Die Spulwürmer beim Menschen sind kleine Wirbeltierchen, die zu der Gattung der Fadenwürmer, zählen. Sie können eine Länge von bis zu 40 cm erreichen und gelten als allgemeine Wurmerkrankung des Menschen. Bereits 1540 v. Chr. fand man den ersten Spulwurm bei den damaligen Menschen.

Es wird zwischen Menschenspulwurm und Schweinespulwurm unterschieden. Die meisten Haustiere sind ebenfalls oft davon betroffen. Hierbei helfen Wurmkuren, die es für alle Haustiere beim Tierarzt zu kaufen gibt. Dennoch wird zwischen drei Arten Unterschieden:

  • Madenwürmer
  • Spulwürmer
  • Bandwürmer

All diese Würmer sind sich zwar ähnlich, allerdings unterscheiden sie sich dennoch bei der größe. Die Spulwürmer beim Menschen, werden am längsten und haben die größte Lebensdauer. Dies führt dazu, dass diese sehr schwer zu bekämpfen sind.

Syptome und Krankheitsbild

Das wohl bekannteste Sympom, ist der Juckreiz am After. Dieser tritt meist immer der auf, wenn die Infektion der Spulwürmer beim Menschen bereits erfolgt ist. Der Juckreiz tritt meist nachts auf. Bei vielen Frauen entsteht auch eine Entzündung an der Scheide, die ebenfalls starken Juckreiz mit sich bringt. Spulwürmer beim Menschen verursachen ebenfalls Blutungen, die im Stuhl sichtbar werden.

Die Spulwürmer beim Menschen sind kleine Wirbeltierchen, die zu der Gattung der Fadenwürmer, zählen. © Fotolia.com

Die Spulwürmer beim Menschen sind kleine Wirbeltierchen, die zu der Gattung der Fadenwürmer, zählen.
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Ebenso kann es sein, dass abgestorbene Teile der Spulwürmer beim Menschen, ebenfalls im Kot zu sehen sind. Eine Gelbfärbung der Haut, kann ebenfalls erfolgen. Hierfür sind die Spulwürmer beim Menschen schuld, die dafür sorgen, dass nicht alle Nährstoffe auch dort ankommen, wo sie hinsollenl. Sie blockieren somit die Nährstoffaufnahme bei der Verdauung. Würmer, die bei Katzen und Hunden auftreten, können nicht im Stuhl nachgewiesen werden, da sich die Larven zu keinen geschlechtsreifen Würmern entwicklen können. Man spricht hier davon, dass die Menschen dafür als Fehlwirt von den Tieren angesehen werden.

Behandlung und Vorbeugung

Im Normalfall funktioniert die Behandlung beim Menschen unkompliziert, durch Tablettenverabreichung. Sollte es durch die Spulwürmer beim Menschen jedoch Probleme geben, so ist auch eine eventuelle Darmspiegelung, in Betracht zu ziehen.

Als vorbeugende Maßnahme gegen Spulwürmer beim Menschen gilt es immer sich die Hände zu waschen und zu desinfizieren und ebenfalls seine Haustiere vierteljährlich entwurmen zu lassen, sodass eine Ansteckung erschwert wird. Sauberkeit ist ein Muss und kann viel zur Vorbeugung beitragen.

Spulwürmer bei Katzen

Am häufigsten tritt bei Katzen die Spulwurm-Art Toxocara mystax auf. Die Spulwürmer kommen weltweit bei Katzen vor. Sie leben im Dünndarm und können eine Länge bis zu 10 cm erreichen. Klinisch bleibt der Befall meist unentdeckt und sie werden meistens erst bei einem stärkeren Befall entdeckt. Dann können Symptome wie leichter Durchfall und Nährstoffmangel auftreten. Spulwürmer beim Menschen können zu Organschäden führen. Bekämpft werden sie mit Hilfe von Wurmkuren.

Der Spulwurm bei Katzen benötigt keine Zwischenwirte. © Fotolia.com

Der Spulwurm bei Katzen benötigt keine Zwischenwirte.
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Wie kommt es zu Infektionen

Die weiblichen Würmer produzieren viele Eier, die dann mit dem Kot an die Umwelt abgegeben werden. Nach etwa 4 Wochen entstehen in den Eiern infektöse Larven. Es gibt drei Wege der Ansteckung, aber alle drei sind peroral. Die Ansteckung kann über mit Larven infizierte Transportwirte, über Katzenfutter auf die Welpen über die Muttermilch und über Schmutzinfektionen erfolgen. Der Spulwurm bei Katzen benötigt keine Zwischenwirte. Erwachsene Katzen stecken sich auch häufig über Transportwirte wie Nagetiere an. Somit kann eine Infektion auch über den Katzenkot, über verunreinigte Böden und über Nahrungsmittel erfolgen. Die Würmer wandern dann im Wirt durch die Darmwand über Blutkreislauf und Muskulatur oder innere Organe und entwickeln sich zu adulten Würmern. Meisten hält sich der Spulwurm bei Katzen im Darm auf.

Welche Symptome treten bei Spulwurminfektionen auf

Häufig treten überhaupt keine Symptome auf. Das macht das Feststellen dieser Erkrankung auch so schwierig. Vor allem bei Jungtieren kommt es oft erst bei stärkerem Befall zu Symptomen. Diese können dann breiiger Kot in Folge von Nährstoffmangel, struppiges Fell, Haarausfall, Abmagerung und Austrocknung sein. Bei jungen Katzen können außerdem auch Wachstumsstörungen oder Verformungen der Knochen auftreten. In selteneren Fällen kann der Spulwurm bei Katzen auch einen Darmverschluss oder eine Bauchfellentzündung verursachen.

Therapie bei einem Spulwurm bei Katzen

Hilfe bringen Wirstoffe wie zum Beispiel Milbemycinoxim, Emodepsid, Febantel, Fenbendazol oder Flubendazol. Allerdings ist eine wirklich sichere Prophylaxe kaum möglich. Bei Wohnungkatzen kann durch tägliches gründliches reinigen des Katzenklos der Infektionszyklus unterbrochen werden. Am besten reinigt man das Katzenklo mit Kresole und 70°C heißem Wasser. Dieses tötet die Würmer zuverlässig ab. Hygiene ist also sehr wichtig und man sollte sich täglich die Zeit nehmen. Auf jeden Fall sollte man einen Tierarzt zu Rate ziehen.

Gefahren beim Spulwürmerbefall

Spulwürmer sind Fadenwürmer und treten bei Mensch und Tieren auf. Bei beiden Arten können Spulwürmer zu der Gefahr schwerer Erkrankungen führen. Die weiblichen Spulwürmer sind 40 cm lang, die männlichen Spulwürmer 25 cm lang. Der Wirt, ob Mensch oder Tier, nimmt die Spulwürmer im Larvenstadium in der Regel über die Nahrung auf. Der Bandwurm gehört nicht zu den Spulwürmern.

Die Gefahren sind zahlreich. © Fotolia.com

Die Gefahren sind zahlreich.
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Spulwürmer beim Menschen

Verunreinigte Lebensmittel oder verseuchtes Trinkwasser führen zu Infektionen mit Spulwürmern. Weiter können sie auch von Mensch zu Mensch übertragen werden. Das geschieht von Mund zu Mund oder von Finger zu Mund. Die Gefahren sind zahlreich. Im Larvenstadium verursachen die Würmer dem Menschen Atembeschwerden, Fieber und Husten. Ausgewachsene Würmer, die im Dünndarm leben, gefährden den Menschen mit Koliken, Darmverschluss, Verschluss der Gallengänge oder Darmlähmung. Weitere Gefahren durch Spulwürmer im Dünndarm sind nicht sofort, als durch den Spulwurm verursacht, erkennbar. So sind das Blässe, Augenringe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Krämpfe.

Spulwurm bei Katzen

Bei Katzen tritt der Spulwurm häufig auf. Die erwachsenen Würmer, die bis zu 10 cm lang werden, leben im Dünndarm der Katze. Die Gefahren für Katzen, die der Wurm verursacht, sind in der Regel klinisch unauffällig. Im Falle eines stärkeren Befalls treten vor allem beim Jungtier Symptome wie breiiger Kot, struppiges Fell, Haarausfall, Abmagerung und Austrocknung auf. Weiter kann es bei Jungtieren auch zu Wachstumsstörungen führen. Darmverschluss oder Bauchfellentzündung sind sehr selten. Der Spulwurm der Katze kann auch den Menschen gefährden.

Die Gefahren durch den Spulwurm bei anderen Tieren

Die gesundheitlichen Schäden, die der Wurm bei Hunden und anderen Tieren anrichtet, sind sehr verschieden. Das kann die allgemeine Schwächung des Tieres sein, aber sie können auch zum Tod führen. Die beste Vorgehensweise gegen den Spulwurm besteht darin, die Hunde, Pferde oder Kleintiere regelmäßig zu entwurmen. Allgemeine Gefahren, die bei Kleintieren, eintreten können, sind Erbrechen, Blutarmut, Blut im Kot, schlechte Wundheilung, Gewichtverlust mit entsprechender Abmagerung. Bei Jungtieren kann ein aufgeblähter Bauch auftreten. Die Fruchtbarkeit kann abnehmen.

Der Wurmbefall führt auch zu einer Minderung der Leistung. Vitalität und die Widerstandskraft schwindet. Massenhafter Befall durch den Spulwurm kann bei Jungtieren zum Tod führen. Beim Pferd führt der Befall oft zu Leistungsabfall, Gewichtsverlust, Durchfall, Koliken und Anämie. Auch kann der Todesfall bei massivem Befall eintreten. Bei Hunden bestehen die Gefahren in Durchfällen, aber auch Verstopfungen, einem aufgeblähten Bauch mit Bauchschmerzen, Lungenschäden, schlechtes Allgemeinbefinden, Krämpfe, Lähmungen, übernervöse Reaktionen. Welpen können an dem Wurmbefall sterben. Vorbeugung geschieht bei allen Tieren durch regelmäßiges Entwurmen.

Der Spulwurm

Spulwürmer gehören zu den Fadenwürmern und sind Parasiten in dem menschlichen Darm. Ebenso gehört auch der Bandwurm zu den Parasiten. Die Spulwürmer beim Menschen haben eine Länge zwischen 15 und 40 cm, sind zwischen 5 und 6 mm dick und sind gelblich-rosa gefärbt. Spulwürmer kommen überall auf der Welt vor. Aber die hauptsächlichen Gebiete für den Spulwurm sind Länder von Südostasien, von Lateinamerika und auch von Afrika. Eine Spulwurminfektion erfolgt ohne Zwischenwirt. Bei einem Bandwurm hingegen wird ein Zwischenwirt für die Infektion benötigt.

Das Besondere am Spulwurm ist, dass sie im Laufe eines Tages jede Menge Eier legen können. © Fotolia.com

Das Besondere am Spulwurm ist, dass sie im Laufe eines Tages jede Menge Eier legen können.
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Der Spulwurm mit seinem parasitären Zyklus

Das Besondere am Spulwurm ist, dass sie im Laufe eines Tages jede Menge Eier legen können. Ein ausgewachsenes Weibchen kann sogar 20000 Eier an einem einzigen Tag freisetzen. Diese gelangen dann mit dem Stuhl zusammen in die Außenwelt. Und genau diese Eier sind dann die Basis für Neuerkrankungen. Spulwürmer beim Menschen durchlaufen viele Stadien. Diese Stadien sind vier verschiedene Larvenstadien und das Adultstadium. Die Eier an sich sind selber gar nicht infektiös. Bekommen die Eier jedoch Kontakt mit Sauerstoff, so bilden sich infektionsfähige Larven. In Verbindung von Temperaturen zwischen 20 und 25°C, Feuchtigkeit und Sauerstoff haben die Eier die besten Bedingungen. Nach wenigen Wochen entstehen so infektionsfähige Larvenstadien, die recht lange überleben können und nur noch auf den passenden Wirt warten.

Was passiert mit dem Spulwurm im Menschen

Sind Spulwurmlarven einmal im menschlichen Körper angekommen, so kommt es zu mehreren Häutungen. Die Larven durchlaufen dann noch weitere Stadien und wandern durch den Körper bis sie im Dünndarm angekommen sind. Die Larven schlüpfen dann im oberen Dünndarmbereich und dringen in die Blutgefäße von der Darmwand ein. Als nächstes gelangen sie zur Leber und häuten sich ein weiteres Mal. Nun dauert es noch zwischen vier und sieben Tagen bis sie die Lunge erreichen und sich ein weiteres Mal häuten. Nun landen sie im Inneren der Lungenbläschen, wo sie dann immer weiter nach oben wandern und aus der Luftröhre herauskommen. Letztendlich werden sie wieder verschluckt und die entstandenen Adultwürmer aus der letzten Häutung haben ihren Lebensraum erreicht. Hier wachsen sie heran, werden geschlechtsreif und vermehren sich wieder. Die Eier werden dann wieder ausgeschieden und das Ganze geht von vorne los.

Der Spulwurm im Menschen ist gefährlich

Wandern die Larven durch den Körper, so können Lungenbeschwerden auftreten. Diese können mit leichten Fieber, Husten, Atembeschwerden und Entzündungen einhergehen. Sogar zu blutigem Hustenauswurf kann es kommen. Ist der Wurm im Darm angekommen, so kommt es zu Unterleibsbeschwerden wie Bauchschmerzen, Erbrechen, Schwindel, Durchfall und Übelkeit. Allerdings kann es noch weit schlimmer werden. Dringen die Würmer in den Gallengang ein, so kann es zu Gelbsucht oder Verschlussgefahr kommen. Weiterhin können Schäden an inneren Organen durch die Wanderung verursacht werden.

Bandwurm

Ein Bandwurm ist, genau wie der Spulwurm, ein Parasit. Er besteht aus einem Kopf und mehreren Gliedern. Die einzelnen Körperabschnitte werden als Proglottiden bezeichnet. Der Bandwurm gehört zu den Plattwürmern. Weltweit gibt es ca. 3500 verschiedene Arten. Seine Größe variiert sehr stark. Er kann nur einige Millimetern groß sein oder aber eine Länge von bis zu zwölf Metern erreichen.

Ein Bandwurm ist, genau wie der Spulwurm, ein Parasit. © Fotolia.com

Ein Bandwurm ist, genau wie der Spulwurm, ein Parasit.
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Im Laufe seines Entwicklungszyklus muss der Bandwurm einen Wirtswechsel vollziehen. Je nach Wirt spricht man z.B. vom Fisch-, Rinder- oder Fuchsbandwurm. Der Mensch stellt für die Bandwürmer entweder den Zwischenwirt oder auch den Endwirt dar.

Als Lebensraum dient dem Bandwurm der Darm anderer Lebewesen, wo er sich durch Sauggruben, Saugnäpfe oder Hakenkränze, die sich an seinem Kopf befinden, an der Darmwand verankert. Hier ernährt sich der Bandwurm von seinem Wirt ohne selbst über einen Darm zu verfügen, indem er freigesetzte Nährstoffe seines Wirtes direkt durch die Haut aufnimmt. Bandwürmer sind zwittrige Lebewesen, d.h. sie besitzen sowohl weibliche als auch männliche Keimzellen. Nach der Befruchtung reifen die Eier in den Bandwürmern heran. Sind sie reif, werden sie mit dem gesamten Teilbereich abgestoßen. Die Ausscheidung erfolgt mit dem Kot des Wirtes.

Wie entsteht eine Infektion?

Werden nun die eierhaltigen Abschnitte von Zwischenwirten wie beispielsweise Krebsen, Füchsen oder Rindern gefressen, können die geschlüpften Larven in deren Darmwand eindringen und gelangen dann über den Blutkreislauf in die Organe und die Muskulatur. die Parasiten siedeln sich in den Geweben an und bilden dort Zysten, die sogenannten Finnen. Gelangt ein so befallenes Stück Fisch oder Fleisch in die Nahrungskette und wird vom Menschen aufgenommen, entwickeln sich die nicht abgetöteten Larven im Endwirt zu einem neuen Bandwurm. Auch Früchte und Gemüse, insbesondere Wald- und Wildfrüchte wie Pilze und Beeren, können durch infizierte Fäkalien, z.B. Ausscheidungen des Fuchses, mit Bandwurmeiern behaftet sein. Werden diese Lebensmittel nicht gründlich gewaschen und/oder erhitzt stellen sie ebenfalls eine Infektionsquelle für den Menschen dar. Mitunter reicht auch schon ein Streicheln von Hund oder Katze, um zu einem Bandwurm zu gelangen.

Folgen und Therapie bei Bandwurmbefall

Die Auswirkungen einer Bandwurminfektion sind je nach Art des Schmarotzers harmlos bis schwerwiegend. Ein sicheres Zeichen, dass man einen Bandwurm beherbergt ist das Ausscheiden von Proglottiden. Oft treten keine weiteren Krankheitszeichen auf, mitunter kommt es zu Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit oder Heißhunger, manchmal auch zu Gewichtsverlust. Dient der Mensch dem Bandwurm jedoch als Zwischenwirt und die geschlüpften Larven besiedeln innere Organe oder die Muskulatur bilden sie auch hier, genauso wie beim Tier, gefährliche Zysten. Man spricht dann von einer Zystizerkose, bei der Krampfanfälle oder Hirnhautentzündung auftreten können. Infektionen mit dem Fischbandwurm können Anämie zur Folge haben. So wie auch Spulwürmer beim Menschen, sollte man deshalb auch einen Bandwurm unbedingt medikamentös behandeln. Vorbeugend hilft strenge Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln, insbesondere wenn diese roh verzehrt werden.