Der Skorbut ist eine Vitaminmangelerkrankung und war früher besonders bei Seefahrern weit verbreitet. Die Krankheit entsteht, wenn dem menschlichen Körper über mehrere Monate kein Vitamin C zugeführt wird. In der heutigen Zeit ist der Skorbut kaum mehr vorhanden, da es vor allem in der westlichen Welt eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen gibt.

Die Geschichte des Skorbuts

Skorbut war in der vergangenheit besonder unter Seeleuten gefürchtet. © Fotolia.com

Skorbut war in der vergangenheit besonder unter Seeleuten gefürchtet.
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Besonders in der Zeit der Entdeckungen war der Skorbut bei Seeleuten eine gefürchtete Krankheit, da diese meist tödlich war. Grund dafür war die einseitige Ernährung, die während der langen Seefahrten damals nicht zu verhindern war. Aufgrund von fehlenden Methoden zur Haltbarmachung von Nahrungsmitteln, standen vor allem Pökelfleisch und Schiffszwieback für die Ernährung auf hoher See zur Verfügung. Zwar wurden auch Sauerkraut und Kartoffeln als Vitamin-C-haltiger Proviant mitgenommen, doch die Haltbarkeit dieser Nahrungsmittel war nur sehr kurz begrenzt.

Bei Reisen über mehrere Monate oder sogar Jahre auf hoher See war eine entsprechende Versorgung mit Vitamin C daher nicht gewährleistet, sodass bei manchen Entdeckungsreisen fast die gesamte Mannschaft nicht mehr zurückkehrte. Auch während des ersten und zweiten Weltkrieges war der Skorbut unter den Soldaten verbreitet, da unter den Soldaten eine Knappheit an frischen Nahrungsmitteln vorherrschte. Zu dieser Zeit dienten vor allem das Scharbockskraut und Brennnesseln zur Bekämpfung der Krankheit heran gezogen.

Symptome und Behandlung

Die Symptome von Skorbut treten erst nach mehreren Monaten auf und führen zu einer abrupten Abnahme der Leistungsfähigkeit und zu einer akuten Herzschwäche, die schließlich bei einer Nichtbehandlung zum Tod führen kann. Den Skorbut erkennt man eindeutig an folgenden Symptomen:

  • Zahnfleischbluten und Zahnausfall
  • Antriebslosigkeit und Erschöpfung
  • schlechte Wundheilung
  • Knochenschmerzen, Gelenksentzündungen und Muskelschwund
  • Schwindel und hohes Fieber

Die Ursache des Skorbuts ist der Mangel an Vitamin C, somit kann die Krankheit und ihre Symptome nur durch die Einnahme des fehlenden Vitamins bekämpft werden. Vitamintabletten, Gemüse oder Obst, insbesondere Zitrusfrüchte, eignen sich dabei besonders gut für eine rasche Behandlung der Krankheit.

Schifffahrt und Skorbut

Skorbut war auf Schifffahrt lange Zeit eine sehr gefürchtete und tödliche Krankheit. Die Matrosen auf langen Seefahrten wurden immer schwächer und starben an der rätselhaften Krankheit. Heute gilt Skorbut als besiegt. James Lind fand 1752 den Zusammenhang zwischen Schifffahrt und Skorbut heraus.

Ursachen und Symptome

Skorbut wird durch einen extremen Mangel an Vitamin C ausgelöst. Durch das Fehlen von Ascorbinsäure (Vitamin C) verliert der Körper die Fähigkeit, Kollagen zu bilden und Eisen zu absorbieren. Möglich Symptome sind:

  • Zahnfleischbluten
  • Zahnausfall
  • Schwäche
  • Infektanfälligkeit
  • Durchfall
  • Fieber
  • Muskelschwund
  • nicht heilende Wunden

Wann trat Skorbut das erste Mal auf?

1498 unternahm Vasco da Gama eine Schifffahrt von Portugal nach Indien. Das Kap der guten Hoffnung erreichte er 1497. An der ostafrikanischen Küste erreichte er 1498 Mombasa. Die Schifffahrt endete in Indien am 20.05.1498. In dieser langen Zeit waren die Seeleute auf die Nahrung, welche sie an Bord geladen hatten, angewiesen. Diese bestand aus gepökelten Fleisch, haltbarem Brot und Fisch. Frisches Obst, eine gute Quelle für Vitamin C, war nicht unter der Ladung. Es hätte sich auch nicht über einen so langen Zeitraum gehalten.

Wer fand ein Mittel gegen Skorbut?

Der Verzehr von Sauerkraut verhinderte den Ausbruch von Skorbut während der Schifffahrt. © Fotolia.com

Der Verzehr von Sauerkraut verhinderte den Ausbruch von Skorbut während der Schifffahrt.
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James Lind, ein schottischer Arzt, kam 1754 Skorbut auf die Schliche. Er verabreichte einigen an Skorbut erkrankten Personen verschiedene Getränke. Darunter waren Limonensaft, verdünnte Schwefelsäure, Essig, Apfelwein und Meerwasser. Die Personen, denen der Arzt Limonensaft verabreicht hatte, wurden gesund. Zudem untersuchte er die Wirkungen von Sauerkraut, Löffelkraut, Scharbockskraut und Kartoffeln auf Skorbut. Sauerkraut erwies sich als gutes Mittel gegen die Krankheit. Zu jeder längeren Schifffahrt wurde nun Limonensaft und Sauerkraut mit auf die Reise gegeben. Skorbut unter den Seefahrern ging damit zurück.

Skorbut heute

Heute tritt Skorbut nur noch bei extremer Mangelernährung auf. Die Behandlung besteht in der Injektion von Ascorbinsäure, die am schnellsten Wirkung zeigt. Zu Beginn der Mangelerscheinung von Vitamin C kann das Defizit durch viel frisches Obst und Orangensaft ausgeglichen werden. Wer wenig Vitamin C zu sich nimmt, sollte auf Vitamintabletten zurückgreifen.

Wie viel Vitamin C braucht der Mensch?

Welche Menge Vitamin C der Körper täglich braucht, darüber herrschen verschiedene Meinungen. Die Mengen differieren zwischen 50 mg und 100 mg. Der Mensch kann Vitamin C nicht selbst bilden und auch nicht speichern. Zu viel Vitamin C wird mit dem Urin ausgeschieden. Eine Überdosierung über einen längeren Zeitraum kann zu Nierensteinen führen.

Wer kann noch Skorbut bekommen?

Tiere wie Meerschweinchen und Affen können von Skorbut befallen werden. Ohne zusätzliche Vitamin-C-Gaben endet auch bei ihnen die Krankheit tödlich.

Gefährlicher Vitamin-Mangel

Vitamine und Mineralstoffe braucht der Mensch zum Leben und jedes Vitamin hat eine bestimmte Wirkung im Körper. Aufgrund von Vitamin-Mangel, auch Hypovitaminosen genannt, können zahlreiche Krankheiten und auch körperliche Mangelerscheinungen auftreten. In erster Linie treten Stoffwechselstörungen auf, welche dann die typischen Krankheiten nach sich ziehen. Glücklicherweise ist Vitamin-Mangel bei uns eher selten geworden, da bei ausgewogener Ernährung alle nötigen Vitamine aufgenommen werden. Trotzdem gibt es bei der Ernährung einige Faktoren, die beachtet werden sollten.

Die Ursache für Vitamin-Mangel

Ein Vitamin-Mangel tritt auf, wenn die Ernährung unzureichend oder einseitig ist. Da der Körper nur wenige Vitamine speichern kann, müssen diese täglich zugeführt werden. Vitalstoffarme sowie einseitige Ernährung auf längere Zeit in Kombination mit Stress raubt dem Körper Vitamine. Auch bestehende Krankheiten wie Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Diabetes oder eine Chemotherapie können einen Vitamin-Mangel auslösen. Menschen, die ungenügend mit Vitaminen versorgt werden oder extremen Belastungen ausgesetzt sind, wie z. B.

  • Schwangere/stillende Mütter
  • Senioren
  • Raucher
  • Alkoholiker
  • Stressgeplagte
  • Kranke
  • Sportler

benötigen mehr Vitamine. Werden diese Vitamine nicht über die Nahrung zugeführt, kann das Defizit durch Vitaminpräparate aufgefüllt werden.

Anzeichen für Vitamin-Mangel

Werden nur kurzfristig zu wenige Vitamine aufgenommen und die Zufuhr ist bald wieder ausreichend, bleibt dies in der Regel ohne Folgen. Bei einer langfristigen Vitamin-Unterversorgung treten folgende Symptome auf:

  • Infektionskrankheiten
  • Leistungsabfall
  • Appetitlosigkeit
  • Beeinträchtigung der Darmflora
  • Nervosität
  • Hautprobleme
  • Zahnprobleme

Werden dem Körper auf längere Zeit gar keine Vitamine zugeführt, kann es zu ersten Krankheiten mit Todesfolge kommen.

Behandlung und Vorbeugung von Vitaminmangel

Einem Vitamin-Mangel kann in der Regel mit der richtigen Ernährung leicht vorgebeugt werden. © Fotolia.com

Einem Vitamin-Mangel kann in der Regel mit der richtigen Ernährung leicht vorgebeugt werden.
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In der Regel reicht bereits eine Änderung der Essgewohnheiten, um einen Mangel zu beseitigen, manchmal ist es jedoch sinnvoll, zusätzlich Vitaminpräparate einzunehmen. Jedoch sollte man dies mit dem Arzt absprechen, um eine Überdosierung bestimmter Vitamine zu verhindern, da nicht alle Vitamine von selbst ausgeschieden werden. Hat der Vitamin-Mangel andere Gründe wie organische Krankheiten oder Aufnahmestörungen, muss dies ärztlich behandelt werden.

Einen Mangel vorbeugen kann man natürlich mit ausgewogener und vitaminreicher Ernährung. Mehrere Portionen Obst und Gemüse täglich sind genauso wichtig wie Milch- und Vollkornprodukte, dafür aber wenig Zucker und Fett. Zwei- bis dreimal die Woche sollte auch mageres Fleisch und Fisch auf dem Speiseplan stehen. Zur gesunden Ernährung gehört auch die Aufnahme von reichlich Flüssigkeit. Wasser, Tee und Saftschorlen sollten hier im Vordergrund stehen.

Vitamin C

Vitamin C findet seit Jahrzehnten als eines der wichtigsten Vitamine in jedem Artikel oder jeder Talkshow übers Essen Erwähnung und nichts wird so oft zitiert beim Verzehr von Salaten oder Obst, als deren Vitamin-C-Gehalt.

Aber was passiert eigentlich, wenn jemand an einem Vitamin-C-Mangel leidet? Zunächst bleibt festzuhalten, dass dieser Zustand so gut wie nie in Zeiten von Frieden und normaler Ernährung eintritt. Was jeder schon einmal gehört hat, das war das Auftreten von Skorbut bei den Seefahrern früherer Jahrhunderte, die nach langem Törn ohne frische Essensbestandteile an dieser Krankheit litten. Es hat allerdings ziemlich lange gedauert, bis man die wirkliche Ursache des Skorbuts mit einem Mangel an Vitamin C korrelieren konnte. Bis dahin hat man alles möglich im Verdacht, bis hin zu unbekannten Skorbut-Bakterien.

Wo ist Vitamin C zu finden

Vitamin C ist eigentlich eine Variante der Ascorbinsäure, einem wasserlöslichen Feststoff mit säuerlichem Geschmack. Es kommt in vielen Kohlarten vor, wobei Sauerkraut schon früh als wertvolles Lebensmittel für lange Seefahrten bekannt war, lange bevor sein Vitamin C-Gehalt als Ursache wissenschaftlich unterlegt war. Der wichtigste Vitamin-C-Lieferant ist frischer Orangensaft, da er die bekömmliche und regelmäßige Zufuhr des lebenswichtigen Vitamins ermöglicht. Folgende Lebensmittel enthalten relevante Mengen an Vitamin C:

Zitrusfrüchte gelten als guter Vitamin-C-Lieferant. © Fotolia.com

Zitrusfrüchte gelten als guter Vitamin-C-Lieferant.
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  • Buschpflaume
  • Acerolakirsche
  • Hagebutte
  • Schwarze Johannisbeere
  • Petersilie
  • Grünkohl
  • Rosenkohl
  • Brokkoli
  • Paprika
  • Spinat
  • Erdbeere
  • Zitrone
  • Orange

Der Vitamin-Gehalt nimmt von oben nach unten immer weiter ab, wobei der regelmäßige Verzehr der an den letzten Positionen zu findenden Lebensmittel völlig ausreicht, um den Vitaminbedarf zu decken.

Die Aufgaben von Vitamin C

Der Körper kann Vitamin C nicht selbst herstellen, es muß also von außen zugeführt werden. Am besten ist der Verzehr von rohen, ungekochten Lebensmitteln, die das lebenswichtige Vitamin enthalten, durch Kochen wird es teilweise zerstört. Es dient der Synthese von Hormonen, ist aber auch am Aufbau der Neurotransmitter Noradrenalin als auch Serotonin beteiligt. Kollagene, die an der Elastizität von Bändern, Sehnen und der Haut beteiligt sind, benötigen Vitamin C zu ihrer Herstellung. Darüber hinaus beeinflußt das Vitamin die Festigkeit von Zähnen und Knochen. Da Narben Kollagen enthalten, ist es sogar zur Wundheilung unerlässlich. Auch die Aufnahme von Eisen durch den Dünndarm wird positiv beeinflußt, Schwermetalle wie Blei, Cadmium oder Nickel werden gebunden und unschädlich ausgeschieden.

Eine Überdosierung von Vitamin C ist praktisch ausgeschlossen, da es dann wegen seiner Wasserlöslichkeit über den Urin ausgeschieden wird.

Zahnprobleme

Zahnprobleme und Beschwerden mit dem Zahnfleisch, wie Karies und Parodontitis können viele Erkrankungen nach sich ziehen: Ob Kopfschmerzen, Tinnitus oder eine Entzündung des Herzmuskels, die Folgen mangelhafter Mundhygiene sind teilweise schwerwiegend.

Zahnprobleme entstehen oft dann, wenn das Zahnfleisch durch bestimmte Erkrankungen seine Aufgabe, nämlich das Halten der Zähne, nicht mehr richtig erfüllen kann. Manchmal erfordert es nur kleine Aufwendungen, aber die Wirkung ist sehr effektiv und verhindert durch fortschreitende Schwierigkeiten ein Ausfallen der Zähne.

Probleme mit dem Zahnfleisch:

Zahnfleischbluten wird häufig mit Parodontitis in Verbindung gebracht. Falsche bzw. mangelhafte Mundhygiene ist dafür verantwortlich. Durch eine Zahnfleischbehandlung kann der Zahnarzt dieses Problem beheben, indem die gefährlichen Plaquebakterien aus den Zahnfleischtaschen entfernt werden. Vorbeugen können Sie dieser Entzündung des Zahnhalteapparates durch regelmäßiges Zähneputzen nach den Mahlzeiten und Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide. Auch eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt wirkt präventiv, damit nicht noch schwerwiegendere Zahnprobleme entstehen.

Hormonelle Veränderungen, wie etwa in der Pubertät, in der Schwangerschaft oder während den Wechseljahren können ebenfalls zu Zahnfleischbluten führen.
Probleme mit dem Zahnfleisch können aber auch einen Hinweis auf verschiedene Krankheiten geben. In Betracht kommen dabei:

  • Leukämie
  • Bluterkrankheit
  • Leberfunktionsstörung
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Gestörter Calciumstoffwechsel
  • Diabetes
  • Virusinfektionen
  • Skorbut

Skorbut ist eine Erkrankung, die aufgrund eines Vitamin-C-Mangels entsteht. Ein Mangel an Ascorbinsäure (anderer Name für das Vitamin) wirkt sich sehr negativ auf den kompletten Organismus aus. So wird z. B. nicht mehr genügend Kollagen, welches für die Elastizität unseres Gewebes und von Blutgefäßen, Bändern, Knochen und Sehnen sorgt, gebildet. Als Folge davon entstehen Gewebeschäden. Weiterhin ist Vitamin C für eine ungestörte Wundheilung verantwortlich. Bei einem unausgeglichenem Vitamin C-Haushalt kommt es zur verzögerten Wundheilung. Dies wirkt sich dann meistens als erstes Anzeichen über ein blutendes Zahnfleisch aus. Im Laufe der Zeit verstärken sich die Beschwerden und es entsteht der Skorbut. In unseren Industrieländern tritt Skorbut nur noch selten auf.

Wie kann ich feststellen, ob ich unter einem Vitamin-C-Mangel leide?

Wenn Sie unter den Symptomen, wie permanenter Müdigkeit, Lethargie, Stimmungsschwankungen, schlechte Wundheilung, Zahnfleischbluten und hoher Infektanfälligkeit leiden, könnte ein Vitamin-C-Mangel dahinter stecken. Lassen Sie durch Ihren Hausarzt Ihren Vitaminhaushalt abchecken. Stellt sich heraus, dass sich zu wenig Ascorbinsäure in Ihrem Blut befindet, können Sie diesen Mangel mit entsprechender Kost schnell beheben. Dazu gehören Zitrusfrüchte, Paprika, Broccoli, Äpfel, Johannisbeeren, Hagebutten. Sorgen Sie auf jeden Fall dafür, dass Ihr Zahnfleisch gestärkt wird, damit Sie nicht noch schwerwiegendere Zahnprobleme wie z. B. Zahnausfall bekommen.

Was können Sie bei Karies tun?

Ist der Zahn bereits von Karies befallen, kann nur noch der Zahnarzt weiterhelfen. Deswegen sind regelmäßige Kontrollen der Zähne durch den Zahnarzt äußerst wichtig. Denn dieser kann bereits bevor schwerwiegender Zahnprobleme und Zahnschmerzen auftauchen feststellen, ob Karies vorliegt. Die befallenen Teile des Zahnes werden entfernt und mit einer Füllung versehen. Kariesprophylaxe ist eine gute Möglichkeit, die Zähne gesund zu erhalten. Das fängt bereits beim richtigen Putzen der Zähne an.