Wer bei Synkopen an ein Gestaltungsmittel aus dem Musik denkt, hat zwar nicht ganz unrecht. Doch auch in der Medizin ist Synkope ein wichtiger Begriff. Es handelt sich dabei – kurz gesagt – um einen kurzen Verlust des Bewusstseins.

Was sind Synkopen eigentlich genau?

Unter einer Ohnmacht können sich die meisten Menschen etwas vorstellen. Doch was sind Synkopen genau? Ist es dasselbe? Nun, in der Regel werden die Begrifflichkeiten tatsächlich für das gleiche Phänomen verwendet. So können unterschiedliche Ursachen einer Synkope vorliegen. Die Folge ist jedoch immer, dass das Gehirn für einen kurzen Zeitraum weniger gut durchblutet wird.

Die Folge ist, dass unter anderem die Muskulatur nicht mehr einwandfrei funktioniert, sie hält den Körper nicht mehr und der betroffene Patient fällt häufig unvermittelt um. In der Regel wird er sich anschließend nicht mehr an das Ereignis erinnern können.

Typisch Kreislauf-Kollaps: Was sind Synkopen Beschwerden?

Eines sei vorausgeschickt: Eine Synkope ist in der Regel nicht gefährlich. Man sollte jedoch den Ursachen mithilfe eines Arztes auf den Grund gehen. Darüber hinaus ist ein plötzlicher Sturz immer mit einer Verletzungsgefahr verbunden. Weitere Beschwerden, die im Zusammenhang mit der Bewusstlosigkeit auftauchen können sind Schweißausbrüche, Übelkeit, eine blasse Haut und ähnliche Anzeigen, die generell einen geschwächten Kreislauf anzeigen. Die Bewusstlosigkeit selbst dauert meist weniger als eine Minute.

Was sind bei Synkopen mögliche Therapieformen?

Da die Ursachen von Synkopen unterschiedlich sein können. © Fotolia.com

Da die Ursachen von Synkopen unterschiedlich sein können.
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Da die Ursachen von Synkopen unterschiedlich sein können (z. B. stehen Sie im Zusammenhang mit Kreislauf, Herz, Gehirn oder auch mit der Einnahme einer bestimmten Medikamenteneinnahme), sind auch die Therapieformen vielfältig. Darum erfolgt zunächst eine genaue Befunderhebung durch den behandelnden Hausarzt oder Facharzt. Gerade wenn sehr häufig Kreislaufbeschwerden auftreten, kann eine Behandlung mit Tabletten erfolgen.

Was sind bei Synkopen die besten Erste-Hilfe-Möglichkeiten?

Wenn ein Mensch einen Kreislaufkollaps bzw. eine Synkope erleidet, ist schnelles Handeln gefordert. Zunächst gilt es selbstverständlich, einen schwerwiegenden Sturz zu vermeiden. Wenn der Patient also ggf. noch ankündigen kann, dass ihm „Schwarz vor Augen wird“, sollte man ihm schnell helfen, sich hinzusetzen oder sogar sich hinzulegen.

Ganz gleich, ob sich der Betroffene selbst noch hinlegen konnte oder ob er bereits gestürzt ist: Es ist von Vorteil, wenn die Beine hochgelagert werden, beispielsweise auf ein Kissen. Anschließend sollte versucht werden, den Patienten anzusprechen und zu Bewusstsein zu bringen. Gerade wenn die Ursachen unklar sind, sollte man einen Notarzt verständigen. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Patient auf die Ansprache nicht reagiert.

Synkopen Behandlung

Eine Synkope ist im Volksmund auch als „Kreislaufkollaps“ bekannt. Der Betroffene wird dabei plötzlich kurz bewusstlos, wobei er auch die Kontrolle über Haltung und Bewegung verliert. Das Bewusstsein erlangt man ohne ärztliche Hilfe und Behandlung spontan zurück.

Die Ursache dafür ist, auf einmal auftretende, schlechtere Blutversorgung des Gehirns. Dies kann durch den Kreislauf, durch Herzprobleme, durch Durchblutungsstörungen oder neural, auch vasovagal, entstehen.

Was tun im Akutfall?

Spürt man selbst einen nahenden Kreislaufkollaps oder will einem Betroffenen helfen, bietet sich folgendes an: Der Oberkörper sollte tief gelagert und die Beine hochgelegt werden. Das führt zu einer raschen Blutversorgung des Gehirns und der Betroffene erlangt das Bewusstsein rasch wieder. Anspannen von Muskulatur oder isometrische Übungen lassen die drohende Bewusstlosigkeit ebenfalls verschwinden.

Ursachenforschung ist der erste Schritt

Behandlungsmethoden richten sich natürlich nach der Ursache. Das heißt aber auch, dass vor einer Behandlung auf jeden Fall erst einmal Untersuchungen durchgeführt werden müssen, was Grund für die Synkope ist.

Eine Behandlung der Synkope kann mit Wechselduschen erfolgen. © Fotolia.com

Eine Behandlung der Synkope kann mit Wechselduschen erfolgen.
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Dazu werden die Umstände des Kreislaufkollapses, wie zum Beispiel längeres Stehen, Schwindel, Schweißausbrüche oder Übelkeit ergründet. Weiterhin werden unter anderem mehrere Blutdruckmessungen (im Liegen, im Stehen, Langzeitmessung), Ruhe- und Langzeit-EKG, Herzultraschall sowie Blutanalysen durchgeführt, um den Grund für die Synkope zu erforschen. Wichtig ist auch, abzugrenzen, ob die Ohnmacht, statt durch eine schlechte Durchblutung des Gehirns, durch etwas anderes, wie in etwa Hirnblutungen, Gefäßverschlüsse oder epileptische Anfälle verursacht worden ist.

Wie behandelt man eine Synkope?

Die vasovagale Synkope ist eine der häufigsten Arten von Kreislaufkollaps und anhand ihrer lässt sich gut erklären, wie man eine Synkope behandeln kann.

Vasovagale Synkopen entstehen durch längeres Stehen oder Sitzen, den Aufenthalt in warmen und überfüllten Räumen, oft auch zusammen mit fieberlastigen Erkrankungen oder Alkoholgenuss. Hierdurch entsteht Stress, der zu höherer Pulsfrequenz, Hitzewallungen und stärkerer Leistung des Herzens führt. Durch das Nervensystem wird dann aber eine Gegenreaktion ausgelöst, um das Herz nicht zu überlasten. Dadurch wird ein Blutdruckabfall ausgelöst, welcher zu einer Minderversorgung des Gehirns mit Blut führt.

Die Synkope kann man nicht nur mit Medikamenten therapieren. Man kann zum Beispiel die Gefäße mit Wechselduschen und „Stehen“ trainieren. Auch mit Ernährung kann man gegensteuern, indem man auf genügend Flüssigkeitszufuhr achtet und auf salzige Kost verzichtet. Kompressionsstrümpfe verhindern den Abfall des Blutdrucks beim Stehen. Regelmäßige Ausdauersportarten sind ebenfalls empfehlenswert. Dadurch werden dauerhaft weitere Synkopen verhindert.

Auch Kipptischtraining hilft, das heißt, der Patient wird auf einer Liege fixiert und ein Wechsel zwischen liegender und stehender Position durchgeführt. Auch dies ist eine Art „Stehtraining“.

Natürlich kann man eine Synkope auch medikamentös behandeln. Rezeptoren – Blocker und Fludrokortison sind die wichtigsten, die zu erwähnen sind. Die Dauer der Medikamentengabe ist je nach Einzelfall entscheidend, aber gerade bei jüngeren Menschen verliert sich eine Anfälligkeit für Synkope innerhalb einiger Jahre.

Kreislauf-Kollaps

Ohnmacht ist ein Ausdruck plötzlich verminderter Durchblutung des Gehirns und wird auch medizinisch Synkope oder Kreislauf-Kollaps genannt.

Allgemeines

Der Kreislauf-Kollaps kann viele verschiedene Ursachen haben und somit auch bei allen Menschen zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten stattfinden. Jeder Kreislauf-Kollaps ist erst einmal als ein lebensbedrohlicher Zustand zu betrachten und muss sofort erkannt und behandelt werden. Gerade deshalb ist es wichtig, dass viele Menschen den Erste-Hilfe Kurs machen und jedes Jahr wieder auffrischen. In dieser Maßnahme wird der Zustand eines Schocks inszeniert und praktisch geübt.

Jeder sollte die Definition und die Erstmaßnahmen kennen, um schnell und sicher helfen zu können.

Maßnahmen

Vorerst sind einige Beobachtungen zu machen. Handelt es sich nur um einen Kreislauf-Kollaps oder eventuell noch um zusätzliche Symptome. Da die Synkope von weiteren lebensbedrohlichen Symptomen begleitet werden können, ist es wichtig festzustellen, ob der Hilfebedürftige eine normale Atmung hat.

Um einen Kreislauf-Kollaps sofort behandeln zu können, sollte man jährlich den Erste-Hilfe-Kurs auffrischen. © Fotolia.com

Um einen Kreislauf-Kollaps sofort behandeln zu können, sollte man jährlich den Erste-Hilfe-Kurs auffrischen.
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Ist die Senkung des Brustkorbes und die Atmung zu hören und zu fühlen, muss eine spezielle Lagerung durchgeführt werden. Wenn eine große Blutung sichtbar ist, muss diese mit einem Druckverband schnell versorgt werden, so besteht die Möglichkeit den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

Da der Kreislauf abgesackt ist und sich zentralisiert, ist es wichtig den Blutdruck wieder anzuregen, in dem der Mensch in die „Schocklagerung“ gebracht wird. Sicherlich auf der Straße nicht ganz einfach, weil einfach die Hilfsmittel nicht vorhanden sind. Die Beine müssen erhöht gelagert werden, mindestens in einer ungefähren Schräge ab 30 Grad. Der Oberkörper und der Kopf bleiben dabei flach liegen. Danach kann die Feuerwehr unter 112 verständigt werden. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr den instabilen Menschen wachhalten, ansprechen und zu trinken anbieten.

Nicht immer ist die Erstversorgung so gut abgedeckt. Genauso kann es sein, dass der Kreislauf-Kollaps auftritt und keiner vor Ort ist. Oft sind Vorboten zu merken, um selbst vorzeitig reagieren zu können. Kalter Schweiß, Übelkeit oder kalte Hände können solche Vorboten sein. Am besten in dieser Situation sich an die Seite hinsetzen, wenn möglich hinlegen, Beine hochlagern. Um einer Ohnmacht vorzubeugen ist es ganz wichtig ist, dass der Körper Flüssigkeit bekommt. Andere Leute auf sich aufmerksam machen, um weitere Hilfestellungen zu bekommen.

Abschluss

Der Kreislauf-Kollaps sollte in jedem Fall von einem Arzt untersucht werden. Es kann ein Warnzeichen für andere Krankheiten sein.
Nicht wegschauen, helfen ist selbstverständlich!

Wie entsteht eine Ohnmacht?

Eine Ohnmacht im medizinischen Sinn wird als Synkope bezeichnet. Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet soviel wie Schlag oder Zusammenfall. Und genau so fühlt sich eine Ohnmacht auch an, wie ein Schlag vor den Kopf, der einem schwarz vor Augen werden lässt und die Beine wegzieht.

Eine Ohnmacht ist ein schreckliches Gefühl und für viele ein Einschnitt ins Leben. Aber zum Glück sind Ohnmachten meistens nicht so bedrohlich, wie sie sich anfühlen.

Vorzeichen und Symptome der Ohnmacht

Die häufigsten Vorzeichen sind Übelkeit, Schwindelgefühl, Schweiß-Ausbrüche oder Kältegefühl, Blässe, Zittern, Kopfschmerzen oder Müdigkeit und häufiges Gähnen. Oft gehört auch heftiges Herzklopfen und Schmerzen in der Brust und im Nacken zu den Vorboten.

Es gibt allerdings auch Ohnmachten, die ohne jedes Vorzeichen auftreten. Ob Betroffene kollabieren und hinfallen, hängt davon ab, in welcher Lage sie der Kreislauf-Kollaps trifft und wie lange er dauert. Manche Menschen stürzen und ziehen sich vielfältige Verletzungen dabei zu. Wem es im Sitzen oder liegen trifft, der ist nur kurze Zeit „weg“ und fügt sich eher keinen Schaden zu, ganz gefährlich, aber zum Glück sehr selten sind unvorhersehbare Ohnmachten während der Teilnahme am Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen.

Ursachen einer Ohnmacht?

Ohnmachten während der Teilnahme am Straßenverkehr sind sehr gefährlich. © Fotolia.com

Ohnmachten während der Teilnahme am Straßenverkehr sind sehr gefährlich.
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Die Ursache liegt in den meisten Fällen in einer Fehlregulation des Kreislaufes. Wenn der Blutdruck rapide abfällt und eine Mangeldurchblutung des Gehirns auftritt, dann führt das sehr schnell zur Ohnmacht.

Manchmal liegen die Ursachen für solche Fehlregulationen an Herzerkrankungen, die natürlich behandelt werden müssen. Aber es gibt auch Menschen mit einem gesunden Herzen, die unter zu niedrigem Blutdruck leiden.

Auch zu schnelle Lage-Veränderungen wie plötzliches Aufstehen und schnelle Drehungen, sowie zu geringe Flüssigkeitszufuhr und zu hohe Temperaturen können zu Ohnmachten führen. Außerdem können auch Schreck, Angst, Entsetzen und andere psychische Auslöser das komplizierte Steuerungssystem von Herzschlag, Gefäß-Weite, Blutdruck und Atmung aus dem Gleichgewicht bringen und zu Ohnmachten führen.

Eine spezielle Form ist die vasovagale Synkope, die auch „Boygroup-Syndrom“ genannt wird. Hier führt starke Erregung zu einer Weitstellung der Gefäße und langes Stehen z.B. bei einem Pop-Konzert oder einer anderen Veranstaltung zum Blutstau in den Beinen und Blutmangel im Kopf.

Auch hier können Betroffene einfach in Ohnmacht fallen. Meistens dauert dieser Zustand nur Sekunden oder wenige Minuten, legt man Betroffene hin und lagert vielleicht die Beine erhöht, pegelt sich der Kreislauf von selbst wieder ein und nachträglich finden sich bei einer Untersuchung keinerlei Symptome mehr.

Die Vasovagale Synkope

Wenn ein Mensch von einer plötzlichen Ohnmacht bzw. von einer kurzen Bewusstlosigkeit betroffen ist, sprechen Fachleute oft von einer vasovagale Synkope. Doch was sind Synkopen und was unterscheidet eine vasovagale Synkope von einer anderen Synkopenform?

Synkopen können verschiedene Ursachen haben

Eine Synkope ist immer eine Bewusstlosigkeit. Im allgemeinen Wortgebrauch wird daher auch oft das Wort Ohnmacht für eine Synkope verwendet. Im Körper passiert dabei folgendes: Das Gehirn erhält (was aus unterschiedlichen Gründen geschehen kann) eine zu geringe Zufuhr von Blut. In der Folge arbeitet unter anderem die Muskulatur nicht mehr einwandfrei und der Betroffene stürzt unvermittelt. In manchen Fällen kann er sich – schnelles Reaktionsvermögen vorausgesetzt – vorher noch hinsetzen oder -legen. Nach dem Ereignis können sich die Patienten i.d.R. nicht mehr an die Ohnmacht erinnern.

Die Ursachen für eine Synkope können beispielsweise im Bereich des Kreislaufs (vasovagale Synkope) liegen, was in den meisten Fällen die Ursache ist. Es gibt aber auch Synkopen, die durch eine Beeinträchtigung von Herz oder Gehirn, durch eine Stoffwechselstörung, durch Alkhohol, Medikamente oder andere Stoffe ausgelöst sind.

Wie entsteht eine vasovagale Synkope?

Die vasovagale Synkope ist die Variante der Synkope, die Ihre Ursachen im menschlichen Kreislauf hat. Sie ist – wie erwähnt – die am häufigsten auftretende Synkopenart. Zustande kommt die vasovagale Synkope, weil das Nervensystem plötzlich überreagiert. Die Folge ist ein unerwarteter Abfall von Blutdruck und Puls.

Die vasovagale Synkope ist die am häufigsten auftretende Synkopenart. © Fotolia.com

Die vasovagale Synkope ist die am häufigsten auftretende Synkopenart.
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Dies kann auch bei gesunden Menschen vorkommen, beispielsweise bei starken Stresszuständen, bei übermäßigen, plötzlich eintretenden Schmerzen oder auch bei starken Angstzuständen. Auch wenn eine Person lange gelegen hat, der Kreislauf also ohnehin „schwach“ ist, kann das plötzliche Aufstehen zu einer vasovagalen Synkope führen. Gerade, wer generell unter einem schwachen Kreislauf leidet, ist öfter betroffen als andere Personen. Den Kreislauf-Kollaps kennen diese meistens schon.

Was hilft bei einer vasovagalen Synkope?

Wie bei vielen plötzlichen gesundehitlichen Ereignissen ist es wichtig, schnell Erste Hilfe zu leisten. Dazu gehört, dass der gestürzte Patient schnell gut gelagert wird. Das Hochlegen der Beine (beispielsweise auf ein Kissen) kann gute Dienste leisten. Sofern der Patient nicht direkt wieder von alleine „aufwacht“, sollte man versuchen, ihn anzusprechen und damit wieder zu Bewusstsein zu bringen.

Im Anschluss daran und / oder wenn die Versuche des Ansprechens nicht zu Erfolg führen, ist umgehend ein Arzt zu verständigen. Wie bei jedem Notruf ist die Leitstelle darüber zu informieren, was genau sich erreignet hat und wer vom Notfall betroffen ist. In der Regel hinterlässt die vasovagale Synkope keine bleibenden Schäden.