Die Schilddrüse ist ein hormonbildendes Organ; werden jedoch zuviel Hormone produziert kommt es zur Entstehung der Schilddrüsenknoten. Als Ursache kommt meist ein Mangel an Jodzufuhr in Betracht. Die Krankheit ist relativ weit verbreitet. Da sie im Anfangsstadium fast keine Symptome verursacht, bleibt ein Schilddrüsenknoten oft über längere Zeit unentdeckt. Erfahren Sie im nachfolgenden Text mehr über die Schilddrüse, ihrer Funktion und Schilddrüsenknoten.

Die Entstehung von Schilddrüsenknoten

Die Hirnanhangdrüse schüttet ein spezielles Hormon aus. Dieses treibt die Bildung von Schilddrüsenhormonen an. Wird zuviel davon produziert, erhöht sich der Hormonspiegel zu stark; die Schilddrüsenzellen vergrößern sich und es entsteht ein gutartiger Schilddrüsenknoten (Adenom). Die Symtome durch die der Patient auf seine Krankheit aufmerksam wird sind vielfältig. Oft ist ein Gewichtsverlust festzustellen, obwohl ausreichend gegessen wird.

Andere Patienten beklagen starken Haarausfall. Wieder andere fühlen sich grundlos plötzlich gereizt und reagieren unangemessen aggressiv. Auch verstärktes Schwitzen kann im Vordergrund stehen. Sogar Herzrhythmusstörungen können sich herausbilden. Für den betroffenen Patienten macht sich dies unangenehm durch starkes Herzklopfen bemerkbar.

Bei der Therapie der entstandenen Schilddrüsenknoten kann auf drei Varianten zurückgegriffen werden

Wenn ein Schilddrüsenknoten entdeckt wird muss schnell gehandelt werden. © Fotolia.com

Wenn ein Schilddrüsenknoten entdeckt wird muss schnell gehandelt werden.
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Die Operation, die Radiojodtherapie und die medikamentöse Wahl. Als Medikamente kommen Thyreostatika zum Einsatz. Diese greifen in den Hormonbildungsprozess der Schilddrüse ein und verlangsamen die Produktion der Hormone. Wird die Radiojodtherapie gewählt, erhält der Patient radioaktives Jod in Kapseln zum Schlucken verabreicht. Die Zellen sterben ab. So kann erreicht werden, dass die Schilddrüsenknoten völlig verschwinden.

Wächst allerdings der Schilddrüsenknoten trotz regelmäßiger Medikamenteneinnahme weiter, wird man sich eventuell doch für eine Operation entscheiden müssen. Hierbei wird entweder die gesamte Schilddrüse oder nur der Schilddrüsenknoten entfernt. Eine Operation birgt natürlich auch gewisse Risiken, so können u.a. die Stimmbänder verletzt werden. Auch die Nebenschilddrüse kann beeinträchtigt werden.

Man sollte aber daran denken, dass auch die Medikamente nicht unbedingt ohne Nebenwirkungen bleiben. Durch die Einnahme kann es zu Hautausschlägen (bis hin zu Ekzemen) kommen. Durchfälle, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Tachykardie können auch auftreten.

Eine Tatsache steht aber fest

Wurde bei jemanden ein Schilddrüsenknoten festgestellt, muss in jedem Fall gehandelt werden. Bleibt diese Krankheit nämlich für eine längere Zeit unbehandelt, führt sie entweder zu starken Herzproblemen oder zu Schäden an anderen inneren Organen.

Die Schilddrüse

Die menschliche Schilddrüse (lat. Glandula thyr(e)oidea) befindet sich am Hals unterhalb des Schildknorpels vor der Luftröhre und hat die Form eines Schmetterlings. Sie ist eine Hormondrüse. Das durchschnittliche Gewicht der Schilddrüse bei Erwachsenen liegt bei ca.18-60 g.

Die Aufgabe der Schilddrüse beim Menschen

Die Schilddrüse bildet die beiden Hormone Thyroxin und Trijodthyronin. Diese sind für das Wachstum, die Entwicklung und den Energiehaushalt der Körperzellen verantwortlich. Außerdem steuern sie die Temperaturregulation unseres Körpers, sind für den ausgeglichenen Mineralhaushalt verantwortlich und regeln unseren Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Zwischen den Zellen der Schilddrüse befindet sich Gewebeflüssigkeit, die sogenante Lymphe, die über die Lymphgefäße in die Lymphknoten abfließt.

Hormone aus der Schilddrüse beeinflussen die Funktion unserer Organe. © Fotolia.com

Hormone aus der Schilddrüse beeinflussen die Funktion unserer Organe.
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Dies ist besonders für die Schilddrüsenchirurgie von Bedeutung, da sich auch Krebszellen über die Lymphgefäße ausbreiten können. Schilddrüsenhormone beeinflussen die Funktion und den Stoffwechsel aller Organe. Sie wirken sich auch auf Herz und Kreislauf aus und führen zum Beispiel zur Erhöhung von Herzfrequenz und Blutdruck oder zu Gefäßerweiterungen. Außerdem steigern sie die Aktivität der Schweiß- und Talgdrüsen der Haut. Die beiden Hormone Thyroxin und Trijodthyronin sind Jodverbindungen, welche von Follikelepithelzellen gebildet werden und auf ausreichende Jodzufuhr über die Nahrung angewiesen sind.

Erkrankungen der Schilddrüse

Es gibt vielfältige Erkrankungen der Schilddrüse. Zum Beispiel Entzündungen, Überfunktion (Hyperthyreose),Unterfunktion (Hypothyreose) und häufig tumorartige Erkrankungen wie Struma und Schilddrüsenautonomie, und Hashimoto.

Struma

Als Struma wird eine messbare, sichtbare oder tastbare Veränderung der Schilddrüse bezeichnet. Die häufigste Ursache ist Jodmangel. Zur Behandlung stehen medikamentöse Therapien mit der Zugabe von Jod oder Schilddrüsenhormonen, eine Operation und eine Radiojodtherapie zur Verfügung. Struma ist weltweit eine der am meisten auftretenten Schilddrüsenerkrankungen. Anzeichen einer solchen Erkrankung sind zum Beispiel Luftprobleme, Schluckbeschwerden und Engegefühl im Hals. Zur allgemeinen Vorbeugung der Schilddrüsenvergrößerung wird in vielen Länder Speisesalz mit Jod angeboten.

Überfunktion

Bei einer Überfunktion werden zu große Mengen der Hormone Thyroxin und Trijodthyronin gebildet. Dadurch wird der Stoffwechsel beschleunigt, was Unruhe, Schlafstörungen, Gewichtverlust, Nervosität und starkes Schwitzen zur Folge hat. Meist werden Medikamente verabreicht. Als Alternative Therapien werden auch Homöopathie, Akupunktur oder Traditionelle Chinesische Medizin angeboten.

Unterfunktion

Dabei werden zu geringe Mengen der Hormone ausgeschüttet, was körperliche und geistige Leistungsabnahme zur Folge hat. Müdigkeit, Depressionen oder Gewichtszunahme können auftreten. Mit einer Therapie sollte möglichst frühzeitig begonnen werden. Es können Hormone verabreicht werden. Außerdem sollte man Stress vermeiden.

Schilddrüsenkrebs

Schilddrüsenkrebs ist ein bösartiger Tumor der Schilddrüse. Je nach dem, an welcher Stelle der Schilddrüse sich der Tumor bildet, wird Krebs in verschiedene Arten unterschieden. So unterschiedlich wie die Krebsarten der Schilddrüse sind die Heilungschancen von Schilddrüsenkrebs.

Differenzierte Karzinome

Sie machen bis zu 80 Prozent aller Schilddrüsenkrebsarten aus. Sie werden in papillär und follikulär unterteilt. Follikuläre Karzinome entstehen in den Follikelzellen der Schilddrüse. In den Follikelzellen werden die Hormone Ttijodithyronin und Thyroxin gebildet. Follikuläre Karzinome ähneln in ihrer Struktur dem Gewebe der Schilddrüse. Sie wachsen langsam, sind weniger bösartig und betreffen circa ein Drittel der differenzierten Karzinome. Die Heilungschancen für follikuläre Karzinome sind sehr gut.

Papilläre Karzinome betreffen 50 Prozent aller Schilddrüsenkarzinome. Sie treten im Alter zwischen 30 und 40 Jahren am häufigsten auf. Frauen sind von dieser Krebsart häufiger betroffen als Männer. Die Heilungschancen sind sehr gut.

Medullärer Schilddrüsenkrebs

Er entsteht in den Zellen, welche den Kalziumstoffwechsel steuern. Dieser Krebs wächst schnell und bildet frühzeitig Metastasen. Diese befallen die Lymphknoten im Halsbereich und gelangen von dort in Lunge, Leber, Nebenniere und Knochen. Die Heilungschancen sind weniger gut. Allerdings tritt er nur zu einem geringen Prozentsatz auf. Er befällt Personen zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr.

Undifferenzierte Karzinome

Ein anhaltender Jodmangel kann Schilddrüsenkrebs fördern. © Fotolia.com

Ein anhaltender Jodmangel kann Schilddrüsenkrebs fördern.
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Selten und sehr aggressiv ist der Krebs der undifferenzierten Karzinome. Sie bestehen aus verändertem Gewebe und wachsen sehr schnell. Bei Erkennung haben sich oft schon Metastasen in anderen Körperteilen gebildet. Die Heilungschancen stehen schlecht. Undifferenzierte Karzinome treten bei Menschen über 60 Jahren auf.

Häufigkeit von Schilddrüsenkrebs

Pro 100.000 Einwohner wird mit drei Neuerkrankungen an Schilddrüsenkrebs jährlich gerechnet. 5 Prozent von diagnostizierten Knoten an der Schilddrüse stellen sich als bösartig heraus. Damit zählt Schilddrüsenkrebs zu den seltenen Krebsarten.

Therapie von Schilddrüsenkrebs

Die Behandlung von Schilddrüsenkrebs gliedert sich in Operation, Radiojodtherapie, Strahlentherapie und Chemotherapie. Ob diese Therapieformen einzeln oder kombiniert durchgeführt werden hängt von der Art des Karzinoms und dem Stadium der Erkrankung ab. Muss die Schilddrüse durch eine Operation entfernt werden, müssen lebenswichtige Hormone lebenslang als Tablette eingenommen werden.

Risikofaktoren Schilddrüsenkrebs

Begünstigend auf Schilddrüsenkrebs wirken radioaktive Strahlung, familiäre Veranlagung und Vorerkrankungen der Schilddrüse. Durch eine ausreichende Zuführung von Jod kann ein Jodmangel in der Schilddrüse unterbunden werden.

Die Struma – der Kropf

Die Struma, oder auch Kropf wie Satthals genannt, bezeichnet eine Vergrößerung der Schilddrüse, welche auch sichtbar wie tastbar ist. Die mit bloßem Auge erkennbare Struktur am Hals tritt dann auf, wenn eine Überfunktion wie Unterfunktion der Schilddrüse besteht; jedoch kann der Kropf auch bei einer normalen Schilddrüsenfunktion auftreten.

Die Struma ist die häufigste Erkrankung der Hormondrüsen; zudem ist auch ein Jodmangel für das Auftreten des Kropfes verantwortlich. Somit befasst sich auch die Therapie des Kropfes auf der Jodbasis (Tabletten), wobei auch eine Operation oftmals die einzige Möglichkeit ist, den Kropf zu beseitigen.

Die Ursachen wie die Einteilung

Die Struma wird in verschiedenen Grade eingeteilt, wobei ein Grad 0 a bedeutet, dass kein Struma vorliegt. 0 b bedeutet eine tastbare, aber nicht sichtbare Struma. Grad I ist eine tastbare wie leicht sichtbare Struma. Grad II bedeutet, dass der Kopf sichtbar ist und Grad III, die höchste Form, bedeutet, dass es sich um einen großen wie sichtbaren Kropf handelt. Die Ursachen liegen primär in der ernährungsbedingten Haltung des Patienten bzw.

Ist Jodmangel durchwegs zu 90 Prozent die Ursache, weshalb ein Struma überhaupt entstehen kann. Aber auch andere Faktoren müssen beachtet werden. Eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse wie auch Medikamente (Lithium wie Thyreostatika) aber auch eine Entzündung des Schilddrüsengewebes können für eine Kropfbildung ausschlaggebend sein. Auch Tumore (bösartig wie gutartig) der Schilddrüse können für eine Kropfbildung verantwortlich sein. Ob Tabak oder auch ein Selenmangel für ein Struma verantwortlich sein können, steht bislang noch nicht fest.

Die Beschwerden des Patienten

Bei einer Struma treten zu Beginn oft Schluckbeschwerden auf. © Fotolia.com

Bei einer Struma treten zu Beginn oft Schluckbeschwerden auf.
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Je nach Größe gibt es unterschiedliche Beschwerden. So bedeutet eine Vergrößerung der Schilddrüse, dass primär keine Beschwerden auftreten. Desto größer die Schilddrüse jedoch wird, umso größer werden auch die Beschwerden.

Schluckbeschwerden, wie auch Luftnot bei Belastung wie auch eine Neigung zu Bronchitiden kann durchwegs durch das Struma auftreten. Ebenfalls ist es möglich, dass bei einem Grad III sehr wohl auch Halsgefäße wie Speiseröhre beengt werden, sodass auch eine Atemnot im Ruhezustand möglich ist.

Die Therapie

In erster Linie wird versucht mit einer medikamentösen Therapie den Kropf zu entfernen bzw. achtet man darauf, dass dieser nicht größer wird. Jedoch wird bei einem Grad III Struma in der Regel ein operativer Eingriff vorgenommen, wobei eine Teilentfernung der Schilddrüse angestrebt wird.

Je nach Größe und Art kann auch eine vollständige Entfernung vorgenommen werden.

Autonome Adenome

Unter einem sogenannten Autonomen Adenom versteht man in der Medizin die Erkrankung der Schilddrüse in Form eines gutartigen Knotens, welcher im Schilddrüsengewebe auffindbar ist. Synonyme für die medizinische Bezeichnung sind beispielsweise „Fokale Autonomie“, „Morbus Plummer“ aber auch „Heißer Knoten“.

Das Autonome Adenom produziert die Hormone Trijodthyronin wie auch Thyroxin und unterliegt der herkömmlichen Regulation der Hypophyse. Spätestens wenn die Produktion nicht mehr nach dem Bedarf erfolgt, spricht man von einem „Heißen Knoten“.

Symptome und Diagnose

Es ist möglich, dass ein Autonomes Adenom sehr wohl ohne Symptome auftaucht. Auch der TSH Wert ist normal. Sollten bereits Probleme mit der Schilddrüse bestehen oder bestanden haben, so sollten die Schilddrüsenwerte quartalsweise oder je nach ärztlicher Vorschreibung überprüft werden. Sollte es sich um ein Adenom in Verbindung mit einer Hyperthyreose handeln, so sind ebenfalls klinische Symptome ausgeschlossen. Es ist jedoch möglich, dass erhöhte Schilddrüsenwerte auftreten können.

Auch wenn die Adenome primär keine klinischen Symptome verursachen, so sind solche dennoch möglich. So klagen viele Patienten über Ruhelosigkeit wie Schlaflosigkeit, sind häufiger nervös und erleiden – obwohl ein vermehrter Appetit besteht – einen Gewichtsverlust. Durchfall, Haarausfall aber auch Muskelkrämpfe wie Zyklusunregelmäßigkeiten bei den Frauen sind ebenfalls Symptome für ein Autonomes Adenom.

Die Diagnose wird mittels einer Sonografie gestellt, wobei in der Regel eine umfangreiche Anamnese vor der Untersuchung durchgeführt wird, welche die Sonografie somit begründet.

Therapieformen

Ein Adenom kann mit einer Radiojodtherape behandelt werden. © Fotolia.com

Ein Adenom kann mit einer Radiojodtherape behandelt werden.
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Liegt ein Autonomes Adenom vor und der Patient klagt über keine Beschwerden, so wird auch von der Therapie abgesehen. Dennoch sollten immer wieder die Schilddrüsenwerte untersucht werden, wobei die Kontrollintervalle der leitende bzw. behandelnde Arzt vorgibt. In der Regel wird eine Untersuchung einmal pro Jahr vorgeschrieben.

Wer eine manifeste oder latente Hyperthyreose hat, der sollte sehr wohl therapiert werden. Entweder erhält der Patient eine Radiojodtherapie, eine medikamentöse Behandlung oder kann auch einem operativen Eingriff unterzogen werden. Ebenfalls kann – als Alternative – eine Alkoholinjektion als Therapiemaßnahme erfolgen. In der ersten Stufe der Erkrankung wird in der Regel die medikamentöse Behandlung bevorzugt, wobei – desto stärker das Autonome Adenom auftritt – im Laufe des Stadiums primär auch operative Eingriffe am Patienten vorgenommen werden können.

Auch in Verbindung mit einem großen Struma und dem daraus resultierenden mechanischen Problem (Atemnot) wird die Operation vorgeschlagen und auch zu 95 Prozent durchgeführt.

Volkskrankheit Hashimoto

Die Schilddrüsenunterfunktion Hashimoto Thyreoiditis ist eine der häufigsten Schilddrüsenerkrankungen in Europa. Beinahe 2 % der gesamten westeuropäischen Bevölkerung sind von dieser Krankheit betroffen.

Genau wie Morbus Basedow ist sie eine Autoimmunerkrankung. Bei der Funktionsstörung bilden sich Antikörper gegen das Schilddrüsengewebe und zerstören es. Die Schilddrüse ist infolgedessen chronisch entzündet und in ihrer Funktionsfähigkeit eingeschränkt. Zwei wichtige Schilddrüsenhormone, T3 und T4, werden in unzureichender Menge gebildet.
Der Name der Krankheit ist auf den japanischen Arzt Hakaru Hashimoto zurückzuführen, der sie 1912 erstmals beschrieb. Die Schilddrüsenfehlfunktion tritt in zwei Formen auf: atroph und hypertroph. Die atrophe autoimmune Schilddrüsenentzündung zeigt sich durch eine immer kleiner werdende Schilddrüse. Bei der hypertrophen Form wird die Schilddrüse dagegen größer (Struma).

Bei Frauen kommt Hashimoto Thyreoiditis acht bis zehnmal häufiger vor als bei Männern. Die Krankheit entwickelt sich schleichend und hat wenig charakteristische Merkmale. Daher ist sie vor allem in der Anfangsphase schwerer erkennbar. Hashimoto Thyreoiditis kommt häufig gemeinsam mit anderen Autoimmunerkrankungen vor. Eine Neigung zu Autoimmunkrankheiten ist vererbbar. Andere Erkrankungen der Schilddrüse sind z.B.: Schilddrüsenknoten und Schilddrüsenkrebs.

Symptome von Hashimoto Thyreoiditis

T3 und T4 Steuern unseren Stoffwechsel maßgeblich. Sie sind bereits für die geistige und körperliche Entwicklung von Kindern mitverantwortlich. Im Erwachsenenalter kann der Hormonmangel in der Schilddrüse viele wichtige Körperfunktionen beeinträchtigen. Die Energieverwertung der Nahrung, Herzschlag und Hirnleistung sind davon abhängig. Ein Schilddrüsenhormonmangel wirkt sich außerdem auf den weiblichen Zyklus, das Gewicht und die Körpertemperatur aus.

Weil es in der Anfangszeit der Krankheit zu Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion kommen kann, wird sie diagnostisch auch manchmal verwechselt. Das liegt an der Zerstörung des Schilddrüsengewebes, wodurch die bereits gespeicherten Schilddrüsenhormone auf einmal frei werden. Auf Dauer ist jedoch nicht genügend Schilddrüsenhormon vorhanden und es kommt zur Schilddrüsenunterfunktion.

Was bedeutet autoimmun?

Bei einer Autoimmunerkrankung kommt es im Körper zu vergleichbaren Prozessen wie bei der Organabstoßung nach einer Transplantation. Das Immunsystem kann körpereigenes Gewebe nicht erkennen und behandelt es, als wäre es fremd. Es wird von eigens produzierten Antikörpern angegriffen und kontinuierlich zerstört. Rheumatoider Arthritis, die Weißfleckenkrankheit und multiple Sklerose sind andere typische Autoimmunerkrankungen.

Bei Hashimoto Thyreoiditis richten sich die Antikörper gegen die Schilddrüse. Zur Diagnose müssen daher mögliche Antikörper ausfindig gemacht werden. Das geschieht mit einer Blutuntersuchung.

Die Behandlung von Hashimoto Thyreoiditis

In den meisten Fällen wird L-Thyroxin verabreicht. Die Wirkstoffe entsprechen dem körpereigenen T4. Da die Schilddrüsenentzündung Hashimoto Thyreoiditis jedoch eine Autoimmunerkrankung ist, konzentrieren sich ganzheitlich orientierte Mediziner mehr auf das Immunsystem statt auf eine Hormonersatztherapie. Neuerdings werden Zusammenhänge mit Gluten vermutet.