mehr als 100 unterschiedliche Tumore unterschieden werden.

Die häufigsten Sarkome sind:

  • das Leiomyosarkom
  • das Lipoasarkom
  • das Rhabdomysarkom
  • und das Maligne Fibröse Histiozytom

Ursachen für ein Sarkom

Der Ursprung des Sarkoms ist das Stütz- und Bindegewebe, also Fett-, Knorpelgewebe und Knochen oder auch das Muskelgewebe. Nach aktueller WHO-Klassifikation werden Sarkome in circa 100 unterschiedliche Entitäten unterteilt. Wobei sich diese nach ihrer vermeintlichen Herkunft, ihrer Biologie, ihrer Morphologie und ihren molekulargenetischen Veränderungen unterscheiden.

Eine exakte Einordnung ist für die spätere Behandlung von großer Wichtigkeit. Die Ursachen eines Sarkoms sind noch weitgehend unklar. Zu den bekannten Risikofaktoren gehört eine vorausgegangene Bestrahlung sowie eine stärkere Einwirkung von Asbest oder Polyvinylchlorid (PVC). Knochensarkome können auch durch äußere Traumen auftreten, etwa einem Tritt gegen das Kniegelenk.

Symptome bzw. Anzeichen bei Sarkomen

Die Symptome sind wiederum stark vom vorliegenden Sarkom abhängig. So können beispielsweise Schmerzen, Schwellung, Abgeschlagenheit, Blässe auftreten. Aber auch Flüssigkeitsaustritt aus dem Ohr, Vaginalblutungen, Gesichtsschwellung, Hirnnervenlähmung, Harnstau oder Protrusion auftreten.

Diagnose & Verlauf bei einem Sarkom

Die Diagnose eines Sarkoms findet fast immer beim Facharzt oder Spezialkliniken statt. Meist erfolgt zur Diagnosefindung zunächst ein MRT, CT oder eine Skelettzintigraphie. Bei Verdacht auf Knochenkrebs werden auch Knochenmarkspunktionen vorgenommen. Im weiteren Verlauf kommt es zur Entfernung des Sarkoms. Erst in der dann anschließenden histologischen Untersuchung kann eine exakte Diagnose des Sarkoms erfolgen. Die Behandlung und Erkennung von Sarkomen ist eine große medizinische Herausforderung.

Behandlung bzw. Therapie eines Sarkoms

Die Therapie ist wiederum abhängig von der Art des Sarkoms. Für ein gutes Therapieergebnis ist ein interdisziplinärer Behandlungsplan sehr entscheidend. Es gibt unterschiedliche Therapieverfahren, die je nach Stadium einzeln oder auch kombiniert eingesetzt werden. Allen voran gehören hierzu die Operation, die isolierte Extremitätenperfusion, die Chemotherapie sowie die Bestrahlungstherapie (Radiatio). Die Heilungschancen sind Abhängig vom Erkrankungsstadium. Je früher der Tumor erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Haben sich bereits Metastasen gebildet, sind die Heilungschancen entsprechen schlechter.

Unter Heilung wird verstanden, wenn nach Entfernen des Tumors binnen fünf Jahren kein neues Sarkom aufgetreten ist. Nach fünf Jahren ohne Tumor das Wiederkommen eines Sarkoms oder Metastasen vergleichsweise gering. Die Heilungsquote liegt bei 80 Prozent.

Einem Sarkom vorbeugen

Da die Ursachen weitgehend noch unbekannt sind, ist auch die Vorbeugung relativ schwierig. Generell sind ein gesunder Lebensstil und das Vermeiden von Giftstoffen oder chemischen Stoffen empfehlenswert. Wie bereits erwähnt spielt beim Sarkom die genaue Diagnose eine bedeutende Rolle bei der Therapie.

Medikamente & Hausmittel gegen ein Sarkom

Der Einsatz von Medikamenten ist wiederum abhängig von der Art des Sarkoms. Hausmittel finden bei der Behandlung nur eine untergeordnete Rolle. Diese dienen eher der Stärkung des Körpers, als der Therapie des Tumors. So können gerade zur Chemotherapie begleitend Mistelpräparate oder Vitamin Komplexe den Körper stärken.

Allerdings sollten auch Hausmittel in diesem Fall nie ohne ärztlichen Rat eingenommen werden.

Ebenso verhält es sich auch bei allen weiteren Medikamenten. Sind Chemotherapie oder Bestrahlung weitgehend ohne Erfolg wird im Spätstadium der Erkrankung auch Interferon-alpha zusammen mit antiretroviralen Medikamenten verabreicht. Die Wissenschaft arbeitet nach wie vor an der Ursachenforschung und an damit verbundenen neuen Therapiekonzepten und Medikamenten.