Die sogenannte „Schaufensterkrankheit“ ist eine Erkrankung, die zu den peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten gehört. Hierbei werden körperferne Arterien verschlossen oder verstopft, sodass ein Blutfluss verhindert oder eingeschränkt wird. Ihren Namen hat die Krankheit aus einem ganz besonderen Grund. Mit andauerndem Verlauf der Krankheit zeichnet sich die Durchblutungsstörung dadurch aus, dass die Betroffenen nach nur kurzer körperlicher Aktivität schon Schmerzen verspüren. Oftmals bleiben die Betroffenen dann beim Einkaufen vor einem Schaufenster stehen, um nicht auffällig zu wirken.

Ursachen der Schaufensterkrankheit

Als Ursache der Schaufensterkrankheit gilt oft der schleichende Verschluss der Arterien. Dies wird durch zahlreiche Faktoren ausgelöst. Beispielsweise kann Rauchen das Risiko erhöhen der Krankheit zu erliegen. Weiterhin ist Diabetes, Bluthochdruck oder eine Fettstoffwechselstörung ein Risikofaktor, der ein Auftreten der Krankheit nicht ausschließen lässt.

Symptome der Schaufensterkrankheit

Erste Anzeichen lassen sich an Taubheitsgefühlen erkennen. Hierunter fallen auch Schwäche- und Kältegefühle in den Beinen. Diese werden gefolgt von starken Muskelschmerzen in den betroffenen Gliedmaßen, selbst wenn nur sehr wenige Bewegung oder Belastung erfolgt ist. Dies hat dann zur Folge, dass die Patienten nur noch sehr wenig gehen können.

Das gefährliche an der Schaufensterkrankheit ist dennoch, dass die meisten Patienten keinerlei Beschwerden oder Anzeichen erkennen oder wahrnehmen. Dies liegt daran, dass die Erkrankung sehr schleichend von Statten geht und dem Patienten somit erst dann auffällt, wenn sie wirklich ausgeprägt ist.

Verlauf der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit

Der Verlauf lässt sich in vier Stadien unterteilen. Das erste Stadium ist von einer sehr geringen Verschlussstelle geprägt, weswegen der Patient noch keinerlei Schmerzen oder Anzeichen wahrnehmen kann. Gelegentlich können Beinschmerzen wahrgenommen werden, die aber keinerlei Beachtung erhalten, da diese als nicht auffällig wahrgenommen werden.

Das zweite Stadium ist von zunehmenden Schmerzen geprägt, welche in den Waden. Oberschenkeln oder im Gesäß wahrgenommen werden. Hierbei können bereits längere Strecken nicht mehr zurück gelegt werden.

Das dritte Stadium ergänzt die Schmerzen dann in den Füßen und in den Zehen. Bereits im Ruhezustand treten diese Schmerzen auf. Oftmals werden diese wahrgenommen, wenn der Betroffenen liegt oder die Beine nach oben lagert.

Das vierte und letzte Stadium verhindert das Laufen komplett, denn der Schmerz breitet sich immer weiter aus. Zudem nimmt der Verschluss der Arterie rasant zu, sodass es auch zu einem kompletten Verschluss der Arterie kommen kann. Zudem wird das Gewebe beschädigt, was zur Folge haben kann, dass das komplette Glied amputiert werden muss.

Behandlung der Schaufensterkrankheit

Mittels einer Sauerstoffhochdrucktherapie wird versucht, die Beine wieder vollständig zu durchbluten. Dies lässt es zu, dass eine weitere Strecke wieder schmerzfrei gelaufen werden kann. Zudem gibt es die Möglichkeit, dass ein Bypass in die verschlossene Arterie gesetzt wird. Diese hält den Durchgang frei und lässt eine gute Durchblutung zu. So können Schmerzen gelindert und ein Risiko des Gewebeabsterbens verhindert werden.

Hierbei sind die zu erreichenden Ziele vor allem, dass ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall verhindert werden soll. Zudem versucht man die Bewegungsfreiheit wiederherzustellen, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Schaufensterkrankheit vorbeugen

Um dieser Erkrankung vorzubeugen sollte natürlich versucht werden den Risikofaktoren auszuweichen. Hierzu sollte nicht geraucht werden. Weiterhin sollte ein guter Blutdruck vorhanden sein, welcher auch durch regelmäßigen Sport oder eine gegebenenfalls erfolgversprechende Gewichtsreduzierung erreicht werden kann.

Medikamente gegen die Schaufensterkrankheit

Mittels Medikamenten kann auch eine Linderung der Schmerzen erreicht werden. Hierzu wird ein Hemmstoff verabreicht, der die Blutplättchen daran hinder soll sich zu verkleben. Ein Verstopfen der Arterien wird somit verhindert. Weiterhin gibt es noch Vasoaktive Substanzen, die die Gefäße erweitern und einen besseren Blutdurchfluss erlauben.