Schizophrenie ist eine psychische Störung, bei der sich ein Mensch im Inneren Denken und der Wahrnehmung seiner Umwelt charakteristisch verändert. Sie tritt oftmals in Schüben auf und Betroffene verfallen für unbestimmte Zeit in Psychosen. Während dieser Psychosen verlieren sie jeglichen Bezug zur Realität. Oftmals wird Schizophrenie mit der multiplen Persönlichkeitsstörung verwechselt.

Die multiple Persönlichkeitsstörung ist aber eine eigene Erkrankung bei der sich mehrere Persönlichkeiten, also mindestens 2 oder mehr, in einem Körper befinden. Bei Schizophrenie ist dies allerdings nicht der Fall.

Ursachen von Schizophrenie

Schizophrenie hat unterschiedliche Ursachen. Es wird angenommen, dass eine genetische Veranlagung eine Rolle spielen kann. Darüber hinaus können auch andere Ursachen wie psychologische oder soziale Faktoren der Grund sein, um eine Schizophrenie auszulösen.

Bei den genetischen Veranlagungen ist es so, dass Kinder mit an Schizophrenie erkrankten Eltern ein höheres Risiko besitzen ebenfalls zu erkranken, als welche deren Eltern nicht erkrankt sind. Die Chance, dass das Kind auch erkrankt liegt bei 40 %. Weist ein eineiiges Zwillingskind Schizophrenie auf so liegt der Wert des Geschwisterkindes bei 50 %.

Häufig wird eine Schizophrenie auch durch Drogenkonsum ausgelöst oder aber durch Stress. Auffälligkeiten für eine Schizophrenie in der genetischen Veranlagung sind, wenn es der betroffenen Person schwer fällt Informationen für das Lösen einer Aufgabe auszuwählen.

Symptome bei Schizophrenie

Es gibt mehrere Anzeichen für eine Schizophrenie, diese unterscheiden sich in sogenannten Positivsymptome wie zum Beispiel Halluzinationen oder Wahnvorstellungen aber auch in Negativsymptome wie Antriebsmangel und Gefühlsarmut.

Es gibt unterschiedliche Formen einer Schizophrenie, diese werden in verschiedene Untertypen eingeteilt. Insgesamt gibt es fünf dieser Untertypen.

In dem ersten Untertyp Halluzinieren die Betroffenen und werden von Wahnvorstellungen geplagt, diese Form nennt man auch Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie. Während in einer Katatonen Schizophrenie Symptome auftreten, die sich auf die Motorik auswirken.

Im dritten Untertyp ist das Gefühlsleben der betroffenen Menschen gestört, man nennt sie Hebephrene Schizophrenie. Bei der Residualen Schizophrenie ziehen sich Betroffene sozial zurück, sind antriebslos und leiden unter Gefühlsarmut. Bei dem letzten Untertyp sind die Symptome nicht ganz so ausgeprägt, unter Wahnvorstellungen und Halluzinationen leiden die Betroffenen hier nicht. Die letzte Formt nennt man Schizophrenie simplex.

Bei den Wahnvorstellungen wird die Realität des Betroffenen falsch beurteilt. 80 % leiden während der Krankheit darunter. Oftmals haben sie Verfolgungswahn und oder Beziehungswahn. Für außenstehende sind diese Wahnvorstellungen häufig bizarr und schlecht nachzuvollziehen.

Auch Halluzinationen sind nicht selten bei diesem Krankheitsbild. Der Erkrankte sieht Dinge die gar nicht in der Realität vorhanden sind wie etwa Gesichter an Wänden oder hört Stimmen in seinem Kopf. Die Halluzinationen betreffen aber nicht nur das Denken, sie können auch riechen oder schmecken beeinflussen.

Diagnose & Verlauf bei Schizophrenie

Einen speziellen Schizophrenie-Test gibt es allerdings nicht. Um diese Krankheit feststellen zu können müssen mehrere Symptome mehr als einen Monat bestehen und beobachtet werden. Zu Beginn der Feststellungen müssen andere Krankheiten wie organische Psychosen (Gehirntumor, Schädel-Hirn-Trauma etc.), Persönlichkeitsstörungen (Borderline-Störungen, paranoide Persönlichkeitsstörungen) oder affektive Erkrankungen (Depressionen) ausgeschlossen werden.

Es werden Test durchgeführt wie eine Anamese, Untersuchungen des Blutbildes, Untersuchungen des Gehirns und auch körperliche Untersuchungen. Der Patient muss mindestens ein Symptom aufweisen wie etwa anhaltende Halluzinationen.

Von Mensch zu Mensch verhält sich der Krankheitsverlauf einer Schizophrenie unterschiedlich. Bereits Monate bzw. Jahre vor Ausbruch der Krankheit weist der Patient erste Anzeichen auf. Beim Ausbruch treten die bereits genannten Symptome auf. 20 % aller Betroffenen werden nach der ersten Episode wieder gesund. Verläuft die Krankheit allerdings in Schüben ist es durchaus nicht undenkbar, dass die Symptome chronisch bestehen bleiben. Besonders die Negativsymptome belasten die Erkrankten auf Dauer zunehmend.

Behandlung & Therapie von Schizophrenie

Bei der Behandlungen wird eine mehrdimensionale Therapie angewandt. Zum Einen durch Medikamente (Psychopharmaka) und zum Anderen durch Psychotherapie und Soziatherapie. Oftmals zeigen sich Patienten zu Beginn einer Therapie nicht einsichtig, da sie der Meinung sind keine Medikamente zu benötigen. In einer akuten Phase ist die medikamentöse Therapie besonders wichtig.

Klingen die Symptome langsam ab ist der Betroffene noch sechs weitere Monate dazu verpflichtet die verordneten Medikamente einzunehmen. Bei Rückfällen ist es ratsam die Medikamente in geringerer Dosierung auf Dauer einzunehmen um weitere Rückfälle zu vermeiden. Leider weisen die Medikamente häufig viele Nebenwirkungen auf.

Schizophrenie vorbeugen

Bei Menschen die eine erbliche Veranlagung zur Schizophrenie besitzen ist es nicht so leicht die Krankheit vorzubeugen. Wichtig ist, dass diese Menschen Stress vermeiden. Die Einnahme von Drogen sollte ebenfalls vermieden werden um eine Schizophrenie vorzubeugen. Besonders LSD fördert die Entwicklung dieser Krankheit.

Medikamente & Hausmittel gegen Schizophrenie

Der Arzt verordnet bei Schizophrenie sogenannte Neuroleptika. Haloperidol ist eines dieser Medikamente. Sie beugen Halluzinationen und Wahnvorstellungen vor in dem sie die Aufnahme von zu viel Dopamin verhindern. Da wie bereits erwähnt Neuroleptika oftmals viele Nebenwirkungen hervorrufen verordnen Ärzte lieber atypische Neuroleptika die ebenfalls gute Erfolge einer Besserungen erzielen und bei ihnen treten in nicht ganz so großem Umfang Nebenwirkungen auf.

Wenn Symptome wie starke Erregung und Angst auftreten wird gern auch ein starkes Beruhigungsmittel zur zusätzlichen Behandlung (Lorazepam) verschrieben. Wirksame Hausmittel sind nicht bekannt.